Diesel trotz Tankrabatt bald noch teurer? – USA drohen Deutschland mit Exportverbot!

Markus Weingran Markus Weingran
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Markus Weingran ist seit mehr als 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte aktiv. Geprägt durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker verfolgt er einen klaren Anspruch: in jeder Börsenphase das Beste für Anleger herauszuholen. Weitere Einschätzungen und Trading-Ideen teilt er auch täglich in der wallstreetONLINE Börsenlounge auf YouTube.

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USA drohen Deutschland mit Exportverbot für Diesel!
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Washington erhöht den Druck auf Europa. Deutschland und Frankreich sollen ihre Dieselreserven anzapfen – andernfalls könnte Präsident Trump die US-Exporte von Dieselkraftstoff beschränken.
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Die USA erhöhen im Streit um die knappen Dieselvorräte den Druck auf Deutschland und Frankreich. Reuters berichtet nach Angaben von drei mit den Gesprächen vertrauten Personen, dass die Regierung von Präsident Donald Trump von beiden Ländern verlangt, Teile ihrer Notfallreserven freizugeben. Andernfalls könnte Washington die Ausfuhr von US-Dieselkraftstoff beschränken.

Hintergrund sind die hohen Kraftstoffpreise in den USA. Trump erwägt nach Reuters-Angaben ein Exportverbot für Diesel, um das heimische Angebot zu erhöhen, um die Preise vor den Zwischenwahlen im November zu drücken.

In Europa wächst deshalb die Nervosität. Vertreter der EU-Kommission sowie Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Irlands und Großbritanniens berieten am Donnerstag telefonisch über eine mögliche Freigabe von Reserven.

Besonders Deutschland und Frankreich stehen offenbar im Fokus Washingtons. US-Vertreter werfen beiden Ländern vor, frühere Zusagen zur Freigabe von Notfallbeständen an Öl und Ölprodukten nicht vollständig umgesetzt zu haben.

Nach Angaben einer europäischen Quelle, auf die sich Reuters beruft, verlangen die USA von der EU, innerhalb der kommenden sechs Monate insgesamt 120 Millionen Barrel Diesel aus den eigenen Reserven auf den Markt zu bringen. US-Energieminister Chris Wright hatte bereits angekündigt, in Kürze mit zusätzlichen Lieferungen aus Europa zu rechnen.

Die Lage am Dieselmarkt ist angespannt. Lieferungen aus dem Nahen Osten sind infolge des US-israelischen Kriegs gegen den Iran teilweise ausgefallen. Gleichzeitig seien auch chinesische Diesel-Exporte zurückgegangen, erklärte Wright.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will nun eine Videokonferenz der G7-Staats- und Regierungschefs einberufen. Dabei soll über hohe Kraftstoffpreise, die Versorgung mit Raffinerieprodukten und eine mögliche koordinierte Freigabe von Reserven gemeinsam mit der Internationalen Energieagentur beraten werden.

Für Europa ist die Situation besonders heikel: Seit dem Verzicht auf russische Lieferungen ist der Kontinent stärker auf Kraftstoffe aus den USA angewiesen. Sollte Washington tatsächlich die Exporte beschränken, könnte sich die angespannte Versorgungslage weiter verschärfen. was die Preise trotz Tankrabatt in Deutschland auf neue Höhen treiben könnte.

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Redaktion Ariva/MW



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