Michael Burry warnt vor Nvidia-Blase

Pascal Grunow Pascal Grunow
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Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet. 

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Das Logo von Nvidia am Gebäude der Zentrale in Santa Clara, Kalifornien.
© JasonDoiy / iStock Unreleased / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
Michael Burry warnt erneut vor den Risiken des KI-Booms und zieht dafür Parallelen zwischen Nvidia und einer fast 60 Jahre alten Spekulationsblase.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Michael Burry vergleicht die Euphorie rund um Nvidia und dessen KI-Chips mit der Computerleasing-Blase der 1960er Jahre. Damals sorgte der rasante Aufstieg von Computern für ähnliche Argumente wie heute die Künstliche Intelligenz.

Nvidia verteidigt den Wert seiner KI-Chips

Auslöser für Burrys Kritik ist eine Nvidia-Präsentation. Darin argumentiert der Chipkonzern, dass seine KI-Infrastruktur ihren wirtschaftlichen Wert länger behalte, als es die üblichen beschleunigten Abschreibungspläne vermuten lassen.

Nvidia zeigt anhand seiner A100-, H100- und B200-Chips, dass diese auch nach mehreren Jahren noch einen hohen Wert haben können. Unternehmen schreiben die teuren Chips in ihren Bilanzen teilweise schneller ab, als sie tatsächlich an Wert verlieren.

Werte aus dem Artikel:
Nvidia Aktie 233,94 $ +1,33%

Für Nvidia ist das ein wichtiges Argument gegen die Kritik an den enormen KI-Ausgaben. Burry sieht darin dagegen eine Wiederholung der Vergangenheit.

Fast dieselben Argumente vor 60 Jahren

Burry verweist auf das Finanzbuch "The Money Game" aus dem Jahr 1968. Darin wird beschrieben, wie Anleger während des damaligen Computerbooms über die Abschreibung von Computern diskutierten.

Schon damals warnten Kritiker vor hohen Bewertungen und möglichen Verlusten. Spekulanten hielten diese Sorgen jedoch für überholt. Ihre Begründung: Der Bedarf an Computern sei praktisch unbegrenzt und die alten Bewertungsregeln würden für diese neue Technologie nicht mehr gelten.

Für Burry klingt das auffällig ähnlich wie die heutige Diskussion über KI. Auch heute werden hohe Investitionen und Bewertungen häufig mit einem langfristig enormen Bedarf an Rechenleistung begründet.

Burry warnt vor Milliarden-Abschreibungen

Bereits vergangene Woche hatte Burry vor den gewaltigen KI-Ausgaben der großen Tech-Konzerne gewarnt. Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta und Oracle investieren derzeit Milliarden in Rechenzentren, Chips und andere KI-Infrastruktur.

Sollten diese Investitionen nicht so lange Geld einbringen wie erwartet, könnten die Unternehmen später hohe Abschreibungen verbuchen müssen. Sollte er recht behalten, wäre nicht allein Nvidia betroffen, sondern ein Großteil der Unternehmen, die derzeit Milliarden in den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur stecken.


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