Bild eines aufgetauchten U-Boots.
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TKMS nach den Zahlen: Die Aktie ist einfach viel zu teuer!

Der deutsche Marinespezialist hat nach einem verhaltenen Start in 2026 zwar seine Prognose angehoben, doch die Unternehmensbewertung ist nicht gerechtfertigt.
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TKMS mit verhaltenem Jahresauftakt

Die im vergangenen Jahr von ThyssenKrupp abgespaltene Marinetochter TKMS hat sich am Mittwochmorgen mit Zahlen zum ersten Quartal zu Wort gemeldet.

Demnach fielen die Erlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1 Prozent auf 545 Millionen Euro. Infolge einer geringfügig verbesserten EBIT-Marge (von 4,7 auf 4,8 Prozent) konnte das Betriebsergebnis jedoch konstant bei 26 Millionen Euro gehalten werden. Der freie Cashflow belief sich auf 33 Millionen Euro.

Mehr Umsatz und verbesserte Marge in Aussicht gestellt

Während der Umsatz leicht gesunken ist, kletterten die Auftragseingänge um 904 Millionen Euro. Vor allem ein Großauftrag der deutschen Marinestreitkräfte über die Lieferung von Torpedos füllte das Orderbuch.

Insgesamt beläuft sich der Auftragsbestand auf 18,7 Milliarden Euro, worin allerdings die Bestellung von zwei U-Booten durch Norwegen noch nicht verbucht ist.

Angesichts der starken Auftragslage hat das Management um CEO Oliver Burkhard seine Gesamtjahresprognose angehoben. Erwartet wird ein Umsatzwachstum von 2 bis 5 Prozent, nachdem bislang mit -1 bis +2 Prozent gerechnet wurde. Die bereinigte EBIT-Marge soll auf 6 Prozent in diesem Jahr und langfristig auf bis zu 8 Prozent steigen.

Investoren reagieren mit Gewinnmitnahmen

Für den Geschmack der Anlegerinnen und Anleger sind die von TKMS vorgelegten Zahlen zu wenig. Die Aktie verliert zur Wochenmitte rund 2,5 Prozent an Wert.

Zwar steht gegenüber dem Ausgabepreis von 60 Euro eine Performance von mehr als 50 Prozent zu Buche, doch an der zwischen 100 und 103 Euro liegenden Widerstandszone scheint für die Käuferinnen und Käufer der Aktie kein Vorbeikommen.

Unter 90 Euro riskiert die Aktie eine übergeordnete Top-Bildung und eine mögliche Korrektur bis zur 50-Tage-Linie bei rund 81,50 Euro beziehungsweise bis zur Aufwärtstrendlinie bei rund 75 Euro. Mit Blick auf die technischen Indikatoren hat TKMS jedenfalls bereits eine Menge des Schwungs vom letzten Jahr eingebüßt.

Fazit: TKMS-Aktie? Nein, Danke!

Mit Blick auf die Unternehmensbewertung ist Zurückhaltung am Markt verständlich. TKMS ist für 2026 bereits mit fast dem 50-Fachen der erwarteten Gewinne bewertet. Selbst für 2027 steht noch ein KGVe von 41,3 zu Buche. Das liegt weit über den Gewinnvielfachen von Mitbewerbern wie Fincantieri und Huntington Ingalls Industries, die mit einem KGVe 2026 von 36,5 beziehungsweise 23,8 bewertet sind.

Auch das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) von TKMS ist mit 3,3 außerordentlich teuer (Branchendurchschnitt: 1,9). Auf dem aktuellen Kurs- und Bewertungsniveau gibt es daher nur wenig, was für einen Kauf der Aktie spricht – selbst nach der angehobenen Geschäftsprognose für 2026.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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