- Takaichis Wahlsieg beflügelt die heimischen Märkte.
- Der Yen erreicht ein Zwei-Wochen-Hoch bei 152,28 pro Dollar.
- Analysten warnen vor einer möglichen Marktüberhitzung.
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Die positive Marktstimmung ist das Ergebnis des historischen Wahlsiegs von Premierministerin Sanae Takaichi. Ihre politische Stärke beflügelt die heimischen Märkte, da Investoren auf eine Durchsetzung von Steuererleichterungen und Ausgabenprogrammen hoffen. Takaichi setzt dabei auf eine proaktive Fiskalpolitik, die bereits als Teil des "Takaichi-Trades" das Wachstum auf neue Rekordhöhen trieb.
Trotz der Aufwärtsdynamik warnen Analysten vor einer Überhitzung des Marktes. "Das Gefühl einer Überhitzung scheint sich zu verstärken, sodass es von nun an zu Gewinnmitnahmen kommen könnte", sagte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura (Nomura Aktie) Securities. Der Nikkei erreichte einen 14-tägigen Relative-Stärke-Index von 72 Punkten, was auf eine mögliche Trendwende hindeutet.
Die Entwicklung des Yen und der japanischen Staatsanleihen (JGBs) gab ebenfalls Anlass zur Aufmerksamkeit. Der Yen erreichte ein Zwei-Wochen-Hoch bei 152,28 pro Dollar (Dollarkurs). Diese überraschende Stärke des Yen wird von Marktbeobachtern mit Takaichis politischem Sieg und der Auflösung von Short-Positionen im Yen in Verbindung gebracht.
Trotz dieser positiven Entwicklungen bleiben einige Herausforderungen bestehen. Joël Le Saux, Portfolio Manager bei Eurizon Fund, betonte, dass die Marktstimmung zunehmend von strukturellen Faktoren geprägt sei. Insbesondere der Übergang von einem deflationären zu einem inflationsgeprägten Umfeld habe die Preissetzungsmacht japanischer Unternehmen gestärkt und das langjährige Gewinnwachstum unterstützt.
Zudem wirkt sich der zunehmende Fokus auf Corporate Governance und Kapitaldisziplin positiv aus. Unternehmen konzentrieren sich verstärkt auf die Aktionärsrendite, insbesondere durch Aktienrückkäufe. Diese Rückkäufe tragen zu einem jährlichen EPS-Wachstum von etwa zwei Prozent bei.
Dennoch weist Le Saux darauf hin, dass der Markt derzeit hoch bewertet ist und viele positive Erwartungen bereits eingepreist sind. Mit steigenden Zinsen könnten zinssensitive Sektoren wie Immobilien unter Druck geraten, während Banken und Finanzwerte von den höheren Renditen profitieren könnten.
Fazit
Der japanische Aktienmarkt befindet sich in einem strukturellen Wandel, der das Wachstum fördert. Doch die gestiegenen Bewertungen und die anziehenden Renditen machen den Markt zunehmend empfindlich.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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