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Meldung des Tages: Silber entdeckt den zweiten Werttreiber dieses Kupferprojekts

Bilfinger Aktie

Aktie
WKN:  590900 ISIN:  DE0005909006 US-Symbol:  BFLBF Branche:  Bau- u. Ingenieurswesen Land:  Deutschland
118,00 €
+0,90 €
+0,77%
16.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
4,06 Mrd. €
Streubesitz
32,01%
KGV
20,41
Dividende
2,40 €
Dividendenrendite
2,05%
neu: Nachhaltigkeits-Score
53 %
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Bilfinger Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Bilfinger SE ist ein international ausgerichteter Industriedienstleister mit Schwerpunkt auf Engineering-, Instandhaltungs- und Effizienzlösungen für Prozessindustrien. Das Unternehmen fokussiert sich auf die Optimierung der Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit komplexer Industrieanlagen über deren gesamten Lebenszyklus. Im Zentrum stehen dabei die Segmente Chemie und Petrochemie, Energieerzeugung, Öl- und Gasindustrie, Pharma, Biotechnologie, Zement, Metallurgie sowie die Nahrungs- und Getränkeindustrie. Bilfinger positioniert sich als technischer Multi-Service-Partner, der Planung, Bau, Betrieb, Modifikation und Rückbau von Anlagen aus einer Hand begleitet. Der Konzern adressiert mit seinem Portfolio zentrale Themen wie Dekarbonisierung, Energieeffizienz, Prozesssicherheit und regulatorische Compliance und ist damit eng an langfristige industriepolitische Trends in Europa, im Nahen Osten und Nordamerika gekoppelt.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Bilfinger basiert auf einem dienstleistungsorientierten Ansatz mit hohem Anteil wiederkehrender Erlöse aus Wartung, Inspektion, Turnarounds und Betriebssupport. Der Konzern agiert überwiegend als B2B-Partner für Großunternehmen der Prozessindustrie und kombiniert ingenieurtechnische Expertise mit gewerblicher Ausführung. Bilfinger deckt die Wertschöpfungskette von der konzeptionellen Beratung und dem Basic Engineering über Detail Engineering, Beschaffung, Fertigung und Montage bis hin zu Betrieb, Optimierung und Stilllegung von Industrieanlagen ab. Das Unternehmen verfolgt eine Asset-Lifecycle-orientierte Logik: Ziel ist es, die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership) der Kundenanlagen zu senken, die Anlagensicherheit zu erhöhen und regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen. Langfristige Rahmenverträge und Site-Services-Vereinbarungen mit Betreibern von Chemieparks, Raffinerien und Kraftwerksclustern sind zentrale Pfeiler des Geschäftsmodells. Projektgeschäft, insbesondere im Anlagenbau und bei Modernisierungen, ergänzt die wiederkehrenden Serviceumsätze. Bilfinger differenziert sich über technische Tiefe, hohe Sicherheitsstandards, Prozessdisziplin und Erfahrung im Management komplexer Großstillstände.

Mission und strategische Leitplanken

Die Mission von Bilfinger zielt auf die Steigerung von Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit in der Prozessindustrie. Das Unternehmen versteht sich als Partner für die industrielle Transformation hin zu geringeren Emissionen, höherer Energieeffizienz und digital integrierten Produktionsprozessen. Strategisch setzt der Konzern auf drei Kernbausteine: Erstens auf die Stärkung wiederkehrender Serviceumsätze, um Zyklizität abzufedern und Planungssicherheit zu erhöhen. Zweitens auf selektives Wachstum in profitablen Nischen der Prozessindustrie wie Spezialchemie, Life Sciences und Energieinfrastruktur, insbesondere im Umfeld der Energiewende. Drittens auf die Digitalisierung der Dienstleistungskette, etwa durch Condition Monitoring, Datenanalyse, digitale Zwillinge und systematisches Asset-Management. Gleichzeitig betont das Management konservatives Risikomanagement, fokussiertes Bidding bei Projektgeschäften und eine strikte Ergebnisorientierung nach einer Phase der Neuausrichtung des Konzerns.

Produkte, Dienstleistungen und Lösungen

Bilfinger bietet ein breites Portfolio an industriellen Dienstleistungen, das sich in mehrere Leistungscluster gliedern lässt. Dazu gehören insbesondere:
  • Engineering-Dienstleistungen wie Prozess- und Verfahrenstechnik, Anlagenplanung, statische und dynamische Berechnungen, Piping-Design, Elektrotechnik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Automatisierungsengineering
  • Industrielle Instandhaltung und Turnaround-Management, inklusive Inspektion, Wartung, Reparatur, Ersatzteilmanagement, Stillstandsplanung und -durchführung für Großanlagen
  • Montage- und Fertigungsleistungen wie Rohrleitungsbau, Stahlbau, Behälter- und Apparatebau, Isolierung, Gerüstbau, Korrosionsschutz und mechanische Dienstleistungen
  • Prozess- und Energieeffizienzlösungen, etwa Optimierung von Wärme- und Stoffströmen, Abwärmenutzung, Emissionsreduktion, Effizienzsteigerung von Kraftwerks- und Industrieprozessen sowie Contracting-Modelle
  • Environment- und Sustainability-Services, darunter Unterstützung bei Dekarbonisierungsstrategien, Umwelt-Compliance, Abfall- und Wasserbehandlung sowie Lösungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft
  • Digital Solutions wie Zustandsüberwachung von Anlagen, datenbasierte Optimierung, Asset-Performance-Management, Software-Tools für Inspektion und Wartung sowie Unterstützung beim Aufbau digitaler Zwillinge
Die Leistungen werden häufig in standortnahen Teams direkt auf den Arealen der Kunden erbracht, was kurze Reaktionszeiten und hohe Verfügbarkeit sicherstellt.

Business Units und organisatorische Struktur

Bilfinger strukturiert sich im Kern nach geografischen und kundenspezifischen Segmenten, die die Prozesse der europäischen und internationalen Prozessindustrie abbilden. Der Konzern bündelt seine Aktivitäten in regionalen Einheiten, die integrierte Engineering- und Industriedienstleistungen anbieten und sich auf Schlüsselbranchen wie Chemie, Energie und Life Sciences fokussieren. Ergänzend dazu bestehen spezialisierte Einheiten für unternehmensweit skalierbare Leistungen, etwa für digitale Lösungen, Hochsicherheits- und Nukleardienstleistungen, Umwelttechnik oder modulare Anlagenkonzepte. Diese Struktur soll Synergien zwischen Engineering, Wartung und Projektgeschäft heben, Know-how-Transfer sichern und grenzüberschreitende Kundenbetreuung ermöglichen. Der Fokus liegt auf Profitabilität, operativer Exzellenz und einer klaren Projektdisziplin, um Margenvolatilität in zyklischen Märkten zu begrenzen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal von Bilfinger ist die Kombination aus tiefem Engineering-Know-how, breiter handwerklicher Ausführungskompetenz und langjähriger Präsenz auf komplexen Industriestandorten. Der Konzern verfügt über jahrzehntelange Erfahrung mit sicherheitskritischen Anlagen und anspruchsvollen Regulierungsumfeldern, unter anderem in der Chemie, der Energieerzeugung und der Öl- und Gasindustrie. Burggräben entstehen vor allem durch
  • hohe Wechselkosten für Kunden, die Bilfinger in langfristige Instandhaltungs- und Serviceverträge integrieren
  • umfangreiches, standortspezifisches Anlagenwissen, das sich aus jahrzehntelanger Betreuung ganzer Standorte ableitet
  • akkumulierte Sicherheits- und Compliance-Kompetenz, die in stark regulierten Branchen wie der Petrochemie, im Nuklearbereich oder in der Pharmaindustrie essenziell ist
  • skalierbare Prozesse und standardisierte Methoden im Turnaround-Management, die die wirtschaftlichen Risiken für Betreiber großer Anlagen reduzieren
  • einen bestehenden Pool qualifizierter Fachkräfte und Ingenieure in einem Arbeitsmarkt mit zunehmendem Fachkräftemangel
Diese Faktoren erschweren schnellen Wettbewerbseintritt und fördern hohe Kundenbindung, insbesondere in europäischen Kernmärkten.

Wettbewerbsumfeld und Marktposition

Bilfinger bewegt sich in einem fragmentierten, aber intensiv umkämpften Markt für Industriedienstleistungen und Engineering-Lösungen. Wettbewerber sind sowohl internationale Engineering- und Servicekonzerne als auch regional stark verankerte Industriedienstleister und Spezialisten. Im Bereich Engineering und technische Services stehen Unternehmen wie Technip Energies, Wood, Worley sowie große Ingenieurhäuser in Wettbewerb, während bei Wartung und Turnaround-Services regionale Anbieter, Bau- und Montageunternehmen und spezialisierte Nischenplayer relevant sind. Zudem konkurriert Bilfinger mit Industrieausrüstern und Automatisierungskonzernen, die Serviceleistungen zunehmend als Ergänzung zu ihren Produkten anbieten. Das Unternehmen positioniert sich zwischen klassischen Anlagenbauern und reinen Servicefirmen, mit Fokus auf langfristige Standortbetreuung und Effizienzsteigerung. Die Marktposition ist in Europa stark, während im Mittleren Osten und in Nordamerika eher selektive, wachstumsorientierte Engagements stattfinden, häufig in Kooperation mit lokalen Partnern.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die Unternehmensführung von Bilfinger ist auf Konsolidierung, Effizienzsteigerung und profitables Wachstum ausgerichtet. Nach einer Phase strategischer Neuaufstellung, Portfoliofokussierung und Restrukturierung legt das Management Wert auf klare Kapitalallokation, Risikoaversion bei Großprojekten und Verbesserung der operativen Marge. Governance-Themen wie Compliance, Integrität und Risikomanagement haben erhöhte Priorität, nicht zuletzt aufgrund historischer Herausforderungen. Die Strategieumsetzung erfolgt über Programme zur operativen Exzellenz, Standardisierung von Prozessen und Ausbau wiederkehrender Services. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Arbeitgeberattraktivität im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Das Management verfolgt einen Ansatz, der finanzielle Stabilität, moderate Wachstumsambitionen und stringentes Projektcontrolling kombiniert, was insbesondere für konservative Anleger bedeutsam ist.

Branchen- und Regionenfokus

Bilfinger bedient vor allem kapitalintensive Prozessindustrien mit hohem Regulierungsgrad und langen Investitionszyklen. In der Chemie- und Petrochemiebranche unterstützt der Konzern Betreiber bei Kapazitätsausbau, Effizienzsteigerung und Emissionsminderung. In der Energiewirtschaft adressiert Bilfinger konventionelle Kraftwerke, dezentrale Energieerzeugung, Gas- und Dampfturbinenanlagen sowie Transformationsprojekte im Kontext der Energiewende. Die Öl- und Gasindustrie bleibt ein wichtiger, wenngleich zyklischer Markt, insbesondere in Bezug auf Instandhaltung und Modernisierung bestehender Anlagen. In den Life-Sciences-Sektoren Pharma und Biotechnologie begleitet Bilfinger streng regulierte Produktionsprozesse und Reinraumumgebungen. Regional bildet Europa den Kernmarkt mit starker Präsenz in Deutschland und angrenzenden Ländern. Zusätzliche Wachstumsperspektiven bestehen im Mittleren Osten, wo Großprojekte und Energieinfrastruktur eine bedeutende Rolle spielen, sowie in ausgewählten Märkten Nordamerikas. Politische Rahmenbedingungen wie EU-Green-Deal, nationale Energiewendeprogramme und strengere Umweltauflagen stützen die Nachfrage nach Effizienz- und Dekarbonisierungslösungen, erzeugen aber zugleich regulatorische Komplexität.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Bilfinger kann auf eine lange Unternehmensgeschichte mit Wurzeln im 19. Jahrhundert im deutschen Bau- und Ingenieurwesen zurückblicken. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus einem Bau- und Anlagenbaukonzern ein breit aufgestellter Dienstleister für Industrie und Infrastruktur. In den 2000er-Jahren wuchs Bilfinger über Zukäufe von Service- und Engineeringunternehmen, verlagerte den Schwerpunkt zunehmend von Bauaktivitäten hin zu Industriedienstleistungen und trennte sich schrittweise von margenschwächeren oder zyklischeren Geschäftsfeldern. Nach strategischen Anpassungen und strukturellem Umbau wurde der Fokus klar auf Dienstleistungen für Prozessindustrien gelegt. Diese Transformation umfasste Portfolioverkäufe, die Konzentration auf technische Services und Engineering sowie die Einführung strengerer Governance- und Compliance-Strukturen. Heute versteht sich Bilfinger als spezialisierter Industriedienstleister mit industriellem Erbe, der seine bau- und anlagentechnische Kompetenz in langfristige Service- und Engineeringkonzepte überführt hat.

Besonderheiten und strukturelle Charakteristika

Eine Besonderheit von Bilfinger liegt in der engen operativen Verzahnung mit den Standorten seiner Kunden. Teams arbeiten häufig dauerhaft auf Werksarealen, was tiefes Verständnis der spezifischen Anlagenarchitektur und Produktionsprozesse erzeugt. Dies erlaubt maßgeschneiderte Lösungen, erhöht jedoch Abhängigkeiten von Schlüsselstandorten und Großkunden. Zudem zeichnet sich der Konzern durch hohe Arbeitssicherheitsstandards und systematisches HSE-Management aus, was in sicherheitskritischen Branchen ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor ist. Die starke Verankerung in der europäischen Industrieinfrastruktur macht Bilfinger zugleich zu einem Profiteur langfristiger Transformationsprogramme, aber auch anfällig für konjunkturelle Dellen in Investitionsgüterbranchen. Die zunehmende Bedeutung digitaler Services, datenbasierter Wartung und automatisierter Inspektionsprozesse verändert das Leistungsportfolio schrittweise und erfordert kontinuierliche Investitionen in Softwarekompetenz und Datenarchitekturen.

Chancen für langfristig orientierte, konservative Anleger

Aus Sicht konservativer Anleger ergeben sich bei Bilfinger mehrere strukturelle Chancen.
  • Die starke Ausrichtung auf wiederkehrende Instandhaltungs- und Serviceleistungen stabilisiert die Cashflow-Qualität und reduziert die Abhängigkeit vom volatilen Projektgeschäft.
  • Die Beteiligung an der industriellen Transformation hin zu höherer Energieeffizienz, Dekarbonisierung und Digitalisierung eröffnet Wachstumspotenziale in politisch geförderten Segmenten wie Prozessoptimierung, Abwärmenutzung, Wasserstoffinfrastruktur oder emissionsarmer Produktion.
  • Die tiefe Verankerung in etablierten europäischen Industrien, insbesondere der Chemie- und Prozessindustrie, bietet Zugang zu Kunden mit langfristiger Investitionsperspektive.
  • Potenzielle Effizienzsteigerungen durch Standardisierung, Skaleneffekte und ein striktes Projekt- und Kostenmanagement können die Ertragsqualität verbessern.
  • Ein disziplinierter Fokus auf Kernmärkte und Kernkompetenzen kann die Risikostruktur des Geschäftsmodells weiter schärfen.
In Summe kann Bilfinger bei erfolgreicher Umsetzung der Strategie als Vehikel zur Partizipation an langfristigen Wartungs- und Transformationstrends in der Prozessindustrie dienen.

Risiken und wesentliche Unsicherheiten

Dem gegenüber stehen aus konservativer Perspektive signifikante Risiken.
  • Die Abhängigkeit von konjunktursensitiven Industrien und Investitionszyklen in Chemie, Öl und Gas sowie Energie kann bei Abschwüngen zu Auftragsverzögerungen und Druck auf Margen führen.
  • Projektrisiken, insbesondere bei komplexen Turnarounds und Modernisierungen, bergen Gefahren aus Kostenüberschreitungen, Verzögerungen und vertraglichen Haftungsansprüchen.
  • Fachkräftemangel in technischen Berufen kann Kapazitätsengpässe, steigende Personalkosten und Herausforderungen bei der Projektabwicklung verursachen.
  • Regulatorische Änderungen, strengere Umweltanforderungen oder politische Eingriffe in Energiemärkte können sowohl Chancen als auch Anpassungsdruck erzeugen und erfordern hohe Flexibilität.
  • Wettbewerbsdruck durch internationale Engineering-Konzerne, regionale Serviceanbieter und integrierte Industrieausrüster könnte Preismargen und Verhandlungsmacht begrenzen.
  • Die Notwendigkeit kontinuierlicher Investitionen in Digitalisierung, IT-Sicherheit und Compliance-Strukturen belastet die Kostenbasis und erfordert konsequente Umsetzung.
Für konservative Anleger ist daher eine sorgfältige Beobachtung der Projektqualität, der Entwicklung wiederkehrender Serviceanteile, der Risikokultur im Management und der Exponierung gegenüber zyklischen Branchen entscheidend. Eine Investitionsentscheidung sollte diese Chancen und Risiken nüchtern gegeneinander abwägen, ohne sich allein auf die zyklische Erholung einzelner Endmärkte zu stützen.
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Ausgewählte Hebelprodukte

Kurs
Typ
Hebel
Geld/Brief
WKN
Typ
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Geld/Brief
WKN
118,00 €
Call
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DU57TC
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Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 117,10 €
Gehandelte Stücke 68.488
Tagesvolumen Vortag 14.179.642 €
Tagestief 115,90 €
Tageshoch 119,00 €
52W-Tief 46,05 €
52W-Hoch 119,40 €
Jahrestief 107,30 €
Jahreshoch 119,40 €

News

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02.01.26
ARIVA.DE Redaktion

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Nachrichtenlage zusammengefasst: Warum ist die Bilfinger Aktie heute gestiegen?

  • Bilfinger SE hat in den letzten Tagen positive Aufträge in der Industrieverbundgruppe erhalten, die das Umsatzwachstum für das nächste Quartal unterstützen werden.
  • Die Unternehmensführung zeigt sich optimistisch hinsichtlich der mittelfristigen Wachstumsaussichten und plant weitere Investitionen in Digitalisierung und nachhaltige Technologien.
  • Analysten heben die starke Wettbewerbsposition von Bilfinger trotz aktueller Marktentwicklungen hervor und erwarten eine stabile Entwicklung der Ertragslage.
Hinweis

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 5.038 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 250,70 €
Jahresüberschuss in Mio. 241,10 €
Umsatz je Aktie 133,64 €
Gewinn je Aktie 4,76 €
Gewinnrendite +18,53%
Umsatzrendite +3,56%
Return on Investment +6,96%
Marktkapitalisierung in Mio. 1.743 €
KGV (Kurs/Gewinn) 9,72
KBV (Kurs/Buchwert) 1,34
KUV (Kurs/Umsatz) 0,35
Eigenkapitalrendite +13,80%
Eigenkapitalquote +37,56%
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Derivate

Hebelprodukte (95)
Knock-Outs 40
Faktor-Zertifikate 38
Optionsscheine 17
Alle Derivate

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Gesteigert seit 3 Jahre
Keine Senkung seit 3 Jahre
Stabilität der Dividende -0,22 (max 1,00)
Jährlicher 6,29% (5 Jahre)
Ausschüttungs- 46,8% (auf den Gewinn/FFO)
quote 61,3% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 11,67%

Dividenden Historie

Datum Dividende
15.05.2025 2,40 €
16.05.2024 1,80 €
21.04.2023 1,30 €
11.05.2022 4,75 €
16.04.2021 1,88 €
25.06.2020 0,12 €
24.04.2020 1,00 €
09.05.2019 1,00 €
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Termine

04.03.2026 Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2025
13.05.2026 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht (Stichtag Q1)
20.05.2026 Hauptversammlung
12.08.2026 Quartalsmitteilung Q2 2026 und Zwischenbericht 1. Halbjahr 2026
Quelle: EQS

Prognose & Kursziel

Die Bilfinger Aktie wird von Analysten als fair bewertet eingestuft.
Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
110,50 € 117,20 € -5,72%

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 117,20 € +0,86%
116,20 € 16.01.26
Frankfurt 116,40 € -0,85%
117,40 € 16.01.26
Hamburg 118,20 € +1,20%
116,80 € 16.01.26
Hannover 116,20 € -0,51%
116,80 € 16.01.26
München 116,90 € -0,68%
117,70 € 16.01.26
Stuttgart 117,40 € +0,17%
117,20 € 16.01.26
Xetra 118,00 € +0,77%
117,10 € 16.01.26
L&S RT 116,80 € -0,60%
117,50 € 18.01.26
Wien 118,00 € 0 %
118,00 € 16.01.26
Nasdaq OTC Other 123,15 $ +15,63%
106,50 $ 17.12.25
SIX Swiss Exchange -   -
-   -
Tradegate 117,00 € 0 %
117,00 € 16.01.26
Quotrix 116,50 € -0,43%
117,00 € 16.01.26
Gettex 117,20 € +0,17%
117,00 € 16.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
16.01.26 118,00 8,06 M
15.01.26 117,10 14,2 M
14.01.26 116,50 13,1 M
13.01.26 116,40 8,20 M
12.01.26 115,90 5,09 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 115,00 € +2,61%
1 Monat 109,40 € +7,86%
6 Monate 93,65 € +26,00%
1 Jahr 45,95 € +156,80%
5 Jahre 28,66 € +311,72%

Unternehmensprofil Bilfinger SE

Bilfinger SE ist ein international ausgerichteter Industriedienstleister mit Schwerpunkt auf Engineering-, Instandhaltungs- und Effizienzlösungen für Prozessindustrien. Das Unternehmen fokussiert sich auf die Optimierung der Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit komplexer Industrieanlagen über deren gesamten Lebenszyklus. Im Zentrum stehen dabei die Segmente Chemie und Petrochemie, Energieerzeugung, Öl- und Gasindustrie, Pharma, Biotechnologie, Zement, Metallurgie sowie die Nahrungs- und Getränkeindustrie. Bilfinger positioniert sich als technischer Multi-Service-Partner, der Planung, Bau, Betrieb, Modifikation und Rückbau von Anlagen aus einer Hand begleitet. Der Konzern adressiert mit seinem Portfolio zentrale Themen wie Dekarbonisierung, Energieeffizienz, Prozesssicherheit und regulatorische Compliance und ist damit eng an langfristige industriepolitische Trends in Europa, im Nahen Osten und Nordamerika gekoppelt.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Bilfinger basiert auf einem dienstleistungsorientierten Ansatz mit hohem Anteil wiederkehrender Erlöse aus Wartung, Inspektion, Turnarounds und Betriebssupport. Der Konzern agiert überwiegend als B2B-Partner für Großunternehmen der Prozessindustrie und kombiniert ingenieurtechnische Expertise mit gewerblicher Ausführung. Bilfinger deckt die Wertschöpfungskette von der konzeptionellen Beratung und dem Basic Engineering über Detail Engineering, Beschaffung, Fertigung und Montage bis hin zu Betrieb, Optimierung und Stilllegung von Industrieanlagen ab. Das Unternehmen verfolgt eine Asset-Lifecycle-orientierte Logik: Ziel ist es, die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership) der Kundenanlagen zu senken, die Anlagensicherheit zu erhöhen und regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen. Langfristige Rahmenverträge und Site-Services-Vereinbarungen mit Betreibern von Chemieparks, Raffinerien und Kraftwerksclustern sind zentrale Pfeiler des Geschäftsmodells. Projektgeschäft, insbesondere im Anlagenbau und bei Modernisierungen, ergänzt die wiederkehrenden Serviceumsätze. Bilfinger differenziert sich über technische Tiefe, hohe Sicherheitsstandards, Prozessdisziplin und Erfahrung im Management komplexer Großstillstände.

Mission und strategische Leitplanken

Die Mission von Bilfinger zielt auf die Steigerung von Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit in der Prozessindustrie. Das Unternehmen versteht sich als Partner für die industrielle Transformation hin zu geringeren Emissionen, höherer Energieeffizienz und digital integrierten Produktionsprozessen. Strategisch setzt der Konzern auf drei Kernbausteine: Erstens auf die Stärkung wiederkehrender Serviceumsätze, um Zyklizität abzufedern und Planungssicherheit zu erhöhen. Zweitens auf selektives Wachstum in profitablen Nischen der Prozessindustrie wie Spezialchemie, Life Sciences und Energieinfrastruktur, insbesondere im Umfeld der Energiewende. Drittens auf die Digitalisierung der Dienstleistungskette, etwa durch Condition Monitoring, Datenanalyse, digitale Zwillinge und systematisches Asset-Management. Gleichzeitig betont das Management konservatives Risikomanagement, fokussiertes Bidding bei Projektgeschäften und eine strikte Ergebnisorientierung nach einer Phase der Neuausrichtung des Konzerns.

Produkte, Dienstleistungen und Lösungen

Bilfinger bietet ein breites Portfolio an industriellen Dienstleistungen, das sich in mehrere Leistungscluster gliedern lässt. Dazu gehören insbesondere:
  • Engineering-Dienstleistungen wie Prozess- und Verfahrenstechnik, Anlagenplanung, statische und dynamische Berechnungen, Piping-Design, Elektrotechnik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Automatisierungsengineering
  • Industrielle Instandhaltung und Turnaround-Management, inklusive Inspektion, Wartung, Reparatur, Ersatzteilmanagement, Stillstandsplanung und -durchführung für Großanlagen
  • Montage- und Fertigungsleistungen wie Rohrleitungsbau, Stahlbau, Behälter- und Apparatebau, Isolierung, Gerüstbau, Korrosionsschutz und mechanische Dienstleistungen
  • Prozess- und Energieeffizienzlösungen, etwa Optimierung von Wärme- und Stoffströmen, Abwärmenutzung, Emissionsreduktion, Effizienzsteigerung von Kraftwerks- und Industrieprozessen sowie Contracting-Modelle
  • Environment- und Sustainability-Services, darunter Unterstützung bei Dekarbonisierungsstrategien, Umwelt-Compliance, Abfall- und Wasserbehandlung sowie Lösungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft
  • Digital Solutions wie Zustandsüberwachung von Anlagen, datenbasierte Optimierung, Asset-Performance-Management, Software-Tools für Inspektion und Wartung sowie Unterstützung beim Aufbau digitaler Zwillinge
Die Leistungen werden häufig in standortnahen Teams direkt auf den Arealen der Kunden erbracht, was kurze Reaktionszeiten und hohe Verfügbarkeit sicherstellt.

Business Units und organisatorische Struktur

Bilfinger strukturiert sich im Kern nach geografischen und kundenspezifischen Segmenten, die die Prozesse der europäischen und internationalen Prozessindustrie abbilden. Der Konzern bündelt seine Aktivitäten in regionalen Einheiten, die integrierte Engineering- und Industriedienstleistungen anbieten und sich auf Schlüsselbranchen wie Chemie, Energie und Life Sciences fokussieren. Ergänzend dazu bestehen spezialisierte Einheiten für unternehmensweit skalierbare Leistungen, etwa für digitale Lösungen, Hochsicherheits- und Nukleardienstleistungen, Umwelttechnik oder modulare Anlagenkonzepte. Diese Struktur soll Synergien zwischen Engineering, Wartung und Projektgeschäft heben, Know-how-Transfer sichern und grenzüberschreitende Kundenbetreuung ermöglichen. Der Fokus liegt auf Profitabilität, operativer Exzellenz und einer klaren Projektdisziplin, um Margenvolatilität in zyklischen Märkten zu begrenzen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal von Bilfinger ist die Kombination aus tiefem Engineering-Know-how, breiter handwerklicher Ausführungskompetenz und langjähriger Präsenz auf komplexen Industriestandorten. Der Konzern verfügt über jahrzehntelange Erfahrung mit sicherheitskritischen Anlagen und anspruchsvollen Regulierungsumfeldern, unter anderem in der Chemie, der Energieerzeugung und der Öl- und Gasindustrie. Burggräben entstehen vor allem durch
  • hohe Wechselkosten für Kunden, die Bilfinger in langfristige Instandhaltungs- und Serviceverträge integrieren
  • umfangreiches, standortspezifisches Anlagenwissen, das sich aus jahrzehntelanger Betreuung ganzer Standorte ableitet
  • akkumulierte Sicherheits- und Compliance-Kompetenz, die in stark regulierten Branchen wie der Petrochemie, im Nuklearbereich oder in der Pharmaindustrie essenziell ist
  • skalierbare Prozesse und standardisierte Methoden im Turnaround-Management, die die wirtschaftlichen Risiken für Betreiber großer Anlagen reduzieren
  • einen bestehenden Pool qualifizierter Fachkräfte und Ingenieure in einem Arbeitsmarkt mit zunehmendem Fachkräftemangel
Diese Faktoren erschweren schnellen Wettbewerbseintritt und fördern hohe Kundenbindung, insbesondere in europäischen Kernmärkten.

Wettbewerbsumfeld und Marktposition

Bilfinger bewegt sich in einem fragmentierten, aber intensiv umkämpften Markt für Industriedienstleistungen und Engineering-Lösungen. Wettbewerber sind sowohl internationale Engineering- und Servicekonzerne als auch regional stark verankerte Industriedienstleister und Spezialisten. Im Bereich Engineering und technische Services stehen Unternehmen wie Technip Energies, Wood, Worley sowie große Ingenieurhäuser in Wettbewerb, während bei Wartung und Turnaround-Services regionale Anbieter, Bau- und Montageunternehmen und spezialisierte Nischenplayer relevant sind. Zudem konkurriert Bilfinger mit Industrieausrüstern und Automatisierungskonzernen, die Serviceleistungen zunehmend als Ergänzung zu ihren Produkten anbieten. Das Unternehmen positioniert sich zwischen klassischen Anlagenbauern und reinen Servicefirmen, mit Fokus auf langfristige Standortbetreuung und Effizienzsteigerung. Die Marktposition ist in Europa stark, während im Mittleren Osten und in Nordamerika eher selektive, wachstumsorientierte Engagements stattfinden, häufig in Kooperation mit lokalen Partnern.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die Unternehmensführung von Bilfinger ist auf Konsolidierung, Effizienzsteigerung und profitables Wachstum ausgerichtet. Nach einer Phase strategischer Neuaufstellung, Portfoliofokussierung und Restrukturierung legt das Management Wert auf klare Kapitalallokation, Risikoaversion bei Großprojekten und Verbesserung der operativen Marge. Governance-Themen wie Compliance, Integrität und Risikomanagement haben erhöhte Priorität, nicht zuletzt aufgrund historischer Herausforderungen. Die Strategieumsetzung erfolgt über Programme zur operativen Exzellenz, Standardisierung von Prozessen und Ausbau wiederkehrender Services. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Arbeitgeberattraktivität im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Das Management verfolgt einen Ansatz, der finanzielle Stabilität, moderate Wachstumsambitionen und stringentes Projektcontrolling kombiniert, was insbesondere für konservative Anleger bedeutsam ist.

Branchen- und Regionenfokus

Bilfinger bedient vor allem kapitalintensive Prozessindustrien mit hohem Regulierungsgrad und langen Investitionszyklen. In der Chemie- und Petrochemiebranche unterstützt der Konzern Betreiber bei Kapazitätsausbau, Effizienzsteigerung und Emissionsminderung. In der Energiewirtschaft adressiert Bilfinger konventionelle Kraftwerke, dezentrale Energieerzeugung, Gas- und Dampfturbinenanlagen sowie Transformationsprojekte im Kontext der Energiewende. Die Öl- und Gasindustrie bleibt ein wichtiger, wenngleich zyklischer Markt, insbesondere in Bezug auf Instandhaltung und Modernisierung bestehender Anlagen. In den Life-Sciences-Sektoren Pharma und Biotechnologie begleitet Bilfinger streng regulierte Produktionsprozesse und Reinraumumgebungen. Regional bildet Europa den Kernmarkt mit starker Präsenz in Deutschland und angrenzenden Ländern. Zusätzliche Wachstumsperspektiven bestehen im Mittleren Osten, wo Großprojekte und Energieinfrastruktur eine bedeutende Rolle spielen, sowie in ausgewählten Märkten Nordamerikas. Politische Rahmenbedingungen wie EU-Green-Deal, nationale Energiewendeprogramme und strengere Umweltauflagen stützen die Nachfrage nach Effizienz- und Dekarbonisierungslösungen, erzeugen aber zugleich regulatorische Komplexität.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Bilfinger kann auf eine lange Unternehmensgeschichte mit Wurzeln im 19. Jahrhundert im deutschen Bau- und Ingenieurwesen zurückblicken. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus einem Bau- und Anlagenbaukonzern ein breit aufgestellter Dienstleister für Industrie und Infrastruktur. In den 2000er-Jahren wuchs Bilfinger über Zukäufe von Service- und Engineeringunternehmen, verlagerte den Schwerpunkt zunehmend von Bauaktivitäten hin zu Industriedienstleistungen und trennte sich schrittweise von margenschwächeren oder zyklischeren Geschäftsfeldern. Nach strategischen Anpassungen und strukturellem Umbau wurde der Fokus klar auf Dienstleistungen für Prozessindustrien gelegt. Diese Transformation umfasste Portfolioverkäufe, die Konzentration auf technische Services und Engineering sowie die Einführung strengerer Governance- und Compliance-Strukturen. Heute versteht sich Bilfinger als spezialisierter Industriedienstleister mit industriellem Erbe, der seine bau- und anlagentechnische Kompetenz in langfristige Service- und Engineeringkonzepte überführt hat.

Besonderheiten und strukturelle Charakteristika

Eine Besonderheit von Bilfinger liegt in der engen operativen Verzahnung mit den Standorten seiner Kunden. Teams arbeiten häufig dauerhaft auf Werksarealen, was tiefes Verständnis der spezifischen Anlagenarchitektur und Produktionsprozesse erzeugt. Dies erlaubt maßgeschneiderte Lösungen, erhöht jedoch Abhängigkeiten von Schlüsselstandorten und Großkunden. Zudem zeichnet sich der Konzern durch hohe Arbeitssicherheitsstandards und systematisches HSE-Management aus, was in sicherheitskritischen Branchen ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor ist. Die starke Verankerung in der europäischen Industrieinfrastruktur macht Bilfinger zugleich zu einem Profiteur langfristiger Transformationsprogramme, aber auch anfällig für konjunkturelle Dellen in Investitionsgüterbranchen. Die zunehmende Bedeutung digitaler Services, datenbasierter Wartung und automatisierter Inspektionsprozesse verändert das Leistungsportfolio schrittweise und erfordert kontinuierliche Investitionen in Softwarekompetenz und Datenarchitekturen.

Chancen für langfristig orientierte, konservative Anleger

Aus Sicht konservativer Anleger ergeben sich bei Bilfinger mehrere strukturelle Chancen.
  • Die starke Ausrichtung auf wiederkehrende Instandhaltungs- und Serviceleistungen stabilisiert die Cashflow-Qualität und reduziert die Abhängigkeit vom volatilen Projektgeschäft.
  • Die Beteiligung an der industriellen Transformation hin zu höherer Energieeffizienz, Dekarbonisierung und Digitalisierung eröffnet Wachstumspotenziale in politisch geförderten Segmenten wie Prozessoptimierung, Abwärmenutzung, Wasserstoffinfrastruktur oder emissionsarmer Produktion.
  • Die tiefe Verankerung in etablierten europäischen Industrien, insbesondere der Chemie- und Prozessindustrie, bietet Zugang zu Kunden mit langfristiger Investitionsperspektive.
  • Potenzielle Effizienzsteigerungen durch Standardisierung, Skaleneffekte und ein striktes Projekt- und Kostenmanagement können die Ertragsqualität verbessern.
  • Ein disziplinierter Fokus auf Kernmärkte und Kernkompetenzen kann die Risikostruktur des Geschäftsmodells weiter schärfen.
In Summe kann Bilfinger bei erfolgreicher Umsetzung der Strategie als Vehikel zur Partizipation an langfristigen Wartungs- und Transformationstrends in der Prozessindustrie dienen.

Risiken und wesentliche Unsicherheiten

Dem gegenüber stehen aus konservativer Perspektive signifikante Risiken.
  • Die Abhängigkeit von konjunktursensitiven Industrien und Investitionszyklen in Chemie, Öl und Gas sowie Energie kann bei Abschwüngen zu Auftragsverzögerungen und Druck auf Margen führen.
  • Projektrisiken, insbesondere bei komplexen Turnarounds und Modernisierungen, bergen Gefahren aus Kostenüberschreitungen, Verzögerungen und vertraglichen Haftungsansprüchen.
  • Fachkräftemangel in technischen Berufen kann Kapazitätsengpässe, steigende Personalkosten und Herausforderungen bei der Projektabwicklung verursachen.
  • Regulatorische Änderungen, strengere Umweltanforderungen oder politische Eingriffe in Energiemärkte können sowohl Chancen als auch Anpassungsdruck erzeugen und erfordern hohe Flexibilität.
  • Wettbewerbsdruck durch internationale Engineering-Konzerne, regionale Serviceanbieter und integrierte Industrieausrüster könnte Preismargen und Verhandlungsmacht begrenzen.
  • Die Notwendigkeit kontinuierlicher Investitionen in Digitalisierung, IT-Sicherheit und Compliance-Strukturen belastet die Kostenbasis und erfordert konsequente Umsetzung.
Für konservative Anleger ist daher eine sorgfältige Beobachtung der Projektqualität, der Entwicklung wiederkehrender Serviceanteile, der Risikokultur im Management und der Exponierung gegenüber zyklischen Branchen entscheidend. Eine Investitionsentscheidung sollte diese Chancen und Risiken nüchtern gegeneinander abwägen, ohne sich allein auf die zyklische Erholung einzelner Endmärkte zu stützen.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 4,06 Mrd. €
Aktienanzahl 37,48 Mio.
Streubesitz 32,01%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Industrie
Branche Bau- u. Ingenieurswesen
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+67,99% Weitere
+32,01% Streubesitz

Community-Beiträge zu Bilfinger SE

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Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Postings schildern eine starke Kursrallye der Bilfinger-Aktie 2025 mit Verdopplung und Rekordständen, getragen von verbesserten Quartalszahlen, Zukäufen und einem gesteigerten Auftragsbestand (rund 4,4 Mrd. Euro) sowie positiven Analystenkommentaren und erwarteten Umsatz‑, Margen‑ und Free‑Cashflow‑Verbesserungen.
  • Als konkrete Unternehmensmaßnahmen und Katalysatoren werden ein laufender Aktienrückkauf (bis 12.12.2025 insgesamt rund 644.911 erworbene Aktien), ein angekündigter Kapitalmarkttag mit neuen Mittelfristzielen, Sparprogramme und erhöhte Nachfrage in Bereichen wie Infrastruktur, Öl/Gas, Pharma, Halbleiter und Wasserstoff genannt.
  • Gleichzeitig äußern Nutzer vorsichtige bis unterschiedliche Einschätzungen, wobei Bedenken zu Bewertung, möglichen kurzfristigen Rücksetzern durch Gesamtmarktkorrekturen, begrenztem unmittelbarem Wachstumspotenzial sowie spekulative Themen (z. B. Beteiligung am Wiederaufbau der Ukraine) zu gemischten Anlageentscheidungen und taktischen Trades führen.
Hinweis
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SignoDelZodiaco
Aktienrückkauf
5.12.2025 / 14:43 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Bilfinger SE: Aktienrückkauf Bekanntmachung nach Art. 5 Abs. 1 lit. b), Abs. 3 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 i.V.m. Art. 2 Abs. 2 und 3 der Delegierten VO (EU) 2016/1052 https://www.it-times.de/news/bilfinger-se-aktienrueckkauf-175906/ rwerb eigener Aktien – 47. Zwischenmeldung Im Zeitraum vom 08. Dezember 2025 bis einschließlich 12. Dezember 2025 wurden insgesamt 10.021 Stück Aktien im Rahmen des Aktienrückkaufs der Bilfinger SE erworben, dessen Beginn mit Bekanntmachung vom 20. Januar 2025 gemäß Art. 5 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, Art. 2 Abs. 1 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 für den 21. Januar 2025 mitgeteilt wurde. Rückkauftag Aggregiertes Volumen in Stück Gewichteter Durchschnittskurs [EUR] 08.12.2025 2.017 104,5620 09.12.2025 2.031 103,8492 10.12.2025 2.019 104,4892 11.12.2025 2.000 105,6821 12.12.2025 1.954 107,9456 Die Geschäfte sind in detaillierter Form auf der Internetseite der Bilfinger SE veröffentlicht (http://www.bilfinger.com). Das Gesamtvolumen der bislang im Rahmen dieses Aktienrückkaufs im Zeitraum vom 21. Januar 2025 bis einschließlich 12. Dezember 2025 erworbenen Aktien beläuft sich auf 644.911 Aktien. Der Erwerb der Aktien der Bilfinger SE erfolgt durch eine von der Bilfinger SE beauftragten Bank ausschließlich über die Börse.
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Highländer49
Bilfinger
Die Aktien von Bilfinger haben ihre Rekordjagd am Montagvormittag bis auf 105,70 Euro fortsetzt. Damit liegen die Papiere des Industriedienstleisters 2025 bereits 128 Prozent im Plus. Die Experten der Investmentbank Kepler Cheuvreux stockten ihr Kursziel auf 119 Euro auf und raten weiter zum Kauf. https://www.ariva.de/forum/bilfinger-574425
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Highländer49
Bilfinger
Die Bilfinger-Aktie war gestern mit rund +9% der größte Gewinner im MDAX; der Kurssprung beruhte auf dem guten Quartalsbericht. Am Freitag verliert sie aktuell wieder -3% und steht bei 96,10 €. Besitzt die Aktie des Industriedienstleisters jetzt noch weiteres Potenzial? https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2025-11/66981474-bilfinger-aktie-wie-gewonnen-so-zerronnen-was-ist-ratsam-486.htm
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SignoDelZodiaco
#431 Bilfinger läuft...
Talanx läuft und Gold & Silberminen laufen. Erwartungen bei Bilfinger: "Der Auftragsbestand schwoll damit bis Ende September auf gut 4,4 Milliarden an". Genau deshalb bin ich im Jahr 2022 hier eingestiegen wo viele noch gebrummt haben mit Maske. "Im Gesamtjahr erwartet der Konzern nun einen Umsatz in Höhe von 5,3 Milliarden bis 5,5 Milliarden Euro nach zuvor 5,1 Milliarden bis 5,7 Milliarden Euro. Davon sollen als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf den Unternehmenswert (Ebita) 5,4 bis 5,6 Prozent übrigbleiben, statt 5,2 bis 5,8 Prozent. Das Ziel für den Free Cashflow erhöhte das Unternehmen auf 300 Millionen bis 360 Millionen Euro. Bisher waren maximal 270 Millionen Euro avisiert worden. Mittelfristig soll bislang der Umsatz jährlich um 4 bis 5 Prozent wachsen und die Marge auf 6 bis 7 Prozent zulegen. Der Bilfinger-Vorstand um Unternehmenschef Schulz will am 2. Dezember im Rahmen eines Kapitalmarktes neue Mittelfristziele bis zum Jahr 2030 veröffentlichen. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um acht Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro, wie der das Unternehmen in Mannheim weiter mitteilte. Dabei profitierte Bilfinger von einer höheren Nachfrage aus der Öl- und Gasindustrie sowie Pharmabranche. Erlösrückgänge verzeichnete das Unternehmen den Angaben zufolge hingegen im Geschäft mit der Chemieindustrie. Das operative Ergebnis legte um sechs Prozent auf 81 Millionen Euro zu. Dazu trug auch ein Sparprogramm bei. Unter dem Strich verharrte der Gewinn mit 55 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau. Bilfinger erhielt in den drei Monaten Aufträge im Wert von knapp 1,4 Milliarden Euro - ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr. Größere Bestellungen gab es aus der Chemie, Halbleiter- und Wasserstoffproduktion. Der Auftragsbestand schwoll damit bis Ende September auf gut 4,4 Milliarden "Euro an./mne/niw/mis https://www.onvista.de/news/2025/11-13-dws-steigt-bei-indischem-vermoegensverwalter-ein-0-20-26449855
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Highländer49
Bilfinger
Financial results Q3 2025 https://www.bilfinger.com/en/news/press-releases/details/financial-results-q3-2025/#news-anquor Hat das Ergebnis Eure Erwartungen erfüllt?
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schlauerdedneu
Aktienrückkaufprogramm ab 01.07.2022

Der Vorstand der Bilfinger SE hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats heute beschlossen, ein neues Aktienrückkaufprogramm ab 1. Juli 2022 zu starten. Im Rahmen des Programms können maximal bis zu 4.103.732 eigene Aktien der Bilfinger SE zu einem maximal aufzuwendenden Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) von 100 Millionen Euro über die Börse erworben werden. Das Programm wird längstens bis zum 17. März 2023 laufen.

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schlauerdedneu
„Ein Energieembargo würde kurzfristig eine ...

THOMAS SCHULZ IM INTERVIEW

Das aktuelle Geschäftsjahr hat für Thomas Schulz, seit März Vorstandschef des lange kriselnden Traditionsunternehmens Bilfinger, mit einer Erfolgsmeldung begonnen. Um 14 Prozent stieg der Umsatz des Industriedienstleisters im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr, mit nennenswerten Zuwächsen in allen Segmenten und Regionen, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. In seinem ersten Interview nach seinem Antritt im März lobt der Manager dafür auch seine Vorgänger: „Es ist in den vergangenen Jahren sehr viel sehr gute Arbeit bei Bilfinger gemacht worden“, sagte Schulz dem Handelsblatt. Das Unternehmen sei heute sehr stark aufgestellt. Der SDax-Konzern profitiert derzeit von einer verbesserten Auftragslage in der Öl- und Gasindustrie, die auch durch den Konflikt des Westens mit Russland und die daraus entstandenen Preissteigerungen für Energie derzeit Auftrieb erhält. „Wenn sich der Markt da gut entwickelt, ist das natürlich positiv“, erklärte Schulz. Inwieweit das langfristig so bleibe, sei allerdings fraglich. Als Worst-Case-Szenario sieht der Bilfinger-Chef dabei eine Eskalation des Konflikts, die in einen Gaslieferstopp münden könnte. „Für uns bei Bilfinger allerdings würde ein Energieembargo kurzfristig wohl eine bessere Auftragslage bedeuten“, sagte Schulz. Viele Industrieanlagen müssten mangels Rohstoffen erst abgeschaltet und dann instandgehalten werden. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht seien die Folgen aber gravierend. „Auch Europa insgesamt würde schwer getroffen, denn Deutschland ist keine Insel und mit vielen EU-Ländern und Staaten außerhalb der EU wirtschaftlich verbunden“, sagte Schulz. Herr Schulz, nachdem Öl und Gas als Energieträger lange abgeschrieben worden sind, erlebt die Branche durch den Ukrainekrieg eine kleine Renaissance. Was bedeutet das für Bilfinger? Dienstleistungen für die Öl- und Gasindustrie gehören zu unseren Kernkompetenzen. Wenn sich der Markt da gut entwickelt, ist das natürlich positiv. Unsere Angebotspalette ist aber sehr breit. Wir wollen unseren Kunden grundsätzlich dabei helfen, effizienter und nachhaltiger zu werden. Technologie ist der Schlüssel dafür, in der Öl- und Gasindustrie, aber auch in unseren anderen Segmenten. Unter Ihren Vorgängern wurden die Kapazitäten im Segment Öl und Gas zuletzt abgebaut. Müssen Sie angesichts der veränderten Marktlage wieder aufbauen? Diese Kapazitätswechsel gibt es bei Bilfinger immer wieder. Es ist deshalb wichtig, dass wir in unser Personal investieren, um auch die Weiterbildung zu fördern. Das hat in der Vergangenheit immer gut funktioniert. Wichtig ist, dass es in keinem Bereich zu Leerläufen kommt oder Personal fehlt, um Aufträge abzuarbeiten. Inwieweit sich die Marktlage bei Öl und Gas langfristig verändert, hängt eng mit der weiteren Entwicklung des Konflikts zwischen dem Westen und Russland zusammen. Auf welche Szenarien bereiten Sie sich dabei vor? Das Worst-Case-Szenario ist eine weitere Eskalation. Die hätte einen spürbaren Effekt auf die Politik und damit auch auf die Wirtschaft. Denkbar ist grundsätzlich auch, dass der Krieg in der Ukraine noch eine lange Zeit weitergeführt wird. Das ist eine ziemlich schlimme Vorstellung, aber darauf muss man vorbereitet sein. Das spielen wir im Topmanagement und auch im Gespräch mit unseren Kunden regelmäßig durch. Bereitet Ihnen die Möglichkeit eines Energieembargos gegen Russland gewisse Sorgen? Ein solcher Schritt wäre sehr gravierend für die deutsche Wirtschaft – und damit auch für die Gesellschaft. Auch Europa insgesamt würde schwer getroffen, denn Deutschland ist keine Insel und mit vielen EU-Ländern und Staaten außerhalb der EU wirtschaftlich verbunden. Für uns bei Bilfinger allerdings würde ein Energieembargo kurzfristig wohl eine bessere Auftragslage bedeuten, denn viele Anlagen, die dann zum Beispiel keinen Rohstoff mehr zugeführt bekommen, müssten abgeschaltet und gleichzeitig instandgehalten werden. Mittelfristig wollen sich die Betreiber diversifizieren und unabhängiger werden. Dieses Transformationsgeschäft ist ebenfalls gut für uns. Eon-Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley hat gefordert, nicht private Haushalte, sondern die Industrie prioritär zu beliefern, wenn das Erdgas knapp werden sollte. Was halten Sie davon? Ich glaube, hier herrscht ein Irrglaube. Viele denken, wenn das Gas abgestellt wird, dann bekommt die Wirtschaft keine Lieferung mehr, und die Leute sitzen zu Hause im Warmen, und alles ist in Ordnung. Das ist mitnichten so. Die Wirtschaft ist ja nicht unabhängig von den Menschen. Wenn Betriebe schließen müssen, dann gibt es keine Arbeit und auch kein Geld. Die verbale Trennung von Wirtschaft und Gesellschaft ist falsch und gefährlich. Die Politik muss hier einen Ausgleich schaffen, wie immer der auch aussieht. Vor dem Ukrainekrieg ging Bilfinger durch viele Jahre der Krise. Ihr Vorgänger musste während der Restrukturierung noch zahlreiche Rechtsstreitigkeiten lösen, die aus mehreren Korruptionsskandalen resultierten. Bleiben Sie davon verschont? Es ist in den vergangenen Jahren sehr viel sehr gute Arbeit bei Bilfinger gemacht worden. Sehr viele der Probleme wurden gelöst. Was nicht gelöst wurde, ist bekannt. Der ganze Prozess hat das Unternehmen sehr krisenfest gemacht. Wir sind heute extrem stark aufgestellt. Während der Restrukturierung hat sich Bilfinger deutlich verkleinert. Ist die Schrumpfkur jetzt abgeschlossen? Schrumpfkur ist nicht das richtige Wort. Es ging darum, sich auf die Kernkompetenzen von Bilfinger zu fokussieren. Man sollte dort investieren und wachsen, wo man gut ist. Dieser Prozess ist nie abgeschlossen, das ist eine der Hauptaufgaben für das Topmanagement. Gute Unternehmen sind immer in der Lage, sich neu zu erfinden. Wie wollen Sie Bilfinger neu erfinden? Die internationale Wirtschaft steht vor komplexen Aufgaben, allem voran steht dabei der Wandel zu mehr Nachhaltigkeit. In einer solch komplexen Welt tendieren Unternehmen dazu, Aufgaben, die nicht zu ihren Kernkompetenzen gehören, auszulagern. Das ist für Dienstleister eine gute Nachricht. Wir kennen uns mit Industrieanlagen aus und wissen, wie man sie effizient und nachhaltig betreibt. Dabei gibt es in vielen Industrien in vielen Teilen der Welt noch erhebliches Verbesserungspotenzial, das wollen wir in Zusammenarbeit mit unseren Kunden heben. Ihr Vorgänger musste teilweise harte Kritik von aktivistischen Investoren einstecken. Hatten Sie schon Gelegenheit, Ihre Ideen mit den Aktionären zu diskutieren? Wenn man als neuer Vorstandsvorsitzender in ein Unternehmen kommt, bringt man in der Regel schon alles mit, was gewünscht ist. Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch. Mir geht es unter anderem darum, die Eigenverantwortung bei den Mitarbeitern zu fördern. Hier macht Bilfinger schon viel richtig. Diese hervorragende Kompetenz will ich weiterentwickeln, und dafür bin ich auch geholt worden.

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schlauerdedneu
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 erneut bestäti
15.06.2022 Pressemeldungen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 erneut bestätigt Der Aufsichtsrat der Bilfinger SE und die Finanzvorständin des Unternehmens, Christina Johansson, haben sich heute im besten gegenseitigen Einvernehmen darauf verständigt, dem Wunsch von Christina Johansson zu entsprechen, ihr Vorstandsamt zum 30. Juni 2022 aus persönlichen Gründen zu beenden. Christina Johansson hat dementsprechend die Niederlegung ihres Mandats als Mitglied des Vorstandes mit Wirkung zum 30. Juni 2022 erklärt und zieht sich aus dem Tagesgeschäft zurück. Christina Johansson hat, zeitweise in dreifacher Aufgabenstellung als CFO, Interims-CEO und Arbeitsdirektorin, mit großem persönlichen Einsatz und sehr erfolgreich für Bilfinger Verantwortung getragen. Dank Ihres konsequenten Kostenmanagements in den Jahren 2019 und 2020 konnte Bilfinger den Covid-bedingten Einbruch 2020 weitgehend kompensieren. Im Jahr 2021 wurde unter ihrer Führung das beste Resultat der jüngeren Firmengeschichte erzielt. Nachdem mit dem Eintritt von Dr. Thomas Schulz als Vorstandsvorsitzender diese Übergangzeit erfolgreich abgeschlossen werden konnte, will sie sich jetzt neuen beruflichen Aufgaben widmen. Der Aufsichtsrat der Bilfinger SE hat diese persönliche Entscheidung von Frau Johansson mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen, ihrem Wunsch aber in beiderseitigem Einvernehmen entsprochen. „Im Namen des Aufsichtsrats und des gesamten Bilfinger-Teams möchte ich Christina Johansson für ihr großartiges und sehr erfolgreiches Engagement als CFO, Interims-CEO und Arbeitsdirektorin danken“, sagte Dr. Eckhard Cordes, Vorsitzender des Bilfinger-Aufsichtsrats. „Unter ihrer Mitwirkung wurde die Transformation zu einem international führenden Industriedienstleister weiter vorangetrieben und damit Bilfinger fokussierter und profitabler aufgestellt. Wir wünschen ihr für ihre Zukunft alles Gute.“ Der seit März amtierende Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Schulz dankte Christina Johansson ebenfalls für die Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten und ihre Bereitschaft das Unternehmen interimistisch zu führen. „Eine solche dreifache Verantwortung zu tragen, ist keine Selbstverständlichkeit. Aber so wurden die Grundlagen gelegt, auf denen die neue Führung jetzt aufsetzen kann. Wir werden den Weg entschlossen weitergehen, die Zukunftsthemen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit aktiv mitzugestalten und hier weitere Wachstumspotentiale für Bilfinger zu erschließen.“ Christina Johansson sagte: „Ich möchte allen Kollegen, Kunden und Partnern sowie dem Aufsichtsrat von Bilfinger für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen vier Jahren danken. Mein Ziel war es, Bilfinger weiter zu stärken und wieder profitabler und wettbewerbsfähiger zu machen, was auch gelungen ist. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt haben. Für mich ist nun die Zeit gekommen, um mich neuen beruflichen Aufgaben zuzuwenden.“ Zum Nachfolger hat der Aufsichtsrat Matti Jäkel, derzeit Executive President der Bilfinger Division Other Operations, bestellt. Er übernimmt zum 1. Juli für drei Jahre die Aufgabe des Finanzvorstands. Matti Jäkel hat seit 1989 in mehreren Positionen für Bilfinger gearbeitet und hat mit der Verbindung seiner Kompetenzen als Betriebswirt und Bauingenieur wesentlich zur Weiterentwicklung des Unternehmens beigetragen. Den Aufbau des heutigen Kerngeschäfts von Bilfinger als Industriedienstleister hat er seit 2010 an zentralen Stellen mitgeprägt. Darüber hinaus hat er als Finance Director der früheren Division Industrial Maintenance sowie der Region Continental Europe umfassende Erfahrung im Bereich Finanzen und Controlling gesammelt. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Bilfinger SE, Dr. Eckhard Cordes sagte: „Wir freuen uns, dass wir mit Matti Jäkel eine kompetente und erfahrene Führungskraft aus dem Unternehmen als Finanzvorstand gewinnen konnten.“ Für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Thomas Schulz ist Matti Jäkel „die ideale Ergänzung des Vorstandsteams, da er wie kaum ein anderer die positiven Traditionen und den Willen zur profitablen Weiterentwicklung von Bilfinger verbindet.“ Der Mitte Mai 2022 von Bilfinger bestätigte Ausblick für das Geschäftsjahr 2022, die Mittelfristziele für das Jahr 2024 und die strategische Ausrichtung des Konzerns werden erneut bestätigt. Bilfinger wird die Zahlen für das erste Halbjahr 2022 wie geplant am 11. August 2022 veröffentlichen.
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Reecco
Hmmm..
von Nordex zu Bilfinger umgeschichtet ?
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Häufig gestellte Fragen zur Bilfinger Aktie und zum Bilfinger Kurs

Der aktuelle Kurs der Bilfinger Aktie liegt bei 118,00 €.

Für 1.000€ kann man sich 8,47 Bilfinger Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Bilfinger Aktie lautet BFLBF.

Die 1 Monats-Performance der Bilfinger Aktie beträgt aktuell 7,86%.

Die 1 Jahres-Performance der Bilfinger Aktie beträgt aktuell 156,80%.

Der Aktienkurs der Bilfinger Aktie liegt aktuell bei 118,00 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 7,86% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Bilfinger eine Wertentwicklung von 19,25% aus und über 6 Monate sind es 26,00%.

Das 52-Wochen-Hoch der Bilfinger Aktie liegt bei 119,40 €.

Das 52-Wochen-Tief der Bilfinger Aktie liegt bei 46,05 €.

Das Allzeithoch von Bilfinger liegt bei 119,40 €.

Das Allzeittief von Bilfinger liegt bei 11,17 €.

Die Volatilität der Bilfinger Aktie liegt derzeit bei 37,66%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Bilfinger in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 110,50 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von -5,72%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 110,50 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von -5,72%.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Bilfinger Kursziel beträgt 110,50 €. Das ist -5,72% niedriger als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Bilfinger 1 x zum Kauf, 1 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Bilfinger Kursziel beträgt 110,50 €. Das ist -5,72% niedriger als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Bilfinger 1 x zum Kauf, 1 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 110,50 €. Dieser Wert liegt unter dem aktuellen Kurs. Analysten erwarten somit kein weiteres Potenzial.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die Bilfinger Aktie bei 110,50 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach unten bei der Bilfinger Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 4,06 Mrd. €

Insgesamt sind 37,7 Mio Bilfinger Aktien im Umlauf.

Am 26.08.1996 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

Am 26.08.1996 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Bilfinger bei 53%. Erfahre hier mehr

Bilfinger hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Bilfinger gehört zum Sektor Bau- u. Ingenieurswesen.

Das KGV der Bilfinger Aktie beträgt 20,41.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Bilfinger betrug 5.037.500.000 €.

Die nächsten Termine von Bilfinger sind:
  • 04.03.2026 - Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2025
  • 13.05.2026 - Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht (Stichtag Q1)
  • 20.05.2026 - Hauptversammlung
  • 12.08.2026 - Quartalsmitteilung Q2 2026 und Zwischenbericht 1. Halbjahr 2026
  • 11.11.2026 - Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht (Stichtag Q3)

Ja, Bilfinger zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 15.05.2025 eine Dividende in Höhe von 2,40 € gezahlt.

Zuletzt hat Bilfinger am 15.05.2025 eine Dividende in Höhe von 2,40 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 2,05%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Bilfinger wurde am 15.05.2025 in Höhe von 2,40 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 2,05%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 15.05.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 2,40 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.