Anzeige
Meldung des Tages: Saga Metals bestätigt weitere massive Titan-Treffer — Ressourcenmomentum nimmt Fahrt auf

Evonik Industries Aktie

Aktie
WKN:  EVNK01 ISIN:  DE000EVNK013 US-Symbol:  EVKIF Branche:  Chemikalien Land:  Deutschland
13,04 €
-0,46 €
-3,41%
16.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
6,11 Mrd. €
Streubesitz
19,60%
KGV
10,68
Dividende
1,17 €
Dividendenrendite
8,66%
neu: Nachhaltigkeits-Score
55 %
Werbung
Evonik Industries Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Evonik Industries AG ist ein global ausgerichteter Spezialchemiekonzern mit Fokus auf margenstarke, technologisch differenzierte Anwendungen. Das Geschäftsmodell beruht auf der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Spezialchemikalien, die als funktionale Zusatzstoffe, Zwischenprodukte oder Systemlösungen in nachgelagerten Industrien eingesetzt werden. Im Zentrum stehen Portfolios mit hohen Eintrittsbarrieren, langfristigen Kundenbeziehungen und einem klaren Fokus auf Performance-Materialien, Nutrition & Care, Smart Materials sowie Speziallösungen für die chemische Industrie. Evonik positioniert sich bewusst jenseits der volumengetriebenen Basischemie und zielt auf Anwendungen mit hoher Wertschöpfungstiefe, in denen Formulierungs-Know-how, regulatorische Expertise und anwendungstechnische Beratung entscheidend sind. Das Unternehmen agiert entlang globaler Wertschöpfungsketten und bedient insbesondere die Branchen Konsumgüter, Gesundheitswesen, Tierernährung, Automotive, Bau, Elektronik, erneuerbare Energien und Spezialkunststoffe. Langfristige Lieferverträge, hohe Kapitalkosten für Produktionsanlagen und strenge regulatorische Anforderungen stärken die Preissetzungsmacht in Kernsegmenten.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Evonik lässt sich als Ausrichtung auf profitable, nachhaltige Spezialchemie zusammenfassen. Das Unternehmen strebt an, durch innovative Material- und Spezialchemielösungen die Leistungsfähigkeit von Kundenprodukten zu erhöhen und zugleich ökologische Effizienzgewinne zu ermöglichen. Strategische Prioritäten sind: Konzentration auf weniger kapitalintensive, forschungsgetriebene Geschäfte, Reduktion der Volatilität durch Diversifikation in Endmärkte mit strukturellem Wachstum, Ausbau des Nachhaltigkeitsprofils entlang von Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft und ressourceneffizienten Anwendungen sowie Steigerung des Anteils spezialisierter, patentgeschützter Lösungen im Portfolio. Evonik verfolgt eine Portfolio-Transformation weg von zyklischen, energieintensiven Geschäften hin zu wachstumsstarken Segmenten mit höherer Resilienz. Forschung & Entwicklung (F&E), anwendungstechnische Labore und Co-Creation mit Schlüsselkunden dienen als Kerninstrumente, um sich über Performance, Qualität und regulatorische Expertise von Wettbewerbern abzugrenzen.

Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio umfasst ein breites Spektrum an Spezialchemikalien und Systemlösungen mit hoher Diversifikation entlang von Endmärkten und Anwendungen. Typische Produktkategorien sind: Additive, Tenside und Spezialpolymere für Konsumgüter, Reinigungsmittel und Körperpflegeprodukte; funktionelle Additive und Zwischenprodukte für Lacke, Beschichtungen, Klebstoffe und Dichtstoffe; Spezialadditive, Silica, Hochleistungspolymere und Compounds für Automotive-Leichtbau, Reifen, 3D-Druck und technische Kunststoffe; Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe für Tierernährung, Nahrungsergänzung, Pharma und Medizintechnik; Prozesschemikalien, Katalysatoren und Feinchemikalien für die chemische Industrie sowie Additive für Öl & Gas, Bauwirtschaft und Elektronik. Neben physischen Produkten bietet Evonik anwendungsnahe Dienstleistungen wie Formulierungsberatung, gemeinsame Produktentwicklung, technisches Trouble-Shooting, regulatorische Unterstützung und Nachhaltigkeitsanalysen (z. B. Life-Cycle-Assessment). Diese Servicekomponenten sind integraler Bestandteil der Wertschöpfung und stärken die Kundenbindung. Darüber hinaus betreibt Evonik Innovationszentren und Technical Centers, in denen gemeinsam mit OEMs und Verarbeitern neue Materialkonzepte, Prozessoptimierungen und Substitutionen (etwa von Lösungsmitteln oder problematischen Chemikalien) entwickelt werden.

Business Units und Segmentstruktur

Evonik gliedert seine Aktivitäten in mehrere operative Segmente und Business Lines, die entlang von Technologie- und Marktlogiken strukturiert sind. Zu den zentralen Bereichen gehören insbesondere:
  • Specialty Additives / Smart Materials: Additive, Silica, Polymer- und Spezialmaterialien für Reifen, Beschichtungen, Bauanwendungen, Kunststoffe, 3D-Druck und industrielle Anwendungen.
  • Nutrition & Care: Produkte für Tierernährung, Humanernährung, Pharma, Kosmetik und Haushaltspflege, u. a. Aminosäuren, Spezialöle, Lipide und funktionale Inhaltsstoffe.
  • Performance Materials / Performance Intermediates: ausgewählte Zwischenprodukte und Basismaterialien mit zunehmender Fokussierung auf spezialisierte Anwendungen und Portfoliooptimierung.
  • Technology & Infrastructure: Querschnittsfunktionen, technische Services, Standortinfrastruktur und interne wie externe Dienstleistungen für chemische Produktionsstätten.
Die Segmentarchitektur wird regelmäßig an Portfolioanpassungen, Desinvestitionen und Zukäufe angepasst. Ziel ist, die Kapitalallokation auf wachstumsstarke, forschungsintensive Spezialchemie auszurichten und nicht-strategische, stark zyklische Aktivitäten sukzessive zu reduzieren.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Evonik verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile, die als Moats im Sinne eines defensiven Investmentprofils betrachtet werden können:
  • Breite Spezialchemie-Plattform: Ein eng vernetztes Portfolio aus Additiven, Spezialpolymeren und funktionalen Zwischenprodukten, das Cross-Selling, gemeinsame F&E-Plattformen und integrierte Lösungen ermöglicht.
  • Hohe Anwendungskompetenz: Tiefes Know-how in Formulierungstechnik, Prozessintegration und regulatorischen Anforderungen in regulierten Endmärkten (Pharma, Tierernährung, Kosmetik).
  • Langjährige Kundenbeziehungen: Enge Kooperation mit globalen Schlüsselkunden, oft eingebettet in komplexe Lieferketten, mit hohen Wechselkosten aufgrund Qualifizierungsprozessen und regulatorischer Zulassungen.
  • Technologischer Vorsprung: Forschungszentren, Patente und Schutzrechte im Bereich Spezialpolymere, Silica, funktionale Additive und Biotechnologie-basierte Prozesse.
  • Integrierte Produktionsstandorte: Großstandorte mit Verbundstrukturen, effizienten Infrastrukturleistungen und Energie- sowie Logistikvorteilen, die Skaleneffekte und Kostenvorteile ermöglichen.
Diese Faktoren begrenzen den Markteintritt für neue Wettbewerber und stabilisieren Margen in Kernbereichen. Gleichwohl bleiben Teile des Portfolios konjunkturabhängig und unterliegen substantieller Rohstoff- und Energiepreisvolatilität.

Wettbewerbsumfeld

Evonik agiert in einem stark fragmentierten, international wettbewerbsintensiven Spezialchemiemarkt. Relevante Wettbewerber sind, je nach Segment, global tätige Spezialchemieunternehmen und fokussierte Nischenanbieter. Dazu zählen etwa:
  • globale Spezialchemiekonzerne wie Clariant, LANXESS, Croda, Solvay, Arkema oder Celanese in ausgewählten Produktbereichen;
  • integrierte Chemiekonzerne wie BASF und Dow, die in Spezialchemiesegmenten konkurrieren;
  • spezialisierte Nischenanbieter in Hochleistungsmaterialien, Additiven und Life-Science-Inhaltsstoffen, einschließlich asiatischer Wettbewerber mit Kostenvorteilen.
Der Wettbewerbsdruck manifestiert sich insbesondere über Preiswettbewerb in standardisierteren Produktlinien, technologische Substitution sowie Kapazitätsausbauten in Asien. Evonik setzt dem eine Differenzierungsstrategie über Qualität, Zuverlässigkeit, regulatorische Sicherheit und maßgeschneiderte Lösungen entgegen. Der Aufbau von Partnerschaften und Joint Ventures, insbesondere in Wachstumsregionen, ergänzt diesen Ansatz.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die Unternehmensführung der Evonik Industries AG ist auf eine ausgewogene Balance zwischen Wachstumsorientierung, Risiko-Management und Kapitaldisziplin ausgerichtet. Der Vorstand verantwortet insbesondere Portfolio-Management, Finanzierung, Compliance und Nachhaltigkeitsstrategie. Im Aufsichtsrat sind Vertreter von Ankeraktionären und Arbeitnehmervertreter eingebunden, was für eine langfristig orientierte, stakeholder-basierte Governance-Struktur spricht. Strategische Schwerpunkte des Managements sind:
  • Portfoliofokussierung auf Spezialchemie mit hoher Profitabilität und geringerer Zyklik;
  • Fortsetzung von Desinvestitionen in nicht-strategische oder margenschwächere Einheiten;
  • Akquisitionen zur Stärkung von Kerntechnologien und Marktposition in ausgewählten Nischen, insbesondere in Life-Science-Anwendungen und Hochleistungsmaterialien;
  • konsequente Implementierung von ESG-Zielen (Umwelt, Soziales, Governance) und Dekarbonisierungsprogrammen;
  • Optimierung der globalen Produktions- und Logistiknetzwerke zur Steigerung der Effizienz.
Für konservative Anleger ist die Governance-Struktur mit langfristiger Ausrichtung, klar kommunizierter Strategie und Betonung von Nachhaltigkeit ein relevanter Stabilitätsfaktor, wobei die operative Umsetzung im zyklischen Chemieumfeld kontinuierlich überwacht werden sollte.

Branchen- und Regionenanalyse

Evonik ist vorrangig in der globalen Spezialchemiebranche tätig, die als Teil der chemischen Industrie überdurchschnittlich von Innovation, regulatorischen Anforderungen und Kundennähe geprägt ist. Die Branche weist im Mittel geringere Volumenschwankungen auf als die Basischemie, ist jedoch sensibel für Industrieproduktion, Konsumtrends und Investitionszyklen in nachgelagerten Sektoren. Langfristige Wachstumstreiber sind Urbanisierung, steigende Mittelschichten in Schwellenländern, höhere Anforderungen an Materialeffizienz, Energieeinsparung, Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie demografischer Wandel mit höherem Bedarf an Gesundheits- und Pflegeprodukten. Regional ist Evonik stark in Europa verankert, aber global diversifiziert mit wesentlichen Aktivitäten in Nordamerika und Asien. Europa bietet einen etablierten, aber reifen Markt mit hohen regulatorischen Standards und Kostendruck, während Asien – insbesondere China und Südostasien – als Wachstumsregion mit zunehmendem Wettbewerb und regulatorischer Komplexität fungiert. Nordamerika ist geprägt von vergleichsweise günstigen Energiekosten, hoher Innovationsdynamik und stabilen rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese regionale Diversifikation mindert Klumpenrisiken, erhöht aber die Exponierung gegenüber geopolitischen Spannungen, Handelskonflikten und unterschiedlichen Regulierungen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Evonik entstand als eigenständiger Spezialchemiekonzern aus der Neuordnung früherer Aktivitäten der RAG-Gruppe und der Zusammenführung verschiedener Chemie- und Energiegeschäfte. Die historische Basis liegt in traditionellen deutschen Chemie- und Bergbauunternehmen, aus denen im Zuge von Restrukturierungen, Desinvestitionen und einer strategischen Fokussierung auf Spezialchemie ein eigenständiger Konzern geformt wurde. Im Zeitverlauf entwickelte sich Evonik durch Akquisitionen, Joint Ventures und Portfolioanpassungen zu einem international vernetzten Spezialchemieanbieter. Die Trennung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten, der Rückzug aus dem aktiven Steinkohlenbergbauumfeld der RAG sowie der schrittweise Ausbau von Spezialchemiesegmenten kennzeichnen die Transformationsphase. Der Börsengang und die fortlaufende Kommunikation einer auf Spezialchemie fokussierten Strategie festigten die Kapitalmarktorientierung. Historisch gewachsene Standorte in Deutschland und Europa wurden zu Verbund- und Kompetenzzentren weiterentwickelt, während in Wachstumsregionen sukzessive Produktions- und Entwicklungsaktivitäten aufgebaut wurden. Die Unternehmensgeschichte ist dadurch geprägt, zyklische Altlasten aus dem Bergbaukontext zu reduzieren und ein resilientes, innovationsgetriebenes Spezialchemieprofil zu etablieren.

Besonderheiten und ESG-Fokus

Eine wesentliche Besonderheit von Evonik ist der ausgeprägte Fokus auf Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien in einem traditionell energieintensiven Sektor. Das Unternehmen adressiert Dekarbonisierung, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft sowohl in der eigenen Produktion als auch in Kundenanwendungen. Beispiele sind additive Lösungen zur Reduktion von Energieverbrauch in Industrieprozessen, Leichtbau-Materialien zur Senkung von Kraftstoff- und Energieverbrauch sowie Inhaltsstoffe, die die Umweltbilanz von Konsum- und Pflegeprodukten verbessern sollen. Evonik setzt auf Investitionen in emissionsärmere Technologien, Effizienzsteigerungen, den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien und die Optimierung von Rohstoffketten. Zudem verfolgt der Konzern strenge Compliance- und Sicherheitsstandards, was in der Chemiebranche aufgrund potenzieller Umwelt- und Sicherheitsrisiken von hoher Relevanz ist. Für institutionelle und konservative Anleger kann der ESG-Fokus eine wichtige Rolle bei der Integration in nachhaltigkeitsorientierte Portfolios spielen, wenngleich regulatorische Verschärfungen zusätzliche Investitionen und Strukturmaßnahmen erfordern.

Chancen für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergeben sich mehrere potenzielle Chancen:
  • Positionierung in der Spezialchemie: Konzentration auf hochwertige, differenzierte Produkte mit vergleichsweise stabiler Nachfrage im Vergleich zur Basischemie.
  • Breite Diversifikation: Hohe Streuung über Endmärkte, Kundenindustrien und Regionen reduziert das Risiko von Einbrüchen in einzelnen Segmenten.
  • Strukturelle Wachstumstreiber: Profitieren von Megatrends wie Nachhaltigkeit, Urbanisierung, demografischem Wandel, Digitalisierung (z. B. 3D-Druck, Elektronikmaterialien) und wachsender Mittelschicht in Schwellenländern.
  • Technologie- und Innovationsstärke: F&E-Kompetenz, Patente und langjährige Kundenbeziehungen können Preissetzungsmacht und Margen stützen.
  • ESG-Integration: Ausgeprägte Nachhaltigkeitsstrategie kann Zugang zu breiterer Investorenbasis und potenziell günstigeren Finanzierungskonditionen begünstigen.
Für einen risikoaversen Investor können insbesondere die marktführenden Positionen in ausgewählten Nischen, die relativ hohen Eintrittsbarrieren sowie die langfristige strategische Fokussierung auf Spezialchemie Aspekte eines defensiven Investmentprofils darstellen, vorausgesetzt, das Management setzt die Portfolio- und Effizienzstrategie konsequent um.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Trotz der strukturellen Stärken ist ein Engagement in Evonik mit signifikanten Risiken verbunden, die konservative Anleger berücksichtigen sollten:
  • Zyklische Endmärkte: Ein Großteil der Nachfrage hängt von der globalen Industrieproduktion, dem Konsumverhalten und Investitionstätigkeit in nachgelagerten Branchen ab. Rezessionen, Nachfrageschocks oder Schwächephasen in Schlüsselindustrien können Absatz und Margen belasten.
  • Rohstoff- und Energiepreisrisiken: Volatile Preise für petrochemische Vorprodukte, Energie und Logistik können die Kostenbasis erhöhen. Die Weitergabe gestiegener Kosten an Kunden gelingt nicht immer zeitnah und vollständig.
  • Regulatorische und ESG-Risiken: Verschärfte Umweltauflagen, REACH-Regulierung, CO₂-Bepreisung oder Verbote bestimmter Chemikalien können Investitionen erzwingen, Produktportfolios verändern und Standortvorteile verschieben.
  • Wettbewerbsdruck und technologische Substitution: Intensiver Wettbewerb, insbesondere durch asiatische Anbieter, sowie Innovationen in Materialwissenschaft, Biotechnologie oder Recycling können etablierte Produkte substituieren.
  • Standort- und Geopolitikrisiken: Hohe Präsenz in Europa macht anfällig für Energiepreisschocks und Standortdiskussionen; globale Aktivitäten sind zudem der Gefahr von Handelskonflikten, Sanktionen und politischen Spannungen ausgesetzt.
  • Portfolio- und Integrationsrisiken: Akquisitionen, Desinvestitionen und Portfolioumbauten bergen Integrations-, Bewertungs- und Ausführungsrisiken, insbesondere in volatilen Marktphasen.
Konservative Anleger sollten diese Faktoren im Kontext der eigenen Risikotragfähigkeit, Anlagehorizont und Diversifikationsstrategie bewerten. Der Titel bleibt aufgrund seiner Branchenzugehörigkeit und der globalen Ausrichtung sensibel für Konjunkturzyklen, regulatorische Veränderungen und Energiepreisentwicklungen, trotz der defensiveren Ausrichtung auf Spezialchemie.
Werbung     

Ausgewählte Hebelprodukte

Kurs
Typ
Hebel
Geld/Brief
WKN
Typ
Hebel
Geld/Brief
WKN
13,04 €
Call
19,37 0,58/0,77 €
DU5CRU
Put
6,18 1,95/2,28 €
DU6WH9
Put
9,51 1,28/1,47 €
DU5CRV
Weitere Hebelprodukte auf MDAX Calls Weitere Hebelprodukte auf MDAX Puts
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die jeweilige WKN: DU5CRU , DU6WH9 , DU5CRV . Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 13,50 €
Gehandelte Stücke 1.631.308
Tagesvolumen Vortag 21.500.435 €
Tagestief 13,04 €
Tageshoch 13,47 €
52W-Tief 12,71 €
52W-Hoch 22,39 €
Jahrestief 12,88 €
Jahreshoch 13,74 €

News

NEU
Kostenloser Report:
5 defensive Top-Picks für 2026!

16.01.26
dpa-AFX Analyser


Weitere News »
Werbung Morgan Stanley

Jetzt investieren

Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MM4UTX,MB6ZRK,. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.

Nachrichtenlage zusammengefasst

  • Die Nachfrage nach Produkten der Evonik Industries AG hat in den letzten Wochen zugenommen, was sich positiv auf die Auftragslage auswirkt.
  • Ein Analyst hat die Aktie von Evonik als unterbewertet eingestuft und empfiehlt den Kauf aufgrund der stabilen Kostensituation und der positiven Marktentwicklung.
  • Evonik plant, seine Produktionskapazitäten in bestimmten Bereichen auszuweiten, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und somit erwartete Umsatzsteigerungen zu realisieren.
  • Die jüngsten Quartalsergebnisse zeigten ein solides Wachstum, insbesondere im Bereich der Spezialchemikalien, was das Vertrauen der Investoren stärkt.
Hinweis

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 15.157 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 561,00 €
Jahresüberschuss in Mio. 577,00 €
Umsatz je Aktie 32,53 €
Gewinn je Aktie 0,48 €
Gewinnrendite +6,40%
Umsatzrendite +1,46%
Return on Investment +2,92%
Marktkapitalisierung in Mio. 7.796 €
KGV (Kurs/Gewinn) 34,85
KBV (Kurs/Buchwert) 0,86
KUV (Kurs/Umsatz) 0,51
Eigenkapitalrendite +2,46%
Eigenkapitalquote +45,67%
Werbung

Derivate

Anlageprodukte (38)
Discount-Zertifikate 31
Bonus-Zertifikate 5
Express-Zertifikate 2
Hebelprodukte (148)
Optionsscheine 79
Knock-Outs 37
Faktor-Zertifikate 32
Alle Derivate

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Keine Senkung seit 11 Jahre
Stabilität der Dividende 0,74 (max 1,00)
Jährlicher 0,43% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 0,19% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 86% (auf den Gewinn/FFO)
quote 139,5% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung -4,27%

Dividenden Historie

Datum Dividende
29.05.2025 1,17 €
05.06.2024 1,17 €
01.06.2023 1,17 €
26.05.2022 1,17 €
03.06.2021 1,15 €
01.09.2020 0,58 €
28.05.2020 0,57 €
29.05.2019 1,15 €
Werbung

Mehr Nachrichten kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse
Benachrichtigungen von ARIVA.DE
(Mit der Bestellung akzeptierst du die Datenschutzhinweise)

Termine

04.03.2026 Veröffentlichung Jahresfinanzbericht
31.03.2026 Quartalsmitteilung
08.05.2026 Veröffentlichung Quartalsmitteilung (Stichtag Q1)
03.06.2026 Hauptversammlung
Quelle: EQS

Prognose & Kursziel

Die Evonik Industries Aktie wird von Analysten als fair bewertet eingestuft.
Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
14,35 € 13,51 € +6,22%

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 13,51 € +1,50%
13,31 € 16.01.26
Frankfurt 13,10 € -3,39%
13,56 € 16.01.26
Hamburg 13,11 € -1,58%
13,32 € 16.01.26
Hannover 13,51 € +1,43%
13,32 € 16.01.26
München 13,49 € +1,20%
13,33 € 16.01.26
Stuttgart 13,05 € -3,55%
13,53 € 16.01.26
Xetra 13,04 € -3,41%
13,50 € 16.01.26
L&S RT 13,065 € 0 %
13,065 € 17.01.26
Wien 13,05 € -3,48%
13,52 € 16.01.26
Nasdaq OTC Other 15,20 $ -1,38%
15,412 $ 16.01.26
SIX Swiss Exchange -   -
-   -
Tradegate 13,10 € -2,96%
13,50 € 16.01.26
Quotrix 13,10 € -2,31%
13,41 € 16.01.26
Gettex 13,10 € -2,96%
13,50 € 16.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
16.01.26 13,04 21,4 M
15.01.26 13,50 21,5 M
14.01.26 13,37 14,4 M
13.01.26 13,14 8,86 M
12.01.26 13,08 9,76 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 13,24 € -1,51%
1 Monat 13,27 € -1,73%
6 Monate 17,48 € -25,40%
1 Jahr 17,235 € -24,34%
5 Jahre 26,95 € -51,61%

Unternehmensprofil Evonik Industries AG

Evonik Industries AG ist ein global ausgerichteter Spezialchemiekonzern mit Fokus auf margenstarke, technologisch differenzierte Anwendungen. Das Geschäftsmodell beruht auf der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Spezialchemikalien, die als funktionale Zusatzstoffe, Zwischenprodukte oder Systemlösungen in nachgelagerten Industrien eingesetzt werden. Im Zentrum stehen Portfolios mit hohen Eintrittsbarrieren, langfristigen Kundenbeziehungen und einem klaren Fokus auf Performance-Materialien, Nutrition & Care, Smart Materials sowie Speziallösungen für die chemische Industrie. Evonik positioniert sich bewusst jenseits der volumengetriebenen Basischemie und zielt auf Anwendungen mit hoher Wertschöpfungstiefe, in denen Formulierungs-Know-how, regulatorische Expertise und anwendungstechnische Beratung entscheidend sind. Das Unternehmen agiert entlang globaler Wertschöpfungsketten und bedient insbesondere die Branchen Konsumgüter, Gesundheitswesen, Tierernährung, Automotive, Bau, Elektronik, erneuerbare Energien und Spezialkunststoffe. Langfristige Lieferverträge, hohe Kapitalkosten für Produktionsanlagen und strenge regulatorische Anforderungen stärken die Preissetzungsmacht in Kernsegmenten.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Evonik lässt sich als Ausrichtung auf profitable, nachhaltige Spezialchemie zusammenfassen. Das Unternehmen strebt an, durch innovative Material- und Spezialchemielösungen die Leistungsfähigkeit von Kundenprodukten zu erhöhen und zugleich ökologische Effizienzgewinne zu ermöglichen. Strategische Prioritäten sind: Konzentration auf weniger kapitalintensive, forschungsgetriebene Geschäfte, Reduktion der Volatilität durch Diversifikation in Endmärkte mit strukturellem Wachstum, Ausbau des Nachhaltigkeitsprofils entlang von Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft und ressourceneffizienten Anwendungen sowie Steigerung des Anteils spezialisierter, patentgeschützter Lösungen im Portfolio. Evonik verfolgt eine Portfolio-Transformation weg von zyklischen, energieintensiven Geschäften hin zu wachstumsstarken Segmenten mit höherer Resilienz. Forschung & Entwicklung (F&E), anwendungstechnische Labore und Co-Creation mit Schlüsselkunden dienen als Kerninstrumente, um sich über Performance, Qualität und regulatorische Expertise von Wettbewerbern abzugrenzen.

Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio umfasst ein breites Spektrum an Spezialchemikalien und Systemlösungen mit hoher Diversifikation entlang von Endmärkten und Anwendungen. Typische Produktkategorien sind: Additive, Tenside und Spezialpolymere für Konsumgüter, Reinigungsmittel und Körperpflegeprodukte; funktionelle Additive und Zwischenprodukte für Lacke, Beschichtungen, Klebstoffe und Dichtstoffe; Spezialadditive, Silica, Hochleistungspolymere und Compounds für Automotive-Leichtbau, Reifen, 3D-Druck und technische Kunststoffe; Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe für Tierernährung, Nahrungsergänzung, Pharma und Medizintechnik; Prozesschemikalien, Katalysatoren und Feinchemikalien für die chemische Industrie sowie Additive für Öl & Gas, Bauwirtschaft und Elektronik. Neben physischen Produkten bietet Evonik anwendungsnahe Dienstleistungen wie Formulierungsberatung, gemeinsame Produktentwicklung, technisches Trouble-Shooting, regulatorische Unterstützung und Nachhaltigkeitsanalysen (z. B. Life-Cycle-Assessment). Diese Servicekomponenten sind integraler Bestandteil der Wertschöpfung und stärken die Kundenbindung. Darüber hinaus betreibt Evonik Innovationszentren und Technical Centers, in denen gemeinsam mit OEMs und Verarbeitern neue Materialkonzepte, Prozessoptimierungen und Substitutionen (etwa von Lösungsmitteln oder problematischen Chemikalien) entwickelt werden.

Business Units und Segmentstruktur

Evonik gliedert seine Aktivitäten in mehrere operative Segmente und Business Lines, die entlang von Technologie- und Marktlogiken strukturiert sind. Zu den zentralen Bereichen gehören insbesondere:
  • Specialty Additives / Smart Materials: Additive, Silica, Polymer- und Spezialmaterialien für Reifen, Beschichtungen, Bauanwendungen, Kunststoffe, 3D-Druck und industrielle Anwendungen.
  • Nutrition & Care: Produkte für Tierernährung, Humanernährung, Pharma, Kosmetik und Haushaltspflege, u. a. Aminosäuren, Spezialöle, Lipide und funktionale Inhaltsstoffe.
  • Performance Materials / Performance Intermediates: ausgewählte Zwischenprodukte und Basismaterialien mit zunehmender Fokussierung auf spezialisierte Anwendungen und Portfoliooptimierung.
  • Technology & Infrastructure: Querschnittsfunktionen, technische Services, Standortinfrastruktur und interne wie externe Dienstleistungen für chemische Produktionsstätten.
Die Segmentarchitektur wird regelmäßig an Portfolioanpassungen, Desinvestitionen und Zukäufe angepasst. Ziel ist, die Kapitalallokation auf wachstumsstarke, forschungsintensive Spezialchemie auszurichten und nicht-strategische, stark zyklische Aktivitäten sukzessive zu reduzieren.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Evonik verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile, die als Moats im Sinne eines defensiven Investmentprofils betrachtet werden können:
  • Breite Spezialchemie-Plattform: Ein eng vernetztes Portfolio aus Additiven, Spezialpolymeren und funktionalen Zwischenprodukten, das Cross-Selling, gemeinsame F&E-Plattformen und integrierte Lösungen ermöglicht.
  • Hohe Anwendungskompetenz: Tiefes Know-how in Formulierungstechnik, Prozessintegration und regulatorischen Anforderungen in regulierten Endmärkten (Pharma, Tierernährung, Kosmetik).
  • Langjährige Kundenbeziehungen: Enge Kooperation mit globalen Schlüsselkunden, oft eingebettet in komplexe Lieferketten, mit hohen Wechselkosten aufgrund Qualifizierungsprozessen und regulatorischer Zulassungen.
  • Technologischer Vorsprung: Forschungszentren, Patente und Schutzrechte im Bereich Spezialpolymere, Silica, funktionale Additive und Biotechnologie-basierte Prozesse.
  • Integrierte Produktionsstandorte: Großstandorte mit Verbundstrukturen, effizienten Infrastrukturleistungen und Energie- sowie Logistikvorteilen, die Skaleneffekte und Kostenvorteile ermöglichen.
Diese Faktoren begrenzen den Markteintritt für neue Wettbewerber und stabilisieren Margen in Kernbereichen. Gleichwohl bleiben Teile des Portfolios konjunkturabhängig und unterliegen substantieller Rohstoff- und Energiepreisvolatilität.

Wettbewerbsumfeld

Evonik agiert in einem stark fragmentierten, international wettbewerbsintensiven Spezialchemiemarkt. Relevante Wettbewerber sind, je nach Segment, global tätige Spezialchemieunternehmen und fokussierte Nischenanbieter. Dazu zählen etwa:
  • globale Spezialchemiekonzerne wie Clariant, LANXESS, Croda, Solvay, Arkema oder Celanese in ausgewählten Produktbereichen;
  • integrierte Chemiekonzerne wie BASF und Dow, die in Spezialchemiesegmenten konkurrieren;
  • spezialisierte Nischenanbieter in Hochleistungsmaterialien, Additiven und Life-Science-Inhaltsstoffen, einschließlich asiatischer Wettbewerber mit Kostenvorteilen.
Der Wettbewerbsdruck manifestiert sich insbesondere über Preiswettbewerb in standardisierteren Produktlinien, technologische Substitution sowie Kapazitätsausbauten in Asien. Evonik setzt dem eine Differenzierungsstrategie über Qualität, Zuverlässigkeit, regulatorische Sicherheit und maßgeschneiderte Lösungen entgegen. Der Aufbau von Partnerschaften und Joint Ventures, insbesondere in Wachstumsregionen, ergänzt diesen Ansatz.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die Unternehmensführung der Evonik Industries AG ist auf eine ausgewogene Balance zwischen Wachstumsorientierung, Risiko-Management und Kapitaldisziplin ausgerichtet. Der Vorstand verantwortet insbesondere Portfolio-Management, Finanzierung, Compliance und Nachhaltigkeitsstrategie. Im Aufsichtsrat sind Vertreter von Ankeraktionären und Arbeitnehmervertreter eingebunden, was für eine langfristig orientierte, stakeholder-basierte Governance-Struktur spricht. Strategische Schwerpunkte des Managements sind:
  • Portfoliofokussierung auf Spezialchemie mit hoher Profitabilität und geringerer Zyklik;
  • Fortsetzung von Desinvestitionen in nicht-strategische oder margenschwächere Einheiten;
  • Akquisitionen zur Stärkung von Kerntechnologien und Marktposition in ausgewählten Nischen, insbesondere in Life-Science-Anwendungen und Hochleistungsmaterialien;
  • konsequente Implementierung von ESG-Zielen (Umwelt, Soziales, Governance) und Dekarbonisierungsprogrammen;
  • Optimierung der globalen Produktions- und Logistiknetzwerke zur Steigerung der Effizienz.
Für konservative Anleger ist die Governance-Struktur mit langfristiger Ausrichtung, klar kommunizierter Strategie und Betonung von Nachhaltigkeit ein relevanter Stabilitätsfaktor, wobei die operative Umsetzung im zyklischen Chemieumfeld kontinuierlich überwacht werden sollte.

Branchen- und Regionenanalyse

Evonik ist vorrangig in der globalen Spezialchemiebranche tätig, die als Teil der chemischen Industrie überdurchschnittlich von Innovation, regulatorischen Anforderungen und Kundennähe geprägt ist. Die Branche weist im Mittel geringere Volumenschwankungen auf als die Basischemie, ist jedoch sensibel für Industrieproduktion, Konsumtrends und Investitionszyklen in nachgelagerten Sektoren. Langfristige Wachstumstreiber sind Urbanisierung, steigende Mittelschichten in Schwellenländern, höhere Anforderungen an Materialeffizienz, Energieeinsparung, Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie demografischer Wandel mit höherem Bedarf an Gesundheits- und Pflegeprodukten. Regional ist Evonik stark in Europa verankert, aber global diversifiziert mit wesentlichen Aktivitäten in Nordamerika und Asien. Europa bietet einen etablierten, aber reifen Markt mit hohen regulatorischen Standards und Kostendruck, während Asien – insbesondere China und Südostasien – als Wachstumsregion mit zunehmendem Wettbewerb und regulatorischer Komplexität fungiert. Nordamerika ist geprägt von vergleichsweise günstigen Energiekosten, hoher Innovationsdynamik und stabilen rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese regionale Diversifikation mindert Klumpenrisiken, erhöht aber die Exponierung gegenüber geopolitischen Spannungen, Handelskonflikten und unterschiedlichen Regulierungen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Evonik entstand als eigenständiger Spezialchemiekonzern aus der Neuordnung früherer Aktivitäten der RAG-Gruppe und der Zusammenführung verschiedener Chemie- und Energiegeschäfte. Die historische Basis liegt in traditionellen deutschen Chemie- und Bergbauunternehmen, aus denen im Zuge von Restrukturierungen, Desinvestitionen und einer strategischen Fokussierung auf Spezialchemie ein eigenständiger Konzern geformt wurde. Im Zeitverlauf entwickelte sich Evonik durch Akquisitionen, Joint Ventures und Portfolioanpassungen zu einem international vernetzten Spezialchemieanbieter. Die Trennung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten, der Rückzug aus dem aktiven Steinkohlenbergbauumfeld der RAG sowie der schrittweise Ausbau von Spezialchemiesegmenten kennzeichnen die Transformationsphase. Der Börsengang und die fortlaufende Kommunikation einer auf Spezialchemie fokussierten Strategie festigten die Kapitalmarktorientierung. Historisch gewachsene Standorte in Deutschland und Europa wurden zu Verbund- und Kompetenzzentren weiterentwickelt, während in Wachstumsregionen sukzessive Produktions- und Entwicklungsaktivitäten aufgebaut wurden. Die Unternehmensgeschichte ist dadurch geprägt, zyklische Altlasten aus dem Bergbaukontext zu reduzieren und ein resilientes, innovationsgetriebenes Spezialchemieprofil zu etablieren.

Besonderheiten und ESG-Fokus

Eine wesentliche Besonderheit von Evonik ist der ausgeprägte Fokus auf Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien in einem traditionell energieintensiven Sektor. Das Unternehmen adressiert Dekarbonisierung, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft sowohl in der eigenen Produktion als auch in Kundenanwendungen. Beispiele sind additive Lösungen zur Reduktion von Energieverbrauch in Industrieprozessen, Leichtbau-Materialien zur Senkung von Kraftstoff- und Energieverbrauch sowie Inhaltsstoffe, die die Umweltbilanz von Konsum- und Pflegeprodukten verbessern sollen. Evonik setzt auf Investitionen in emissionsärmere Technologien, Effizienzsteigerungen, den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien und die Optimierung von Rohstoffketten. Zudem verfolgt der Konzern strenge Compliance- und Sicherheitsstandards, was in der Chemiebranche aufgrund potenzieller Umwelt- und Sicherheitsrisiken von hoher Relevanz ist. Für institutionelle und konservative Anleger kann der ESG-Fokus eine wichtige Rolle bei der Integration in nachhaltigkeitsorientierte Portfolios spielen, wenngleich regulatorische Verschärfungen zusätzliche Investitionen und Strukturmaßnahmen erfordern.

Chancen für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergeben sich mehrere potenzielle Chancen:
  • Positionierung in der Spezialchemie: Konzentration auf hochwertige, differenzierte Produkte mit vergleichsweise stabiler Nachfrage im Vergleich zur Basischemie.
  • Breite Diversifikation: Hohe Streuung über Endmärkte, Kundenindustrien und Regionen reduziert das Risiko von Einbrüchen in einzelnen Segmenten.
  • Strukturelle Wachstumstreiber: Profitieren von Megatrends wie Nachhaltigkeit, Urbanisierung, demografischem Wandel, Digitalisierung (z. B. 3D-Druck, Elektronikmaterialien) und wachsender Mittelschicht in Schwellenländern.
  • Technologie- und Innovationsstärke: F&E-Kompetenz, Patente und langjährige Kundenbeziehungen können Preissetzungsmacht und Margen stützen.
  • ESG-Integration: Ausgeprägte Nachhaltigkeitsstrategie kann Zugang zu breiterer Investorenbasis und potenziell günstigeren Finanzierungskonditionen begünstigen.
Für einen risikoaversen Investor können insbesondere die marktführenden Positionen in ausgewählten Nischen, die relativ hohen Eintrittsbarrieren sowie die langfristige strategische Fokussierung auf Spezialchemie Aspekte eines defensiven Investmentprofils darstellen, vorausgesetzt, das Management setzt die Portfolio- und Effizienzstrategie konsequent um.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Trotz der strukturellen Stärken ist ein Engagement in Evonik mit signifikanten Risiken verbunden, die konservative Anleger berücksichtigen sollten:
  • Zyklische Endmärkte: Ein Großteil der Nachfrage hängt von der globalen Industrieproduktion, dem Konsumverhalten und Investitionstätigkeit in nachgelagerten Branchen ab. Rezessionen, Nachfrageschocks oder Schwächephasen in Schlüsselindustrien können Absatz und Margen belasten.
  • Rohstoff- und Energiepreisrisiken: Volatile Preise für petrochemische Vorprodukte, Energie und Logistik können die Kostenbasis erhöhen. Die Weitergabe gestiegener Kosten an Kunden gelingt nicht immer zeitnah und vollständig.
  • Regulatorische und ESG-Risiken: Verschärfte Umweltauflagen, REACH-Regulierung, CO₂-Bepreisung oder Verbote bestimmter Chemikalien können Investitionen erzwingen, Produktportfolios verändern und Standortvorteile verschieben.
  • Wettbewerbsdruck und technologische Substitution: Intensiver Wettbewerb, insbesondere durch asiatische Anbieter, sowie Innovationen in Materialwissenschaft, Biotechnologie oder Recycling können etablierte Produkte substituieren.
  • Standort- und Geopolitikrisiken: Hohe Präsenz in Europa macht anfällig für Energiepreisschocks und Standortdiskussionen; globale Aktivitäten sind zudem der Gefahr von Handelskonflikten, Sanktionen und politischen Spannungen ausgesetzt.
  • Portfolio- und Integrationsrisiken: Akquisitionen, Desinvestitionen und Portfolioumbauten bergen Integrations-, Bewertungs- und Ausführungsrisiken, insbesondere in volatilen Marktphasen.
Konservative Anleger sollten diese Faktoren im Kontext der eigenen Risikotragfähigkeit, Anlagehorizont und Diversifikationsstrategie bewerten. Der Titel bleibt aufgrund seiner Branchenzugehörigkeit und der globalen Ausrichtung sensibel für Konjunkturzyklen, regulatorische Veränderungen und Energiepreisentwicklungen, trotz der defensiveren Ausrichtung auf Spezialchemie.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 6,11 Mrd. €
Aktienanzahl 466,00 Mio.
Streubesitz 19,60%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Grundstoffe
Branche Chemikalien
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+80,40% Weitere
+19,60% Streubesitz

Community-Beiträge zu Evonik Industries AG

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Diskutiert wird vor allem der deutliche Kursrückgang mit technischen Schwächen (Unterschreiten von 13,63/13/12,93), wobei manche Nutzer vor möglichen Marktmanipulationen warnen und viele eher halten oder auf Nachkäufe verzichten.
  • Es bestehen erhebliche Governance‑ und Management‑Bedenken – kritisiert werden die Doppelrolle des CEO, der Interims‑CFO, der Rücktritt von Maike Schuh sowie Hinweise auf Verflechtungen mit der RAG‑Stiftung und Berichte über einen möglichen "Lügen‑Skandal", während zugleich ein Insiderkauf erwähnt wird.
  • Fundamental sorgen Probleme beim Verkauf der C4‑Sparte, steigende Energiekosten und EU‑Regulierungen für Geschäftsrisiken, Analysten und Nutzer rechnen mit Dividendenkürzungen und rückläufigen Umsatz‑/Gewinnprognosen, sodass viele Anleger Zurückhaltung empfehlen trotz vereinzelter positiver Signale.
Hinweis
Avatar des Verfassers
Tyko
Was eine sch.....
https://www.stock-world.de/evonik-aktie-dividende-wackelt/
Gewinn ist die Summe aus positiven Investitionen abzüglich negativer Investitionen
Avatar des Verfassers
Windhauch
natürlich sind auch noch tiefere Kurse möglich....
wenn, wie geschehen immer neue Allzeittiefs unterboten werden (KI nennt Bereiche von 12 - 12,3) In diesem Fall würde ich final nachkaufen bei etwa 12,5, dann das Kapitel schließen und einfach warten. In der Wartezeit erfreue ich mich an den Dividenden
Avatar des Verfassers
Windhauch
ja ich weiss,
....hatte bei 15 schon zum Einstieg geblasen, das habe ich für mich bei 14,8 auch so gemacht. Ich würde bei 13,7 noch einmal nachlegen, die indices zumindest sehen jetzt schon verheißungsvoll aus.
Avatar des Verfassers
Tyko
Also rund 10%
weniger ,,, rechfertigt das einen solchen Kurserfall? seit Börsenstart ist dem Anleger nichts geblieben....nur die besteuerte Dividende. Evonik ist demnach für die meisten ein absoluter Kapitalvernichter
Gewinn ist die Summe aus positiven Investitionen abzüglich negativer Investitionen
Avatar des Verfassers
Zappelphillip
Prognose Anpassung
https://www.eqs-news.com/de/news/ad-hoc/evonik-industries-ag-anpassung-des-ausblicks-fuer-das-geschaeftsjahr-2025-geschaeftszahlen-im-dritten-quartal-2025/8a815ad8-6923-4834-a4ee-befd11267409_de
Avatar des Verfassers
zertifix
Evonik - Kursziel auf 21,50 € gesenkt
US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Evonik von 22,40 auf 21,50 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Evonik-Chef Kullmann hat in einem Webinar nach dem ordentlichen April -Zitat Anfang: "von einem deutlichen Nachfragedämpfer im Mai und Juni gesprochen. Im bisherigen dritten Quartal sei noch keine Belebung festzustellen. Die Ergebnisentwicklung liege unter dem Vorquartal" - Zitat Ende. Quelle: Veröffentlichung der Original-Studie: 10.09.2025 / 20:24 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 11.09.2025 / 00:15 / BST
An der Börse gehts zu wie im Dschungel -- nur die Beute zählt
Avatar des Verfassers
chrisgekko
Outperformance
Bei Evonik fällt auf, dass sie im schlechten Marktumfeld relativ besser laufen als Wacker, Lyondellbasell, Dow Inc, Celanese oder Lanxess. Das hat mit der stärkeren Marktposition von Evonik zu tun.
Avatar des Verfassers
Börsenfeiertage
Chemie
WENN die Dividende hier stabil bleibt (und dafür spricht die Dividenden-Historie, die auch zu Corona NICHT gekürzt wurde, siehe Link unten), dann kann man hier über die nächsten Jahre eine sichere Vorsteuer-Rendite von über 7% einfahren - und in vll. 5 Jahren mit 50% Kursgewinn zusätzlich verkaufen. Diese Möglichkeit bei dieser Aktie hier finde ich sehr lukrativ. Und wenn man die nächsten Jahre erstmal "nur" die Dividende einstreichen will, ist es zweitrangig, ob der Kurs dann 10% weiter runter oder rauf steht... Dass über Mehrjahressicht jedoch on top noch 50% Kursgewinn, zusätzlich zur jährlichen Dividende, erreichbar sind, steht für mich pesönlich fast außer Frage. Chemie ist zyklisch und die Zykliker kommen immer wieder, es nur eine Frage der Zeit. https://www.evonik.com/de/investor-relations/Share/dividends.html
Avatar des Verfassers
Robin
schaut mal
Tageschart - Bodenbildung bei 30,52 - 30,55 ?? sieht so aus. Evonik wird ja zertrümmert
Avatar des Verfassers
Robin
die muss
auf Euro 30 .
Avatar des Verfassers
Robin
200 Tage Linie
ist gefallen
Avatar des Verfassers
Robin
200 Tage Linie
bei € 31,83 - wenn die fällt gehts Richtung Euro 30.
Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Zum Thread wechseln

Häufig gestellte Fragen zur Evonik Industries Aktie und zum Evonik Industries Kurs

Der aktuelle Kurs der Evonik Industries Aktie liegt bei 13,04 €.

Für 1.000€ kann man sich 76,69 Evonik Industries Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Evonik Industries Aktie lautet EVKIF.

Die 1 Monats-Performance der Evonik Industries Aktie beträgt aktuell -1,73%.

Die 1 Jahres-Performance der Evonik Industries Aktie beträgt aktuell -24,34%.

Der Aktienkurs der Evonik Industries Aktie liegt aktuell bei 13,04 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -1,73% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Evonik Industries eine Wertentwicklung von -11,71% aus und über 6 Monate sind es -25,40%.

Das 52-Wochen-Hoch der Evonik Industries Aktie liegt bei 22,39 €.

Das 52-Wochen-Tief der Evonik Industries Aktie liegt bei 12,71 €.

Das Allzeithoch von Evonik Industries liegt bei 37,74 €.

Das Allzeittief von Evonik Industries liegt bei 12,71 €.

Die Volatilität der Evonik Industries Aktie liegt derzeit bei 25,49%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Evonik Industries in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 14,35 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +6,22%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 14,35 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +6,22%.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Evonik Industries Kursziel beträgt 14,35 €. Das ist +6,22% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Evonik Industries 0 x zum Kauf, 5 x zum Halten und 3 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Evonik Industries Kursziel beträgt 14,35 €. Das ist +6,22% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Evonik Industries 0 x zum Kauf, 5 x zum Halten und 3 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 14,35 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies ein Kurspotenzial von +6,22%.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die Evonik Industries Aktie bei 14,35 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach oben bei der Evonik Industries Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 6,11 Mrd. €

Insgesamt sind 465,9 Mio Evonik Industries Aktien im Umlauf.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Evonik Industries bei 55%. Erfahre hier mehr

Evonik Industries hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Evonik Industries gehört zum Sektor Chemikalien.

Das KGV der Evonik Industries Aktie beträgt 10,68.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Evonik Industries betrug 15,16 Mrd €.

Die nächsten Termine von Evonik Industries sind:
  • 04.03.2026 - Veröffentlichung Jahresfinanzbericht
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung
  • 08.05.2026 - Veröffentlichung Quartalsmitteilung (Stichtag Q1)
  • 03.06.2026 - Hauptversammlung
  • 04.08.2026 - Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht
  • 03.11.2026 - Veröffentlichung Quartalsmitteilung (Stichtag Q3)

Laut Daten gab es in den letzten 3 Monaten eine Insidertransaktion, die Hinweise auf die Stimmung innerhalb von Evonik Industries gibt. Es handelte sich dabei um einen Verkauf der Evonik Industries Aktie

Ja, Evonik Industries zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 29.05.2025 eine Dividende in Höhe von 1,17 € gezahlt.

Zuletzt hat Evonik Industries am 29.05.2025 eine Dividende in Höhe von 1,17 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 8,66%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Evonik Industries wurde am 29.05.2025 in Höhe von 1,17 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 8,66%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 29.05.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 1,17 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.