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Aktien Frankfurt: Dax nach US-Jobdaten unter 25.000 Punkten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Mittwoch nach dem US-Arbeitsmarktbericht seine zuvor erlittenen Verluste geringfügig reduziert. Der Jobbericht hatte ein gutes Zeugnis für den Zustand der US-Wirtschaft abgeliefert. In der Folge orientierte sich der deutsche Leitindex am Nachmittag wieder etwas näher an die 25.000-Punkte-Marke, die sich an den beiden Vortagen als zu hohe Charthürde erwiesen hatte.

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Am Nachmittag gab der Dax aber noch 0,2 Prozent auf 24.932 Punkte nach. Er blieb damit auf Abstand zu seiner Bestmarke von 25.507 Zählern aus dem Januar. Besser schlägt sich der EuroStoxx , der es nach seinem Vortagsrekord am Mittwoch zuletzt knapp ins Plus schaffte. Für den MDax dagegen ging es nun um 0,64 Prozent auf 31.757 Zähler bergab.

Die Zahl der Stellen, die in den USA außerhalb der Landwirtschaft neu geschaffen wurden, war im Januar unerwartet kräftig gestiegen. Auf der einen Seite ist dies ein positives Konjunktursignal, auf der anderen Seite jedoch schränkt es den geldpolitischen Spielraum der US-Notenbank Fed ein. Laut dem Experten Ralf Umlauf von der Helaba dürften die Zinssenkungserwartungen "einen Dämpfer bekommen".

In Deutschland war am Mittwoch in puncto Unternehmensberichte einiges los. Aus dem Dax konnte die Commerzbank (Commerzbank Aktie) nicht damit punkten, dass sich das Finanzinstitut für 2026 mehr als 3,2 Milliarden Euro Gewinn vornimmt. Laut dem Marktanalysten Andreas Lipkow vom Broker CMC Market erfüllte dies nicht ganz die hohen Erwartungen einiger Marktteilnehmer. Die Folge war ein zuletzt 3,7 Prozent hoher Abschlag. Zeitweise erreichten die Aktien ein Tief seit Ende November.

Auch die Aktien der Deutschen Telekom gerieten im Tagesverlauf mit 2,7 Prozent unter Druck, hier nach den Geschäftszahlen von T-Mobile US . Die US-Mobilfunktochter übertraf im vierten Quartal beim Umsatz zwar leicht die Erwartungen, blieb beim Ergebnis je Aktie aber darunter.

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Auf der Gewinnerseite standen Immobilienwerte, wobei Vonovia (Vonovia Aktie) ein Hoch seit Ende November erreichten. Am begehrtesten waren jedoch die Aktien des Energietechnikkonzerns Siemens Energy , die ihre Rekordjagd mit dem Sprung über die Marke von 160 Euro fortsetzten. Laut Lucas Ferhani vom Analysehaus Jefferies lagen die Auftragseingänge, der bereinigte Gewinn und der Zufluss freier Finanzmittel im ersten Geschäftsquartal weit über den Erwartungen.

Wieder bemerkbar machten sich nach einer Stabilisierung in den vergangenen Tagen die Sorgen der Anleger, dass die Künstliche Intelligenz in einigen Branchen die Geschäftsmodelle gefährden könnte. Aktien wie SAP (SAP Aktie) , Scout24 und Zalando (Zalando Aktie) gehörten wieder zu den größeren Verlierern. Neu erwischte es nun Online-Broker, weshalb der Kurs von Flatexdegiro um acht Prozent absackte.

Außerdem zeigten Rüstungswerte wie Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) , Renk oder Hensoldt wieder Schwäche. TKMS konnten sich dieser Abwärtstendenz nicht entziehen, obwohl der Marineschiffbauer seine Umsatzprognose nach oben geschraubt hat. Die Titel des MDax-Mitglieds sanken um 1,8 Prozent.

Einen Schock versetzte Gerresheimer seinen Anlegern. Der Kurs brach um 30 Prozent ein, weil der Verpackungshersteller wegen weiterem Anpassungsbedarf erneut seinen Geschäftsbericht verschiebt. Laut dem UBS-Experten Olivier Calvet kam eine erneute Gewinnwarnung hinzu und auch der Ausblick auf das neue Jahr liege unter den Erwartungen.

Besseres hatte der Gerresheimer-Konkurrent Schott Pharma zu berichten, dessen Kurs um 8,4 Prozent anzog, nachdem der Start in das neue Geschäftsjahr die Erwartungen klar übertroffen hatte. Noch deutlicher um fast zehn Prozent stiegen im SDax jedoch die Verbio -Aktien nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank.

Generell gefragt waren noch Stahlwerte, was sich bei Salzgitter mit mehr als vier Prozent Plus zeigte. Die Rally fand statt im Kielwasser des Konkurrenten ArcelorMittal , der von Jefferies mit dem Argument politischer Schutzmaßnahmen zum Kauf empfohlen wurde. Die europäische Stahlbranche werde deutlich höhere Gewinne einfahren als in der Vergangenheit, argumentierte Analyst Cole Hathorn./tih/jha/

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