Krieg im Mittleren Osten: Trump und Netanjahu lassen weltweit Märkte abstürzen!
ARIVA.DE Redaktion  | 
Aufrufe: 4536
A-
A+
Lesemodus
Audio
Teilen
KI-generiertes Symbolbild (ChatGPT).
Die erneute Eskalation politischer Spannungen im Mittleren Osten lässt Aktienmärkte rund um die Welt abstürzen. Die Korrektur könnte dieses Mal von Dauer sein.
Für dich zusammengefasst:
USA und Israel eskalieren militärisch im Nahen Osten.
Trotz laufender Verhandlungen haben die USA und Israel die politischen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten erneut militärisch eskaliert und in einem Enthauptungsschlag am Samstagmorgen Teile der iranischen Staatsführung ausgeschaltet.
Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen nicht nur auf Israel, sondern auch auf US-Militärbasen in der Region sowie auf (touristische) Infrastruktur in den angrenzenden Golfstaaten. Außerdem wurde die Sperrung der für den weltweiten Öl- und Gastransport wichtigen Straße von Hormuz angekündigt.
Ölpreise gehen durch die Ecke, schwache Vorgaben durch Asien
Die Folgen für die weltweiten Finanzmärkte sind zum Wochenauftakt weitreichend. So explodieren die Kosten für Energieträger. Das Barrel Brent liegt fast zweistellig im Plus bei rund 80 US-Dollar, auch der Preis für US-Öl (WTI) verteuert sich um mehr als 9 Prozent auf über 73 US-Dollar pro Fass. Der Preis für Erdgas am Henry Hub legt um mehr als 5 Prozent zu, während Gasöl am Handelsplatz im London explodiert und mehr als 20 Prozent gewinnt.
Umgekehrt geben die Kurse am Aktienmarkt spürbar nach. In Asien verlor der japanische Leitindex Nikkei 1,4 Prozent an Wert, während der technologielastige Hang Seng um 2,1 Prozent nachgab. Erstaunlich fest präsentierten sich dagegen chinesische Festlandbörsen mit leichten Zugewinnen, während der zuletzt heiß gelaufene südkoreanische Aktienmarkt (mit den Highflyern Samsung und SK Hynix) feiertagsbedingt geschlossen blieb. Der ETF auf den MSCI South Korea Index allerdings wurde in der US-Vorbörse mit einem Abschlag von knapp 5 Prozent gehandelt.
Börsen in Europa tiefrot, TUI und Lufthansa fliegen aus den Depots
An europäischen Handelsplätzen geben Aktien zum Wochenauftakt im Schnitt zwischen 2 bis 3 Prozent nach. Der rohstofflastige FTSE 100 verliert in London nur ein Prozent an Boden, deutlich härter trifft es den spanischen IBEX 35 mit Abgaben von knapp 3 Prozent.
Der DAX büßt rund 2 Prozent ein. Schlimmeres am deutschen Aktienmarkt wird durch einen neuen Run auf Rüstungswerte wie Hensoldt, Renk und Rheinmetall verhindert, während vor allem auf ungestörte Handelswege und Lieferketten angewiesene Automobiltitel, wie Continental und Daimler Truck zu den größten Verlierern im deutschen Leitindex gehören.
Ebenfalls stark vom Abverkauf betroffen sind Touristik- und Reisetitel wie TUI und die Lufthansa. Hier bedeutet der starke Ölpreisanstieg Gegenwind, außerdem sitzen nach Medienangaben zwei Schiffe von Tui in Dubai fest, das am Wochenende ebenfalls Ziel von iranischen Angriffen wurde.
VIX-Explodiert, Lage für US-Aktien verschärft sich
Auf einen schwachen Wochenauftakt steuern auch die US-Indizes hin mit Verlusten von rund 1,5 Prozent. Die Verunsicherung war hier in den vergangenen Wochen im Rahmen des Abverkaufs von KI- und Software-Titeln ohnehin gestiegen, wie der Aufwärtstrend des Volatilitätsbarometers VIX anzeigt.
Dieser explodiert im vorbörslichen Handel um mehr als 20 Prozent auf zeitweise über 25 Punkte. Bereits 20 Zähler bedeuten ein Kursniveau, das viele automatisierte Handelssysteme zum Verkauf von Positionen zwingt. Bereits am Freitag hatte der US-Gesamtmarktindex S&P 500 unter der 50-Tage-Linie geschlossen, das stellt ein technisches Verkaufssignal dar. Die steigende Volatilität könnte sich daher in fortgesetztem Abgabendruck niederschlagen.
Sichere Häfen gefragt, aber nicht alle gleichermaßen
Die in den vergangenen Wochen und Monaten äußerst schwachen Kryptowährungen präsentieren sich vergleichsweise fest mit geringfügigen Aufschlägen gegenüber dem Freitag. Aufgrund ihrer hohen Konvertierbarkeit eignen sich Bitcoin und Co. als Fluchtwährungen für Menschen, die Schutz vor den Angriffen suchen und ausreisen.
Als sichere Häfen präsentieren sich am Montag einmal mehr auch Gold und Silber mit Aufschlägen von jeweils rund 3 Prozent. Auch Anleihen sind gefragt. Hier allerdings liegt eine bemerkenswerte Diskrepanz vor: US- und japanische Anleihen werden mit geringfügigen Abschlägen abgestoßen, während Investoren vor allem auf europäische Schuldscheine setzen. Der Euro-Bund-Future legt um 0,3 Prozent zu.
Die USA als größter Schuldner der Welt leidet also unter dem Verursacher-Status der erneuten Eskalation politischer und militärischer Spannungen.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG9CXK4
, DE000NB130J9
, DE000NB59GF8
, DE000NB4Z5X3
, DE000NB6RFK0
, DE000NB3Z6T0
. Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.