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Krieg im Mittleren Osten: Trump und Netanjahu lassen weltweit Märkte abstürzen!

Die erneute Eskalation politischer Spannungen im Mittleren Osten lässt Aktienmärkte rund um die Welt abstürzen. Die Korrektur könnte dieses Mal von Dauer sein.
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Eine in Flammen stehende Weltkugel mit einem fallenden Candlestick-Chart.
Quelle: - KI-generiertes Symbolbild (ChatGPT).
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"Friedenspräsident Trump" eskaliert erneut

Trotz laufender Verhandlungen haben die USA und Israel die politischen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten erneut militärisch eskaliert und in einem Enthauptungsschlag am Samstagmorgen Teile der iranischen Staatsführung ausgeschaltet. 

Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen nicht nur auf Israel, sondern auch auf US-Militärbasen in der Region sowie auf (touristische) Infrastruktur in den angrenzenden Golfstaaten. Außerdem wurde die Sperrung der für den weltweiten Öl- und Gastransport wichtigen Straße von Hormuz angekündigt.

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Ölpreise gehen durch die Ecke, schwache Vorgaben durch Asien

Die Folgen für die weltweiten Finanzmärkte sind zum Wochenauftakt weitreichend. So explodieren die Kosten für Energieträger. Das Barrel Brent liegt fast zweistellig im Plus bei rund 80 US-Dollar, auch der Preis für US-Öl (WTI) verteuert sich um mehr als 9 Prozent auf über 73 US-Dollar pro Fass. Der Preis für Erdgas am Henry Hub legt um mehr als 5 Prozent zu, während Gasöl am Handelsplatz im London explodiert und mehr als 20 Prozent gewinnt.

Umgekehrt geben die Kurse am Aktienmarkt spürbar nach. In Asien verlor der japanische Leitindex Nikkei 1,4 Prozent an Wert, während der technologielastige Hang Seng um 2,1 Prozent nachgab. Erstaunlich fest präsentierten sich dagegen chinesische Festlandbörsen mit leichten Zugewinnen, während der zuletzt heiß gelaufene südkoreanische Aktienmarkt (mit den Highflyern Samsung und SK Hynix) feiertagsbedingt geschlossen blieb. Der ETF auf den MSCI South Korea Index allerdings wurde in der US-Vorbörse mit einem Abschlag von knapp 5 Prozent gehandelt.

Börsen in Europa tiefrot, TUI und Lufthansa fliegen aus den Depots

An europäischen Handelsplätzen geben Aktien zum Wochenauftakt im Schnitt zwischen 2 bis 3 Prozent nach. Der rohstofflastige FTSE 100 verliert in London nur ein Prozent an Boden, deutlich härter trifft es den spanischen IBEX 35 mit Abgaben von knapp 3 Prozent.

Der DAX büßt rund 2 Prozent ein. Schlimmeres am deutschen Aktienmarkt wird durch einen neuen Run auf Rüstungswerte wie Hensoldt, Renk und Rheinmetall verhindert, während vor allem auf ungestörte Handelswege und Lieferketten angewiesene Automobiltitel, wie Continental und Daimler Truck zu den größten Verlierern im deutschen Leitindex gehören.

Ebenfalls stark vom Abverkauf betroffen sind Touristik- und Reisetitel wie TUI und die Lufthansa. Hier bedeutet der starke Ölpreisanstieg Gegenwind, außerdem sitzen nach Medienangaben zwei Schiffe von Tui in Dubai fest, das am Wochenende ebenfalls Ziel von iranischen Angriffen wurde.

VIX-Explodiert, Lage für US-Aktien verschärft sich

Auf einen schwachen Wochenauftakt steuern auch die US-Indizes hin mit Verlusten von rund 1,5 Prozent. Die Verunsicherung war hier in den vergangenen Wochen im Rahmen des Abverkaufs von KI- und Software-Titeln ohnehin gestiegen, wie der Aufwärtstrend des Volatilitätsbarometers VIX anzeigt.

Dieser explodiert im vorbörslichen Handel um mehr als 20 Prozent auf zeitweise über 25 Punkte. Bereits 20 Zähler bedeuten ein Kursniveau, das viele automatisierte Handelssysteme zum Verkauf von Positionen zwingt. Bereits am Freitag hatte der US-Gesamtmarktindex S&P 500 unter der 50-Tage-Linie geschlossen, das stellt ein technisches Verkaufssignal dar. Die steigende Volatilität könnte sich daher in fortgesetztem Abgabendruck niederschlagen.

Sichere Häfen gefragt, aber nicht alle gleichermaßen

Die in den vergangenen Wochen und Monaten äußerst schwachen Kryptowährungen präsentieren sich vergleichsweise fest mit geringfügigen Aufschlägen gegenüber dem Freitag. Aufgrund ihrer hohen Konvertierbarkeit eignen sich Bitcoin und Co. als Fluchtwährungen für Menschen, die Schutz vor den Angriffen suchen und ausreisen.

Als sichere Häfen präsentieren sich am Montag einmal mehr auch Gold und Silber mit Aufschlägen von jeweils rund 3 Prozent. Auch Anleihen sind gefragt. Hier allerdings liegt eine bemerkenswerte Diskrepanz vor: US- und japanische Anleihen werden mit geringfügigen Abschlägen abgestoßen, während Investoren vor allem auf europäische Schuldscheine setzen. Der Euro-Bund-Future legt um 0,3 Prozent zu.

Die USA als größter Schuldner der Welt leidet also unter dem Verursacher-Status der erneuten Eskalation politischer und militärischer Spannungen.

Fazit: Globaler Schock mit zahlreichen Folgen

Aus Furcht vor einem Flächenbrand im Nahen und Mittleren Osten flüchten Anlegerinnen und Anleger am Montag aus zahlreichen Anlageklassen. Die hohen Öl- und Gaspreise setzen vor allem den Aktienmarkt unter Druck. Hier kommt erschwerend hinzu, dass die dauerhaft erhöhte Energiepreise den Inflationsdruck erneut verschärfen und gleichzeitig die Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen dämpfen könnten.

Mit Blick auf die einzelnen Branchen präsentieren sich Verteidigungs- und Rohstoffwerte als Gewinner. Auch die Anteile von Reedereien wie Hapag-Lloyd und Maersk sind gefragt, da die Frachtraten aufgrund der in den kommenden Monaten zu erwartenden Umwege und Verzögerungen explodieren. Verlierer sind vor allem Touristik- und Reisewerte sowie Unternehmen mit global verzweigten Lieferketten. Hier droht ein Schock noch größer als die zwischenzeitliche Defacto-Sperre des Roten Meeres durch die Houthi-Milizen.

Jetzt nicht blind einsteigen, sondern abwarten!

Zwar sollten Anlegerinnen und Anleger jetzt nicht in Panik geraten, blind den "Dip" zu kaufen, dürfte aber ein mindestens genau so großer Fehler sein.

Die Verunsicherung am Aktienmarkt war schon vor der Eskalation immer größer geworden, nun erreicht sie einen weiteren Höhepunkt. Das könnte in den kommenden Wochen zu einer größeren Korrektur führen. Von der Hoffnung auf eine rasche Umkehr und neue Allzeithochs sollten Investoren zunächst Abstand halten. Gewinne zu sichern und Cash trocken zu halten sollte jetzt Priorität haben.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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