Nvidia-Partner zieht Börsengang zurück

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
Nicolas Ebert Nicolas Ebert
Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

 | 
aufrufe Aufrufe: 1439
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Der Chart einer Aktie (Symbolbild).
© deepblue4you / iStock / Getty Images Plus / Getty Images
Firmus wollte mit 30 Milliarden US-Dollar Bewertung an die Börse, bei 51 Millionen Umsatz. Jetzt ist der Börsengang geplatzt. Ist das der Anfang vom Ende des Hypes um Rechenzentren?
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Nach dem geplatzten Börsengang sucht Firmus das Geld im kleinen Kreis. Der von Nvidia unterstützte Rechenzentrumsbetreiber spricht mit bestehenden Investoren über eine private Finanzierungsrunde von zwei bis drei Milliarden US-Dollar, wie Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet.

An der australischen Börse wollte Firmus rund fünf Milliarden US-Dollar einsammeln, bei einer Bewertung von 30 Milliarden US-Dollar. Am Freitag zog das Unternehmen den Antrag zurück.

Die Bedingungen spiegelten die Stärke des Geschäfts nicht angemessen wider, begründete der Vorstand den Rückzug mit Blick auf die jüngste Marktvolatilität. Ob Eigen- oder Fremdkapital fließt, ist noch offen. Langfristig prüft Firmus einen Börsengang in den Vereinigten Staaten.

Viel Fantasie, wenig Umsatz

Werte aus dem Artikel:
Bitcoin 82.321,120 +0,87%
Nvidia Aktie 205,00 € -0,56%
SoftBank Group Aktie 32,45 € +0,45%

Der frühere Bitcoin-Schürfer setzte im Geschäftsjahr 2026 gerade einmal 51 Millionen US-Dollar um. Von geplanten 912 Megawatt Rechenzentrumsleistung stehen erst 46. "Die Investoren waren einfach nicht bereit, im Voraus einen astronomisch hohen Preis für Kapazitäten zu zahlen, die größtenteils noch auf dem Reißbrett liegen", sagte Josh Gilbert von eToro. Der Pensionsfonds UniSuper hielt sich ebenfalls fern. Firmus habe eine überzeugende Geschichte, aber keine überzeugende Bewertung, sagte Anlagechef John Pearce.

Warnsignal für die Branche

Der Rückzug trifft eine Branche, die am Tropf der Kreditmärkte hängt. In diesem Jahr flossen fast 500 Milliarden US-Dollar an neuen Krediten in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Gleichzeitig steigen die Zinsen. Mehrere Kandidaten zögern deshalb mit ihrem Börsengang, darunter der Cloud-Anbieter Nscale und SB Energy aus dem Reich von SoftBank.

Auch interessant

10:02 Uhr - ARIVA.DE Redaktion

Mit Spannung erwarten Investoren den möglichen Mega-Börsengang von Anthropic, der schon im November kommen könnte. "Die Märkte sind nervös und wollen mehr als nur das Versprechen zukünftiger Buchungen", sagte Kirk Boodry von Bloomberg Intelligence.

Neoclouds unter Beobachtung

Börsennotierte Neoclouds, also spezialisierte Vermieter von Rechenleistung, zeigen das Dilemma. CoreWeave bringt laut MarketScreener rund 51 Milliarden US-Dollar auf die Waage und legte seit Jahresbeginn 28 Prozent zu. Gewinne schreibt der Konzern aber noch nicht. Die Nettoverschuldung soll von 46 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr auf 76 Milliarden im nächsten Jahr steigen.

Auch Nebius schreibt rote Zahlen. Der Rivale kommt auf 64 Milliarden US-Dollar Börsenwert und hat sich seit Januar fast verdreifacht. Roundhill-Chef Dave Mazza zählt beide zu den am stärksten verschuldeten und schwankungsanfälligsten Werten der Branche.

Fazit

Der geplatzte Börsengang zeigt, dass die Geduld mit teuren Wachstumsgeschichten schwindet. Bei hohen Zinsen zählen Umsatz und Bilanz mehr als Megawatt auf dem Papier. Ein Erfolg des Anthropic-Börsengangs könnte die Stimmung drehen, ein Flop würde sie weiter verschlechtern.


Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB59145 , DE000NB7CJB1 , DE000NB7PU97 , DE000NB7UBV8 , DE000NB6MDL4 , DE000NB7UJ79 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Themen im Trend

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren