Der Mercedes-Stern, das Logo des Daimler-Konzerns.
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Mercedes nach den Zahlen: Verblasst der Stern nur oder geht er unter?

Mercedes-Benz hat die Anleger am Donnerstag kalt erwischt. Schwache Quartalszahlen, ein vorsichtiger Ausblick und eine gekürzte Dividende schickten die Aktie zunächst deutlich auf Talfahrt. Zwar konnte das Papier einen Teil der Verluste im Tagesverlauf wieder aufholen – doch unter dem Strich bleibt vor allem Ernüchterung.
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Die Zahlen selbst liefern wenig Grund zur Hoffnung. Im vierten Quartal brachen die Umsätze um 12,4 Prozent auf 33,690 Milliarden Euro ein. Auf Jahressicht 2025 schrumpfte der Erlös um 9,2 Prozent auf 132,214 Milliarden Euro. Noch deutlicher traf es die Ertragskraft: Das EBIT halbierte sich im Schlussquartal nahezu auf 1,508 Milliarden Euro, während es im Gesamtjahr um 57,2 Prozent auf 5,82 Milliarden Euro zurückging.

Auch unter dem Strich zeigt sich der Druck. Der Nettogewinn sank im vierten Quartal um 44,2 Prozent auf 1,453 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr blieb ein Minus von fast 49 Prozent auf 5,331 Milliarden Euro.

Analysten reagierten entsprechend kritisch. Jefferies sprach von klar verfehlten Erwartungen – vor allem wegen der schwachen Margen in der Pkw-Sparte. Nur 2,6 Prozent im vierten Quartal und 5 Prozent im Gesamtjahr sind weit entfernt von früheren Profitabilitätsniveaus. Oddo BHF sieht die Ergebnisse ebenfalls deutlich unter Konsens und verweist auf enttäuschende Volumen-, Mix- und Preiseffekte.

Zusätzlich belastet der Blick nach vorn. Für 2026 stellt Mercedes lediglich stabile Umsätze in Aussicht. Zwar soll das EBIT steigen, doch der Free Cashflow dürfte unter dem Vorjahresniveau liegen. In der wichtigen Pkw-Sparte peilt der Konzern lediglich eine operative Marge von 3 bis 5 Prozent an – deutlich unter den Markterwartungen.

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Oddo BHF warnt sogar vor einem erneuten deutlichen Gewinnrückgang in diesem Segment. Die Analysten sehen strukturelle Probleme: schwächere Nachfrage, Modellumstellungen, zunehmender Preisdruck sowie eine weiterhin schwierige Lage in China.

Für etwas Beruhigung sorgte lediglich die Ankündigung, den milliardenschweren Anteil an Daimler (Daimler Aktie) Truck zu reduzieren und die Erlöse an die Aktionäre zurückzugeben – eine Art Sonderausschüttung durch die Hintertür. Doch strategisch ändert das wenig.

Fazit:

Charttechnisch hat Mercedes zumindest die wichtige Marke um 55 Euro verteidigt – sie wurde nur kurz getestet. Das ist derzeit allerdings auch das einzige positive Signal nach den Zahlen.

Fundamental bleibt das Bild trüb. Die Luxus-Strategie von CEO Ola Källenius liefert zwar hohe Preise, aber zunehmend schwaches Volumen und schwindende Margen. Sollte der Konzern hier nicht umsteuern, wirkt der eingeschlagene Kurs mehr wie ein Bremsklotz als ein Wachstumstreiber.

Für Anleger heißt das vorerst: beobachten statt einsteigen. Vertrauen muss sich Mercedes erst wieder verdienen.

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Redaktion Ariva/MW


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