iPhone 18 floppt? Apple kürzt Bestellungen deutlich

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Ein Apple Store in New York City.
© LewisTsePuiLung / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
Apple kürzt die Bestellungen für das iPhone 18 Pro um bis zu 20 Prozent. Teure Speicherchips treiben die Preise, die Nachfrage lahmt. Und die Aktie? Liegt schon über dem Kursziel der Analysten.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Apple tritt beim neuen iPhone auf die Bremse. Der Konzern hat mehrere Zulieferer angewiesen, weniger Bauteile für das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max zu fertigen, wie Nikkei Asia am Freitag berichtete.

Die Bestellungen für Oktober seien um mindestens 15 Prozent unter die ursprüngliche Planung gekürzt worden. Eine Quelle aus der Führungsebene sprach sogar von einem Rückgang um 15 bis 20 Prozent für beide Premiummodelle. Schon seit Anfang September plane Apple die Auslieferungen vorsichtiger.

Speicherchips treiben die Preise

Der Grund liegt in den Speicherchips. Rechenzentren für künstliche Intelligenz saugen den Markt leer und treiben die Preise. Laut dem Marktforscher TrendForce haben sich Speicher seit Anfang 2025 um das Fünf- bis Siebenfache verteuert. Die Materialkosten des iPhone 18 Pro stiegen dadurch um rund 38 Prozent.

Werte aus dem Artikel:
Amkor Technology Aktie 43,95 € -3,34%
Apple Aktie 300,55 € -1,00%
Broadcom Aktie 323,00 € +0,59%
Corning Aktie 139,90 € +0,32%
Nvidia Aktie 204,70 € -0,44%
Qualcomm Aktie 157,06 € +0,04%
TSMC Aktie (ADR) 404,00 € -1,10%
Texas Instruments Aktie 252,50 € -1,77%

Apple gab einen Teil davon an die Kundschaft weiter. Das Pro-Modell startet bei 1.199 US-Dollar, die Max-Version bei 1.299 US-Dollar, jeweils 100 US-Dollar mehr als beim Vorgänger. Schon im Juni hatte Apple iPads und MacBooks verteuert. Die höheren Preise dämpfen nun die Nachfrage.

Zulieferer im Sog

Die Drosselung trifft eine lange Kette von Partnern. Zu Apples Zulieferern gehören der Chipfertiger TSMC, Qualcomm, Broadcom, der Chipverpacker Amkor, der Glasspezialist Corning und Texas Instruments. Für sie zählt jedes verkaufte Premium-iPhone.

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Bewertung mit wenig Puffer

An der Börse lief es für Apple bislang rund. Seit Jahresbeginn legte die Aktie laut MarketScreener gut 20 Prozent zu. Mit einem Börsenwert von rund 4,9 Billionen US-Dollar ist Apple nach Nvidia der zweitwertvollste Konzern der Welt. Billig ist die Aktie nicht. Für das Geschäftsjahr 2027 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 35, Microsoft kommt auf 27. Die 44 Analystinnen und Analysten sehen die Aktie im Schnitt zwar positiv. Ihr mittleres Kursziel von 328 US-Dollar liegt aber bereits leicht unter dem aktuellen Kurs.

Am 2. November legt Apple die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal vor. Der Ausblick deutet laut MacTrast auf einen Umsatz von 111,7 bis 113,7 Milliarden US-Dollar hin, nach 102,5 Milliarden ein Jahr zuvor. Spannender dürfte die Prognose für das Weihnachtsquartal werden.

Fazit

Die Kürzungen sind ein Warnsignal. Teure Speicher fressen entweder die Marge oder die Nachfrage. Bei einem KGV von 35 bleibt wenig Raum für Enttäuschungen. Entscheidend wird der Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft am 2. November.


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