""""Aus meiner Sicht müßte die Abschreibung sich absenken mittelfristig, wenn ich keine neuen Investiionen mehr tätige.""""
Hier vermutet Analytics richtig: die kurz- und mittelfristig abzuschreibenden Güter führen nicht sofort nach Abschreibungsende per Ersatzinvestition zu neuen (abzuschreibenden) Ausgaben, da sie real länger nutzbar sind als die Afa-Dauer beträgt, was uns ja bestätigt wurde.
Somit sind diese Abschreibungen kalkulatorisch höher als die tatsächlichen Ausgaben. Damit sinkt auch die Afa-Summe in den nächsten Jahren, soweit aus der Gesamt-Afa die kurzfristigen zunächst ersatzlos wegfallen (erst recht wenn man die nicht unbeträchtliche GWG-Summe berücksichtigt). Später tritt bei den entsprechenden Ersatzinvestitionen der gleiche Effekt wiederum auf. Das unterscheidet das interne Kostenrechnungswesen vom externen steurlichen und handelsrechtlichen Rechnungswesen.
"""" Bei mir heißt Abschreibung ich spare Steuern, weil ich meine Ausgaben quasi "künstlich" erhöhe über mehre Jahre.""""
Abgesehen davon, dass es Aufwand statt Ausgaben heißen muss, worüber wir hier hinwegsehen können:
Ist der Afa_Aufwand > als die zugehörigen Ausgaben, führt die "vorgezogene" Afa infolger Afadauer < Nutzungsdauer tatsächlich zu einem Steuerkredit, da der aktuelle Gewinn gedrückt wird zu Lasten eines dann höheren Gewinns in späteren Jahren. Die Steuer wird also bezahlt, nur später. Aus dieser temporären Ersparnis kann vermehrt z. B. Darlehensrückzahlung erfolgen mit entsprechend positivem Zinseffekt.
Darüber hinaus ist zu beachten, dass die langlebigen Berkwerksanlagen bis auf kommende Pflegeausgaben bezahlt sind, die zugehörige Afa als steuerlicher Aufwand aber erst in den nächsten 10, 20, 30 oder 40 Jahren anfällt, aber in diesem Zeitraum zu keinen Ausgaben führen, diese sind ja schon getätigt! Das erhöht den cash flow, der in der gegebenen Darlehenssituation eine wesentlichere Größedarstellt als der Nachsteuergewinn.