Samsung steigt bei Nvidia-Rivalen ein

Pascal Grunow Pascal Grunow
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Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet. 

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Samsung, Euclyd KI-Chip
Dall-E
Samsung investiert in den KI-Chipentwickler Euclyd. Das Startup will mit einer neuen Architektur Nvidias Dominanz im boomenden KI-Markt herausfordern.
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Samsung investiert gemeinsam mit europäischen Geldgebern mehr als 200 Millionen Euro (231 Millionen US-Dollar) in das niederländische KI-Chip-Startup Euclyd. Das junge Unternehmen will mit einer neuartigen Architektur eine Alternative zu Nvidias dominierenden GPUs schaffen.

Nach Angaben von Euclyd-CEO Bernardo Kastrup gegenüber CNBC wurde die Finanzierungsrunde neben Samsung von Somerset Capital Partners sowie dem von EQT und Innovation Industries verwalteten Scaleup Europe Fund angeführt.

Euclyd will die GPU neu denken

Das erst 2024 gegründete Unternehmen entwickelt ein vollständiges KI-Chipsystem für sogenannte Inferenzanwendungen – also die eigentliche Nutzung bereits trainierter KI-Modelle. Dabei setzt Euclyd auf eine Prozessor- und Speicherarchitektur, die sich grundlegend vom klassischen GPU-Ansatz unterscheiden soll.

Werte aus dem Artikel:
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Samsung (ADR) Aktie 3.325 € +4,23%

Nvidia hat mit seinen ursprünglich für Computerspiele entwickelten Grafikprozessoren eine dominante Stellung bei leistungsfähiger KI-Hardware aufgebaut.

Doch die Abhängigkeit von Nvidia ruft zunehmend Wettbewerber auf den Plan. Hyperscaler und Startups investieren Milliarden in spezialisierte Prozessoren, die bestimmte KI-Aufgaben günstiger und energieeffizienter erledigen sollen. Auch Google, Amazon Web Services und Meta entwickeln eigene KI-Chips.

Energieverbrauch wird zum entscheidenden Faktor

Euclyd verspricht, insbesondere die Kosten und den Energiebedarf großer KI-Rechenzentren zu reduzieren. Das könnte zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden, denn mit dem rasanten Ausbau der KI-Infrastruktur steigen sowohl der Stromverbrauch als auch die Investitionskosten.

„KI wird zu einer Grundlage für Wirtschaftswachstum, wissenschaftliche Entdeckungen und nationale Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Kastrup gegenüber CNBC. Das Potenzial der Technologie werde jedoch begrenzt bleiben, wenn sich die zugrunde liegende Infrastruktur nicht fundamental verändere.

Ehrgeiziger Zeitplan

Noch ist Euclyd allerdings weit davon entfernt, Nvidia ernsthaft Marktanteile abzunehmen. Euclyd muss erst beweisen, dass seine Technologie auch im kommerziellen Großbetrieb funktioniert. Bislang wurden die Systeme nicht in großem Maßstab eingesetzt.

Die ersten kommerziellen Chipsysteme sollen nach Angaben von CEO Bernardo Kastrup 2028 auf den Markt kommen. Bis 2030 will Euclyd bereits Tausende Unternehmenskunden bedienen.


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