Salzgitter AG

Aktie
WKN:  620200 ISIN:  DE0006202005 US-Symbol:  SZGPF Branche:  Stahl Land:  Deutschland
53,00 €
-1,20 €
-2,21%
12:10:14 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
2,92 Mrd. €
Streubesitz
56,04%
KGV
10,79
Dividende
0,20 EUR
Dividendenrendite
0,30%
Nachhaltigkeits-Score
57 %
Index-Zuordnung
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Salzgitter Aktie Chart

Salzgitter Unternehmensbeschreibung

Die Salzgitter AG ist einer der traditionsreichsten integrierten Stahl- und Technologiekonzerne Europas mit Schwerpunkt auf Flachstahl, Grobblech, Röhren und handelsspezifischen Stahllösungen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Salzgitter, Niedersachsen, ist entlang der gesamten Stahl-Wertschöpfungskette aktiv: von der Roheisenerzeugung über die Weiterverarbeitung bis hin zu Distribution, Verarbeitung und industrienahen Dienstleistungen. Für institutionelle und private Anleger fungiert Salzgitter als zyklischer Basiswert mit hoher Korrelation zur Industrieproduktion, zum Maschinen- und Anlagenbau sowie zur Automobil- und Baukonjunktur in Europa.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der Salzgitter AG basiert auf einem integrierten Stahlverbund, der Rohstoffbeschaffung, Erz- und Kokskohleaufbereitung, Hochofen- und Stahlwerksbetriebe, Walzwerke, Weiterverarbeitung und Handel in einer Konzernstruktur bündelt. Der Konzern agiert als Werkstoff- und Technologieanbieter mit Fokus auf kundenspezifische Stahlgüten, Qualitätsrohre und anspruchsvolle Stahlkomponenten für Industrie, Energieinfrastruktur und Mobilität. Wertschöpfung wird durch vertikale Integration, Prozessoptimierung, qualitätsgetriebene Produktdifferenzierung und ein ausgebautes Service- und Logistiknetzwerk erzielt. Ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells ist die Diversifikation in nachgelagerte Geschäftsbereiche und Beteiligungen, etwa im Bereich Spezialprofile, Maschinenbau und Industriehandel, um die hohe Zyklizität des klassischen Stahlgeschäfts abzufedern und Cashflows zu stabilisieren.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission der Salzgitter AG lässt sich als Transformation vom traditionellen Stahlhersteller zum nachhaltigkeitsorientierten Stahl- und Technologiekonzern beschreiben. Unter dem strategischen Programm SALCOS (Salzgitter Low CO2 Steelmaking) verfolgt das Unternehmen das Ziel, die CO2-Emissionen der Stahlproduktion langfristig signifikant zu reduzieren und schrittweise auf wasserstoffbasierte Direktreduktion und Elektrolichtbogenöfen umzustellen. Die Mission umfasst:
  • Versorgung europäischer Kernindustrien mit qualitativ hochwertigem, zunehmend CO2-reduziertem Stahl
  • Aufbau einer führenden Rolle im Markt für „grünen Stahl“ in Deutschland und Europa
  • Stärkung der Eigenständigkeit durch technologische Kompetenz, regionale Verankerung und robuste Bilanzstrukturen
Diese Ausrichtung soll die Wettbewerbsfähigkeit in einem regulierten, klimapolitisch geprägten Marktumfeld sichern und Investoren einen Pfad in Richtung dekarbonisierter Wertschöpfung bieten.

Produkte und Dienstleistungen

Salzgitter bietet ein breites Spektrum an Stahlprodukten und industrienahen Services. Zentrale Produktgruppen sind:
  • Flachstahl: warm- und kaltgewalzte Bleche, bandverzinkte und bandbeschichtete Produkte für Automobilindustrie, Hausgeräte, Bauindustrie und Maschinenbau
  • Grobblech: hochfeste und dicke Bleche für Schiffbau, Offshore-Anwendungen, Windenergie, Druckbehälter und Schwerbau
  • Röhrenprodukte: Großrohre, Präzisionsstahlrohre, Hohlprofile und Pipeline-Rohre für Energieinfrastruktur, Öl- und Gastransport, Wasserleitungen und Industrieanwendungen
  • Stahlhandel und Verarbeitung: Lagerhaltung, Zuschnitt, Anarbeitung, Logistikdienstleistungen und just-in-time-Lieferkonzepte über ein europaweites Handelsnetz
  • Industrienahe Aktivitäten: Spezialmaschinenbau, Profiltechnik, Komponentenfertigung und Dienstleistungen für Stahl- und Rohrwerke
Ergänzt wird das Portfolio durch serviceorientierte Angebote wie Werkstoffberatung, Materialprüfung, Anwendungsentwicklung und langfristige Liefer- und Rahmenverträge mit Großkunden.

Business Units und Konzernstruktur

Die Salzgitter AG steuert ihre Aktivitäten über mehrere Geschäftseinheiten, die entlang der Wertschöpfungskette ausgerichtet sind. Die wesentlichen Business Units umfassen:
  • Stahlproduktion und Flachstahl: integrierte Stahlwerke und Walzwerke, die hochwertiges Flachstahl-Sortiment für Automobilindustrie, Elektroindustrie und allgemeine Industrie bereitstellen
  • Grobblech und Profilstahl: Produktion von Grobblechen und Profilen für Energie-, Offshore- und Bauanwendungen
  • Mannesmann-Rohraktivitäten: Herstellung von Längs- und Spiralnaht-Großrohren, Präzisions- und Leitungsrohren sowie Hohlprofilen für internationale Energie- und Infrastrukturprojekte
  • Handel: europäisches und weltweites Stahlhandelsnetz mit Lagerstandorten, Servicezentren, Verarbeitung und logistischen Mehrwertdiensten
  • Technologie- und Industrieaktivitäten: Beteiligungen und Tochterunternehmen in Maschinenbau, Profiltechnik, Spezialanlagen und industrienahen Services
Die Holding-Funktion der Salzgitter AG bündelt zentrale Aufgaben wie Konzernfinanzierung, Risikomanagement, Strategie, Forschung und Entwicklung sowie Nachhaltigkeits- und Transformationsprojekte.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Salzgitter verfügt in einem wettbewerbsintensiven Stahlmarkt über mehrere strukturelle Stärken, die als Burggräben interpretiert werden können:
  • Integrierter Stahlverbund: Der geschlossene Produktionsverbund von Roheisen bis zum veredelten Stahl erzeugt Skaleneffekte, Prozesssicherheit und eine hohe Kontrolle über Qualität und Lieferfähigkeit.
  • Starke Energie- und Röhrenkompetenz: Die Mannesmann-Marke gilt im Pipeline- und Rohrsegment als Premiumanbieter mit hoher technischer Reputation, insbesondere im Bereich Hochdruck- und Großrohrleitungen.
  • Regionale Verankerung: Die enge Vernetzung mit der deutschen Automobil- und Maschinenbauindustrie sowie mit europäischen Industrieclustern schafft langfristige Kundenbindungen und erleichtert gemeinsame Entwicklungsprojekte.
  • Transformationsprogramm SALCOS: Der frühzeitige Aufbau eines großangelegten Dekarbonisierungsprogramms, unterstützt durch staatliche Förderung und Industriepartnerschaften, verschafft einen technologischen Vorsprung im Markt für CO2-reduzierten Stahl.
Diese Merkmale schaffen Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber, da der Aufbau integrierter Kapazitäten, eines Markenportfolios und einer Dekarbonisierungsinfrastruktur kapital- und zeitintensiv ist.

Wettbewerbsumfeld

Die Salzgitter AG agiert in einem globalisierten Stahlmarkt mit intensivem Preis- und Margendruck. Zu den wesentlichen Wettbewerbern im europäischen Flachstahl- und Röhrensegment zählen unter anderem:
  • Thyssenkrupp Steel Europe
  • ArcelorMittal (einschließlich der deutschen Werke)
  • voestalpine
  • SSAB und andere nordeuropäische Anbieter im qualitativ hochwertigen Stahlsegment
  • Importanbieter aus Asien, vor allem aus China, Korea und der Türkei, insbesondere im Massenstahlbereich
Der Wettbewerb wird zusätzlich von Überkapazitäten in verschiedenen Weltregionen, Anti-Dumping-Maßnahmen, europäischen CO2-Regulierungen sowie der Verfügbarkeit von Schrott und Energie beeinflusst. Differenzierung erfolgt primär über Qualität, Lieferzuverlässigkeit, Service, Technologieführerschaft im Leichtbau und Nachhaltigkeitsprofile der Stahlgüten.

Management und Strategie

Der Vorstand der Salzgitter AG führt das Unternehmen mit Fokus auf Stabilisierung durch Zyklen, Bilanzstärkung und konsequente Transformation hin zu CO2-reduzierter Produktion. Strategische Leitlinien sind:
  • Kapitaldisziplin und konservative Finanzierungsstruktur, um auch in schwachen Stahlzyklen handlungsfähig zu bleiben
  • Portfolio-Optimierung durch Fokussierung auf margenstärkere Nischen, hochwertige Stähle und spezialisierte Rohr- und Profilprodukte
  • Konsequente Umsetzung der Dekarbonisierungsstrategie mit stufenweisem Ausbau von wasserstoffbasierter Direktreduktion, Elektrolichtbogenkapazitäten und erneuerbarer Energieintegration
  • Vertiefte Kooperationen mit Kunden aus Automobil-, Energie- und Maschinenbau, um gemeinsam CO2-reduzierte Wertschöpfungsketten zu etablieren
Das Management setzt auf eine Kombination aus Effizienzprogrammen, Digitalisierung der Produktions- und Logistikprozesse und einer aktiven Einbindung in industrie- und energiepolitische Initiativen auf deutscher und europäischer Ebene.

Branchen- und Regionenfokus

Salzgitter ist stark in der europäischen Stahlindustrie verankert, mit primärem Schwerpunkt auf Deutschland und den angrenzenden EU-Märkten. Wichtige Abnehmerbranchen sind:
  • Automobilindustrie und Zulieferer, insbesondere für Karosseriebleche, hochfeste Stähle und Strukturbauteile
  • Maschinen- und Anlagenbau, inklusive Landtechnik und allgemeiner Industrie
  • Bau- und Infrastrukturprojekte, etwa für Träger, Bleche und Baustahl
  • Energie- und Rohrleitungsindustrie, einschließlich Onshore- und Offshore-Windenergie sowie Öl- und Gaspipelines
Die Branche ist hochzyklisch, kapitalintensiv und stark reguliert. Sie unterliegt strukturellen Trends wie Dekarbonisierung, Elektrifizierung, Leichtbau, Recycling und dem Aufbau von Wasserstoff- und Stromnetzinfrastruktur. Die europäische Stahlindustrie steht gleichzeitig im Wettbewerb zu Regionen mit niedrigeren Energie- und Umweltkosten, was den Standortvorteil Europas unter Druck setzt.

Unternehmensgeschichte

Die Wurzeln der Salzgitter AG reichen in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück, als im Raum Salzgitter ein staatlich gelenkter Stahlstandort aufgebaut wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Unternehmen über verschiedene Eigentums- und Strukturphasen zu einem bedeutenden deutschen Stahlproduzenten. In den 1990er-Jahren erfolgte eine Neuordnung mit der Fokussierung auf Stahl, Röhren und Handel, begleitet von der Bündelung unter der heutigen Salzgitter AG als börsennotierter Holding. Ein wesentlicher Meilenstein war die Integration der traditionsreichen Mannesmann-Rohraktivitäten, die das Portfolio im Bereich Großrohre und Präzisionsrohre deutlich verbreiterte. In den vergangenen zwei Jahrzehnten durchlief Salzgitter mehrere Restrukturierungs- und Effizienzprogramme, um auf globalen Wettbewerbsdruck, Überkapazitäten und Konjunkturzyklen zu reagieren. Mit dem Start des SALCOS-Programms begann eine neue Transformationsphase, die auf eine schrittweise Dekarbonisierung der Stahlherstellung und eine strategische Neupositionierung als Anbieter von „grünem“ Stahl ausgerichtet ist.

Besonderheiten und strukturelle Faktoren

Die Salzgitter AG weist mehrere Besonderheiten auf, die für eine Anlagebeurteilung relevant sind:
  • Starke Rolle des Standorts Deutschland mit Nähe zu Automobil- und Maschinenbauclustern, aber gleichzeitig hohe Energie- und Regulierungskosten
  • Ausgeprägte technologische Kompetenz in anspruchsvollen Stahlgüten, Rohrlösungen und kundenspezifischen Anwendungen
  • Hohe Bedeutung von Industrie- und Energiepolitik, insbesondere in Bezug auf CO2-Bepreisung, Förderprogramme und Wasserstoffinfrastruktur
  • Substanzielles Transformationsprogramm mit langfristigem Investitionsbedarf, das technologische Chancen eröffnet, aber Kapitalkraft bindet
  • Ausgeprägte Zyklizität der Nachfrage, verbunden mit hoher Fixkostenbasis durch integrierte Hüttenstandorte
Diese Faktoren führen dazu, dass Salzgitter stark von industriepolitischen Rahmenbedingungen, der europäischen Klimapolitik und von der Entwicklung der Energiekosten abhängig ist.

Chancen für konservative Anleger

Aus Perspektive eines konservativen Anlegers ergeben sich potenzielle Chancen vor allem aus der strategischen Positionierung in der europäischen Industriewertschöpfung und aus der Dekarbonisierungsagenda:
  • Teilnahme an der Transformation hin zu CO2-reduziertem Stahl, die langfristig Preisprämien für „grüne“ Produkte ermöglichen kann
  • Solide Verankerung in Kernindustrien Deutschlands und Europas, was bei stabiler Konjunktur für robuste Auslastung sorgen kann
  • Mögliche Strukturverbesserungen im europäischen Stahlmarkt durch Kapazitätsanpassungen, Regulierung und Handelsmaßnahmen gegenüber Importen
  • Perspektivische Nachfrageimpulse aus Energie- und Infrastrukturprojekten, insbesondere im Bereich Wasserstoff, Stromnetze, Offshore-Wind und Pipelinebau
  • Option auf Wertsteigerung durch Effizienzgewinne, Digitalisierung und Portfoliofokussierung auf höhermargige Nischen
Für langfristig orientierte, risikobewusste Anleger kann die Beteiligung an der Dekarbonisierung der Grundstoffindustrie einen strategischen Diversifikationsbaustein innerhalb eines industriell geprägten Portfolios darstellen.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Demgegenüber stehen substanzielle Risiken, die konservative Anleger sorgfältig gewichten sollten:
  • Zyklisches Konjunkturrisiko: Die hohe Abhängigkeit von Automobil-, Bau- und Maschinenbaukonjunktur führt zu stark schwankenden Auslastungs- und Ergebnisniveaus.
  • Strukturwandel- und Transformationsrisiko: Die Umstellung auf wasserstoffbasierte Prozesse ist technologisch anspruchsvoll, kapitalintensiv und von der Verfügbarkeit bezahlbarer erneuerbarer Energie und Wasserstoffinfrastruktur abhängig.
  • Regulierungs- und Politikeinfluss: Änderungen bei CO2-Bepreisung, Förderprogrammen, Importzöllen oder Beihilferegeln können die Wirtschaftlichkeit von Investitionen und den Wettbewerbsvorteil gegenüber außereuropäischen Produzenten maßgeblich beeinflussen.
  • Wettbewerbs- und Preisdruck: Überkapazitäten im Weltstahlmarkt sowie Importdruck aus Regionen mit geringeren Umwelt- und Energiekosten können Margen erodieren und die Auslastung belasten.
  • Energiekostenrisiko: Als energieintensive Industrie ist Salzgitter stark von der Entwicklung der Strom- und Gaspreise in Deutschland und Europa abhängig, insbesondere im Zuge der Energiewende.
Vor diesem Hintergrund bleibt die Salzgitter AG ein zyklischer Industriewert, dessen Risiko-Rendite-Profil stark von makroökonomischer Entwicklung, Industriepolitik und dem Erfolg der Dekarbonisierungsstrategie geprägt wird, ohne dass sich daraus eine Handlungsempfehlung ableiten lässt.
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Kurs
Typ
Hebel
Geld/Brief
WKN
Typ
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53,00 €
Call
4,80 11,11/11,21 €
DU98M7
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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Kursdaten

Geld/Brief 52,95 € / 53,10 €
Spread +0,28%
Schluss Vortag 54,20 €
Gehandelte Stücke 11.227
Tagesvolumen Vortag 4.484.461 €
Tagestief 52,75 €
Tageshoch 53,75 €
52W-Tief 20,62 €
52W-Hoch 67,60 €
Jahrestief 32,12 €
Jahreshoch 67,60 €

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Salzgitter Aktie - Nachrichtenlage zusammengefasst:

  • Die Salzgitter AG hat im dritten Quartal ihre Produktions- und Absatzkapazitäten wieder deutlich erhöht und zeigt sich optimistisch für die kommenden Monate.
  • Das Unternehmen verfolgt weiterhin eine nachhaltige Wachstumsstrategie und investiert in neue Technologien, um die Effizienz in der Stahlproduktion zu steigern.
  • Salzgitter AG hat erneut ihre Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr angepasst und geht von einer deutlichen Verbesserung der finanziellen Ergebnisse aus.
Hinweis

Community: Diskussion zur Salzgitter Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Diskutiert werden die starken Kursschwankungen und teils kräftigen Kursanstiege beziehungsweise -rückgänge der Salzgitter-Aktie seit 2025/2026, die durch Rallyes, Korrekturen, externe Marktereignisse (etwa den Iran-Krieg) sowie Analystenstufen und Kursziele begleitet werden und Anleger wiederholt die Frage nach einem sinnvollen Einstieg stellen.
  • Unternehmensseitig werden verbesserte Gewinnerwartungen und ein leicht positives Vorsteuerergebnis berichtet, zugleich aber für 2025 eine zurückhaltendere Prognose kommuniziert mit der Hoffnung auf eine stärkere Erholung der Verkaufspreise und Ergebnisse 2026.
  • Im Fokus stehen strategische Maßnahmen und Finanzierungsentscheidungen wie die vollständige Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann mit Umbaumaßnahmen und Personalabbau, ein Großabnahmevertrag für grünen Wasserstoff, die Ausgabe einer Wandelanleihe und Teilveräußerungen von Beteiligungen sowie Verkäufe eigener Aktien zur Erhöhung des Freefloats, bewertet vor dem Hintergrund staatlicher Förderungen und protektionistischer EU-Politik.
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Salzgitter Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 8.981 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -271,50 €
Jahresüberschuss in Mio. -74,20 €
Umsatz je Aktie 166,05 €
Gewinn je Aktie -1,37 €
Gewinnrendite -0,83%
Umsatzrendite -0,83%
Return on Investment -0,71%
Marktkapitalisierung in Mio. 2.921 €
KGV (Kurs/Gewinn) -29,30
KBV (Kurs/Buchwert) 0,49
KUV (Kurs/Umsatz) 0,24
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote +42,22%

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WKN WA6ZP7

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Derivate

Anlageprodukte (305)
Discount-Zertifikate 205
Aktienanleihen 91
Bonus-Zertifikate 5
Express-Zertifikate 4
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Knock-Outs 1.023
Optionsscheine 837
Faktor-Zertifikate 250
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Dividenden Kennzahlen

Dividendenrendite 0,30%
Auszahlungen/Jahr 1
Stabilität der Dividende 0,48 (max 1,00)
Ausschüttungs- 4,00% (auf den Gewinn/FFO)
quote

Dividenden Historie

Datum Dividende
04.06.2026 0,20 €
23.05.2025 0,20 €
30.05.2024 0,45 €
26.05.2023 1,00 €
03.06.2022 0,75 €
29.05.2020 0,20 €
24.05.2019 0,55 €
25.05.2018 0,45 €
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Salzgitter Termine

03.06.2026 Hauptversammlung
12.05.2026 Veröffentlichung Quartalsmitteilung (Stichtag Q1)

Prognose & Kursziel

Die Salzgitter Aktie wird von Analysten als unterbewertet eingestuft.
Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
62,80 € 54,80 € 14,60%

Salzgitter Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 53,25 -1,48%
54,05 € 09:30
Frankfurt 52,90 -1,03%
53,45 € 08:04
Gettex 53,15 -1,94%
54,20 € 12:17
Hamburg 53,75 -2,63%
55,20 € 08:41
Hannover 52,95 -2,22%
54,15 € 08:04
L&S RT 53,30 -1,39%
54,05 € 12:34
München 53,45 -2,20%
54,65 € 09:15
Nasdaq OTC Other 64,55 $ +1,85%
63,38 $ 20.07.26
Quotrix 53,50 -0,83%
53,95 € 07:27
SIX Swiss Exchange -   -
-   -
Stuttgart 53,00 -1,85%
54,00 € 12:01
Tradegate 52,95 -2,04%
54,05 € 10:37
Wien 53,30 -0,65%
53,65 € 11:00
Xetra 53,00 -2,21%
54,20 € 12:10
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
28.07.26 53,70 1,15 M
27.07.26 53,80 7,76 M
24.07.26 55,05 7,27 M
23.07.26 52,15 5,55 M
22.07.26 54,00 7,03 M
21.07.26 55,00 4,62 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 55,00 € -2,36%
1 Monat 43,90 € +22,32%
6 Monate 47,00 € +14,26%
1 Jahr 24,46 € +119,54%
5 Jahre 31,68 € +69,51%

Unternehmensprofil Salzgitter

Unternehmensprofil Salzgitter
Die Salzgitter AG ist einer der traditionsreichsten integrierten Stahl- und Technologiekonzerne Europas mit Schwerpunkt auf Flachstahl, Grobblech, Röhren und handelsspezifischen Stahllösungen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Salzgitter, Niedersachsen, ist entlang der gesamten Stahl-Wertschöpfungskette aktiv: von der Roheisenerzeugung über die Weiterverarbeitung bis hin zu Distribution, Verarbeitung und industrienahen Dienstleistungen. Für institutionelle und private Anleger fungiert Salzgitter als zyklischer Basiswert mit hoher Korrelation zur Industrieproduktion, zum Maschinen- und Anlagenbau sowie zur Automobil- und Baukonjunktur in Europa.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der Salzgitter AG basiert auf einem integrierten Stahlverbund, der Rohstoffbeschaffung, Erz- und Kokskohleaufbereitung, Hochofen- und Stahlwerksbetriebe, Walzwerke, Weiterverarbeitung und Handel in einer Konzernstruktur bündelt. Der Konzern agiert als Werkstoff- und Technologieanbieter mit Fokus auf kundenspezifische Stahlgüten, Qualitätsrohre und anspruchsvolle Stahlkomponenten für Industrie, Energieinfrastruktur und Mobilität. Wertschöpfung wird durch vertikale Integration, Prozessoptimierung, qualitätsgetriebene Produktdifferenzierung und ein ausgebautes Service- und Logistiknetzwerk erzielt. Ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells ist die Diversifikation in nachgelagerte Geschäftsbereiche und Beteiligungen, etwa im Bereich Spezialprofile, Maschinenbau und Industriehandel, um die hohe Zyklizität des klassischen Stahlgeschäfts abzufedern und Cashflows zu stabilisieren.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission der Salzgitter AG lässt sich als Transformation vom traditionellen Stahlhersteller zum nachhaltigkeitsorientierten Stahl- und Technologiekonzern beschreiben. Unter dem strategischen Programm SALCOS (Salzgitter Low CO2 Steelmaking) verfolgt das Unternehmen das Ziel, die CO2-Emissionen der Stahlproduktion langfristig signifikant zu reduzieren und schrittweise auf wasserstoffbasierte Direktreduktion und Elektrolichtbogenöfen umzustellen. Die Mission umfasst:
  • Versorgung europäischer Kernindustrien mit qualitativ hochwertigem, zunehmend CO2-reduziertem Stahl
  • Aufbau einer führenden Rolle im Markt für „grünen Stahl“ in Deutschland und Europa
  • Stärkung der Eigenständigkeit durch technologische Kompetenz, regionale Verankerung und robuste Bilanzstrukturen
Diese Ausrichtung soll die Wettbewerbsfähigkeit in einem regulierten, klimapolitisch geprägten Marktumfeld sichern und Investoren einen Pfad in Richtung dekarbonisierter Wertschöpfung bieten.

Produkte und Dienstleistungen

Salzgitter bietet ein breites Spektrum an Stahlprodukten und industrienahen Services. Zentrale Produktgruppen sind:
  • Flachstahl: warm- und kaltgewalzte Bleche, bandverzinkte und bandbeschichtete Produkte für Automobilindustrie, Hausgeräte, Bauindustrie und Maschinenbau
  • Grobblech: hochfeste und dicke Bleche für Schiffbau, Offshore-Anwendungen, Windenergie, Druckbehälter und Schwerbau
  • Röhrenprodukte: Großrohre, Präzisionsstahlrohre, Hohlprofile und Pipeline-Rohre für Energieinfrastruktur, Öl- und Gastransport, Wasserleitungen und Industrieanwendungen
  • Stahlhandel und Verarbeitung: Lagerhaltung, Zuschnitt, Anarbeitung, Logistikdienstleistungen und just-in-time-Lieferkonzepte über ein europaweites Handelsnetz
  • Industrienahe Aktivitäten: Spezialmaschinenbau, Profiltechnik, Komponentenfertigung und Dienstleistungen für Stahl- und Rohrwerke
Ergänzt wird das Portfolio durch serviceorientierte Angebote wie Werkstoffberatung, Materialprüfung, Anwendungsentwicklung und langfristige Liefer- und Rahmenverträge mit Großkunden.

Business Units und Konzernstruktur

Die Salzgitter AG steuert ihre Aktivitäten über mehrere Geschäftseinheiten, die entlang der Wertschöpfungskette ausgerichtet sind. Die wesentlichen Business Units umfassen:
  • Stahlproduktion und Flachstahl: integrierte Stahlwerke und Walzwerke, die hochwertiges Flachstahl-Sortiment für Automobilindustrie, Elektroindustrie und allgemeine Industrie bereitstellen
  • Grobblech und Profilstahl: Produktion von Grobblechen und Profilen für Energie-, Offshore- und Bauanwendungen
  • Mannesmann-Rohraktivitäten: Herstellung von Längs- und Spiralnaht-Großrohren, Präzisions- und Leitungsrohren sowie Hohlprofilen für internationale Energie- und Infrastrukturprojekte
  • Handel: europäisches und weltweites Stahlhandelsnetz mit Lagerstandorten, Servicezentren, Verarbeitung und logistischen Mehrwertdiensten
  • Technologie- und Industrieaktivitäten: Beteiligungen und Tochterunternehmen in Maschinenbau, Profiltechnik, Spezialanlagen und industrienahen Services
Die Holding-Funktion der Salzgitter AG bündelt zentrale Aufgaben wie Konzernfinanzierung, Risikomanagement, Strategie, Forschung und Entwicklung sowie Nachhaltigkeits- und Transformationsprojekte.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Salzgitter verfügt in einem wettbewerbsintensiven Stahlmarkt über mehrere strukturelle Stärken, die als Burggräben interpretiert werden können:
  • Integrierter Stahlverbund: Der geschlossene Produktionsverbund von Roheisen bis zum veredelten Stahl erzeugt Skaleneffekte, Prozesssicherheit und eine hohe Kontrolle über Qualität und Lieferfähigkeit.
  • Starke Energie- und Röhrenkompetenz: Die Mannesmann-Marke gilt im Pipeline- und Rohrsegment als Premiumanbieter mit hoher technischer Reputation, insbesondere im Bereich Hochdruck- und Großrohrleitungen.
  • Regionale Verankerung: Die enge Vernetzung mit der deutschen Automobil- und Maschinenbauindustrie sowie mit europäischen Industrieclustern schafft langfristige Kundenbindungen und erleichtert gemeinsame Entwicklungsprojekte.
  • Transformationsprogramm SALCOS: Der frühzeitige Aufbau eines großangelegten Dekarbonisierungsprogramms, unterstützt durch staatliche Förderung und Industriepartnerschaften, verschafft einen technologischen Vorsprung im Markt für CO2-reduzierten Stahl.
Diese Merkmale schaffen Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber, da der Aufbau integrierter Kapazitäten, eines Markenportfolios und einer Dekarbonisierungsinfrastruktur kapital- und zeitintensiv ist.

Wettbewerbsumfeld

Die Salzgitter AG agiert in einem globalisierten Stahlmarkt mit intensivem Preis- und Margendruck. Zu den wesentlichen Wettbewerbern im europäischen Flachstahl- und Röhrensegment zählen unter anderem:
  • Thyssenkrupp Steel Europe
  • ArcelorMittal (einschließlich der deutschen Werke)
  • voestalpine
  • SSAB und andere nordeuropäische Anbieter im qualitativ hochwertigen Stahlsegment
  • Importanbieter aus Asien, vor allem aus China, Korea und der Türkei, insbesondere im Massenstahlbereich
Der Wettbewerb wird zusätzlich von Überkapazitäten in verschiedenen Weltregionen, Anti-Dumping-Maßnahmen, europäischen CO2-Regulierungen sowie der Verfügbarkeit von Schrott und Energie beeinflusst. Differenzierung erfolgt primär über Qualität, Lieferzuverlässigkeit, Service, Technologieführerschaft im Leichtbau und Nachhaltigkeitsprofile der Stahlgüten.

Management und Strategie

Der Vorstand der Salzgitter AG führt das Unternehmen mit Fokus auf Stabilisierung durch Zyklen, Bilanzstärkung und konsequente Transformation hin zu CO2-reduzierter Produktion. Strategische Leitlinien sind:
  • Kapitaldisziplin und konservative Finanzierungsstruktur, um auch in schwachen Stahlzyklen handlungsfähig zu bleiben
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  • Konsequente Umsetzung der Dekarbonisierungsstrategie mit stufenweisem Ausbau von wasserstoffbasierter Direktreduktion, Elektrolichtbogenkapazitäten und erneuerbarer Energieintegration
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Das Management setzt auf eine Kombination aus Effizienzprogrammen, Digitalisierung der Produktions- und Logistikprozesse und einer aktiven Einbindung in industrie- und energiepolitische Initiativen auf deutscher und europäischer Ebene.

Branchen- und Regionenfokus

Salzgitter ist stark in der europäischen Stahlindustrie verankert, mit primärem Schwerpunkt auf Deutschland und den angrenzenden EU-Märkten. Wichtige Abnehmerbranchen sind:
  • Automobilindustrie und Zulieferer, insbesondere für Karosseriebleche, hochfeste Stähle und Strukturbauteile
  • Maschinen- und Anlagenbau, inklusive Landtechnik und allgemeiner Industrie
  • Bau- und Infrastrukturprojekte, etwa für Träger, Bleche und Baustahl
  • Energie- und Rohrleitungsindustrie, einschließlich Onshore- und Offshore-Windenergie sowie Öl- und Gaspipelines
Die Branche ist hochzyklisch, kapitalintensiv und stark reguliert. Sie unterliegt strukturellen Trends wie Dekarbonisierung, Elektrifizierung, Leichtbau, Recycling und dem Aufbau von Wasserstoff- und Stromnetzinfrastruktur. Die europäische Stahlindustrie steht gleichzeitig im Wettbewerb zu Regionen mit niedrigeren Energie- und Umweltkosten, was den Standortvorteil Europas unter Druck setzt.

Unternehmensgeschichte

Die Wurzeln der Salzgitter AG reichen in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück, als im Raum Salzgitter ein staatlich gelenkter Stahlstandort aufgebaut wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Unternehmen über verschiedene Eigentums- und Strukturphasen zu einem bedeutenden deutschen Stahlproduzenten. In den 1990er-Jahren erfolgte eine Neuordnung mit der Fokussierung auf Stahl, Röhren und Handel, begleitet von der Bündelung unter der heutigen Salzgitter AG als börsennotierter Holding. Ein wesentlicher Meilenstein war die Integration der traditionsreichen Mannesmann-Rohraktivitäten, die das Portfolio im Bereich Großrohre und Präzisionsrohre deutlich verbreiterte. In den vergangenen zwei Jahrzehnten durchlief Salzgitter mehrere Restrukturierungs- und Effizienzprogramme, um auf globalen Wettbewerbsdruck, Überkapazitäten und Konjunkturzyklen zu reagieren. Mit dem Start des SALCOS-Programms begann eine neue Transformationsphase, die auf eine schrittweise Dekarbonisierung der Stahlherstellung und eine strategische Neupositionierung als Anbieter von „grünem“ Stahl ausgerichtet ist.

Besonderheiten und strukturelle Faktoren

Die Salzgitter AG weist mehrere Besonderheiten auf, die für eine Anlagebeurteilung relevant sind:
  • Starke Rolle des Standorts Deutschland mit Nähe zu Automobil- und Maschinenbauclustern, aber gleichzeitig hohe Energie- und Regulierungskosten
  • Ausgeprägte technologische Kompetenz in anspruchsvollen Stahlgüten, Rohrlösungen und kundenspezifischen Anwendungen
  • Hohe Bedeutung von Industrie- und Energiepolitik, insbesondere in Bezug auf CO2-Bepreisung, Förderprogramme und Wasserstoffinfrastruktur
  • Substanzielles Transformationsprogramm mit langfristigem Investitionsbedarf, das technologische Chancen eröffnet, aber Kapitalkraft bindet
  • Ausgeprägte Zyklizität der Nachfrage, verbunden mit hoher Fixkostenbasis durch integrierte Hüttenstandorte
Diese Faktoren führen dazu, dass Salzgitter stark von industriepolitischen Rahmenbedingungen, der europäischen Klimapolitik und von der Entwicklung der Energiekosten abhängig ist.

Chancen für konservative Anleger

Aus Perspektive eines konservativen Anlegers ergeben sich potenzielle Chancen vor allem aus der strategischen Positionierung in der europäischen Industriewertschöpfung und aus der Dekarbonisierungsagenda:
  • Teilnahme an der Transformation hin zu CO2-reduziertem Stahl, die langfristig Preisprämien für „grüne“ Produkte ermöglichen kann
  • Solide Verankerung in Kernindustrien Deutschlands und Europas, was bei stabiler Konjunktur für robuste Auslastung sorgen kann
  • Mögliche Strukturverbesserungen im europäischen Stahlmarkt durch Kapazitätsanpassungen, Regulierung und Handelsmaßnahmen gegenüber Importen
  • Perspektivische Nachfrageimpulse aus Energie- und Infrastrukturprojekten, insbesondere im Bereich Wasserstoff, Stromnetze, Offshore-Wind und Pipelinebau
  • Option auf Wertsteigerung durch Effizienzgewinne, Digitalisierung und Portfoliofokussierung auf höhermargige Nischen
Für langfristig orientierte, risikobewusste Anleger kann die Beteiligung an der Dekarbonisierung der Grundstoffindustrie einen strategischen Diversifikationsbaustein innerhalb eines industriell geprägten Portfolios darstellen.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Demgegenüber stehen substanzielle Risiken, die konservative Anleger sorgfältig gewichten sollten:
  • Zyklisches Konjunkturrisiko: Die hohe Abhängigkeit von Automobil-, Bau- und Maschinenbaukonjunktur führt zu stark schwankenden Auslastungs- und Ergebnisniveaus.
  • Strukturwandel- und Transformationsrisiko: Die Umstellung auf wasserstoffbasierte Prozesse ist technologisch anspruchsvoll, kapitalintensiv und von der Verfügbarkeit bezahlbarer erneuerbarer Energie und Wasserstoffinfrastruktur abhängig.
  • Regulierungs- und Politikeinfluss: Änderungen bei CO2-Bepreisung, Förderprogrammen, Importzöllen oder Beihilferegeln können die Wirtschaftlichkeit von Investitionen und den Wettbewerbsvorteil gegenüber außereuropäischen Produzenten maßgeblich beeinflussen.
  • Wettbewerbs- und Preisdruck: Überkapazitäten im Weltstahlmarkt sowie Importdruck aus Regionen mit geringeren Umwelt- und Energiekosten können Margen erodieren und die Auslastung belasten.
  • Energiekostenrisiko: Als energieintensive Industrie ist Salzgitter stark von der Entwicklung der Strom- und Gaspreise in Deutschland und Europa abhängig, insbesondere im Zuge der Energiewende.
Vor diesem Hintergrund bleibt die Salzgitter AG ein zyklischer Industriewert, dessen Risiko-Rendite-Profil stark von makroökonomischer Entwicklung, Industriepolitik und dem Erfolg der Dekarbonisierungsstrategie geprägt wird, ohne dass sich daraus eine Handlungsempfehlung ableiten lässt.
Stand: Juli 2026
Hinweis

Salzgitter Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Salzgitter Kursziel 2026

  • Die Salzgitter Kurs Performance für 2026 liegt bei +33,78%. Die Performance der Benchmark MDAX (Performance) liegt bei +5,22%. Outperformance: Die Salzgitter Kurs Performance ist um 28,56 Prozentpunkte höher als die Performance des MDAX (Performance).
  • 5 Analysten haben die Salzgitter Aktie aktuell analysiert. Ihre durchschnittliche Prognose für das Kursziel beträgt 62,80 €. Das Kursziel ist somit um 14,60% höher als der aktuelle Kurs der Salzgitter Aktie. Das höchste genannte Kursziel liegt bei 66,00 (+20,44% ggü. dem aktuellen Salzgitter Kurs); das niedrigste bei 56,00 (+2,19% ggü. dem aktuellen Salzgitter Kurs).

Einstufung & Prognose 2026

  • 5 Analysten haben Salzgitter eingestuft: 3 Analysten empfehlen Salzgitter zum Kauf, 2 zum Halten und 0 zum Verkauf.
  • Analystenschätzungen: Laut Einschätzung der Analysten birgt die Salzgitter Aktie ein durchschnittliches Kurspotential 2026 von 14,60%. Eine deutliche Mehrzahl der Analysten empfiehlt die Salzgitter Aktie zum Kauf.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 2,92 Mrd. €
Streubesitz 56,04%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Rohstoffe
Branche Stahl
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+11,09% Institutionelle Aktionäre
+56,04% Streubesitz
+44,95% Individuelle Aktionäre

Community-Beiträge zu Salzgitter

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Highländer49
Salzgitter AG
Salzgitter AG steigert Freefloat durch Verkauf eigener Aktien https://www.it-times.de/news/salzgitter-ag-steigert-freefloat-durch-verkauf-eigener-aktien-180741/
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Highländer49
Salzgitter
Die Aktien von Salzgitter sind am Montagmorgen auf der Handelsplattform Tradegate um bis zu 9 Prozent abgesackt. Der Stahlkonzern legte im wegen des Iran-Kriegs sehr schwachen Marktumfeld Geschäftszahlen vor. Der Rohstoffsektor ist bisher größter Verlierer der ersten drei Kriegs-Wochen. Ein hoher Ölpreis dämpft die Konjunkturerwartungen massiv. Der Stoxx Europe 600 Basic Resources tauchte insgesamt um mehr als 15 Prozent ab. Bei Salzgitter, die ab dem heutigen Montag im MDax notiert sind, sind es bereits 35 Prozent. Der Konzern konnte seine Verluste im abgelaufenen Jahr 2025 reduzieren. Unter dem Strich standen minus 69,8 Millionen Euro zu Buche, nach einem Fehlbetrag von 347,9 Millionen Euro im Jahr zuvor. 2024 war das Ergebnis noch von hohen Wertberichtigungen, Rückstellungen und Restrukturierungskosten geprägt gewesen. Quelle: dpa-AFX Broker
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Berliner_
hi paul
ich schätze mal Richtung 30... aber nur die Richtung stimmt ;-) als wert... 25-27€, irgendwie kann ich mir kaum mehr vorstellen... das ist NUR MEIN BAUCHGEFÜHL...
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paul76
die frage bist..
buchwert hin oder her...interessiert niemanden!Wo gehts bis zum ende des Jahres hin..das ist die Frage?Eher gegen 20xx oder richtung 30xx???Bin gespannt..
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milan.milan
und?
bei 5Mrd Umlaufvermögen haben die kein Grund sich zu beunruhigen. Schau sich Thyssen an, da müssen die Fremdkapitalgeber sicher schon 10beruhigungspillen täglich nehmen :) Aber ok hast recht, man kann die Aurubis Anteile nicht so direkt auf Aktienpreis umrechnen, mein Fehler. Man muss immer das Ganze betrachten. Das Ganze hat aber momental um die 50eur/Aktie Buchwert, wenn ich richtig sehe :)
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sonnenscheinchen
@194. Ja, Wert 500mio.
na das wird die 5Mrd Euro Fremdkapitalgeber von Salzgitter sicher etwas beruhigen....^^
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Häufig gestellte Fragen zur Salzgitter Aktie und zum Salzgitter Kurs

Der aktuelle Kurs der Salzgitter Aktie liegt bei 53,00 €.

Für 1.000€ kann man sich 18,87 Salzgitter Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Salzgitter Aktie lautet SZGPF.

Die 1 Monats-Performance der Salzgitter Aktie beträgt aktuell 22,32%.

Die 1 Jahres-Performance der Salzgitter Aktie beträgt aktuell 119,54%.

Der Aktienkurs der Salzgitter Aktie liegt aktuell bei 53,00 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 22,32% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Salzgitter eine Wertentwicklung von 19,44% aus und über 6 Monate sind es 14,26%.

Das 52-Wochen-Hoch der Salzgitter Aktie liegt bei 67,60 €.

Das 52-Wochen-Tief der Salzgitter Aktie liegt bei 20,62 €.

Das Allzeithoch von Salzgitter liegt bei 158,90 €.

Das Allzeittief von Salzgitter liegt bei 5,85 €.

Die Volatilität der Salzgitter Aktie liegt derzeit bei 42,91%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Salzgitter in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 62,80 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von 14,60%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 62,80 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von 14,60%.

5 Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Salzgitter Kursziel beträgt 62,80 €. Das ist 14,60% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Salzgitter 3 x zum Kauf, 2 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

5 Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Salzgitter Kursziel beträgt 62,80 €. Das ist 14,60% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Salzgitter 3 x zum Kauf, 2 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

5 Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 62,80 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies ein Kurspotenzial von 14,60%.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die Salzgitter Aktie bei 62,80 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach oben bei der Salzgitter Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 2,92 Mrd. €

Insgesamt sind 54,1 Mio Salzgitter Aktien im Umlauf.

Institutionelle Aktionäre hält +11,09% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Am 25.05.1998 gab es einen Split im Verhältnis 1:20.

Am 25.05.1998 gab es einen Split im Verhältnis 1:20.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Salzgitter bei 57%. Erfahre hier mehr

Salzgitter hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Salzgitter gehört zum Sektor Stahl.

Das KGV der Salzgitter Aktie beträgt 10,79.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Salzgitter betrug 8.981.300.000 €.

Die nächsten Termine von Salzgitter sind:
  • 03.06.2026 - Hauptversammlung
  • 12.05.2026 - Veröffentlichung Quartalsmitteilung (Stichtag Q1)

Ja, Salzgitter zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 04.06.2026 eine Dividende in Höhe von 0,20 € gezahlt.

Zuletzt hat Salzgitter am 04.06.2026 eine Dividende in Höhe von 0,20 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,37%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Salzgitter wurde am 04.06.2026 in Höhe von 0,20 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,37%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 04.06.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,20 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.