17-05-2003/XL Nr. 20
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Diskussion um den Dollar hat in dieser Woche voll eingesetzt.
Ich hatte Sie in der letzten AB darauf vorbereitet. Das hat
voraussichtlich zwei Seiten: a) Die Wirkung auf die Warenströme und
b) die unbestrittene Reaktion auf die Aktienmärkte, aber in stark unterschiedlicher
Form. Sichtbar wird dies in der relativen Stärke von S&P
500 zu Dow Jones Stoxx. Sie erkennen dies aus der Grafik nebenstehend
(Quelle Landert, Zollikon). Das bedeutet für die internationalen
Anleger: US-Investments haben das größere Potential, aber auch ein
Dollar-Risiko. Investments in Europa haben das kleinere Potential bei
steigendem Dollar, aber einen Wertzuwachs über den Euro. Auf Sie
übertragen: Stehen Sie auf zwei Beinen. Es gibt keine wirkliche, längerfristige
und überzeugende Besserstellung der Europäer gegenüber
den Amerikanern und umgekehrt. Auf die Detailanalyse und die Rahmenbedingungen
kommt es an.
Ist die Agenda 2010 ein Hindernis oder ein Anstoß für die Börse? Denn es ist schwer vorstellbar, daß die
deutsche Börse den Bundeskanzler total ignoriert. Aber irgendwie hat dies auch eine Ähnlichkeit mit dem
Frühjahr 1982 (!) und Deutschland hat immerhin das größte ökonomische Gewicht in der EU/im Euroland.
Die Ausweitung der öffentlichen Verschuldung ist unausweichlich. Das gilt für mehrere Jahre. Denn
der Anteil der Sozialkosten in allen Etats (Kommunen, Länder und Bund) läßt sich nicht wirklich und
entscheidend reduzieren. Wer indes gegenfinanziert, verteilt nur die Lasten neu. Die Summe aller
Lasten bleibt gleich. Nach der Tabaksteuer liegt der Ausweg vermutlich in der Anhebung der Mehrwertsteuer,
was bisher verneint wurde, aber bedingt gilt. Selbst damit würde die Neuverschuldung lediglich
begrenzt und nicht verhindert. Das wird im Bundesfinanzministerium überhaupt nicht mehr bezweifelt.
Das Arbeits- und Tarifrecht ist nur begrenzt zu korrigieren. Ernsthaft und total verändert kann es
nicht werden, weil dafür auch der allgemeine Konsens fehlt. Clement somit kann Symptome kurieren,
aber die Ursachen nicht beseitigen. Deutschland verliert weiter Produktionen, die an billigen Löhnen
hängen. Sie wandern unweigerlich aus. 5 Mio Arbeitslose erscheinen deshalb realistisch. Auch dieser
Prozeß ist vorerst nicht zu stoppen. Lohnnebenkosten von 43 % sind absoluter Weltrekord.
Ein stagnierendes BIP, aber wachsende Firmenumsätze und Gewinne sind dennoch kein Widerspruch.
Das wird zur zentralen Frage für die deutschen Unternehmen. Firmen, die ihre Produktion ins
Ausland verlagern, gewinnen an Ertragsstärke und koppeln sich von der Stagnation in Deutschland
weitgehend ab. Der Auslandsanteil der deutschen Industriekapazitäten erreichte im letzten Jahr etwa
10 - 12 %. Die Amerikaner liegen bei 23/24 % und die Japaner bei 7 %. Jeder 8. Euro wird also außerhalb
der deutschen Grenzen erwirtschaftet, fließt aber in die Ergebnisse der Unternehmen ein. Das ist
der einzige und wichtigste Dynamisierungsfaktor.
Das Fazit für Sie: Die Agenda 2010 wird von der Börse weitgehend ignoriert. Was
Globalisierung bedeutet, spielt sich ausschließlich in den einzelnen Unternehmen ab, und zwar zunehmend
positiv. Der Drang zur Auswanderung wird sich sehr wahrscheinlich noch verstärken und der Euro hilft dabei
zusätzlich. Und zwar doppelt: a) In der guten Vergleichbarkeit der Löhne im Euroclub und b) dem Druck, der
vom aufwertenden Euro ausgeht und die Auswanderung beschleunigt.
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Die DEUTSCHE BÖRSE ...
... hat das Irak-Abenteuer ausgebügelt. DAX + 0,8 % über Jahresbeginn. Entspricht
dies jedoch den tatsächlichen Wertmaßstäben? Der deutsche Markt gewann seit dem 12./13. März
zwar am meisten unter allen vergleichbaren Börsen, hatte aber vorher auch am stärksten verloren. Dazu
zählen drei wichtige Erkenntnisse/Erfahrungen der letzten Wochen:
1. Für Hedge Funds ist Frankfurt wie ein Paradies. Sie konnten den DAX oder die wichtigsten Aktien im DAX
ebenso nach unten drücken wie anschließend nach oben jubeln. 70 - 75 % der Börsenumsätze der letzten
sechs Wochen gingen auf deren Konto. Das ist zwar nur eine Schätzung in Frankfurt, aber glaubwürdig. Die
großen deutschen Publikumsfonds waren noch kaum dabei und die Spezialfonds der Versicherer bleiben
komplett aus dem Rennen. Denn:
2. Eine wesentliche Käufergruppe fällt künftig aus: Die Lebensversicherer! Deren Beitrag kann man zur Zeit
ebenfalls nur schätzen. Geht man von den bisher bekannten Zahlen aus, so komme ich auf eine Größenordnung
von 18 - 24 Mrd E. pro Jahr, die ab 1995/96 aus diesen Quellen in den Markt geflossen waren. Nach den
massiven Verkäufen der letzten zwei Jahre ist eine Rückkehr nur begrenzt denkbar. Lesen Sie dazu Seite 5.
3. Das Ausland spielt zwar mit, aber nicht dauerhaft. Das gilt sowohl für die Amerikaner als auch für Engländer
und Japaner. Alle anderen sind nicht relevant. Der Anteil deutscher Aktien an amerikanischen Portfolios
wird sich nicht wesentlich ausweiten lassen. Die Engländer spielen stets mit, sind aber kaum Dauerinvestoren.
Die Japaner spielen zur Zeit keine Rolle. Entsprechende Medienhoffnungen nehmen Sie also nicht ernst.
Die totale deutsche Marktkapitalisierung beträgt ca. 550 Mrd E. Darin stecken auch völlig eingefrorene
Aktienbestände in absolut festen Händen. Der echte Freefloat im DAX ist bei äußerst 30 - 35 % zu schätzen.
Im MDAX liegt er noch etwas darunter. Das sind zusammen rd. 25 % des realen BIP. Im langfristigen Trend
waren es stets zwischen 20 und 22 % in einer wirtschaftlichen Stagnation und 40 % in einer Boomphase, wie
Mitte der 90er-Jahre, aber nicht anläßlich der absoluten Spitze 1999/2000 mit damals fast 60 %. Folge:
Das langfristige DAX-Ziel sind zunächst rd. 4.000. Das wäre die Unterkante des deutschen Trendkanals seit
25 Jahren. Gegenüber dem Tiefststand von vor 8 Wochen wäre es annähernd eine Verdoppelung oder genau
92 %. Das ist der langfristige Rahmen, in den die Kurse letztlich wieder hinführen werden, wofür im Moment
aber leider noch nicht ausreichend Kapital zur Verfügung steht, siehe oben. Deshalb dauert es länger.
Keine DAX-Aktie hat ihr Potential bis jetzt ausgeschöpft.
Ich hatte Ihnen in der AB Nr. 13 die fairen Werte angegeben
und in Nr. 16 die ersten Kursziele. Sie wurden bis jetzt noch
nicht erreicht, teilweise aber schon "berührt".
Die Gewinne seit dem Tief vom März stellen sich auf eine
beachtliche Größe. Sie finden sie in der Zahlenspalte 4 in
Euro. Solche Gewinne verlangen eine Konsolidierung. Über
den Daumen kann man dabei einen Korrekturabschlag um
20 % gegenüber den kürzlichen Topkursen als Meßlatte
nehmen. Das dürfte kurzfristig erreicht werden, selbst noch
in diesem Monat, ohne das Frühjahrsziel zu gefährden.
Die Lücke bis zum ersten Etappenziel ergibt sich aus der
Spalte 5 in Euro. Auch darin steckt eine Schwankungsbreite
von gut 1 - 2 E. Gegenüber dem Konsolidierungsboden
errechnet sich eine neue Spanne von 25 - 30 %.
Das Fernziel liegt höher, wie Sie wissen. Es deckt sich
nicht in allen Fällen mit dem fairen Wert. Entsteht z.B. für
eine Aktie eine besondere Wachstumserwartung, so
entsteht auch eine Wachstumsprämie. Ein solcher Fall ist
ALTANA. In diesem Fall reicht das Kursziel weiter.
Das im Brief Nr. 16 genannte erste Ziel ist noch kein
Endziel. Auch darauf mache ich ausdrücklich aufmerksam.
Das erste Ziel gilt für 12 - 15 Monate, also Ende 2004.
Kurzfristig kommt es also jetzt auf die Konsolidierungskurse
an. Dazu die Berichtigung eines Schreibfehlers in der
Tabelle Nr. 16: Für BMW und COMMERZBANK ist das erste
Ziel auszuwechseln (Sie werden es sicher bemerkt haben).
DAX- absolutes fairer Gewinn Lücke
Werte Hoch Tief Wert bisher bis 1. Ziel
ADIDAS 162,00 62,00 99 79,00 21 E.
ALLIANZ 430,00 40,00 200 69,70 35 E.
ALTANA 65,00 35,00 47 47,00 14 E.
BASF 49,00 28,00 50 37,00 12 E.
BAYER 49,00 9,90 26 17,25 4 E.
BAY. HYPO 92,00 7,25 29 11,80 7-8 E.
BMW 47,00 21,00 34 29,50 11-12 E.
COMMERZBANK 46,00 5,00 19 8,80 3-4 E.
DAIMLER 101,00 23,00 47 28,10 15-16 E.
DT. BANK 102,00 33,00 55 47,00 10-13 E.
DT. BÖRSE 50,00 31,50 44 41,50 9-10 E.
DT. POST 25,00 7,50 16 11,40 4-5 E.
DT. TELEKOM 103,00 8,20 24 11,45 7-8 E.
E.ON 66,00 34,00 55 42,10 13-14 E.
FMC 103,00 20,00 60 43,00 17-18 E.
HENKEL 95,00 50,00 65 57,15 7-8 E.
INFINEON 92,00 5,00 16/17 7,05 5-6 E.
LINDE 66,00 22,00 46 34,00 4-6 E.
LUFTHANSA 28,00 7,00 18 9,60 2-3 E.
MAN 40,00 10,00 23 16,00 4-5 E.
METRO 75,00 15,00 42 24,30 4-6 E.
MLP 160,00 5,70 14 11,70 1-2 E.
MÜNCH. RÜCK 400,00 64,00 200 90,00 30-40 E.
RWE 66,00 17,50 39 25,00 6-7 E.
SAP 222,00 40,00 100 93,00 8-10 E.
SCHERING 75,00 40,00 55 43,00 8-10 E.
SIEMENS 123,00 31,00 60 44,00 12-14 E.
THYSSEN 34,00 7,00 16 9,50 2-3 E.
TUI 59,00 7,50 offen 12,50 4-5 E.
VW 100,00 28,00 46 32,50 9-10 E.
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Die "Rekonvaleszenz" der Finanzaktien ist noch längst nicht abgeschlossen. Wie schnell sich die
Meinungen drehen, konnten Sie in den vergangenen zwei Wochen nachvollziehen, nachdem im operativen
Geschäft wieder schwarze Zahlen geschrieben werden. Der massiven Kritik des "Spiegel" zu den neuen
(alten) AR-Köpfen ist allerdings absolut beizupflichten. Wie richtig liegt jedoch der Ex-Chef der
COMMERZBANK und jetzige AR-Vorsitzende, Herr Kohlhaussen, zur Lage "seiner" Bank?
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ich berichtete Ihnen kürzlich
über "laufende Prüfungen" bei einer französischen Großbank. Eine
Fusion mit HYPOVEREINSBANK wäre andererseits strategisch
sinnvoll, gilt aber als zur Zeit zu riskant. Dafür hat jedoch der HVBGroßaktionär
(MÜNCHENER RÜCK) die Finger im Spiel, nämlich
10,4 %. Das Interesse der Italiener über AMB GENERALI (9,99 %)
dürfte sich nach der neuen Zusammensetzung des Großaktionärskreises
bei ASS. GENERALI verringert haben. Die Spanier sind im
Moment außerhalb des Rennens. Das 5-%-Paket der WCM gilt
aber als möglicher Joker. Denn es ist am ehesten zu erreichen. Ein
Gebot von dritter Seite ist also nur möglich, wenn die MÜNCHENER
RÜCK dazu nickt. Sie hat die stärkste Position. Wo dürfte ein fairer
Kurs liegen? Nicht unter 18 E. Darunter ist nichts zu machen. Selbst
wenn es ein oder zwei Jahre dauert, bis derartiges greift: Von jetzt
ab sind es noch immer weit über 100 %. Der technische
Konsolidierungskurs liegt bei etwa 7,50 - 8 E. Das wäre der zweite
Einstieg in die COMMERZBANK (ISIN: DE000 803 2004 - 8 E.). Die
fundamentalen Daten habe ich bereits diskutiert.
Das Modell "ALLIANZ" als taktische Leitlinie gilt also sowohl für die COMMERZBANK als auch für die
HVB. Aktueller Stand: Bei der COBANK lag mein erster Einstieg um 6 E., Zwischenhoch 9 E. = + 50 %. Bei
der HVB lag der Einstand vermutlich um 10,50/11 E., leider nicht im Tief bei 7,50 E., aber das erste Kursziel
sind zunächst 14/15 E. (und ebenfalls + rund 50 %, später mehr), doch mit einer Besonderheit:
Die HVB-Aktie kann jederzeit "durchziehen". Sogar bis 19 E. Ich schließe dies aus einigen Informationen
aus München. Denn nur ein Kurs oberhalb von 15/16 E. wird als geeignete Abwehrmaßnahme gesehen und
zwei Großaktionäre (MÜNCHENER RÜCK und Landesstiftung Bayern) sind dringend daran interessiert, die
eigenen Bilanzpositionen von 25,7 % bzw. 5,2 % an HVB wieder werthaltig zu machen. Bei M.R. schon für die
Halbjahreszwischenbilanz per 30.6. Bei täglichen Börsenumsätzen von 6,5 - 6,8 Mio Stück riecht es verdächtig
nach verdeckten Käufen. Dieser Umsatz liegt deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Monate. Auch
das Momentum des Kursbildes weist in die gleiche Richtung.
Die FRESENIUS-Familie wird zu einer Art technischem Modellfall für die Industrietitel. FMC war
bekanntlich die erste Aktie im DAX, die satte 100 % gegenüber dem Tiefstkurs zulegte. Weit vor allen anderen
und aus bekannten Hintergründen, die der Anlaß meiner damaligen Empfehlungen waren.
FRESENIUS MEDICAL CARE (ISIN: DE000 578 5802 - 41 E.)
stieg von 21 auf 49 E. = + 133 %. Der Sprung über 50 E. gelang
nicht. Die Mutter FRESENIUS (ISIN: DE000 578 5638 - 38 E.)
folgte dem mit Anstieg von 20 E. auf 46 E. = 130 %. Seit 8 Wochen
läuft die Konsolidierung. Für FMC mit einem Boden um 37/38 E.
und für die Mutter bei etwa 32/34 E. Es "fehlen" in beiden Aktien
also noch runde 7 - 10 % Korrektur. Dort liegt der neue Kauf.
FMC muß in Argentinien und beim Dollar Abstriche hinnehmen.
In Argentinien werden 80 Kliniken betreut. Das bedeutet: Für
Umsatz und Gewinn leicht geringeres Plus, jedoch unverändert
klares Plus für die Nr. 1 im Dialysemarkt der Welt. Fundamental
gibt es also keine Abstriche. Ein KGV um 10,8 - 11,5 für FMCStämme
läßt ohne weiteres ein Erholungspotential bis 70/72 E. zu.
Das ergibt auf der genannten neuen Kaufbasis ein Potential bis 86
%. Kaum zu glauben, aber realistisch. Denn dann errechnet sich
eine Umsatzbewertung von ca. 73 % für die Schätzungen per
2004. Sie können wählen: Tochter oder Mutter. Die Dynamik
kommt von der Tochter. Ziehen Sie diese also vor.
Die deutsche Chemie/Pharmazeutik bleibt deshalb unverändert ein sehr wichtiger Trendfaktor für den
gesamten Markt. Der ergänzende Beweis:
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DEGUSSA liegt erneut über den Markterwartungen. Ich erinnere an meine frühere Einschätzung, als ich
Ihnen die Durchsetzung der DEGUSSA-Strategie im Rahmen der neuen Eigentümerstruktur skizzierte. Daran
scheiterte übrigens auch der RAG-Chef und muß gehen. Die neue Linie:
DEGUSSA-Chef Feicht erhält Rückendeckung vom neuen E.ON-Chef.
Umgehende Dynamisierung der ganzen Gruppe, um eine Aufwertung für
den DAX-Eintritt zum einen und/oder den späteren Verkauf zum anderen
zu erreichen. E.ON möchte die 46,48-%-Beteiligung möglichst umgehend
und zu Topkursen realisieren. 5 % reales Plus im Umsatz und + 7 - 9 %
im betrieblichen Ergebnis sind die Minimumgrößen. Die jüngsten
Quartalszahlen enthalten einige Zufälligkeiten. Schwer zu schätzen ist in
diesem Zusammenhang der neue Konzernumsatz. Hier wird teilweise
neu integriert werden, wobei RÜTGERS vorerst draußen bleibt. Ich
taxiere das Umsatzziel in der neuen Gruppenkonstruktion auf etwa 15
Mrd E. Der darauf bezogene Cash-flow ist bei 2 Mrd E. zu veranschlagen.
Das offene Eigenkapital wird bei knapp 6 Mrd E. liegen und ist damit
höher als die gegenwärtige Börsenkapitalisierung. Das ganze Zahlengerüst
ist allerdings noch provisorisch. Insgesamt: Der Zielkurs für
DEGUSSA ist zwar etwas schwierig zu veranschlagen, aber die erste
Größenordnung liegt bei 37 E. Das ist identisch mit den Vorstellungen in
der Düsseldorfer Zentrale.
Auch die Kleineren korrigieren ihre Ziele nach oben. SCHWARZ PHARMA unterstreicht die Zielprognose vom
März. Diese lag bereits wesentlich über den Erwartungen. Passen Sie auf: Hürdensprung über 36 E. bedeutet
zunächst 42 E. als nächste Möglichkeit. SGL CARBON wird die neue Zielgröße erst im Juni nennen. Das wird mir
indirekt aus der Verwaltung avisiert. Verbesserung des Gewinns je Aktie nach Bereinigung der Altlasten steigt auf
1,40 - 1,45 E., was ein KGV von lediglich 9,5 bedeuten würde. K&S bereitet sich auf endgültigen Ausstieg des
alten Großaktionärs BASF vor. Die Beteiligung von 16,65 % soll auf weniger als 10 % via Markt reduziert werden,
anschließend auf 5 %. Vorgesehen ist kein Paketverkauf, sondern Plazierung im Markt. Dabei wird K&S den Eigenbesitz
von 3,8 % auf max. 4,95 % aufstocken dürfen. CELANESE macht es wie DEGUSSA. Keine Schlagzeilen,
aber permanent verbesserte Resultate. Ich wiederhole daher meine Empfehlung aus der AB Nr. 18.
Wird BIOTEST (ISIN: DE000 522 7201 - 3.60 E.) die letzte Turn-around-
Spekulation in der deutschen Pharmazeutik? Keine Aktie dieser Branche
hat so viel verloren. Von 48,60 E. bis auf 2,80 E. in fünf Jahren. Die
Börsenkapitalisierung reduzierte sich um rd. 85 %. In der gleichen Zeit
stiegen die Umsätze von 189 Mio E. auf voraussichtlich 260 Mio E. in
diesem Jahr. BIOTEST arbeitet zu 67 % in der Pharmazeutik, woraus 101
% des Ebit resultieren, die von der Medizintechnik mit 6 % Umsatzanteil,
aber 4 % Verlust wieder teilweise aufgezehrt werden. Diagnostik bringt es
auf 27 % mit 3 % Ergebnisanteil. Konsequenz: Beide Sektoren stehen
zum Verkauf. Dann würde BIOTEST mit etwa 200 Mio E. Umsatz in der
Pharmazeutik arbeiten und gut 20 - 22 Mio E. Cash-flow erreichen. Bei
einem offenen Eigenkapital von etwa 100 Mio E. stellt sich die Frage:
Wohin kann diese Aktie nach dem Befreiungsschlag steigen? Ich sehe
darin eine etwas längerfristige 100-%-Chance. Mit dem Entscheid über
den Rückzug steht alles auf Grün. Investieren Sie zunächst einen kleinen
Betrag in Stämme oder Vorzüge. Damit haben Sie den Fuß in der Tür.
Wo ist das Ende der Fahnenstange in der Bierspekulation? BRAU + BRUNNEN mit neuem Topkurs
über 75 E. Damit gegenüber dem Tief von "einst" bei nunmehr 280 %. RADEBERGER-Gruppe (früher BINDING)
steht als OETKER-Tochter kaum nach. Gewinn gegenüber dem Tief bis jetzt 210 %. Dritter in diesem
Rennen ist HOLSTEN, gemessen in Hektolitern die zur Zeit größte Gruppe. Ich hatte die B+B-Spekulation
schon vor zwei Jahren diskutiert. Was steckt hinter diesen Kursen?
Der erste Paketwechsel steht bei BRAU + BRUNNEN an. Großaktionär HYPOVEREINSBANK sucht den
Ausstieg. Preisidee liegt nach meinen Informationen jedoch knapp unter 100 E. je Aktie. Diese sind in der Tat
machbar, wenn für einen Interessenten der Nachweis erbracht wird, daß die Ertragsverbesserung strukturell
dauerhaft ist. HOLSTEN steht nicht offiziell zum Verkauf, doch das Paket von Herrn Eisenbeiss (48,37 %) gilt
ebenfalls als disponibel. Ich möchte mich darin allerdings sehr vorsichtig ausdrücken. Doch eine dauerhafte
unternehmerische Bindung gilt aus Familiensicht als nicht durchsetzbar.
Flaggschiff bleibt die OETKER-Adresse RADEBERGER-Gruppe als echter Bierkonzern. Bei B+B und HOLSTEN
kann man noch mitspielen. Hier geht es um den "Abrechnungskurs" bzw. einer dann zwingenden Übernahmeofferte
für die freien Aktionäre, weil beide Pakete mehr als 33 % umfassen.
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Sonderthema 1 - Versicherungen. Über die gravierenden Fehleinschätzungen und die daraus resultierenden
Beurteilungen der deutschen Lebensversicherer wird noch viel zu diskutieren sein. Teilweise berührt sind
davon auch die Mütter als Holding oder Sachversicherer. Schon jetzt steht fest und rechnen Sie mit, nachdem
ich am 15.3. (AB Nr. 11) zum absoluten Tiefstkurs dieses Jahres die Frage gestellt hatte: Sind die LV demnächst
pleite? Im Gegenteil, aber kaum zu glauben.
Den deutschen LV entgingen allein in 8 Wochen Kursreserven von 8 -
10 Mrd E. Indem sie bis Anfang März massiv Aktien verkaufen mußten,
weil die Aufsichtsbehörde, die Wirtschaftsprüfer und die Analysten dies
verlangten und unterstellten, da im anderen Falle die Solvabilität gefährdet
sei. Das war ein Rohrkrepierer! Gemessen an den bisher bekannten
Zahlen für die Kapitalanlagen in Aktien ergibt sich: Aus den Verkäufen
(ohne Wertberichtigungen) erwuchsen den deutschen LV ca. 38 - 42 Mrd
E. echte Vermögensverluste seit 2000. Wer hingegen nur wertberichtigte,
aber nicht verkaufte, erhält jetzt schon entsprechende stille Reserven,
wenn die Aktienkurse wieder steigen. Noch schlimmer:
Keine LV ist zur Zeit in der Lage, Aktien neu zu kaufen. Damit entfällt
ein wesentlicher Dynamisierungsfaktor für die eigenen Kapitalanlagen
ebenso wie für die Börse (Seite 2). Derjenige, der nur wertberichtigte,
aber nicht verkaufte, konnte seine Chance wahren. Die, die verkaufen
mußten, stehen mit leeren Händen da. Wer hielt am besten durch?
Der Größte! Das ist die ALLIANZ LEBEN (ISIN: DE000 840 3007 - 340 E.). Der Aktienanteil an den Kapitalanlagen
liegt bei ALLIANZ LEBEN nach meinen Informationen noch immer recht hoch. Sollte dies stimmen, wofür ich noch
keinen Beleg habe, wäre die Handlungsfähigkeit der ALLIANZ LEBEN am größten. In Zahlen: Die Kapitalanlagen
hatten Ende 2002 einen Bilanzwert von annähernd 96 Mrd E. Ein Jahr zuvor betrugen die stillen Reserven ca. 10
Mrd E. (Differenz aus Zeit- zu Bilanzwert). Der Aktienanteil lag damals bei 21,4 % und reduzierte sich auf etwa 14 - 15
%. Damit wäre ALLIANZ LEBEN wohl in der besten Ausgangslage, nachdem das Neugeschäft zur Zeit mit über 28 %
wächst und jeder neue Euro, der in die Kasse schwappt, adäquat investiert werden kann. Ich wiederhole meine
Empfehlung aus Brief Nr. 16 beim aktuellen Kurs von 340 E. mit nächstem Ziel von zunächst 400 E.
DEUTSCHE POST wurde von den Ratingagenturen heruntergestuft. Grund ist der gleiche wie bei
THYSSEN: Pensionsrückstellungen sind nach neuer Definition echte Verpflichtungen, was in dieser Form nicht
stimmt. Steckt dahinter mehr? In einer bezeichnenden Studie im "Wall Street Journal" wird auf die ungewöhnlich
günstige Position von DT. POST/DHL am Weltmarkt für Luftfracht hingewiesen, wobei es um die Übernahme
des entsprechenden Geschäftes von AIRBORNE geht. Gelingt diese etwas komplizierte Transaktion bei
AIRBORNE, wird DHL die weltweite Nr. 1 im Expreßdienst für Luftfracht. Eine Vergleichszahl: FEDEX ist die
Nr. 2 mit 6,8 Mrd $ Umsatz und Börsenwert von 18 Mrd $. Das sind 150 % mehr als die Börsenkapitalisierung
des ganzen Konzerns. Mein Urteil kennen Sie: Jeder Kurs zwischen 10 und 11 E. ist ein äußerst interessantes,
allerdings etwas längerfristiges Investment.
MEDION (ISIN: DE000 660 5509 - 36 E.) wird erstmals ein Kauf für mich. Mit den Quartalszahlen ergibt
sich eine Hochrechnung bis 3 Mrd E. Umsatz ("ALDI PC") und Gewinn von 2,60/2,65 E. je Aktie. Mithin KGV
14,5. Ich hatte am Mittwoch in AB Daily darauf sofort hinweisen müssen und die technische Ausgangslage
schon erläutert. Das führt zum ...
Sonderthema 2 - "AB-Daily". Wohl nichts war richtiger als meine Entscheidung, "AB-Daily" zum täglichen
Begleiter Ihrer Dispositionen zu machen. Aus anfänglicher Kritik wurde inzwischen dickes Lob, was
mich natürlich freut. Ein Nutzer zu mir: "Mit jedem Tagesclick von einem Euro verdiene ich fast 1000 E." Der
"AB-Daily" hat sich also glänzend bezahlt gemacht. Mir ist es daher wichtig, darauf hinzuweisen:
Die "Actien-Börse" gibt die strategische Linie vor, aber die tägliche Begleitung ist fast unumgänglich.
Die Vielzahl der Infos, Meldungen und Einschätzungen bedarf der täglichen "Adjustierung". Das ist inzwischen
unvermeidlich geworden. Manchmal kam es in den letzten Wochen auf Stunden an.
"Actien-Börse" und "AB-Daily" sind daher zwei Instrumente, die wie ein Besteck wirken. Nur so haben
Sie in den volatilen Märkten die Chance, richtig zu reagieren. Das bedeutet nicht, daß Sie jeden Tag "ins Netz"
gehen. Aber immer dann, wenn es einen Anstoß gibt. Dieser Zugang ist extrem wichtig. Deshalb meine Bitte:
Melden Sie sich an und werden Sie handlungsfähig: www.bern-stein.de. Wie oft Sie "AB-Daily" in Anspruch
nehmen, ist sodann Ihre Sache. Wichtig ist, daß Sie es jederzeit können, wenn Handlungsbedarf
besteht. Am besten umgehend, denn spätestens nach der laufenden Konsolidierung geht's in die nächste
Runde.
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Die WALL STREET ...
... testet ihren neuen Trend. Die drei wichtigsten Eckindizes bestätigen dies der
Reihe nach. Der Nasdaq als "lebendigster Teil" erreichte soeben einen neuen Jahreshöchststand und überwand
damit auch die Novemberspitze des letzten Jahres. Der S&P 500 folgt dem ganz kurz, aber noch nicht
endgültig. Der Dow Jones erweist sich jetzt als der schwerfälligste Index, dem noch ca. 5 % für den Hürdensprung
über 9.000 fehlen. Unterstützt wird das Ganze jedoch von allen anderen Indizes, so für Mid- und Small-
Caps und sogar den Unter-Indizes im Dow Jones (Versorgung und Verkehr).
Die Dollarabwertung beginnt zu wirken. Sie hat bekanntlich zwei Seiten. Die europäische Sicht hatte ich vor
8 Tagen beschrieben. Die amerikanische Sicht enthält den Gegenwert, also die Vorteile. Das bedeutet:
Gerechnet im Dollar verliert man bei US-Investments so viel, wie der Dollar noch fallen kann. Das mögen max.
10 % sein. Der Vorteil für die US-Firmen ist jedoch so groß, daß für die Kurse das Potential um das 3- bis
4fache steigt, also auf 30 - 40 %. Dann ergibt sich als Nettoergebnis immer noch ein glänzendes Resultat.
Die Chip-Spekulation bleibt der Schlüssel für alle anderen. Ich habe in den letzten Wochen vielfach arauf
Bezug genommen. Es muß nicht immer INTEL sein, sondern ...
NATIONAL SEMICONDUCTOR (NSM-22 $) ist eine
mittlere Größe. Mit 1,6 Mrd $ Umsatz und einer
Marktkapitali-sierung von 3,4 Mrd $ bei minimalen Schulden
und einer vertretbaren Gewinnschätzung von 60 - 65 Cent
je Aktie reicht das mittlere Erholungspotential bis 34 $.
Allein dies sind über 75 % Kurspotential auf eine Sicht von
12 - 15 Monaten.
Dieses Schema können Sie mehr oder weniger für alle
anderen Chiptitel verwenden. Es gilt für alle meine Chipempfehlungen,
zuletzt auch CYPRESS SEMICONDUCTOR,
die eine noch spektakulärere Möglichkeit bieten. Neuer
Topkurs soeben um 11 $ nach Hinweis im "AB-Daily" bei
etwa 7 $. Erst bei 14 $ ist erste Konsolidierung wahrscheinlich.
Meine Empfehlung lautet daher: Bauen Sie Ihre
bestehenden Chiptitelbestände aus. Zukäufe sind wichtiger
als Ausweitung der Palette.
NVIDIA hat es soeben vorgemacht. Das erste Investment klappte bei 12 $ im Januar. Dann war drei Monate Wartezeit
und Schwankungsbreite des Kurses zwischen 10,50 und 13 $. Schon der geringste Anstoß für eine bessere
Entwicklung ließ die Notierung an einem Tag explodieren: + 33 % am letzten Freitag, damit fast 90 % Kursgewinn seit
Einstieg. Ergo: Studieren Sie die breiten Charts dieser Technologieaktien. Sie signalisieren Potentiale um fast
regelmäßig 100 % und mehr, verlangen aber etwas Geduld.
COMPUWARE (CPWR-4,60 $) ist so ein Titel. Man kann es
förmlich riechen. Der Kurs tastet sich langsam an die erste
Breaklinie bei 5 und sodann 6 $ heran. Doch anschließend
heißt der Zielkurs 8 $ oder 100 % Gewinn. 1,5 Mrd $
Börsenwert stehen gegen 1,6 Mrd $ Umsatz bei null Dollar
langfristigen Schulden und einer Gewinnschätzung um 30/
33 Cent je Aktie für dieses Jahr. Erhöht COMPUWARE diese
an sich alte Aussage auf 40 oder 42 Cent je Aktie, gibt es
den üblichen Schub. COMPUWARE steht in meiner
Dispoliste im Minus. Das war bei 30 $. Hier besteht also die
Chance einer massiven Verbilligung, um das gesamte
Engagement ins Plus zu führen. Ich weiß nicht, wann dieser
Anstoß kommt, doch dann ist es zu spät, siehe NVIDIA. Im
übrigen: COMPUTER ASS schaffte soeben den Ausbruch in
die zweite Etappe nach Zukäufen um 12/13 $ und aktuell
über 18 $ mit Ziel bis 24 $. Das wären wiederum + 100 %.
Zu den weiteren Titeln dieses Segmentes: CADENCE DESIGN (CDN-12 $) erhält erhöhtes Kursziel von
zunächst 15 $ und anschließend 21 $, wenn die aktuelle Schätzung für den Gewinn bei 77/80 Cent je Aktie
per 2004 bestätigt wird. VISX (EYE-16 $) explodierte in ähnlicher Form. Dieser Spezialist für Sehtechnik
schaffte die Verdoppelung in genau 6 Wochen, von 8 $ bis 16 $ nach Hochstufung der Gewinnschätzungen
per 2004 von lediglich 41 auf 57 Cent je Aktie.
Seite 7 17-05-2003/XL Nr. 20
Die Finanzszene läuft sich ebenfalls warm. Die Altlasten in den Bilanzen aus Skandalen und Manipulationen
sind verarbeitet. Ich hatte auf J.P. MORGAN mehrfach hingewiesen und erweitere mein Interesse auf
eine Bankadresse (nach CITIGROUP in den letzten zwei Wochen) und erstmals auf eine Versicherung.
Finanzaktien sind damit eine konservative Variante.
FLEET BOSTON (FBF-28 $) ist eine der Großbanken an der Ostküste, keine Money-Center-Bank in New York.
2,70 $ je Aktie werden zur Zeit mit exakt 10 im KGV bewertet. Das ist unter Durchschnitt angesichts des kontinuierlichen
operativen Geschäftsresultates. FLEET BOSTON mußte trotz der schwierigen Wirtschaftslage in keinem der
vergangenen fünf Jahre zurückstecken. Durchschnittliches Plus 12 % pro Jahr. Damit erhöht sich das Potential für die
Aktie auf etwa 37 $. Doch dies wären bereits knapp 40 % Kursgewinn. CIGNA (CI-51 $) ist riskanter, aber eine der
großen Holdings für das gesamte Versicherungsgeschäft mit einer Börsenkapitalisierung von 6,6 Mrd $ für eine
Jahresprämie von 19 Mrd $. Hier ging es rasant in den Keller, weil CIGNA zum einen durch die Ereignisse des 11.
September berührt war, zum anderen durch Sondereinflüsse aus den Skandalen um ENRON bzw. Airlines. Das
ergab im letzten Jahr einen massiven Rückgang des Gewinns von 2,59 $ je Aktie auf 2,82 $ Verlust, doch in diesem
Jahr gelten 6 $ Gewinn als realistisch und 6,64 $ je Aktie für 2004 als wahrscheinlich sicher. Wenn dies richtig ist,
ergibt sich ein KGV von nur 7,1. Schauen Sie sich dazu den Chart an. Selbst die 200-Tage-Linie wurde soeben
überschritten. Das ist m.E. die interessanteste Turn-around-Spekulation in der amerikanischen Assekuranz.
Selbst der Konsum "macht's möglich". Nachdem SEARS schon knapp 28 $ geschafft hat, löst sich
auch ESTÉE LAUDER vom Boden. Mein ursprüngliches Engagement lag bei 34 $ und wurde zeitweise mit
Tiefstkursen um 25/26 $ unterlaufen. Inzwischen 34 $ bei einer Gewinnschätzung von 1,50 $ je Aktie per
2004. Damit besteht zunächst nur Spielraum bis 37/38 $, aber:
GREAT ATLANTIC & PACIFIC TEA (GAP-6 $) ist eine
echte Turn-around-Spekulation im Einzelhandel. GAP
gehört zur deutschen Tengelmann-Gruppe und verliert noch
Geld. Bei 11 Mrd $ Umsatz ist GAP aber nur 230 Mio $ wert.
Angesichts 914 Mio $ langfristiger Schulden ist GAP also
tatsächlich eine Turn-around-Chance, wenn auch mit den
Risiken einer solchen behaftet. In der deutschen Konzernzentrale
gibt man sich jedoch sicher: GAP wird wieder in die
schwarzen Zahlen kommen. Gelingt dies, können Sie sich
das Potential leicht ausrechnen. Eine kleine Position würde
ich riskieren, denn auch in Deutschland hat Tengelmann
nach einer erheblichen Schieflage wieder in die Rentabilität
zurückgefunden. Nebenbei:
SAKS 5TH AVENUE (SAKS- 10 $) beginnt sich ebenfalls
zu erholen. Hier hatte ich bei 13,60 $ den Erstkauf zu früh
vorgesehen, der leider ebenfalls unterboten worden ist.
Zukaufen, denn SAKS bildet gleichfalls einen riesigen Boden mit Potential bis 16/18 $.
In Kürze: APP. MATERIAL nimmt die Prognose für 2003 zurück. Ich hatte daraufhin im AB Daily am Mittwoch
Markttechnik und Einschätzung sofort "ins Netz gestellt". Basis für neue Überlegungen für diesen großen Chipausrüster
werde ich in den nächsten 2 - 3 Wochen diskutieren, vorher aber mit New York Rücksprache nehmen.
MICRON TECH ist in der gleichen Situation. Doch dieser Kurs zeigte am letzten Dienstag ein erstes Signal, so daß
ich am Donnerstag darauf eingehen mußte. Siehe AB Daily.
17-05-2003/XL Nr. 20 Seite 8
Mit freundlichen Grüßen
herzlichst Ihr
(Hans A. Bernecker)
Ohne fundamentale Zahlen geht's nicht. Dafür gibt es
eine einzige allgemeine Meßlatte: Die internationale
Dispoliste. Sie muß auf dem Tisch liegen. Bitte beachten
Sie dazu das heutigen "Special".
Die Actien-Börse/ Düsseldorfer Börsenbrief / Münchner Börsenbrief / Aktien-Analyse/ Aktien-Express erscheint bei Bernecker & Cie. GmbH & Co. KG, Herausgeber Hans A.
Bernecker, Kö/Steinstr. 1-3, 40212 Düsseldorf, Tel.: (02 11) 8 64 17- 0, Fax: (02 11) 3 22 77 20. Bezugspreis: 33 Euro p. M. incl. MwSt. Zahlungen: Postgiroamt Köln, Konto-Nr.
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auszugsweise) ohne unsere ausdrückliche vorherige schriftliche Zustimmung reproduziert werden. Jede im Bereich eines gewerblichen Unternehmens hergestellte oder genutzte
Kopie verpflichtet zur Gebührenzahlung an den Verleger. Alle Informationen beruhen auf Quellen, die wir als zuverlässig erachten. Deshalb dienen alle Hinweise der
aktuellen Information ohne letzte Verbindlichkeit, begründen also kein Haftungsobligo. Erfüllungsort und Gerichtsstand: Düsseldorf.
An den EURO-BÖRSEN ...
... setze ich weiterhin nur auf die Besonderheiten. Davon gibt es allerdings genügend.
Fast heiße Diskussionen bestimmen die Einschätzung berühmter Titel.
LONDON: Was passiert mit EMI (126 p.), wenn BERTELSMANN und
AOL tatsächlich im Musikgeschäft zusammenrücken? Diese Version
kursiert seit 8 Tagen und würde den weltweiten Musikmarkt erheblich
verändern. EMI war bislang der große Verlierer, wie Sie auch dem Chart
entnehmen können. EMI ist die Nr. 5 und ein Übernahmekandidat. Denn:
Der genannte Deal würde sofort die anderen, vor allem SONY, auf den
Plan rufen. Dann ist eine Übernahmeofferte für EMI fast zwingend.
Der Musikmarkt ist empfindlich geschrumpft. Um etwa 15 % in den
letzten zwei bis drei Jahren. Die überzogenen Einschätzungen von
damals habe ich in keinem Falle mitgemacht. Das war mir zu riskant und
richtig. EMI ist jetzt ebenfalls eine heiße Spekulation, aber eine mit Pfiff.
Ich empfehle Ihnen diese Aktie als Spekulation in Ergänzung zu
REUTERS, siehe auch Brief Nr. 18. Wie weit das langfristige Potential
reicht, ist noch offen, die Diskussionen um die genannte Fusion werden
das Thema jedoch anheizen.
In ZÜRICH nutzt der zweitgrößte Rückversicherer der Welt die Gunst der Stunde. Das rechtfertigt eine
sofortige Überlegung für ein längerfristiges Engagement. Es muß nicht immer SWISS LIFE sein, die es auf
knapp 150 % Kursgewinn in 8 Wochen geschafft haben und natürlich konsolidieren müssen.
SWISS RE erwirbt GERLING KREDITVERS. und ist damit die Nr. 2 am
Weltmarkt mit 25 % Marktanteil. Zunächst die Mehrheit und via Option
auch die qualifizierte Mehrheit für das Paket, welches vorläufig bei der
DT. BANK verbleibt. SWISS RE wurde von der Abstufung aller
Versicherungstitel ebenfalls getroffen, doch weniger empfindlich.
Die Wertrelationen sind eindeutig. Börsenwert 27 Mrd CHF für eine
Prämie von 37 Mrd CHF. Interessant ist der Vergleich zur Nr. 1, MÜNCHENER
RÜCK, die es auf folgende Verhältnisse bringt: Börsenwert 16 Mrd
E. für eine Prämie von 34 Mrd E. Dafür hat SWISS RE wesentlich weniger
Risiken in der Bilanz, hingegen ein größeres Problem im Schadensfall
WCT in New York. Darin besteht eine gewisse Unsicherheit, weil es sich
hier um einen Rechtsstreit handelt. Ich halte ein Investment in SWISS RE
für mittelfristig richtig, grenze aber ab: Sollte im WCT-Rechtsstreit eine
negative Entscheidung fallen, muß über einen Zukauf diskutiert werden.
In AMSTERDAM: Schafft AHOLD die Schließung des Gaps im "Durchmarsch"? Ich schließe das nicht aus. Schauen
Sie sich die Grafik der letzten AB, Seite 8, an. Kauf bei rd. 6 E. ist dann eine weitere 60-%-Chance. Das ist im
Moment zwar etwas heiß, aber hochinteressant.
In MAILAND ist der größte Coup der letzten Jahrzehnte gelungen. Der Fusion von OLIVETTI mit TELECOM
ITALIA steht rechtlich nichts mehr im Wege. Damit sind die Schulden, die OLIVETTI aufgenommen hatte, um die
Mehrheit an TELECOM ITALIA zu erwerben, zu Schulden der übernommenen Gesellschaft geworden, die sie nun
tilgen muß. Ein glänzender Coup für die italienische Investorengruppe, die via OLIVETTI/PIRELLI dieses Geschäft vor
zwei Jahren lanciert hatte. Goldman Sachs stuft TELECOM ITALIA angesichts dieser Umstände sogar als "Outperformer"
hoch, wobei nach meiner Kenntnis die Amerikaner auch zu den Finanzberatern der Investoren gehören. Das
gibt es nur in Italien.
Seite 9 17-05-2003/XL Nr. 20
Hoch Tief Deutschland (Euro) WKN AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko Hoch Tief Deutschland (Euro) WKN AB-Nr. 1. Empf. weitere
bei Käufe aktuel bei Käufe
89,85 62,30 Adidas-Salomon 500340 20/02;36/00 63,00 53,00 79,00 72,00 28,33 15,85 Hannover Rück 840221 10/02 75,40
13,85 7,51 Ahlers, Adolf 500970 23/01;25/99 19,85 12,00 10,30 8,00 19,30 12,00 Harpen 603400 16/02;32/01 14,00
17,30 2,06 Aixtron 506620 11/03 2,00 3,22 2,40 53,50 13,51 Heidelberger Druck. 731400 11/03;47/97 50,11
237,89 40,27 Alianz Holding NA 840400 17/03;03/98 117,16 66,09 47,00 52,50 21,82 Heidelberger Zem. 604700 17/02;13/98 54,71
627,00 222,00 Alianz Leben 840300 16/03 306,00 313,00 310,00 77,37 49,56 Henkel VA 604843 18/03;50/97 29,45 67,00
60,92 35,03 Altana 760080 15/02;45/97 13,63 30,00 47,40 37,00 24,60 10,60 Hochtief 607000 13/02;47/98 30,32 21/14
122,10 30,50 AMB Generali 840002 17/03;31/00 75,00 80,00 47,60 35,00 4,45 1,00 Höft & Wessel 601100 04/01;43/99 22,50 16,00
11,50 6,25 Asclepion-Meditec 531370 23/02;48/01 12,00 8,50 7,00 32,50 16,60 Hornbach Baumarkt 608440 15/02;25/97 35,48 28,00
12,30 5,80 AT+S 922230 47/01;33/01 13,00 7,80 6,00 40,55 6,75 Hypovereinsbank 802200 41/02;11/99 59,00
30,85 9,10 AWD Holding 508590 18/03 12,20 13,15 10,00 9,73 3,85 IDS Scheer 625700 05/02;46/99 15,50
76,30 11,40 AXA Konzern 841000 17/03 26,00 36,50 30,00 26,20 14,10 Indus Holding 620010 08/02;24/99 30,00
5,20 1,45 Baader Wertpapierhdbk 508810 18/02;50/99 30,00 16,00 1,98 1,50 20,68 5,06 Infineon 623100 18/03 6,80
49,83 28,25 BASF 515100 15/02;13/98 18,25 30,00 36,26 32,00 13,00 5,71 IVG-Immobilien AG 620570 16/02;18/98 8,96
37,02 9,80 Bayer 575200 0+E49/03;47/9 14,06 42,00 16,53 11,00 14,60 9,30 IWKA 620440 19/03;48/96 16,97 12,00
7,20 4,80 Bechtle 515870 22/02;25/01 9,50 6,70 4,80 23,60 6,95 Jenoptik 622910 12/03 7,50
139,00 82,25 Beiersdorf 520000 05/02;04/98 27,35 110,50 90,00 11,51 7,45 Jungheinrich 621993 18/02;17/97 7,67
17,99 15,34 Bertrandt 523280 44/01;39/96 19,94 10,00 16,38 14,00 22,80 15,60 K&S 716200 48/00;50/97 8,85 14,00
60,50 35,11 Beru 507210 15/02;33/00 35,00 47,10 36,00 6,40 3,23 Kampa-Haus 626910 13/02;43/98 25,82 6,00
19,30 5,51 BHW Holding 522390 18/02;15/02 20,00 8,80 6,00 36,50 10,01 Karstadt-Quele 627500 19/02;15/00 33,00
11,00 5,40 Bien-Haus 522810 11/02;19/98 22,50 15,00 9,60 6,50 15,70 7,31 Kolbenschmidt Pierburg 703790 01/02;28/95 10,53
26,99 14,10 Bilfinger + Berger 590900 15/03;47/98 27,41 12,00 23,00 17,00 23,30 10,02 König & Bauer VA 719350 11/03;09/97 8,26
12,25 3,10 Biotest STA 522720 41/01;29/99 12,00 3,70 3,00 8,40 1,66 Kontron 605395 18/03;34/00 13,50 9,00
11,05 2,85 Biotest VA 522723 41/01;44/98 20,96 14,00 3,22 2,80 63,10 38,30 Krones 633503 17/02;21/00 34,00
48,10 20,80 BMW Stämme 519000 09/02;06/99 26,92 32,00 28,95 23,00 115,00 66,99 KSB 629200 17/02 104,50
31,95 14,50 BMW VZ 519003 09/02;11/01 22,65 20,00 20,05 16,00 19,36 4,25 Lambda Physik 549427 36/01 21,00
27,00 17,00 Böwe Systec 523970 21/01;44/98 26,59 24,00 25,01 19,00 36,95 21,80 Leoni 540888 11/03 28,00
29,55 18,10 Buderus 527800 29/01;24/96 12,57 16,00 29,52 22,00 54,80 22,35 Linde 648300 15/03;52/97 39,68 49,00
7,50 3,80 Ceag 620110 43/01;19/98 8,00 15,00 5,17 4,00 32,90 7,90 Loewe 649410 21/02;33/99 16,00
27,60 12,95 Celanese 575300 18/03;27/00 21,00 19,50 15,60 9,60 1,23 LPKF Laser 645000 17/03;28/99 17,80 22,70
8,90 2,16 Comdirect Bank 542800 18/03 3,85 4,83 4,00 16,85 6,81 Lufthansa 823212 11/02;41/01 10,00 14,00
19,78 5,04 Commerzbank 803200 12/03;46/98 9,66 20/25 8,87 5,00 26,98 10,02 MAN StA 593700 16/03;05/99 20,96 23,00
19,58 11,30 Continental 543900 16/03;36/97 11,17 12,00 15,81 12,00 23,17 7,95 MAN VZ 593703 11/01 21,60
16,64 6,30 Data Modul 549890 43/01 12,50 12,70 9,00 36,52 29,00 MAN Roland 575100 30/01 35,00
55,35 23,82 DaimlerChrysler 710000 16/03;42/98 64,00 45/49 27,35 25,00 5,95 2,20 Maxdata 658130 04/01;45/00 8,45
15,00 5,50 Debitel 540800 09/03;27/01 21,00 7,10 6,00 35,50 17,80 Merck 659990 27/02;09/98 27,61 42,00
37,15 20,90 Degussa 542190 28/02;27/98 26,59 30,00 24,80 23,00 38,70 15,40 Metro 725750 19/03;01/02 41,00 38,00
83,00 31,85 Depfa-Bank 765818 15/03;17/99 82,50 75,00 55,00 43,00 11,63 4,87 MG Technologies 660200 17/03;48/98 14,83 13,00
79,65 33,01 Dt. Bank 514000 28/02;48/98 35,89 92,00 47,55 36,00 60,80 5,55 MLP 656990 18/03 9,50
51,30 31,50 Dt. Börse 581005 19/03;48/01 41,75 42,00 31,00 25,80 9,01 Mühlbauer 662720 18/03 12,80
15,63 7,70 Dt. Post 555200 28/02;04/01 23,00 11,30 9,00 274,90 50,40 Münchener Rück 843002 15/02;49/01 305,00 120,00
14,47 8,19 Dt. Telekom 555750 15/03;03/99 18,92 25/17 11,83 10,00 3,16 1,05 Nemetschek 645290 04/01;44/00 15,00 9,50
2,41 1,30 Deutz 630500 04/02;21/99 7,00 1,85 1,95 1,40 14,62 8,80 Norddt. Affinerie 676650 50/00 13,10
29,45 8,60 DIS 501690 08/02;46/98 13,50 13,60 9,00 4,80 1,40 Novasoft 677890 05/01 14,80 9,50
27,25 12,48 Douglas Holding 609900 20/02;23/97 21,47 16,50 13,00 8,70 1,65 Pfleiderer 676470 12/01;32/98 18,15 12,50
34,40 13,30 Drägerwerk 555063 14/03;23/01 12,30 32,20 25,00 40,30 16,00 Pfeifer Vacuum Tech. 691660 17/03;30/99 33,80
26,15 13,15 Dürr-Beteiligung 556520 11/03;50/98 23,52 24,00 17,30 13,00 10,95 5,10 Phoenix 603100 17/03;24/98 15,85
16,49 3,96 Dyckerhoff, VZ 559103 25/01;07/97 18,40 19,00 8,75 6,00 18,60 3,51 Plambeck 691032 32/01 18,00
40,00 18,75 Edscha 563300 14/02;06/00 14,00 14,00 33,75 27,00 11,35 4,60 Pro Sieben Sat 1 777117 18/02;37/01 6,80
15,80 3,77 Elmos 567710 13/03;22/01 26,00 7,95 4,00 97,50 45,31 Puma 696960 19/02;49/97 17,38
35,00 29,50 ENBW 522000 21/02;32/01 32,00 29,50 29,00 20,00 12,30 Rheinmetal 703000 18/03;12/98 11,04 9,00
60,00 34,25 E.ON 761440 19/03;19/99 56,00 59,00 42,10 36,00 64,00 25,90 Rhön-Klinikum 704230 19/03;35/98 28,80
8,20 1,02 Evotec 566480 13/02 9,00 3,28 1,60 13,20 4,90 Rofin Sinar 902757 27/01;08/00 13,00
40,00 27,00 Fielmann 577220 20/02;20/00 39,00 34,50 30,00 15,30 8,00 Rohwedder 705770 28/01 16,00
27,25 15,61 Fraport 577330 17/02 26,30 19,30 16,00 42,40 17,65 RWE StA 703712 13/02;22/98 23,78
64,50 20,35 Fresenius Medical Care 578580 10/03;28/98 58,29 72/63 43,65 34,00 11,24 5,90 Salzgiter 620200 04/02;02/01 9,20
77,19 20,60 Fresenius VA 578563 10/03;39/94 37,14 41,00 32,00 13,70 6,80 Sauer-Danfoss 880208 24/02;19/99 8,60
92,00 61,50 Fuchs Petrolub 579040 27/02 65,00 84,50 62,00 67,80 31,70 Schering 717200 10/03;23/98 16,19
24,00 10,45 Funkwerk 575314 13/03 12,50 16,60 10,00 20,15 12,35 Schlot 504630 02/98 15,34
49,60 31,51 Gehe 585800 19/02;09/96 26,97 36,90 33,00 41,75 9,96 Schwarz Pharma 722190 17/02;24/95 28,12 23,00
17,60 15,20 Gerresheimer Glas 587300 04/00;45/96 11,20 17,20 14,00 14,42 2,20 SCM Microsystems 909247 33/01;48/00 35,00 8,50
11,36 4,00 Gerry Weber 776150 08/02;25/99 5,08 8,00 5,62 4,50 24,85 4,53 SGL Carbon 723530 09/02;39/98 58,80 30,00
14,08 8,06 Gesco Industrie Hldg. 587590 28/00;27/98 22,96 10,20 9,00 72,90 30,90 Siemens 723610 18/03,04/99 41,41
24,30 9,55 GFK 587530 12/02 23,00 16,40 12,00 34,48 8,80 Singulus Tech 723890 14/03;21/01 29,00
11,24 2,83 Gildemeister 587800 14/03,06/00 7,80 8,50 4,58 3,70 15,80 6,50 Sixt 723132 04/02 11,80
5,00 1,90 Graphisoft 913585 20/01 4,50 3,30 2,50 17,00 7,80 Software 724264 21/02 16,00
16,50 10,00 Graphitwerk Kropfmühl 589600 44/98;48/97 16,87 10,50 10,00 62,00 38,50 Springer Verlag NA 550135 45/01;42/97 32,47 57,00
15,99 11,70 Grammer 589540 16/03;41/00 10,00 12/14 13,70 11,00
17-05-2003/XL Nr. 20 Seite 10
Hoch Tief Deutschland (Euro) WKN AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko Hoch Tief Paris (Euro) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko
bei Käufe aktuel bei Käufe aktuel
49,45 32,15 Stada Arzneimitel ST 725180 17/02;26/01 17,20 48,10 40,00 8,10 4,16 Alcatel 16/03;22/01 29,00 17/5 7,14 5,50
5,80 2,03 Steag Hamatech 730900 09/03,28/99 11,40 2,75 2,00 8,10 4,16 Alstom 15/02;47/01 14,00 2,80 1,40
11,70 4,98 T-Online 555770 40/01 6,00 7,18 5,50 54,55 37,50 Aventis 16/03 41,00 45,11 40,00
20,00 5,60 Techem 547160 19/03;20/02 19,00 9,00 6,00 14,55 9,05 AXA 10/03;20/02 23,00 12,00 12,96 10,00
18,33 3,85 Technotrans 744900 17/03;12/03 4,20 6,65 5,50 24,94 15,90 Club Med 27/01 65,00 20,75 16,00
17,82 6,85 Thyssen Krupp 750000 18/02;21/98 7,77 15,00 9,13 7,00 29,52 19,10 Dassault Systemes 05/02;01/02 55,00 28,35 17,00
14,60 4,75 United Internet 508903 16/03 10,50 14,00 10,00 8,19 6,87 Orange 15/03;13/02 7,80 7,30 5,50
11,50 6,50 Vileroy & Boch 765723 23/02;40/00 10,30 8,00 6,00 43,60 33,53 Peugeot 08/02 44,00 41,17 35,00
20,00 1,20 Vogt Electronic VA 765933 19/02;35/98 10,63 23,00 2,19 1,50 32,65 22,40 Saint-Gobain 05/02;11/99 36,25 31,05 23,00
34,70 21,00 Vossloh 766710 18/02;05/00 13,00 18/19 33,00 27,00 58,50 42,80 Societe Generale 36/99;48/98 40,30 55,50 45,00
59,74 28,06 VW Stämme 766400 10/02;48/98 52,15 49,00 31,15 30,00 27,50 18,65 Television Francaise 1 18/03;45/01 27,00 25,15 21,00
39,55 20,90 VW VZ 766403 10/02;11/01 33,75 22,35 22,00
8,80 5,20 Wavelight Laser Tech. 512560 45/01 10,00 7,15 5,00 Hoch Tief Stockholm (skr) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko
8,00 2,80 Web.de 529650 16/03 5,00 6,00 5,00 bei Käufe aktuel
23,50 9,06 Wedeco 514180 17/03;41/99 7,35 10,03 10,00 155,00 123,00 Elektrolux 15/02;11/01 141,00 151,50 130,00
91,00 35,50 Wela StA 776560 17/02;15/98 15,70 46,00 90,55 85,00 9,10 4,11 Ericsson 43/02;22/01 70,00 6,50 7,65 5,00
46,00 27,00 W.E.T. Automotive 508160 16/03;40/99 39,00 45,90 36,00 167,50 136,00 Volvo B 15/02;09/93 81,80 159,50 130,00
16,84 10,65 WMF 780300 44/00 15,80 14,30 11,00
Hoch Tief Helsinki () AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko
Hoch Tief Amsterdam (Euro) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko bei Käufe aktuel
bei Käufe aktuel 16,68 10,55 Nokia 43/02;40/01 17,00 15,08 10,50
16,69 11,76 ABN AMRO Holding 31/94 7,03 10,00 14,94 11,00 6,35 3,19 Sonera 44/02 4,60 4,00 4,93 3,50
13,71 5,66 Aegon 10/03;12/02 27,67 8,79 7,00
32,44 16,00 Akzo Nobel 09/98 11,34 20,43 16,00 Hoch Tief Wien () AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko
9,38 5,39 ASML Holding 17/03 7,50 7,82 7,00 bei Käufe aktuel
4,65 3,00 BE Semiconductor 20/01;04/01 11,50 4,00 4,11 3,50 25,90 20,36 Andritz 19/02;14/02 25,00 24,51 20,00
12,07 8,01 Elsevier 15/02;08/00 14,80 9,63 8,50 14,07 8,60 BWT 18/03 10,00 13,20
45,10 31,01 DSM 11/01;49/97 38,21 38,68 33,00 114,95 92,00 OMV 50/95 63,52 111,00 85,00
17,50 8,55 ING Groep 12/02;42/94 14,01 27,00 14,43 11,00 11,15 7,10 RHI 11/02;50/95 22,02 6,50 11,15 6,50
14,80 10,00 Internatio-Müler 07/99;32/93 6,81 14,30 10,50 28,98 21,30 VA Stahl 09/97 34,74 28,80 20,00
12,60 4,31 Numico 12/03;07/02 28,00 10,30 6,50 25,00 14,25 VA Technologie 15/03 20,00 23,00 19,50
11,53 6,50 Océ v. d. Grinten 15/02;10/93 5,60 12,00 8,33 7,50 18,50 14,76 Wienerberger 50/95 19,82 17,45 12,00
18,66 12,45 Philips 14/03;05/93 10,66 29/16 16,56 12,50
59,95 47,40 Unilever 19/02;44/00 61,00 51,80 48,00 Hoch Tief Zürich (sfr) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko
17,35 8,66 Wolters Kluwer 05/02;08/00 40,00 23,00 10,62 10,00 bei Käufe aktuel
15,50 1,41 ABB 44/02;20/01 30,00 30/12 4,38 2,50
Hoch Tief London (GBp) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko 435,00 190,00 Also 48/01 360,00 288,00 240,00
bei Käufe aktuel 104,50 49,00 Bachem 35/01 80,75 63,60 50,00
139,75 101,75 Bae Systems 12/03;08/02 317,00 129,50 90,00 306,00 153,15 Centerpulse 19/02;25/01 115/135 288,00 250,00
635,50 548,00 British American Tobacco 15/02 650,00 595,35 570,00 125,70 74,75 Ciba Spezialch. 45/00;11/98 113,50 102,00 89,25 81,00
719,50 624,00 HSBC Holding 12/02 833,00 708,50 650,00 39,90 9,21 Clariant 45/01;39/98 66,00 58/20 13,35 9,00
612,50 420,00 Pearson 15/02 858,00 512,00 480,00 57,35 19,35 Credit Suisse 18/03;42/02 20,00 32,00 32,90 24,00
207,00 95,25 Reuters Group 18/03;49/02 218,00 149,66 130,00 194,00 52,50 ESEC 19/03 119,00 100,00
341,00 88,70 Georg Fischer N 19/03;14/97 325,00 143,00 105,00
Hoch Tief Madrid (Euro) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko 683,00 427,00 Givaudan 08/02 560,00 529,00 470,00
bei Käufe aktuel 392,00 183,00 Holderbank 14,08/97 210,00 231,00 190,00
10,35 4,74 BSCH 21/95 2,94 6,74 5,00 76,90 14,55 Kudelski 13/03;44/02 21,00 21,25 15,00
15,49 11,41 Iberdrola 23/95 5,31 14,60 12,00 172,75 51,00 Leica Geosystems 44/01;27/00 385,00 160,00 108,00 80,00
52,40 15,90 Micronas 12/03;04/01 54,00 29,00 29,05 25,00
Hoch Tief Mailand (Euro) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko 389,00 233,25 Nestle NA 09/02;26/96 142,60 240,00 271,50 250,00
bei Käufe aktuel 69,05 45,20 Novartis 13/02 66,00 53,00 45,00
24,75 17,10 Ass. Generali 14/02;30/97 19,16 24/15 20,50 14,00 430,00 180,00 Publigroupe 15/02 415,00 243,00 210,00
2,39 1,77 Banca Intesa BCI 14/02;45/01 2,60 2,35 1,70 45,00 19,50 Saurer 15/02;45/99 70,00 22,00 34,15 27,00
9,18 5,78 Beneton 51/95;10/95 7,49 7,73 6,00 315,75 175,00 Schindler Holding NA 35/95 1290,00 230,00 175,00
6,10 4,73 Marzoto 20/99 7,30 6,00 5,00 530,00 331,00 SGS Surveilance 19/02;43/01 238,00 380,00 484,50 410,00
13,75 9,81 RAS 48/00;50/97 7,51 9,50 13,11 10,00 431,50 278,00 Sika 11/98 530,00 402,50 300,00
7,67 5,61 San Paolo IMI 14/02 13,00 7,30 6,00 547,00 47,00 Swiss Life 17/03;31/02 120,00 147,75 115,00
171,25 49,60 Swiss RE 17/02;26/94 29,32 84,10 70,00
Hoch Tief Paris (Euro) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko 82,75 49,80 UBS 36/00;27/98 48,33 67,45 58,00
bei Käufe aktuel 1800,00 1127,00 WMH Holding 13/98 1275,00 1590,00 1250,00
36,30 21,12 AGF 12/02;20/02 56,00 23 31,32 23,00 4,00 1,00 Von Rol IA 11/02;17/98 22,75 1,28 1,15
138,30 105,00 Air Liquide 47/94 99,99 131,40 111,00 312,37 84,98 Zurich Financial Service 17/03;20/01 630,00 280/130 142,50 120,00
Seite 11 17-05-2003/XL Nr. 20 17-05-2003/XL Nr. 20
Meine Damen und Herren!
Die Börsenkurse der nächsten Zeit werden von Fakten statt von Stories definiert. Noch nicht einmal die
Quartalszahlen sind wichtig, wenn auch zu beachten. Entscheidend ist: Was verdient eine Firma im ganzen
Jahr und was wird sie im kommenden Jahr voraussichtlich verdienen (können). Das ist die einzig mögliche
Richtlinie. Diese muß in einer Liste vorliegen, um Vergleiche anstellen zu können. Dafür gibt es in Deutschland
eine einzige Liste dieser Art: Die Internationale Dispositionsliste.
Die Internationale Dispositionsliste trägt für Sie monatlich alle Zahlen zusammen, die Sie bei der Wahl
Ihrer Aktien wissen müssen. Angefangen mit Gewinnschätzungen und KGV bis hin zu Dividendenrenditen,
Marktkapitalisierungen und Index-Gewichtungen ist alles auf einen Blick ersichtlich. Damit erhalten Sie ein
Werkzeug, das ich bereits seit Jahren benutze, um meine Anlageentscheidungen für Sie zu fällen. Wie läßt
sich das für Sie nutzen?
Die Internationale Dispositionsliste offenbart die realen Zahlen hinter der Story. Innerhalb von 10 bis 15
Minuten wissen Sie, welche Titel billig oder teuer sind. Daran erkennen Sie, welche Entwicklungen schon im
Kurs enthalten sind und welche vielleicht noch zum Tragen kommen. Wer diese Liste berücksichtigt, kann
hinterher nicht mehr sagen, daß er keine Ahnung hatte, wie teuer die eine oder andere Aktie im Depot war und
mit Sicherheit vermeiden, in Zukunft übertriebene Preise zu bezahlen. Noch viel wichtiger:
Mit der Internationalen Dispositionsliste können Sie die Bewertung einzelner Titel vergleichen. Kein Markt
verträgt auf Dauer gänzlich verschiedene Bewertungsniveaus. In der Spitze der Spekulationsblase klafften
aber die Bewertungen der verschiedenen Indizes (Dax, MDax, Neuer Markt) dramatisch auseinander. Mit der
Dispositionsliste erkennen Sie frühzeitig, welche Titel völlig aus dem Bewertungsrahmen fallen. Das gilt nicht
nur für Aktien innerhalb eines Index, sondern auch zwischen den Indizes selber. Mit dieser Liste können Sie
alles vergleichen: Dax gegen Nemax und MDax, Euro-Stoxx gegen Nasdaq oder Toppix. Eine bessere
Orientierung hat es nie gegeben. Denken Sie daran:
Börse besteht nicht nur aus Spekulation, sondern aus konkreten Zahlen. Wer diese nicht kennt, ‘fliegt blind’
und verliert per saldo richtig Geld. Gleichzeitig erkennt man aber auch die Unterbewertungen, aus denen die
künftigen Börsengewinne entstehen. Denn so wie Überbewertungen nach unten korrigieren, passen sich
Unterbewertungen nach oben an. Das ist die Essenz der Börse.
Ich lege Ihnen die Internationale Dispositionsliste heute nahe. Wer sie vier Wochen lang studiert und dann nicht
abonniert, hat entweder bessere Quellen als ich oder handelt grob fahrlässig. Auf jeden Fall können Sie die darin
enthaltenen Zahlen nicht ignorieren, wenn Sie Ihre Börsendispositionen fällen. Ohne diese Zahlen wäre z.B. die
Actien-Börse nicht denkbar. An ihnen konnte ich erkennen, daß die Spekulation am Neuen Markt nicht gutgehen
konnte und welches Potential sich in den Old-Economy-Titeln befindet. Ich lade Sie ein, diese Liste bis zum
30.09.2003 zum halben Preis zu lesen, siehe Coupon. Nutzen Sie dieses Angebot, Ihr Portfolio wird es Ihnen danken.
Mit freundlichen Grüßen
Hans A. Bernecker
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Diskussion um den Dollar hat in dieser Woche voll eingesetzt.
Ich hatte Sie in der letzten AB darauf vorbereitet. Das hat
voraussichtlich zwei Seiten: a) Die Wirkung auf die Warenströme und
b) die unbestrittene Reaktion auf die Aktienmärkte, aber in stark unterschiedlicher
Form. Sichtbar wird dies in der relativen Stärke von S&P
500 zu Dow Jones Stoxx. Sie erkennen dies aus der Grafik nebenstehend
(Quelle Landert, Zollikon). Das bedeutet für die internationalen
Anleger: US-Investments haben das größere Potential, aber auch ein
Dollar-Risiko. Investments in Europa haben das kleinere Potential bei
steigendem Dollar, aber einen Wertzuwachs über den Euro. Auf Sie
übertragen: Stehen Sie auf zwei Beinen. Es gibt keine wirkliche, längerfristige
und überzeugende Besserstellung der Europäer gegenüber
den Amerikanern und umgekehrt. Auf die Detailanalyse und die Rahmenbedingungen
kommt es an.
Ist die Agenda 2010 ein Hindernis oder ein Anstoß für die Börse? Denn es ist schwer vorstellbar, daß die
deutsche Börse den Bundeskanzler total ignoriert. Aber irgendwie hat dies auch eine Ähnlichkeit mit dem
Frühjahr 1982 (!) und Deutschland hat immerhin das größte ökonomische Gewicht in der EU/im Euroland.
Die Ausweitung der öffentlichen Verschuldung ist unausweichlich. Das gilt für mehrere Jahre. Denn
der Anteil der Sozialkosten in allen Etats (Kommunen, Länder und Bund) läßt sich nicht wirklich und
entscheidend reduzieren. Wer indes gegenfinanziert, verteilt nur die Lasten neu. Die Summe aller
Lasten bleibt gleich. Nach der Tabaksteuer liegt der Ausweg vermutlich in der Anhebung der Mehrwertsteuer,
was bisher verneint wurde, aber bedingt gilt. Selbst damit würde die Neuverschuldung lediglich
begrenzt und nicht verhindert. Das wird im Bundesfinanzministerium überhaupt nicht mehr bezweifelt.
Das Arbeits- und Tarifrecht ist nur begrenzt zu korrigieren. Ernsthaft und total verändert kann es
nicht werden, weil dafür auch der allgemeine Konsens fehlt. Clement somit kann Symptome kurieren,
aber die Ursachen nicht beseitigen. Deutschland verliert weiter Produktionen, die an billigen Löhnen
hängen. Sie wandern unweigerlich aus. 5 Mio Arbeitslose erscheinen deshalb realistisch. Auch dieser
Prozeß ist vorerst nicht zu stoppen. Lohnnebenkosten von 43 % sind absoluter Weltrekord.
Ein stagnierendes BIP, aber wachsende Firmenumsätze und Gewinne sind dennoch kein Widerspruch.
Das wird zur zentralen Frage für die deutschen Unternehmen. Firmen, die ihre Produktion ins
Ausland verlagern, gewinnen an Ertragsstärke und koppeln sich von der Stagnation in Deutschland
weitgehend ab. Der Auslandsanteil der deutschen Industriekapazitäten erreichte im letzten Jahr etwa
10 - 12 %. Die Amerikaner liegen bei 23/24 % und die Japaner bei 7 %. Jeder 8. Euro wird also außerhalb
der deutschen Grenzen erwirtschaftet, fließt aber in die Ergebnisse der Unternehmen ein. Das ist
der einzige und wichtigste Dynamisierungsfaktor.
Das Fazit für Sie: Die Agenda 2010 wird von der Börse weitgehend ignoriert. Was
Globalisierung bedeutet, spielt sich ausschließlich in den einzelnen Unternehmen ab, und zwar zunehmend
positiv. Der Drang zur Auswanderung wird sich sehr wahrscheinlich noch verstärken und der Euro hilft dabei
zusätzlich. Und zwar doppelt: a) In der guten Vergleichbarkeit der Löhne im Euroclub und b) dem Druck, der
vom aufwertenden Euro ausgeht und die Auswanderung beschleunigt.
17-05-2003/XL Nr. 20 Seite 2
Die DEUTSCHE BÖRSE ...
... hat das Irak-Abenteuer ausgebügelt. DAX + 0,8 % über Jahresbeginn. Entspricht
dies jedoch den tatsächlichen Wertmaßstäben? Der deutsche Markt gewann seit dem 12./13. März
zwar am meisten unter allen vergleichbaren Börsen, hatte aber vorher auch am stärksten verloren. Dazu
zählen drei wichtige Erkenntnisse/Erfahrungen der letzten Wochen:
1. Für Hedge Funds ist Frankfurt wie ein Paradies. Sie konnten den DAX oder die wichtigsten Aktien im DAX
ebenso nach unten drücken wie anschließend nach oben jubeln. 70 - 75 % der Börsenumsätze der letzten
sechs Wochen gingen auf deren Konto. Das ist zwar nur eine Schätzung in Frankfurt, aber glaubwürdig. Die
großen deutschen Publikumsfonds waren noch kaum dabei und die Spezialfonds der Versicherer bleiben
komplett aus dem Rennen. Denn:
2. Eine wesentliche Käufergruppe fällt künftig aus: Die Lebensversicherer! Deren Beitrag kann man zur Zeit
ebenfalls nur schätzen. Geht man von den bisher bekannten Zahlen aus, so komme ich auf eine Größenordnung
von 18 - 24 Mrd E. pro Jahr, die ab 1995/96 aus diesen Quellen in den Markt geflossen waren. Nach den
massiven Verkäufen der letzten zwei Jahre ist eine Rückkehr nur begrenzt denkbar. Lesen Sie dazu Seite 5.
3. Das Ausland spielt zwar mit, aber nicht dauerhaft. Das gilt sowohl für die Amerikaner als auch für Engländer
und Japaner. Alle anderen sind nicht relevant. Der Anteil deutscher Aktien an amerikanischen Portfolios
wird sich nicht wesentlich ausweiten lassen. Die Engländer spielen stets mit, sind aber kaum Dauerinvestoren.
Die Japaner spielen zur Zeit keine Rolle. Entsprechende Medienhoffnungen nehmen Sie also nicht ernst.
Die totale deutsche Marktkapitalisierung beträgt ca. 550 Mrd E. Darin stecken auch völlig eingefrorene
Aktienbestände in absolut festen Händen. Der echte Freefloat im DAX ist bei äußerst 30 - 35 % zu schätzen.
Im MDAX liegt er noch etwas darunter. Das sind zusammen rd. 25 % des realen BIP. Im langfristigen Trend
waren es stets zwischen 20 und 22 % in einer wirtschaftlichen Stagnation und 40 % in einer Boomphase, wie
Mitte der 90er-Jahre, aber nicht anläßlich der absoluten Spitze 1999/2000 mit damals fast 60 %. Folge:
Das langfristige DAX-Ziel sind zunächst rd. 4.000. Das wäre die Unterkante des deutschen Trendkanals seit
25 Jahren. Gegenüber dem Tiefststand von vor 8 Wochen wäre es annähernd eine Verdoppelung oder genau
92 %. Das ist der langfristige Rahmen, in den die Kurse letztlich wieder hinführen werden, wofür im Moment
aber leider noch nicht ausreichend Kapital zur Verfügung steht, siehe oben. Deshalb dauert es länger.
Keine DAX-Aktie hat ihr Potential bis jetzt ausgeschöpft.
Ich hatte Ihnen in der AB Nr. 13 die fairen Werte angegeben
und in Nr. 16 die ersten Kursziele. Sie wurden bis jetzt noch
nicht erreicht, teilweise aber schon "berührt".
Die Gewinne seit dem Tief vom März stellen sich auf eine
beachtliche Größe. Sie finden sie in der Zahlenspalte 4 in
Euro. Solche Gewinne verlangen eine Konsolidierung. Über
den Daumen kann man dabei einen Korrekturabschlag um
20 % gegenüber den kürzlichen Topkursen als Meßlatte
nehmen. Das dürfte kurzfristig erreicht werden, selbst noch
in diesem Monat, ohne das Frühjahrsziel zu gefährden.
Die Lücke bis zum ersten Etappenziel ergibt sich aus der
Spalte 5 in Euro. Auch darin steckt eine Schwankungsbreite
von gut 1 - 2 E. Gegenüber dem Konsolidierungsboden
errechnet sich eine neue Spanne von 25 - 30 %.
Das Fernziel liegt höher, wie Sie wissen. Es deckt sich
nicht in allen Fällen mit dem fairen Wert. Entsteht z.B. für
eine Aktie eine besondere Wachstumserwartung, so
entsteht auch eine Wachstumsprämie. Ein solcher Fall ist
ALTANA. In diesem Fall reicht das Kursziel weiter.
Das im Brief Nr. 16 genannte erste Ziel ist noch kein
Endziel. Auch darauf mache ich ausdrücklich aufmerksam.
Das erste Ziel gilt für 12 - 15 Monate, also Ende 2004.
Kurzfristig kommt es also jetzt auf die Konsolidierungskurse
an. Dazu die Berichtigung eines Schreibfehlers in der
Tabelle Nr. 16: Für BMW und COMMERZBANK ist das erste
Ziel auszuwechseln (Sie werden es sicher bemerkt haben).
DAX- absolutes fairer Gewinn Lücke
Werte Hoch Tief Wert bisher bis 1. Ziel
ADIDAS 162,00 62,00 99 79,00 21 E.
ALLIANZ 430,00 40,00 200 69,70 35 E.
ALTANA 65,00 35,00 47 47,00 14 E.
BASF 49,00 28,00 50 37,00 12 E.
BAYER 49,00 9,90 26 17,25 4 E.
BAY. HYPO 92,00 7,25 29 11,80 7-8 E.
BMW 47,00 21,00 34 29,50 11-12 E.
COMMERZBANK 46,00 5,00 19 8,80 3-4 E.
DAIMLER 101,00 23,00 47 28,10 15-16 E.
DT. BANK 102,00 33,00 55 47,00 10-13 E.
DT. BÖRSE 50,00 31,50 44 41,50 9-10 E.
DT. POST 25,00 7,50 16 11,40 4-5 E.
DT. TELEKOM 103,00 8,20 24 11,45 7-8 E.
E.ON 66,00 34,00 55 42,10 13-14 E.
FMC 103,00 20,00 60 43,00 17-18 E.
HENKEL 95,00 50,00 65 57,15 7-8 E.
INFINEON 92,00 5,00 16/17 7,05 5-6 E.
LINDE 66,00 22,00 46 34,00 4-6 E.
LUFTHANSA 28,00 7,00 18 9,60 2-3 E.
MAN 40,00 10,00 23 16,00 4-5 E.
METRO 75,00 15,00 42 24,30 4-6 E.
MLP 160,00 5,70 14 11,70 1-2 E.
MÜNCH. RÜCK 400,00 64,00 200 90,00 30-40 E.
RWE 66,00 17,50 39 25,00 6-7 E.
SAP 222,00 40,00 100 93,00 8-10 E.
SCHERING 75,00 40,00 55 43,00 8-10 E.
SIEMENS 123,00 31,00 60 44,00 12-14 E.
THYSSEN 34,00 7,00 16 9,50 2-3 E.
TUI 59,00 7,50 offen 12,50 4-5 E.
VW 100,00 28,00 46 32,50 9-10 E.
Seite 3 17-05-2003/XL Nr. 20
Die "Rekonvaleszenz" der Finanzaktien ist noch längst nicht abgeschlossen. Wie schnell sich die
Meinungen drehen, konnten Sie in den vergangenen zwei Wochen nachvollziehen, nachdem im operativen
Geschäft wieder schwarze Zahlen geschrieben werden. Der massiven Kritik des "Spiegel" zu den neuen
(alten) AR-Köpfen ist allerdings absolut beizupflichten. Wie richtig liegt jedoch der Ex-Chef der
COMMERZBANK und jetzige AR-Vorsitzende, Herr Kohlhaussen, zur Lage "seiner" Bank?
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ich berichtete Ihnen kürzlich
über "laufende Prüfungen" bei einer französischen Großbank. Eine
Fusion mit HYPOVEREINSBANK wäre andererseits strategisch
sinnvoll, gilt aber als zur Zeit zu riskant. Dafür hat jedoch der HVBGroßaktionär
(MÜNCHENER RÜCK) die Finger im Spiel, nämlich
10,4 %. Das Interesse der Italiener über AMB GENERALI (9,99 %)
dürfte sich nach der neuen Zusammensetzung des Großaktionärskreises
bei ASS. GENERALI verringert haben. Die Spanier sind im
Moment außerhalb des Rennens. Das 5-%-Paket der WCM gilt
aber als möglicher Joker. Denn es ist am ehesten zu erreichen. Ein
Gebot von dritter Seite ist also nur möglich, wenn die MÜNCHENER
RÜCK dazu nickt. Sie hat die stärkste Position. Wo dürfte ein fairer
Kurs liegen? Nicht unter 18 E. Darunter ist nichts zu machen. Selbst
wenn es ein oder zwei Jahre dauert, bis derartiges greift: Von jetzt
ab sind es noch immer weit über 100 %. Der technische
Konsolidierungskurs liegt bei etwa 7,50 - 8 E. Das wäre der zweite
Einstieg in die COMMERZBANK (ISIN: DE000 803 2004 - 8 E.). Die
fundamentalen Daten habe ich bereits diskutiert.
Das Modell "ALLIANZ" als taktische Leitlinie gilt also sowohl für die COMMERZBANK als auch für die
HVB. Aktueller Stand: Bei der COBANK lag mein erster Einstieg um 6 E., Zwischenhoch 9 E. = + 50 %. Bei
der HVB lag der Einstand vermutlich um 10,50/11 E., leider nicht im Tief bei 7,50 E., aber das erste Kursziel
sind zunächst 14/15 E. (und ebenfalls + rund 50 %, später mehr), doch mit einer Besonderheit:
Die HVB-Aktie kann jederzeit "durchziehen". Sogar bis 19 E. Ich schließe dies aus einigen Informationen
aus München. Denn nur ein Kurs oberhalb von 15/16 E. wird als geeignete Abwehrmaßnahme gesehen und
zwei Großaktionäre (MÜNCHENER RÜCK und Landesstiftung Bayern) sind dringend daran interessiert, die
eigenen Bilanzpositionen von 25,7 % bzw. 5,2 % an HVB wieder werthaltig zu machen. Bei M.R. schon für die
Halbjahreszwischenbilanz per 30.6. Bei täglichen Börsenumsätzen von 6,5 - 6,8 Mio Stück riecht es verdächtig
nach verdeckten Käufen. Dieser Umsatz liegt deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Monate. Auch
das Momentum des Kursbildes weist in die gleiche Richtung.
Die FRESENIUS-Familie wird zu einer Art technischem Modellfall für die Industrietitel. FMC war
bekanntlich die erste Aktie im DAX, die satte 100 % gegenüber dem Tiefstkurs zulegte. Weit vor allen anderen
und aus bekannten Hintergründen, die der Anlaß meiner damaligen Empfehlungen waren.
FRESENIUS MEDICAL CARE (ISIN: DE000 578 5802 - 41 E.)
stieg von 21 auf 49 E. = + 133 %. Der Sprung über 50 E. gelang
nicht. Die Mutter FRESENIUS (ISIN: DE000 578 5638 - 38 E.)
folgte dem mit Anstieg von 20 E. auf 46 E. = 130 %. Seit 8 Wochen
läuft die Konsolidierung. Für FMC mit einem Boden um 37/38 E.
und für die Mutter bei etwa 32/34 E. Es "fehlen" in beiden Aktien
also noch runde 7 - 10 % Korrektur. Dort liegt der neue Kauf.
FMC muß in Argentinien und beim Dollar Abstriche hinnehmen.
In Argentinien werden 80 Kliniken betreut. Das bedeutet: Für
Umsatz und Gewinn leicht geringeres Plus, jedoch unverändert
klares Plus für die Nr. 1 im Dialysemarkt der Welt. Fundamental
gibt es also keine Abstriche. Ein KGV um 10,8 - 11,5 für FMCStämme
läßt ohne weiteres ein Erholungspotential bis 70/72 E. zu.
Das ergibt auf der genannten neuen Kaufbasis ein Potential bis 86
%. Kaum zu glauben, aber realistisch. Denn dann errechnet sich
eine Umsatzbewertung von ca. 73 % für die Schätzungen per
2004. Sie können wählen: Tochter oder Mutter. Die Dynamik
kommt von der Tochter. Ziehen Sie diese also vor.
Die deutsche Chemie/Pharmazeutik bleibt deshalb unverändert ein sehr wichtiger Trendfaktor für den
gesamten Markt. Der ergänzende Beweis:
17-05-2003/XL Nr. 20 Seite 4
DEGUSSA liegt erneut über den Markterwartungen. Ich erinnere an meine frühere Einschätzung, als ich
Ihnen die Durchsetzung der DEGUSSA-Strategie im Rahmen der neuen Eigentümerstruktur skizzierte. Daran
scheiterte übrigens auch der RAG-Chef und muß gehen. Die neue Linie:
DEGUSSA-Chef Feicht erhält Rückendeckung vom neuen E.ON-Chef.
Umgehende Dynamisierung der ganzen Gruppe, um eine Aufwertung für
den DAX-Eintritt zum einen und/oder den späteren Verkauf zum anderen
zu erreichen. E.ON möchte die 46,48-%-Beteiligung möglichst umgehend
und zu Topkursen realisieren. 5 % reales Plus im Umsatz und + 7 - 9 %
im betrieblichen Ergebnis sind die Minimumgrößen. Die jüngsten
Quartalszahlen enthalten einige Zufälligkeiten. Schwer zu schätzen ist in
diesem Zusammenhang der neue Konzernumsatz. Hier wird teilweise
neu integriert werden, wobei RÜTGERS vorerst draußen bleibt. Ich
taxiere das Umsatzziel in der neuen Gruppenkonstruktion auf etwa 15
Mrd E. Der darauf bezogene Cash-flow ist bei 2 Mrd E. zu veranschlagen.
Das offene Eigenkapital wird bei knapp 6 Mrd E. liegen und ist damit
höher als die gegenwärtige Börsenkapitalisierung. Das ganze Zahlengerüst
ist allerdings noch provisorisch. Insgesamt: Der Zielkurs für
DEGUSSA ist zwar etwas schwierig zu veranschlagen, aber die erste
Größenordnung liegt bei 37 E. Das ist identisch mit den Vorstellungen in
der Düsseldorfer Zentrale.
Auch die Kleineren korrigieren ihre Ziele nach oben. SCHWARZ PHARMA unterstreicht die Zielprognose vom
März. Diese lag bereits wesentlich über den Erwartungen. Passen Sie auf: Hürdensprung über 36 E. bedeutet
zunächst 42 E. als nächste Möglichkeit. SGL CARBON wird die neue Zielgröße erst im Juni nennen. Das wird mir
indirekt aus der Verwaltung avisiert. Verbesserung des Gewinns je Aktie nach Bereinigung der Altlasten steigt auf
1,40 - 1,45 E., was ein KGV von lediglich 9,5 bedeuten würde. K&S bereitet sich auf endgültigen Ausstieg des
alten Großaktionärs BASF vor. Die Beteiligung von 16,65 % soll auf weniger als 10 % via Markt reduziert werden,
anschließend auf 5 %. Vorgesehen ist kein Paketverkauf, sondern Plazierung im Markt. Dabei wird K&S den Eigenbesitz
von 3,8 % auf max. 4,95 % aufstocken dürfen. CELANESE macht es wie DEGUSSA. Keine Schlagzeilen,
aber permanent verbesserte Resultate. Ich wiederhole daher meine Empfehlung aus der AB Nr. 18.
Wird BIOTEST (ISIN: DE000 522 7201 - 3.60 E.) die letzte Turn-around-
Spekulation in der deutschen Pharmazeutik? Keine Aktie dieser Branche
hat so viel verloren. Von 48,60 E. bis auf 2,80 E. in fünf Jahren. Die
Börsenkapitalisierung reduzierte sich um rd. 85 %. In der gleichen Zeit
stiegen die Umsätze von 189 Mio E. auf voraussichtlich 260 Mio E. in
diesem Jahr. BIOTEST arbeitet zu 67 % in der Pharmazeutik, woraus 101
% des Ebit resultieren, die von der Medizintechnik mit 6 % Umsatzanteil,
aber 4 % Verlust wieder teilweise aufgezehrt werden. Diagnostik bringt es
auf 27 % mit 3 % Ergebnisanteil. Konsequenz: Beide Sektoren stehen
zum Verkauf. Dann würde BIOTEST mit etwa 200 Mio E. Umsatz in der
Pharmazeutik arbeiten und gut 20 - 22 Mio E. Cash-flow erreichen. Bei
einem offenen Eigenkapital von etwa 100 Mio E. stellt sich die Frage:
Wohin kann diese Aktie nach dem Befreiungsschlag steigen? Ich sehe
darin eine etwas längerfristige 100-%-Chance. Mit dem Entscheid über
den Rückzug steht alles auf Grün. Investieren Sie zunächst einen kleinen
Betrag in Stämme oder Vorzüge. Damit haben Sie den Fuß in der Tür.
Wo ist das Ende der Fahnenstange in der Bierspekulation? BRAU + BRUNNEN mit neuem Topkurs
über 75 E. Damit gegenüber dem Tief von "einst" bei nunmehr 280 %. RADEBERGER-Gruppe (früher BINDING)
steht als OETKER-Tochter kaum nach. Gewinn gegenüber dem Tief bis jetzt 210 %. Dritter in diesem
Rennen ist HOLSTEN, gemessen in Hektolitern die zur Zeit größte Gruppe. Ich hatte die B+B-Spekulation
schon vor zwei Jahren diskutiert. Was steckt hinter diesen Kursen?
Der erste Paketwechsel steht bei BRAU + BRUNNEN an. Großaktionär HYPOVEREINSBANK sucht den
Ausstieg. Preisidee liegt nach meinen Informationen jedoch knapp unter 100 E. je Aktie. Diese sind in der Tat
machbar, wenn für einen Interessenten der Nachweis erbracht wird, daß die Ertragsverbesserung strukturell
dauerhaft ist. HOLSTEN steht nicht offiziell zum Verkauf, doch das Paket von Herrn Eisenbeiss (48,37 %) gilt
ebenfalls als disponibel. Ich möchte mich darin allerdings sehr vorsichtig ausdrücken. Doch eine dauerhafte
unternehmerische Bindung gilt aus Familiensicht als nicht durchsetzbar.
Flaggschiff bleibt die OETKER-Adresse RADEBERGER-Gruppe als echter Bierkonzern. Bei B+B und HOLSTEN
kann man noch mitspielen. Hier geht es um den "Abrechnungskurs" bzw. einer dann zwingenden Übernahmeofferte
für die freien Aktionäre, weil beide Pakete mehr als 33 % umfassen.
Seite 5 17-05-2003/XL Nr. 20
Sonderthema 1 - Versicherungen. Über die gravierenden Fehleinschätzungen und die daraus resultierenden
Beurteilungen der deutschen Lebensversicherer wird noch viel zu diskutieren sein. Teilweise berührt sind
davon auch die Mütter als Holding oder Sachversicherer. Schon jetzt steht fest und rechnen Sie mit, nachdem
ich am 15.3. (AB Nr. 11) zum absoluten Tiefstkurs dieses Jahres die Frage gestellt hatte: Sind die LV demnächst
pleite? Im Gegenteil, aber kaum zu glauben.
Den deutschen LV entgingen allein in 8 Wochen Kursreserven von 8 -
10 Mrd E. Indem sie bis Anfang März massiv Aktien verkaufen mußten,
weil die Aufsichtsbehörde, die Wirtschaftsprüfer und die Analysten dies
verlangten und unterstellten, da im anderen Falle die Solvabilität gefährdet
sei. Das war ein Rohrkrepierer! Gemessen an den bisher bekannten
Zahlen für die Kapitalanlagen in Aktien ergibt sich: Aus den Verkäufen
(ohne Wertberichtigungen) erwuchsen den deutschen LV ca. 38 - 42 Mrd
E. echte Vermögensverluste seit 2000. Wer hingegen nur wertberichtigte,
aber nicht verkaufte, erhält jetzt schon entsprechende stille Reserven,
wenn die Aktienkurse wieder steigen. Noch schlimmer:
Keine LV ist zur Zeit in der Lage, Aktien neu zu kaufen. Damit entfällt
ein wesentlicher Dynamisierungsfaktor für die eigenen Kapitalanlagen
ebenso wie für die Börse (Seite 2). Derjenige, der nur wertberichtigte,
aber nicht verkaufte, konnte seine Chance wahren. Die, die verkaufen
mußten, stehen mit leeren Händen da. Wer hielt am besten durch?
Der Größte! Das ist die ALLIANZ LEBEN (ISIN: DE000 840 3007 - 340 E.). Der Aktienanteil an den Kapitalanlagen
liegt bei ALLIANZ LEBEN nach meinen Informationen noch immer recht hoch. Sollte dies stimmen, wofür ich noch
keinen Beleg habe, wäre die Handlungsfähigkeit der ALLIANZ LEBEN am größten. In Zahlen: Die Kapitalanlagen
hatten Ende 2002 einen Bilanzwert von annähernd 96 Mrd E. Ein Jahr zuvor betrugen die stillen Reserven ca. 10
Mrd E. (Differenz aus Zeit- zu Bilanzwert). Der Aktienanteil lag damals bei 21,4 % und reduzierte sich auf etwa 14 - 15
%. Damit wäre ALLIANZ LEBEN wohl in der besten Ausgangslage, nachdem das Neugeschäft zur Zeit mit über 28 %
wächst und jeder neue Euro, der in die Kasse schwappt, adäquat investiert werden kann. Ich wiederhole meine
Empfehlung aus Brief Nr. 16 beim aktuellen Kurs von 340 E. mit nächstem Ziel von zunächst 400 E.
DEUTSCHE POST wurde von den Ratingagenturen heruntergestuft. Grund ist der gleiche wie bei
THYSSEN: Pensionsrückstellungen sind nach neuer Definition echte Verpflichtungen, was in dieser Form nicht
stimmt. Steckt dahinter mehr? In einer bezeichnenden Studie im "Wall Street Journal" wird auf die ungewöhnlich
günstige Position von DT. POST/DHL am Weltmarkt für Luftfracht hingewiesen, wobei es um die Übernahme
des entsprechenden Geschäftes von AIRBORNE geht. Gelingt diese etwas komplizierte Transaktion bei
AIRBORNE, wird DHL die weltweite Nr. 1 im Expreßdienst für Luftfracht. Eine Vergleichszahl: FEDEX ist die
Nr. 2 mit 6,8 Mrd $ Umsatz und Börsenwert von 18 Mrd $. Das sind 150 % mehr als die Börsenkapitalisierung
des ganzen Konzerns. Mein Urteil kennen Sie: Jeder Kurs zwischen 10 und 11 E. ist ein äußerst interessantes,
allerdings etwas längerfristiges Investment.
MEDION (ISIN: DE000 660 5509 - 36 E.) wird erstmals ein Kauf für mich. Mit den Quartalszahlen ergibt
sich eine Hochrechnung bis 3 Mrd E. Umsatz ("ALDI PC") und Gewinn von 2,60/2,65 E. je Aktie. Mithin KGV
14,5. Ich hatte am Mittwoch in AB Daily darauf sofort hinweisen müssen und die technische Ausgangslage
schon erläutert. Das führt zum ...
Sonderthema 2 - "AB-Daily". Wohl nichts war richtiger als meine Entscheidung, "AB-Daily" zum täglichen
Begleiter Ihrer Dispositionen zu machen. Aus anfänglicher Kritik wurde inzwischen dickes Lob, was
mich natürlich freut. Ein Nutzer zu mir: "Mit jedem Tagesclick von einem Euro verdiene ich fast 1000 E." Der
"AB-Daily" hat sich also glänzend bezahlt gemacht. Mir ist es daher wichtig, darauf hinzuweisen:
Die "Actien-Börse" gibt die strategische Linie vor, aber die tägliche Begleitung ist fast unumgänglich.
Die Vielzahl der Infos, Meldungen und Einschätzungen bedarf der täglichen "Adjustierung". Das ist inzwischen
unvermeidlich geworden. Manchmal kam es in den letzten Wochen auf Stunden an.
"Actien-Börse" und "AB-Daily" sind daher zwei Instrumente, die wie ein Besteck wirken. Nur so haben
Sie in den volatilen Märkten die Chance, richtig zu reagieren. Das bedeutet nicht, daß Sie jeden Tag "ins Netz"
gehen. Aber immer dann, wenn es einen Anstoß gibt. Dieser Zugang ist extrem wichtig. Deshalb meine Bitte:
Melden Sie sich an und werden Sie handlungsfähig: www.bern-stein.de. Wie oft Sie "AB-Daily" in Anspruch
nehmen, ist sodann Ihre Sache. Wichtig ist, daß Sie es jederzeit können, wenn Handlungsbedarf
besteht. Am besten umgehend, denn spätestens nach der laufenden Konsolidierung geht's in die nächste
Runde.
17-05-2003/XL Nr. 20 Seite 6
Die WALL STREET ...
... testet ihren neuen Trend. Die drei wichtigsten Eckindizes bestätigen dies der
Reihe nach. Der Nasdaq als "lebendigster Teil" erreichte soeben einen neuen Jahreshöchststand und überwand
damit auch die Novemberspitze des letzten Jahres. Der S&P 500 folgt dem ganz kurz, aber noch nicht
endgültig. Der Dow Jones erweist sich jetzt als der schwerfälligste Index, dem noch ca. 5 % für den Hürdensprung
über 9.000 fehlen. Unterstützt wird das Ganze jedoch von allen anderen Indizes, so für Mid- und Small-
Caps und sogar den Unter-Indizes im Dow Jones (Versorgung und Verkehr).
Die Dollarabwertung beginnt zu wirken. Sie hat bekanntlich zwei Seiten. Die europäische Sicht hatte ich vor
8 Tagen beschrieben. Die amerikanische Sicht enthält den Gegenwert, also die Vorteile. Das bedeutet:
Gerechnet im Dollar verliert man bei US-Investments so viel, wie der Dollar noch fallen kann. Das mögen max.
10 % sein. Der Vorteil für die US-Firmen ist jedoch so groß, daß für die Kurse das Potential um das 3- bis
4fache steigt, also auf 30 - 40 %. Dann ergibt sich als Nettoergebnis immer noch ein glänzendes Resultat.
Die Chip-Spekulation bleibt der Schlüssel für alle anderen. Ich habe in den letzten Wochen vielfach arauf
Bezug genommen. Es muß nicht immer INTEL sein, sondern ...
NATIONAL SEMICONDUCTOR (NSM-22 $) ist eine
mittlere Größe. Mit 1,6 Mrd $ Umsatz und einer
Marktkapitali-sierung von 3,4 Mrd $ bei minimalen Schulden
und einer vertretbaren Gewinnschätzung von 60 - 65 Cent
je Aktie reicht das mittlere Erholungspotential bis 34 $.
Allein dies sind über 75 % Kurspotential auf eine Sicht von
12 - 15 Monaten.
Dieses Schema können Sie mehr oder weniger für alle
anderen Chiptitel verwenden. Es gilt für alle meine Chipempfehlungen,
zuletzt auch CYPRESS SEMICONDUCTOR,
die eine noch spektakulärere Möglichkeit bieten. Neuer
Topkurs soeben um 11 $ nach Hinweis im "AB-Daily" bei
etwa 7 $. Erst bei 14 $ ist erste Konsolidierung wahrscheinlich.
Meine Empfehlung lautet daher: Bauen Sie Ihre
bestehenden Chiptitelbestände aus. Zukäufe sind wichtiger
als Ausweitung der Palette.
NVIDIA hat es soeben vorgemacht. Das erste Investment klappte bei 12 $ im Januar. Dann war drei Monate Wartezeit
und Schwankungsbreite des Kurses zwischen 10,50 und 13 $. Schon der geringste Anstoß für eine bessere
Entwicklung ließ die Notierung an einem Tag explodieren: + 33 % am letzten Freitag, damit fast 90 % Kursgewinn seit
Einstieg. Ergo: Studieren Sie die breiten Charts dieser Technologieaktien. Sie signalisieren Potentiale um fast
regelmäßig 100 % und mehr, verlangen aber etwas Geduld.
COMPUWARE (CPWR-4,60 $) ist so ein Titel. Man kann es
förmlich riechen. Der Kurs tastet sich langsam an die erste
Breaklinie bei 5 und sodann 6 $ heran. Doch anschließend
heißt der Zielkurs 8 $ oder 100 % Gewinn. 1,5 Mrd $
Börsenwert stehen gegen 1,6 Mrd $ Umsatz bei null Dollar
langfristigen Schulden und einer Gewinnschätzung um 30/
33 Cent je Aktie für dieses Jahr. Erhöht COMPUWARE diese
an sich alte Aussage auf 40 oder 42 Cent je Aktie, gibt es
den üblichen Schub. COMPUWARE steht in meiner
Dispoliste im Minus. Das war bei 30 $. Hier besteht also die
Chance einer massiven Verbilligung, um das gesamte
Engagement ins Plus zu führen. Ich weiß nicht, wann dieser
Anstoß kommt, doch dann ist es zu spät, siehe NVIDIA. Im
übrigen: COMPUTER ASS schaffte soeben den Ausbruch in
die zweite Etappe nach Zukäufen um 12/13 $ und aktuell
über 18 $ mit Ziel bis 24 $. Das wären wiederum + 100 %.
Zu den weiteren Titeln dieses Segmentes: CADENCE DESIGN (CDN-12 $) erhält erhöhtes Kursziel von
zunächst 15 $ und anschließend 21 $, wenn die aktuelle Schätzung für den Gewinn bei 77/80 Cent je Aktie
per 2004 bestätigt wird. VISX (EYE-16 $) explodierte in ähnlicher Form. Dieser Spezialist für Sehtechnik
schaffte die Verdoppelung in genau 6 Wochen, von 8 $ bis 16 $ nach Hochstufung der Gewinnschätzungen
per 2004 von lediglich 41 auf 57 Cent je Aktie.
Seite 7 17-05-2003/XL Nr. 20
Die Finanzszene läuft sich ebenfalls warm. Die Altlasten in den Bilanzen aus Skandalen und Manipulationen
sind verarbeitet. Ich hatte auf J.P. MORGAN mehrfach hingewiesen und erweitere mein Interesse auf
eine Bankadresse (nach CITIGROUP in den letzten zwei Wochen) und erstmals auf eine Versicherung.
Finanzaktien sind damit eine konservative Variante.
FLEET BOSTON (FBF-28 $) ist eine der Großbanken an der Ostküste, keine Money-Center-Bank in New York.
2,70 $ je Aktie werden zur Zeit mit exakt 10 im KGV bewertet. Das ist unter Durchschnitt angesichts des kontinuierlichen
operativen Geschäftsresultates. FLEET BOSTON mußte trotz der schwierigen Wirtschaftslage in keinem der
vergangenen fünf Jahre zurückstecken. Durchschnittliches Plus 12 % pro Jahr. Damit erhöht sich das Potential für die
Aktie auf etwa 37 $. Doch dies wären bereits knapp 40 % Kursgewinn. CIGNA (CI-51 $) ist riskanter, aber eine der
großen Holdings für das gesamte Versicherungsgeschäft mit einer Börsenkapitalisierung von 6,6 Mrd $ für eine
Jahresprämie von 19 Mrd $. Hier ging es rasant in den Keller, weil CIGNA zum einen durch die Ereignisse des 11.
September berührt war, zum anderen durch Sondereinflüsse aus den Skandalen um ENRON bzw. Airlines. Das
ergab im letzten Jahr einen massiven Rückgang des Gewinns von 2,59 $ je Aktie auf 2,82 $ Verlust, doch in diesem
Jahr gelten 6 $ Gewinn als realistisch und 6,64 $ je Aktie für 2004 als wahrscheinlich sicher. Wenn dies richtig ist,
ergibt sich ein KGV von nur 7,1. Schauen Sie sich dazu den Chart an. Selbst die 200-Tage-Linie wurde soeben
überschritten. Das ist m.E. die interessanteste Turn-around-Spekulation in der amerikanischen Assekuranz.
Selbst der Konsum "macht's möglich". Nachdem SEARS schon knapp 28 $ geschafft hat, löst sich
auch ESTÉE LAUDER vom Boden. Mein ursprüngliches Engagement lag bei 34 $ und wurde zeitweise mit
Tiefstkursen um 25/26 $ unterlaufen. Inzwischen 34 $ bei einer Gewinnschätzung von 1,50 $ je Aktie per
2004. Damit besteht zunächst nur Spielraum bis 37/38 $, aber:
GREAT ATLANTIC & PACIFIC TEA (GAP-6 $) ist eine
echte Turn-around-Spekulation im Einzelhandel. GAP
gehört zur deutschen Tengelmann-Gruppe und verliert noch
Geld. Bei 11 Mrd $ Umsatz ist GAP aber nur 230 Mio $ wert.
Angesichts 914 Mio $ langfristiger Schulden ist GAP also
tatsächlich eine Turn-around-Chance, wenn auch mit den
Risiken einer solchen behaftet. In der deutschen Konzernzentrale
gibt man sich jedoch sicher: GAP wird wieder in die
schwarzen Zahlen kommen. Gelingt dies, können Sie sich
das Potential leicht ausrechnen. Eine kleine Position würde
ich riskieren, denn auch in Deutschland hat Tengelmann
nach einer erheblichen Schieflage wieder in die Rentabilität
zurückgefunden. Nebenbei:
SAKS 5TH AVENUE (SAKS- 10 $) beginnt sich ebenfalls
zu erholen. Hier hatte ich bei 13,60 $ den Erstkauf zu früh
vorgesehen, der leider ebenfalls unterboten worden ist.
Zukaufen, denn SAKS bildet gleichfalls einen riesigen Boden mit Potential bis 16/18 $.
In Kürze: APP. MATERIAL nimmt die Prognose für 2003 zurück. Ich hatte daraufhin im AB Daily am Mittwoch
Markttechnik und Einschätzung sofort "ins Netz gestellt". Basis für neue Überlegungen für diesen großen Chipausrüster
werde ich in den nächsten 2 - 3 Wochen diskutieren, vorher aber mit New York Rücksprache nehmen.
MICRON TECH ist in der gleichen Situation. Doch dieser Kurs zeigte am letzten Dienstag ein erstes Signal, so daß
ich am Donnerstag darauf eingehen mußte. Siehe AB Daily.
17-05-2003/XL Nr. 20 Seite 8
Mit freundlichen Grüßen
herzlichst Ihr
(Hans A. Bernecker)
Ohne fundamentale Zahlen geht's nicht. Dafür gibt es
eine einzige allgemeine Meßlatte: Die internationale
Dispoliste. Sie muß auf dem Tisch liegen. Bitte beachten
Sie dazu das heutigen "Special".
Die Actien-Börse/ Düsseldorfer Börsenbrief / Münchner Börsenbrief / Aktien-Analyse/ Aktien-Express erscheint bei Bernecker & Cie. GmbH & Co. KG, Herausgeber Hans A.
Bernecker, Kö/Steinstr. 1-3, 40212 Düsseldorf, Tel.: (02 11) 8 64 17- 0, Fax: (02 11) 3 22 77 20. Bezugspreis: 33 Euro p. M. incl. MwSt. Zahlungen: Postgiroamt Köln, Konto-Nr.
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aktuellen Information ohne letzte Verbindlichkeit, begründen also kein Haftungsobligo. Erfüllungsort und Gerichtsstand: Düsseldorf.
An den EURO-BÖRSEN ...
... setze ich weiterhin nur auf die Besonderheiten. Davon gibt es allerdings genügend.
Fast heiße Diskussionen bestimmen die Einschätzung berühmter Titel.
LONDON: Was passiert mit EMI (126 p.), wenn BERTELSMANN und
AOL tatsächlich im Musikgeschäft zusammenrücken? Diese Version
kursiert seit 8 Tagen und würde den weltweiten Musikmarkt erheblich
verändern. EMI war bislang der große Verlierer, wie Sie auch dem Chart
entnehmen können. EMI ist die Nr. 5 und ein Übernahmekandidat. Denn:
Der genannte Deal würde sofort die anderen, vor allem SONY, auf den
Plan rufen. Dann ist eine Übernahmeofferte für EMI fast zwingend.
Der Musikmarkt ist empfindlich geschrumpft. Um etwa 15 % in den
letzten zwei bis drei Jahren. Die überzogenen Einschätzungen von
damals habe ich in keinem Falle mitgemacht. Das war mir zu riskant und
richtig. EMI ist jetzt ebenfalls eine heiße Spekulation, aber eine mit Pfiff.
Ich empfehle Ihnen diese Aktie als Spekulation in Ergänzung zu
REUTERS, siehe auch Brief Nr. 18. Wie weit das langfristige Potential
reicht, ist noch offen, die Diskussionen um die genannte Fusion werden
das Thema jedoch anheizen.
In ZÜRICH nutzt der zweitgrößte Rückversicherer der Welt die Gunst der Stunde. Das rechtfertigt eine
sofortige Überlegung für ein längerfristiges Engagement. Es muß nicht immer SWISS LIFE sein, die es auf
knapp 150 % Kursgewinn in 8 Wochen geschafft haben und natürlich konsolidieren müssen.
SWISS RE erwirbt GERLING KREDITVERS. und ist damit die Nr. 2 am
Weltmarkt mit 25 % Marktanteil. Zunächst die Mehrheit und via Option
auch die qualifizierte Mehrheit für das Paket, welches vorläufig bei der
DT. BANK verbleibt. SWISS RE wurde von der Abstufung aller
Versicherungstitel ebenfalls getroffen, doch weniger empfindlich.
Die Wertrelationen sind eindeutig. Börsenwert 27 Mrd CHF für eine
Prämie von 37 Mrd CHF. Interessant ist der Vergleich zur Nr. 1, MÜNCHENER
RÜCK, die es auf folgende Verhältnisse bringt: Börsenwert 16 Mrd
E. für eine Prämie von 34 Mrd E. Dafür hat SWISS RE wesentlich weniger
Risiken in der Bilanz, hingegen ein größeres Problem im Schadensfall
WCT in New York. Darin besteht eine gewisse Unsicherheit, weil es sich
hier um einen Rechtsstreit handelt. Ich halte ein Investment in SWISS RE
für mittelfristig richtig, grenze aber ab: Sollte im WCT-Rechtsstreit eine
negative Entscheidung fallen, muß über einen Zukauf diskutiert werden.
In AMSTERDAM: Schafft AHOLD die Schließung des Gaps im "Durchmarsch"? Ich schließe das nicht aus. Schauen
Sie sich die Grafik der letzten AB, Seite 8, an. Kauf bei rd. 6 E. ist dann eine weitere 60-%-Chance. Das ist im
Moment zwar etwas heiß, aber hochinteressant.
In MAILAND ist der größte Coup der letzten Jahrzehnte gelungen. Der Fusion von OLIVETTI mit TELECOM
ITALIA steht rechtlich nichts mehr im Wege. Damit sind die Schulden, die OLIVETTI aufgenommen hatte, um die
Mehrheit an TELECOM ITALIA zu erwerben, zu Schulden der übernommenen Gesellschaft geworden, die sie nun
tilgen muß. Ein glänzender Coup für die italienische Investorengruppe, die via OLIVETTI/PIRELLI dieses Geschäft vor
zwei Jahren lanciert hatte. Goldman Sachs stuft TELECOM ITALIA angesichts dieser Umstände sogar als "Outperformer"
hoch, wobei nach meiner Kenntnis die Amerikaner auch zu den Finanzberatern der Investoren gehören. Das
gibt es nur in Italien.
Seite 9 17-05-2003/XL Nr. 20
Hoch Tief Deutschland (Euro) WKN AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko Hoch Tief Deutschland (Euro) WKN AB-Nr. 1. Empf. weitere
bei Käufe aktuel bei Käufe
89,85 62,30 Adidas-Salomon 500340 20/02;36/00 63,00 53,00 79,00 72,00 28,33 15,85 Hannover Rück 840221 10/02 75,40
13,85 7,51 Ahlers, Adolf 500970 23/01;25/99 19,85 12,00 10,30 8,00 19,30 12,00 Harpen 603400 16/02;32/01 14,00
17,30 2,06 Aixtron 506620 11/03 2,00 3,22 2,40 53,50 13,51 Heidelberger Druck. 731400 11/03;47/97 50,11
237,89 40,27 Alianz Holding NA 840400 17/03;03/98 117,16 66,09 47,00 52,50 21,82 Heidelberger Zem. 604700 17/02;13/98 54,71
627,00 222,00 Alianz Leben 840300 16/03 306,00 313,00 310,00 77,37 49,56 Henkel VA 604843 18/03;50/97 29,45 67,00
60,92 35,03 Altana 760080 15/02;45/97 13,63 30,00 47,40 37,00 24,60 10,60 Hochtief 607000 13/02;47/98 30,32 21/14
122,10 30,50 AMB Generali 840002 17/03;31/00 75,00 80,00 47,60 35,00 4,45 1,00 Höft & Wessel 601100 04/01;43/99 22,50 16,00
11,50 6,25 Asclepion-Meditec 531370 23/02;48/01 12,00 8,50 7,00 32,50 16,60 Hornbach Baumarkt 608440 15/02;25/97 35,48 28,00
12,30 5,80 AT+S 922230 47/01;33/01 13,00 7,80 6,00 40,55 6,75 Hypovereinsbank 802200 41/02;11/99 59,00
30,85 9,10 AWD Holding 508590 18/03 12,20 13,15 10,00 9,73 3,85 IDS Scheer 625700 05/02;46/99 15,50
76,30 11,40 AXA Konzern 841000 17/03 26,00 36,50 30,00 26,20 14,10 Indus Holding 620010 08/02;24/99 30,00
5,20 1,45 Baader Wertpapierhdbk 508810 18/02;50/99 30,00 16,00 1,98 1,50 20,68 5,06 Infineon 623100 18/03 6,80
49,83 28,25 BASF 515100 15/02;13/98 18,25 30,00 36,26 32,00 13,00 5,71 IVG-Immobilien AG 620570 16/02;18/98 8,96
37,02 9,80 Bayer 575200 0+E49/03;47/9 14,06 42,00 16,53 11,00 14,60 9,30 IWKA 620440 19/03;48/96 16,97 12,00
7,20 4,80 Bechtle 515870 22/02;25/01 9,50 6,70 4,80 23,60 6,95 Jenoptik 622910 12/03 7,50
139,00 82,25 Beiersdorf 520000 05/02;04/98 27,35 110,50 90,00 11,51 7,45 Jungheinrich 621993 18/02;17/97 7,67
17,99 15,34 Bertrandt 523280 44/01;39/96 19,94 10,00 16,38 14,00 22,80 15,60 K&S 716200 48/00;50/97 8,85 14,00
60,50 35,11 Beru 507210 15/02;33/00 35,00 47,10 36,00 6,40 3,23 Kampa-Haus 626910 13/02;43/98 25,82 6,00
19,30 5,51 BHW Holding 522390 18/02;15/02 20,00 8,80 6,00 36,50 10,01 Karstadt-Quele 627500 19/02;15/00 33,00
11,00 5,40 Bien-Haus 522810 11/02;19/98 22,50 15,00 9,60 6,50 15,70 7,31 Kolbenschmidt Pierburg 703790 01/02;28/95 10,53
26,99 14,10 Bilfinger + Berger 590900 15/03;47/98 27,41 12,00 23,00 17,00 23,30 10,02 König & Bauer VA 719350 11/03;09/97 8,26
12,25 3,10 Biotest STA 522720 41/01;29/99 12,00 3,70 3,00 8,40 1,66 Kontron 605395 18/03;34/00 13,50 9,00
11,05 2,85 Biotest VA 522723 41/01;44/98 20,96 14,00 3,22 2,80 63,10 38,30 Krones 633503 17/02;21/00 34,00
48,10 20,80 BMW Stämme 519000 09/02;06/99 26,92 32,00 28,95 23,00 115,00 66,99 KSB 629200 17/02 104,50
31,95 14,50 BMW VZ 519003 09/02;11/01 22,65 20,00 20,05 16,00 19,36 4,25 Lambda Physik 549427 36/01 21,00
27,00 17,00 Böwe Systec 523970 21/01;44/98 26,59 24,00 25,01 19,00 36,95 21,80 Leoni 540888 11/03 28,00
29,55 18,10 Buderus 527800 29/01;24/96 12,57 16,00 29,52 22,00 54,80 22,35 Linde 648300 15/03;52/97 39,68 49,00
7,50 3,80 Ceag 620110 43/01;19/98 8,00 15,00 5,17 4,00 32,90 7,90 Loewe 649410 21/02;33/99 16,00
27,60 12,95 Celanese 575300 18/03;27/00 21,00 19,50 15,60 9,60 1,23 LPKF Laser 645000 17/03;28/99 17,80 22,70
8,90 2,16 Comdirect Bank 542800 18/03 3,85 4,83 4,00 16,85 6,81 Lufthansa 823212 11/02;41/01 10,00 14,00
19,78 5,04 Commerzbank 803200 12/03;46/98 9,66 20/25 8,87 5,00 26,98 10,02 MAN StA 593700 16/03;05/99 20,96 23,00
19,58 11,30 Continental 543900 16/03;36/97 11,17 12,00 15,81 12,00 23,17 7,95 MAN VZ 593703 11/01 21,60
16,64 6,30 Data Modul 549890 43/01 12,50 12,70 9,00 36,52 29,00 MAN Roland 575100 30/01 35,00
55,35 23,82 DaimlerChrysler 710000 16/03;42/98 64,00 45/49 27,35 25,00 5,95 2,20 Maxdata 658130 04/01;45/00 8,45
15,00 5,50 Debitel 540800 09/03;27/01 21,00 7,10 6,00 35,50 17,80 Merck 659990 27/02;09/98 27,61 42,00
37,15 20,90 Degussa 542190 28/02;27/98 26,59 30,00 24,80 23,00 38,70 15,40 Metro 725750 19/03;01/02 41,00 38,00
83,00 31,85 Depfa-Bank 765818 15/03;17/99 82,50 75,00 55,00 43,00 11,63 4,87 MG Technologies 660200 17/03;48/98 14,83 13,00
79,65 33,01 Dt. Bank 514000 28/02;48/98 35,89 92,00 47,55 36,00 60,80 5,55 MLP 656990 18/03 9,50
51,30 31,50 Dt. Börse 581005 19/03;48/01 41,75 42,00 31,00 25,80 9,01 Mühlbauer 662720 18/03 12,80
15,63 7,70 Dt. Post 555200 28/02;04/01 23,00 11,30 9,00 274,90 50,40 Münchener Rück 843002 15/02;49/01 305,00 120,00
14,47 8,19 Dt. Telekom 555750 15/03;03/99 18,92 25/17 11,83 10,00 3,16 1,05 Nemetschek 645290 04/01;44/00 15,00 9,50
2,41 1,30 Deutz 630500 04/02;21/99 7,00 1,85 1,95 1,40 14,62 8,80 Norddt. Affinerie 676650 50/00 13,10
29,45 8,60 DIS 501690 08/02;46/98 13,50 13,60 9,00 4,80 1,40 Novasoft 677890 05/01 14,80 9,50
27,25 12,48 Douglas Holding 609900 20/02;23/97 21,47 16,50 13,00 8,70 1,65 Pfleiderer 676470 12/01;32/98 18,15 12,50
34,40 13,30 Drägerwerk 555063 14/03;23/01 12,30 32,20 25,00 40,30 16,00 Pfeifer Vacuum Tech. 691660 17/03;30/99 33,80
26,15 13,15 Dürr-Beteiligung 556520 11/03;50/98 23,52 24,00 17,30 13,00 10,95 5,10 Phoenix 603100 17/03;24/98 15,85
16,49 3,96 Dyckerhoff, VZ 559103 25/01;07/97 18,40 19,00 8,75 6,00 18,60 3,51 Plambeck 691032 32/01 18,00
40,00 18,75 Edscha 563300 14/02;06/00 14,00 14,00 33,75 27,00 11,35 4,60 Pro Sieben Sat 1 777117 18/02;37/01 6,80
15,80 3,77 Elmos 567710 13/03;22/01 26,00 7,95 4,00 97,50 45,31 Puma 696960 19/02;49/97 17,38
35,00 29,50 ENBW 522000 21/02;32/01 32,00 29,50 29,00 20,00 12,30 Rheinmetal 703000 18/03;12/98 11,04 9,00
60,00 34,25 E.ON 761440 19/03;19/99 56,00 59,00 42,10 36,00 64,00 25,90 Rhön-Klinikum 704230 19/03;35/98 28,80
8,20 1,02 Evotec 566480 13/02 9,00 3,28 1,60 13,20 4,90 Rofin Sinar 902757 27/01;08/00 13,00
40,00 27,00 Fielmann 577220 20/02;20/00 39,00 34,50 30,00 15,30 8,00 Rohwedder 705770 28/01 16,00
27,25 15,61 Fraport 577330 17/02 26,30 19,30 16,00 42,40 17,65 RWE StA 703712 13/02;22/98 23,78
64,50 20,35 Fresenius Medical Care 578580 10/03;28/98 58,29 72/63 43,65 34,00 11,24 5,90 Salzgiter 620200 04/02;02/01 9,20
77,19 20,60 Fresenius VA 578563 10/03;39/94 37,14 41,00 32,00 13,70 6,80 Sauer-Danfoss 880208 24/02;19/99 8,60
92,00 61,50 Fuchs Petrolub 579040 27/02 65,00 84,50 62,00 67,80 31,70 Schering 717200 10/03;23/98 16,19
24,00 10,45 Funkwerk 575314 13/03 12,50 16,60 10,00 20,15 12,35 Schlot 504630 02/98 15,34
49,60 31,51 Gehe 585800 19/02;09/96 26,97 36,90 33,00 41,75 9,96 Schwarz Pharma 722190 17/02;24/95 28,12 23,00
17,60 15,20 Gerresheimer Glas 587300 04/00;45/96 11,20 17,20 14,00 14,42 2,20 SCM Microsystems 909247 33/01;48/00 35,00 8,50
11,36 4,00 Gerry Weber 776150 08/02;25/99 5,08 8,00 5,62 4,50 24,85 4,53 SGL Carbon 723530 09/02;39/98 58,80 30,00
14,08 8,06 Gesco Industrie Hldg. 587590 28/00;27/98 22,96 10,20 9,00 72,90 30,90 Siemens 723610 18/03,04/99 41,41
24,30 9,55 GFK 587530 12/02 23,00 16,40 12,00 34,48 8,80 Singulus Tech 723890 14/03;21/01 29,00
11,24 2,83 Gildemeister 587800 14/03,06/00 7,80 8,50 4,58 3,70 15,80 6,50 Sixt 723132 04/02 11,80
5,00 1,90 Graphisoft 913585 20/01 4,50 3,30 2,50 17,00 7,80 Software 724264 21/02 16,00
16,50 10,00 Graphitwerk Kropfmühl 589600 44/98;48/97 16,87 10,50 10,00 62,00 38,50 Springer Verlag NA 550135 45/01;42/97 32,47 57,00
15,99 11,70 Grammer 589540 16/03;41/00 10,00 12/14 13,70 11,00
17-05-2003/XL Nr. 20 Seite 10
Hoch Tief Deutschland (Euro) WKN AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko Hoch Tief Paris (Euro) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko
bei Käufe aktuel bei Käufe aktuel
49,45 32,15 Stada Arzneimitel ST 725180 17/02;26/01 17,20 48,10 40,00 8,10 4,16 Alcatel 16/03;22/01 29,00 17/5 7,14 5,50
5,80 2,03 Steag Hamatech 730900 09/03,28/99 11,40 2,75 2,00 8,10 4,16 Alstom 15/02;47/01 14,00 2,80 1,40
11,70 4,98 T-Online 555770 40/01 6,00 7,18 5,50 54,55 37,50 Aventis 16/03 41,00 45,11 40,00
20,00 5,60 Techem 547160 19/03;20/02 19,00 9,00 6,00 14,55 9,05 AXA 10/03;20/02 23,00 12,00 12,96 10,00
18,33 3,85 Technotrans 744900 17/03;12/03 4,20 6,65 5,50 24,94 15,90 Club Med 27/01 65,00 20,75 16,00
17,82 6,85 Thyssen Krupp 750000 18/02;21/98 7,77 15,00 9,13 7,00 29,52 19,10 Dassault Systemes 05/02;01/02 55,00 28,35 17,00
14,60 4,75 United Internet 508903 16/03 10,50 14,00 10,00 8,19 6,87 Orange 15/03;13/02 7,80 7,30 5,50
11,50 6,50 Vileroy & Boch 765723 23/02;40/00 10,30 8,00 6,00 43,60 33,53 Peugeot 08/02 44,00 41,17 35,00
20,00 1,20 Vogt Electronic VA 765933 19/02;35/98 10,63 23,00 2,19 1,50 32,65 22,40 Saint-Gobain 05/02;11/99 36,25 31,05 23,00
34,70 21,00 Vossloh 766710 18/02;05/00 13,00 18/19 33,00 27,00 58,50 42,80 Societe Generale 36/99;48/98 40,30 55,50 45,00
59,74 28,06 VW Stämme 766400 10/02;48/98 52,15 49,00 31,15 30,00 27,50 18,65 Television Francaise 1 18/03;45/01 27,00 25,15 21,00
39,55 20,90 VW VZ 766403 10/02;11/01 33,75 22,35 22,00
8,80 5,20 Wavelight Laser Tech. 512560 45/01 10,00 7,15 5,00 Hoch Tief Stockholm (skr) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko
8,00 2,80 Web.de 529650 16/03 5,00 6,00 5,00 bei Käufe aktuel
23,50 9,06 Wedeco 514180 17/03;41/99 7,35 10,03 10,00 155,00 123,00 Elektrolux 15/02;11/01 141,00 151,50 130,00
91,00 35,50 Wela StA 776560 17/02;15/98 15,70 46,00 90,55 85,00 9,10 4,11 Ericsson 43/02;22/01 70,00 6,50 7,65 5,00
46,00 27,00 W.E.T. Automotive 508160 16/03;40/99 39,00 45,90 36,00 167,50 136,00 Volvo B 15/02;09/93 81,80 159,50 130,00
16,84 10,65 WMF 780300 44/00 15,80 14,30 11,00
Hoch Tief Helsinki () AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko
Hoch Tief Amsterdam (Euro) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko bei Käufe aktuel
bei Käufe aktuel 16,68 10,55 Nokia 43/02;40/01 17,00 15,08 10,50
16,69 11,76 ABN AMRO Holding 31/94 7,03 10,00 14,94 11,00 6,35 3,19 Sonera 44/02 4,60 4,00 4,93 3,50
13,71 5,66 Aegon 10/03;12/02 27,67 8,79 7,00
32,44 16,00 Akzo Nobel 09/98 11,34 20,43 16,00 Hoch Tief Wien () AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko
9,38 5,39 ASML Holding 17/03 7,50 7,82 7,00 bei Käufe aktuel
4,65 3,00 BE Semiconductor 20/01;04/01 11,50 4,00 4,11 3,50 25,90 20,36 Andritz 19/02;14/02 25,00 24,51 20,00
12,07 8,01 Elsevier 15/02;08/00 14,80 9,63 8,50 14,07 8,60 BWT 18/03 10,00 13,20
45,10 31,01 DSM 11/01;49/97 38,21 38,68 33,00 114,95 92,00 OMV 50/95 63,52 111,00 85,00
17,50 8,55 ING Groep 12/02;42/94 14,01 27,00 14,43 11,00 11,15 7,10 RHI 11/02;50/95 22,02 6,50 11,15 6,50
14,80 10,00 Internatio-Müler 07/99;32/93 6,81 14,30 10,50 28,98 21,30 VA Stahl 09/97 34,74 28,80 20,00
12,60 4,31 Numico 12/03;07/02 28,00 10,30 6,50 25,00 14,25 VA Technologie 15/03 20,00 23,00 19,50
11,53 6,50 Océ v. d. Grinten 15/02;10/93 5,60 12,00 8,33 7,50 18,50 14,76 Wienerberger 50/95 19,82 17,45 12,00
18,66 12,45 Philips 14/03;05/93 10,66 29/16 16,56 12,50
59,95 47,40 Unilever 19/02;44/00 61,00 51,80 48,00 Hoch Tief Zürich (sfr) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko
17,35 8,66 Wolters Kluwer 05/02;08/00 40,00 23,00 10,62 10,00 bei Käufe aktuel
15,50 1,41 ABB 44/02;20/01 30,00 30/12 4,38 2,50
Hoch Tief London (GBp) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko 435,00 190,00 Also 48/01 360,00 288,00 240,00
bei Käufe aktuel 104,50 49,00 Bachem 35/01 80,75 63,60 50,00
139,75 101,75 Bae Systems 12/03;08/02 317,00 129,50 90,00 306,00 153,15 Centerpulse 19/02;25/01 115/135 288,00 250,00
635,50 548,00 British American Tobacco 15/02 650,00 595,35 570,00 125,70 74,75 Ciba Spezialch. 45/00;11/98 113,50 102,00 89,25 81,00
719,50 624,00 HSBC Holding 12/02 833,00 708,50 650,00 39,90 9,21 Clariant 45/01;39/98 66,00 58/20 13,35 9,00
612,50 420,00 Pearson 15/02 858,00 512,00 480,00 57,35 19,35 Credit Suisse 18/03;42/02 20,00 32,00 32,90 24,00
207,00 95,25 Reuters Group 18/03;49/02 218,00 149,66 130,00 194,00 52,50 ESEC 19/03 119,00 100,00
341,00 88,70 Georg Fischer N 19/03;14/97 325,00 143,00 105,00
Hoch Tief Madrid (Euro) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko 683,00 427,00 Givaudan 08/02 560,00 529,00 470,00
bei Käufe aktuel 392,00 183,00 Holderbank 14,08/97 210,00 231,00 190,00
10,35 4,74 BSCH 21/95 2,94 6,74 5,00 76,90 14,55 Kudelski 13/03;44/02 21,00 21,25 15,00
15,49 11,41 Iberdrola 23/95 5,31 14,60 12,00 172,75 51,00 Leica Geosystems 44/01;27/00 385,00 160,00 108,00 80,00
52,40 15,90 Micronas 12/03;04/01 54,00 29,00 29,05 25,00
Hoch Tief Mailand (Euro) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko 389,00 233,25 Nestle NA 09/02;26/96 142,60 240,00 271,50 250,00
bei Käufe aktuel 69,05 45,20 Novartis 13/02 66,00 53,00 45,00
24,75 17,10 Ass. Generali 14/02;30/97 19,16 24/15 20,50 14,00 430,00 180,00 Publigroupe 15/02 415,00 243,00 210,00
2,39 1,77 Banca Intesa BCI 14/02;45/01 2,60 2,35 1,70 45,00 19,50 Saurer 15/02;45/99 70,00 22,00 34,15 27,00
9,18 5,78 Beneton 51/95;10/95 7,49 7,73 6,00 315,75 175,00 Schindler Holding NA 35/95 1290,00 230,00 175,00
6,10 4,73 Marzoto 20/99 7,30 6,00 5,00 530,00 331,00 SGS Surveilance 19/02;43/01 238,00 380,00 484,50 410,00
13,75 9,81 RAS 48/00;50/97 7,51 9,50 13,11 10,00 431,50 278,00 Sika 11/98 530,00 402,50 300,00
7,67 5,61 San Paolo IMI 14/02 13,00 7,30 6,00 547,00 47,00 Swiss Life 17/03;31/02 120,00 147,75 115,00
171,25 49,60 Swiss RE 17/02;26/94 29,32 84,10 70,00
Hoch Tief Paris (Euro) AB-Nr. 1. Empf. weitere Kurs Risiko 82,75 49,80 UBS 36/00;27/98 48,33 67,45 58,00
bei Käufe aktuel 1800,00 1127,00 WMH Holding 13/98 1275,00 1590,00 1250,00
36,30 21,12 AGF 12/02;20/02 56,00 23 31,32 23,00 4,00 1,00 Von Rol IA 11/02;17/98 22,75 1,28 1,15
138,30 105,00 Air Liquide 47/94 99,99 131,40 111,00 312,37 84,98 Zurich Financial Service 17/03;20/01 630,00 280/130 142,50 120,00
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Meine Damen und Herren!
Die Börsenkurse der nächsten Zeit werden von Fakten statt von Stories definiert. Noch nicht einmal die
Quartalszahlen sind wichtig, wenn auch zu beachten. Entscheidend ist: Was verdient eine Firma im ganzen
Jahr und was wird sie im kommenden Jahr voraussichtlich verdienen (können). Das ist die einzig mögliche
Richtlinie. Diese muß in einer Liste vorliegen, um Vergleiche anstellen zu können. Dafür gibt es in Deutschland
eine einzige Liste dieser Art: Die Internationale Dispositionsliste.
Die Internationale Dispositionsliste trägt für Sie monatlich alle Zahlen zusammen, die Sie bei der Wahl
Ihrer Aktien wissen müssen. Angefangen mit Gewinnschätzungen und KGV bis hin zu Dividendenrenditen,
Marktkapitalisierungen und Index-Gewichtungen ist alles auf einen Blick ersichtlich. Damit erhalten Sie ein
Werkzeug, das ich bereits seit Jahren benutze, um meine Anlageentscheidungen für Sie zu fällen. Wie läßt
sich das für Sie nutzen?
Die Internationale Dispositionsliste offenbart die realen Zahlen hinter der Story. Innerhalb von 10 bis 15
Minuten wissen Sie, welche Titel billig oder teuer sind. Daran erkennen Sie, welche Entwicklungen schon im
Kurs enthalten sind und welche vielleicht noch zum Tragen kommen. Wer diese Liste berücksichtigt, kann
hinterher nicht mehr sagen, daß er keine Ahnung hatte, wie teuer die eine oder andere Aktie im Depot war und
mit Sicherheit vermeiden, in Zukunft übertriebene Preise zu bezahlen. Noch viel wichtiger:
Mit der Internationalen Dispositionsliste können Sie die Bewertung einzelner Titel vergleichen. Kein Markt
verträgt auf Dauer gänzlich verschiedene Bewertungsniveaus. In der Spitze der Spekulationsblase klafften
aber die Bewertungen der verschiedenen Indizes (Dax, MDax, Neuer Markt) dramatisch auseinander. Mit der
Dispositionsliste erkennen Sie frühzeitig, welche Titel völlig aus dem Bewertungsrahmen fallen. Das gilt nicht
nur für Aktien innerhalb eines Index, sondern auch zwischen den Indizes selber. Mit dieser Liste können Sie
alles vergleichen: Dax gegen Nemax und MDax, Euro-Stoxx gegen Nasdaq oder Toppix. Eine bessere
Orientierung hat es nie gegeben. Denken Sie daran:
Börse besteht nicht nur aus Spekulation, sondern aus konkreten Zahlen. Wer diese nicht kennt, ‘fliegt blind’
und verliert per saldo richtig Geld. Gleichzeitig erkennt man aber auch die Unterbewertungen, aus denen die
künftigen Börsengewinne entstehen. Denn so wie Überbewertungen nach unten korrigieren, passen sich
Unterbewertungen nach oben an. Das ist die Essenz der Börse.
Ich lege Ihnen die Internationale Dispositionsliste heute nahe. Wer sie vier Wochen lang studiert und dann nicht
abonniert, hat entweder bessere Quellen als ich oder handelt grob fahrlässig. Auf jeden Fall können Sie die darin
enthaltenen Zahlen nicht ignorieren, wenn Sie Ihre Börsendispositionen fällen. Ohne diese Zahlen wäre z.B. die
Actien-Börse nicht denkbar. An ihnen konnte ich erkennen, daß die Spekulation am Neuen Markt nicht gutgehen
konnte und welches Potential sich in den Old-Economy-Titeln befindet. Ich lade Sie ein, diese Liste bis zum
30.09.2003 zum halben Preis zu lesen, siehe Coupon. Nutzen Sie dieses Angebot, Ihr Portfolio wird es Ihnen danken.
Mit freundlichen Grüßen
Hans A. Bernecker
Gruß Pichel ![]()