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K+S wird unterschätzt

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Passende Knock-Outs auf Mercedes-Benz Group AG

Strategie Hebel
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Fallender Mercedes-Benz Group AG-Kurs 4,98 9,72 15,11
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000BD72PQ0 , DE000VK2BMD3 , DE000VX8A4S8 , DE000BD61F05 , DE000BD7BN77 , DE000BD7RSW8 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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K+S AG 13,00 € +4,33% Perf. seit Threadbeginn:   -42,69%
 
Salim R.:

K+S wird unterschätzt

47
28.01.14 12:31
Als ich im August 2013 über die Aktie K+S eine Analyse unter dem Titel „Alle Krähen hacken auf K+S“  schrieb, lag ihr Preis zwischen 17€-18€. Es war die Zeit in der viele Analysten über K+S nur negatives geschrieben haben. Als ich die Fakten studierte, stellte ich fest, dass es eine unbegründete Angst ist, die die Aktie herunterzog. Die Spekulation um niedrigen Kalipreise war das Hauptargument. Es schien mir schon damals unlogisch, dass ein tiefer Kalipreis für alle Kaliproduzenten langfristig sinnvoll wäre. Es lag auf der Hand, dass um Kalipreis letztendlich einen vernünftigen Kompromiss geben muss.

Wie ist die Lage jetzt?
Nun seit August letzten Jahres ist eine Menge geschehen. Der Vorstandschef von Uralkali Baumgartner wurde in Ukraine verhaftet. Der Milliardär und Großaktionär von Uralkali, der den Preiskampf wollte, hat auf Druck von Putin seine Anteile verkaufen müssen. Das politische Verhältnis zwischen Russland und Ukraine verbesserte sich enorm. Es stellte sich heraus, dass Kaligeschäft für die Ukraine ein wichtiger Devisenbringer ist.  
Da der russische Präsident Putin seinen guten Verhältnis zum Nachbarland Ukraine weiter stärken und ausbauen will, fällt mir schwer zu glauben, dass er mit einem Kalipreiskampf weiter machen wird. Meine Schlussfolgerung ist: Der Kalipreis wird wieder steigen!

Wie steht es mit K+S?

Das erste, was mir sofort auffiel, war das gute Management von K+S. Ich habe den Eindruck, dass hervorragende Personen an der Leitung von K+S tätig sind. Sie haben sofort ihre Hausaufgaben gemacht. Es wurde ein Sparprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren auferlegt. 150 Millionen davon werden im Jahr 2014 zu realisieren sein. Der Kauf von Kali Mine in Kanada wurde klugerweise mit Ausgabe von Anleihen finanziert und nicht Bankkrediten, da in einer problematischen Situation man mit Anleihenbesitzern besser verhandeln und gute Kompromisse schließen kann. Mit den Banken wäre das nicht ohne weiteres möglich.
Der andere Vorteil ist: Sollte, aus welchen Gründen auch immer, der Kurs der K+S-Anleihen fallen, könnte K+S ihre Schulden billiger zurück kaufen. Die Kalimine im Kanada, die 2016 in Produktion geht, wird das Produzieren von Kali viel billiger machen. Das bedeutet mehr Gewinn für K+S.  

Wie ist die Bewertung der Aktie?
In meinem Beitrag von August letzten Jahres „ Alle Krähen hacken auf K+S“ sah ich die faire Bewertung der Aktie bei 30€. Diese Bewertung fand in einer Zeit statt, als noch Spannungen zwischen Russland und Ukraine gab. Baumgartner posaunte täglich die Abwärtsspirale des Kalipreises aus. Das Sparprogramm von K+S war noch nicht verkündet worden.
Heute ist die Situation anders: Der Kalipreis wird wieder ansteigen. Der Gewinn von K+S wird sich erhöhen (Sparprogramm, Kalipreisanstieg, Salzgeschäft). Zukunftsvisionen des Managements im Bereich Seltene Erden werden einen positiven Wachstumsschub auf langer Sicht ermöglichen.  Ich sehe aktuell die faire Bewertung der Aktie zwischen 50-60€.
Diese Bewertung habe ich sehr konservativ und fast pessimistisch berechnet. Wenn der brutto Gewinn des Unternehmens für 2013 bei 600 Millionen Euro liegt, und das netto Gewinn ca. 280 Millionen beträgt, dann hätten wir für 2013 einen netto Gewinn von 1,46€ pro Aktie.
Nehmen wir pessimistisch an, dass dieser Gewinn in den nächsten drei Jahren auf diesem Niveau bleibt. Dazu kommt durch das Sparprogramm ein brutto von 500 Millionen Euro hinzu. Netto wäre das wahrscheinlich 280 Millionen. Geteilt durch drei Jahre hätten wir pro Jahr 93 Millionen oder 0,49€ pro Aktie zusätzlich. Also 1,46€ + 0,49€ = 1,95€ pro Jahr pro Aktie. Bei den Kursen von 50€ - 60€ hätte die Aktie eine Gewinnrendite von 4% bzw. 3,2%.
Dieser Prozentsatz ist Momentan bei vielen Aktien gar nicht ungewöhnlich!
Und wie hoch ist der aktuelle Preis der Aktie? Nur 23€!
Meiner Meinung nach ist eine Verdopplung bzw. eine Verdreifachung des Aktienkurses nur eine Frage der Zeit und Geduld.
Alle Forum Lesern wünsche ich viel Erfolg und gute Gewinne!
Salim R.
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hagenvers1:

Q2 Zahlen

2
12.08.26 11:35
die Zahlen in Q2 sind aus meiner Sicht stark und übertreffen die Schätzungen der Analysten deutlich. (Vara: 149 Mil, K+S 176 Mil)
Maßgeblich sind höhere Verkaufsmengen und gleichzeitig steigende Preise.
Zudem wurde teilweise Lagerabbau iHv. 41 Mil € betrieben, was für Q2 nicht unbedingt zu erwarten war.
Das dürften nach meiner Schätzung zwischen 150.000 und 200.000 tonnen Lagerabbau gewesen sein.

Der größte Teil der Ware wurde in Übersee verkauft, in Europa waren die Umsätze rückläufig. Dass das Ergebnis und die verkauften Mengen mit 1,9 Mil tonnen trotz schwacher Geschäfte in Europa so hoch sind, und das schwache Umfeld in Europa komplett kompensieren konnte (auch preislich verträglich), ist für mich ein sehr positives Zeichen.
Wenn genug Platz im Lager ist, besteht zudem keine Not Ware billig abzuverkaufen um neuen Platz zu bekommen.

Der schwächere Cashflow war zu erwarten. Zahlungsziele sorgen für verzögerten Geldeingang, insofern ist das keine Überraschung. Die Anhebung der Prognose für den Cashflow auf einen positiven "mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbetrag unterstreicht das.
Entsprechend wird im nächsten Jahr wohl auch zumindest ein wenig Dividende gezahlt werden.

Die Anhebung der Prognose ist vergleichsweise gering und entspricht "nur" den Konsens Schätzungen. Die zahlreichen Unwägbarkeiten und Kostentreiber haben dort mit Sicherheit eine Rolle gespielt. Zudem rechne ich persönlich mit einem schwachen dritten Quartal, nicht zuletzt auch durch die Trockenheit in Europa und auch die aktuell hohen Gaspreise - auch wenn die zu 70% gehedged sind.   Einen gewissen Effekt wird es haben, wenn die Preise weiter deutlich erhöht bleiben.
Gleichzeitig würde mich ein "positiv überraschender Cashflow" in Q3 nicht überraschen.
Antworten
MEIST:

K+S

 
22.08.26 19:01
Ich will mich nicht mehr länger ärgern und verkaufe am Dienstag alles
Antworten
hagenvers1:

fragliche Zusammenhänge

 
24.08.26 12:27

ich freue mich zwar über die kürzlichen Kurszuwächse, frage mich aber welchen Ursprung sie haben.

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/...er-greifbar-ist-15896423

die in diesem Artikel aufgeführten Gründe erscheinen mir unplausibel.

Die Landwirte können nur schlecht auf Stickstoff-Dünger verzichten, da er sich nicht im Boden speichern lässt und jedes Jahr neu gegeben werden muss. Hohe Preise für Harnstoffe sorgen für eine Budgetkonkurrenz mit anderen Düngemitteln und dämpft daher meiner Meinung nach eher die Nachfrage nach Kali als sie zu stützen.

Schwache Ernten und hohe Dieselpreise sorgen erstmal zu schwachen Einnahmen, es sei denn die Preise für Feldfrüchte wären so stark gestiegen, dass die Mehrkosten überkompensiert würden.

Weizen ist zudem nur eine einzige Feldfrucht, wenn auch eine wichtige. Die Argumentation greift mir hier deutlich zu kurz. Stark zehrende Feldfrüchte wie Mais, Soja, Zuckerrohr und Ölpalmen werden nicht erwähnt und ignoriert.

Da Phosphat aktuell teuer und knapp ist, jedoch ebenfalls im Boden gespeichert wird, könnte eine Maßnahme sein, im Rahmen eines Budget-Shiftings die Gewichtung bei NPK Düngern vorrübergehend zu Gunsten von Kalium zu verschieben, also mehr Kali und weniger Phosphat in den Dünger zu geben.

Auch das Thema Dürre-Resilienz kann ein Grund sein. Forschungsberichte legen immer wieder nah, dass der agronomische Verbrauch deutlich höher liegt, als die wirtschaftliche Nachfrage. Die Böden unterliegen demnach einer schleichenden Verarmung im Bezug auf Kalium.

Kalium ist maßgeblich für den Wasserhaushalt und die Dürrebeständigkeit verantwortlich. Feldfrüchte auf zu schlecht versorgten Böden bringen eine schlechtere Qualität, sie sind generell anfälliger, insbesondere auch gegen Trockenheit. 

https://nutrinorm.de/duengemittel/kalium-in-pflanzen/

https://www.researchgate.net/publication/...nZSI6InB1YmxpY2F0aW9uIn19

Forschungsergebnisse wie diese legen nah, dass die Möglichkeiten für eine zu geringe Gabe an Kalium begrenzt sind. Die Versorgung der Böden mit Kalium hat sich demnach in den letzten 20 Jahren global messbar verschlechtert.

Sind die Reserven einmal so weit aufgebraucht, dass der Boden die Pflanzen nicht mehr ausreichend versorgen kann, ist die auskömmliche Gabe von Kaliumdünger nicht mehr optional, sondern zwingend erforderlich um weiter vernünftige Ernten in guter Qualität zu gewährleisten.  Wenn weitere Böden an kritische Grenzen stoßen, sorgt dies zu einer unflexibel steigenden Nachfrage, es sei denn man akzeptiert deutliche Einbußen bei Erntevolumen und Qualität.


Die angesprochenen gegenseitigen Angriffe Russlands und der Ukraine auf Frachtschiffe, und insbesondere auch die de facto Schließung der Straße von Kertsch durch Russland, verringern die Lieferungen von diversen Feldfrüchten in die Welt - allen voran Weizen - und wirken vermutich Preistreibend. 

Das sollte für Landwirte andere Regionen die Affordability tendenziell verbessern.

Insgesamt spricht der Artikel aber von einer Sonderkonjunktur, die mir nicht so recht einleuchten will.




Antworten
rots:

Was ist hier los?

 
12.10.26 21:48
US Banken haben viele Stimmrechte und der Kurs schmiert total ab.  
Antworten
rots:

US Banken

 
12.10.26 21:51
* Goldman Sachs senkt den Gesamtstimmrechtsanteil an K+S auf 6.51 Prozent von 6.78 Prozent.

* Stimmrechte aus Aktien fallen auf 0.03 Prozent von 1.87 Prozent.

* Stimmrechte über Instrumente steigen auf 6.48 Prozent von 4.90 Prozent; Schwelle am 5. Oktober erreicht.

* Bank of America senkt den Gesamtanteil an Stimmrechten auf 6.74 Prozent, zuvor 7.37 Prozent.

* Stimmrechte aus Aktien fallen auf 2.93 Prozent, zuvor 3.05 Prozent.

* Über Instrumente sinkt der Anteil auf 3.81 Prozent, zuvor 4.33 Prozent.

* Schwelle am 5. Oktober 2026 erreicht.

* SIH Partners senkte den gesamten Stimmrechtsanteil an K+S auf 5.98 Prozent von 8.79 Prozent.

* Optiver Holding überschritt bei K+S über Instrumente die Schwelle; Gesamtanteil der Stimmrechte liegt bei 10.19 Prozent.

* Direkte Stimmrechte aus Aktien bleiben bei 0 Prozent; die Position basiert vollständig auf Derivaten.

* Call Option umfasst 15'197'000 Stimmrechte, entsprechend 8.49 Prozent.

* Put Option und Future Contract bündeln 3'055'800 Stimmrechte, entsprechend 1.71 Prozent.

* Schwellenberührung am 16. September 2026; Gesamtzahl der Stimmrechte beträgt 179'100'000.


Antworten
Falkone3:

Dollar

 
13.10.26 10:40
Im Forum nebenan wird die Frage gestellt,  warum der relativ starke Dollar keine positiven Auswirkungen hat. Gibt es hier Antworten?
Antworten
Falkone3:

BHP

 
13.10.26 11:10
BHP plant langfristig exakt das gleiche Drehbuch wie im Eisenerzgeschäft (Pilbara) oder bei Kupfer (Escondida): Die Marktführerschaft durch schiere Größe und radikale Kostenvorteile zu erzwingen.
Hier ist die langfristige Strategie, mit der BHP die Nummer 1 angreifen und echte Preissetzungsmacht erlangen will:

1. Die "Geheimwaffe": Phase 3 und Phase 4 sind bereits eingeplant

Die Infrastruktur in Saskatchewan wird von vornherein so massiv gebaut, dass das Projekt problemlos skaliert werden kann. BHP hat offiziell bestätigt, dass Jansen das Potenzial für zwei weitere Expansionsstufen (Phase 3 & 4) besitzt.
• Das Endziel: Eine Gesamtkapazität von 16 bis 17 Millionen Tonnen pro Jahr.
• Die Konsequenz: Damit würde BHP den aktuellen Weltmarktführer Nutrien (ca. 14–15 Mio. t) überholen und die alleinige weltweite Nummer 1 werden.

2. Preissetzungsmacht durch die "Kosten-Walze" (Cost Curve Leader)

Im modernen Rohstoffhandel erlangt man Preissetzungsmacht nicht mehr über klassische Kartelle (wie das kollabierte osteuropäische Kali-Kartell BPC), sondern über die Kostenkurve.
• Jansen wird nach Fertigstellung die günstigste Kali-Mine Kanadas und weltweit im absolut untersten Viertel der Kostenkurve liegen. Die operativen Cash-Kosten liegen bei nur 114 bis 130 US-Dollar pro Tonne.
• Wenn BHP die Phasen 3 und 4 zündet, können sie den Weltmarkt mit günstigem Kali fluten. Höherpreisige Konkurrenten (wie ältere Minen in Europa oder den USA) werden bei niedrigen Preisen unprofitabel und müssen Kapazitäten abbauen. BHP diktiert dann den Preis, weil sie auch in tiefen Marktphasen dank einer EBITDA-Marge von über 65 % hochprofitabel bleiben.
Antworten
reitz:

@Falkone 3 BHP

 
16.10.26 12:47
Die Einschätzung zu Jansen stellt sich für mich etwas anders dar:

Jansen wird kostenseitig nicht die Solutionsminen in Saskatchewan erreichen können.

Nach meinen Recherchen kann Jansen zu den derzeitig am Markt gehandelten Preisen nicht
profitabel arbeiten. Wie bereits bei Erwerb von Atabascapotash durch BHP eröffentlicht benötigt man
einen Potashpreis von 400 USD um break evan zu erreichen.

Phase3 und Phase4 sind, wenn überhaupt irgendwie realistisch in weiter weiter Ferne.
Für mich ist die Umsetzung von Phase 2 zeitlich stark versetzt irgendwo in den 2030iger Jahren zu erwarten   -und das nur, wenn sich die weltweiten Bedarfe deutlich erhöhen und neue Brownfieldprojekte
von Wettbewerbern nicht auf den Markt kommen.

Anbei Auszug von:
BHP Jansen Potash Cost Blowout Reaches $15.3B in 2026
By
Muflih Hidayat
-
24 June 2026

"""""Scenario Analysis: What Potash Price Does the Revised Jansen Need?

At a total project cost of $15.3 billion and a projected operating cost range of $114 to $130 per tonne, Jansen most likely requires a sustained long-run potash price in the vicinity of $350 to $400 per tonne to generate returns consistent with BHP's capital allocation hurdle rates. Current spot potash prices as of mid-2026 sit materially below the elevated levels that prevailed when Stage 2 was sanctioned in 2023.

A price recovery to the $350 to $400 per tonne range would require one or more of the following conditions:

   A meaningful acceleration in agricultural demand from high-intensity farming regions across Asia and Sub-Saharan Africa
   A further supply-side disruption affecting Russian or Belarusian export volumes

   A structural increase in food commodity prices that flows through to fertiliser demand and potash pricing

None of these scenarios can be ruled out over a decade-long horizon, but none can be assumed either. The permanent capital destruction represented by $4.1 billion in cumulative impairments is real and irreversible regardless of how the potash price behaves from this point forward. Consequently, commodity market volatility of this kind serves as a reminder that even the most strategically compelling deposits carry substantial timing and execution risk."""""

Von einer angestrebten Weltmarktführerschaft zu sprechen ist sehr ambitioniert.
Die wird es n.m.M. auch nicht geben, da BHP nicht in den Canpotex Verbund integriert ist.
Eine Preisfestsetzungsmacht wird schon aus o.g. Grund durch die Interessenslage Saskatchewans/Canadas nicht ermöglicht werden.

Zudem ist der Plan zum grössten Weltmarktplayer aufzusteigen bereits durch die vereitelte Übernahme
von Nutrien gescheitert.

Warten wir erst einmal den in 2027 geplanten Eintritt in den Markt ab.

Wie immer meine Einschätzung bassierend auf pers. Recherchen

Glück auf!


Antworten
Falkone3:

Reitz

 
16.10.26 21:28
Ich habe zu Deinem obigen Beitrag mal die Ki befragt. "Fazit: Die von Ihnen (Reitz) geteilte Meinung ist extrem nah an der wirtschaftlichen Realität. K+S kann dem kostenseitigen Druck von BHP auf Opex-Ebene zwar langfristig schwer standhalten, aber BHP hat sich mit Jansen ein finanzielles Denkmal gesetzt, das sich beim aktuellen Marktpreis schlicht nicht rechnet. K+S muss den Markteintritt 2027 nicht fürchten, solange Jansen unter der Last seiner eigenen gigantischen Kapitalkosten ächzt."
Antworten
reitz:

@Falkone3

 
18.10.26 14:05
”Reitz
Ich habe zu Deinem obigen Beitrag mal die Ki befragt. "Fazit: Die von Ihnen (Reitz) geteilte Meinung ist extrem nah an der wirtschaftlichen Realität. K+S kann dem kostenseitigen Druck von BHP auf Opex-Ebene zwar langfristig schwer standhalten, aber BHP hat sich mit Jansen ein finanzielles Denkmal gesetzt, das sich beim aktuellen Marktpreis schlicht nicht rechnet. K+S muss den Markteintritt 2027 nicht fürchten, solange Jansen unter der Last seiner eigenen gigantischen Kapitalkosten ächzt."
Falkone3, 16.10.26 21:28
Bei meinem vorhergehenden Posting habe ich den Vergleich Jansen nicht mit K+S spezifisch
betrachtet. Meine obige Einschätzung bezieht sich erstrangig auf die in der Nachbarschaft zu Jansen liegenden Potashminen von Mosaic und Nutrien und der K+S liegenden Bethunemine.

Einen Vergleich von Rentierlichkeit Jansen vs. Gesamtvertriebskonzept von K+S kann man nicht so einfach vornehmen. Das Vertiebskonzept von K+S unterscheidet sich deutlich von dem BHP Vertriebsweg.
Unterschiede wären da z.B.:

- etwas über 50% der K+S Kaliverkäufe sind Spezialitäten und werden von BHP nicht hergestellt-
- etwa 46% des Kaliumsatzes werden auf dem europäischen Heimatmarkt generiert. Hier hat K+S einen deutlichen Angebotsvorteil durch die Standortnähe bzgl. Frachtkosten. Zudem ist der europäische Raum durch kleinere Lieferchargen geprägt. Hier hat K+S eine kundenenge Vertriebslogistik über Jahrzehnte aufgebaut. Die Mengen von Jansen sind vorrangig für den US Markt, als auch Bras. vorgesehen.

BHP wird sich zukünftig u.a. mit der Canpotex (Nutrien und Mosaic), als auch mit den Staatskonzernen Uralkali, Belaruskali und der Eurochem messen lassen müssen. Hier sehe ich Jansen kostenmäßig deutlich im Nachteil, ebenso wie im Vergleich mit K+S Produktion aus Bethune.
K+S ist entsprechend kaum vom künftigen Markteintritt BHP`S betroffen.
Durch den Markteintritt kann natürlich durch Verdrängungswettbewerb allgemein Druck auf die Preise etstehen, durch den K+S wiederum indirekt betroffen sein könnte. Einen gravierenden Druck auf die Preise erwarte ich pers. nicht, da die jährliche Mehrnachfrage die neuen Mengen von Jansen egalisieren werden. Gefährlicher wäre hingegen eine deutliche Produktionsanhebung durch Belarus- oder Uralkali.
Aber hier sind durch die verhängten Sanktionen der EU und (USA?) keine zeitnahen Produktionserweiterungen zu erwarten.

Für mich ist K+S sehr solide über sein derzeit laufendes Investitionsprogramm "Werraprojekt" für für die Zukunft aufgestellt.
Die Achillesverse von K+S "ENTSORGUNG" sollte mit der heutigen Meldung auch etwas an Schärfe verlieren.

Meldung von Heute auszugsweise
dpa-AFX:
""""""Minister: Kali-Abwasser in Grube Bischofferode einlagern

ERFURT/UNTERBREIZBACH (dpa-AFX) - Thüringens Umweltminister Tilo Kummer sieht in der Grube Bischofferode einen Weg, die Umwelt- und Entsorgungsprobleme des Kali-Produzenten K+S zu entschärfen. Die Anfang der 1990er Jahre stillgelegte Kali-Grube in Nordthüringen habe noch Kapazitäten zur Aufnahme von salzhaltigen Abwässern aus den Werken im hessisch-thüringischen Kali-Revier an der Werra, sagte Kummer (Thüringen.Gerecht) der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Eine Nutzung dieser Kapazitäten sollte durch die zuständige Bundesgesellschaft weiterhin geprüft werden.

Alle Aussagen wie immer meine pers. Einschätzung aufgrund pers. Recherchen

Glück auf!
Antworten
hagenvers1:

Cash Kosten vs. Gesamtkosten

 
21.10.26 17:29
ich denke schon, dass die Jansen Mine von BHP mit der kostengünstigsten Minen auf Basis der Cashkosten mithalten kann. Die im Prospekt beschriebenen Werte sind jedoch meines Wissens unter idealisierten Bedingungen und 100% Auslastung berechnet worden. Insoweit wäre das dann nur ein theoretischer Wert, der sich relativiert, sobald man mit realistischen Auslastungen durch notwendige Wartungsarbeitung und andere Downtimes rechnet.

Wenn man das bereits investierte Geld berücksichtigt und dafür einen angemessenen Return unterstellen möchte, dann bräuchte BHP tatsächlich Preise von 400 und mehr USD.
Ich hatte den IRR auch mal durch die KI rechnen lassen, wenn sie bei den aktuellen Investitionskosten noch die alten Werte erreichen wollten, würden 400 bei Weitem nicht mehr reichen. Das hatte man wohl inzwischen gemerkt, in den letzten Unterlagen fand man niedrigere Werte die man erreichen will.
Fraglich bleibt ob die das am Ende auch so rechnen und sich dran halten.
Es gab ja schon seit einigen Jahren Kritik seitens der Aktionäre an dem Projekt.

Nebenbeigesagt: ich finde den derzeitigen Kursrückgang schon etwas erstaunlich. Vor einigen Wochen schrieb ich noch, dass ich mir die Anstiege nicht fundamental erklären kann, jetzt gehts mir damit gerade genau andersrum.  
Mit 2026 sollte das Investitions-Peak für Werra2060 durch sein, 2027 kommt Qemetica dazu und ab Mitte 2028 soll nach aktuellem Stand dann auf das Trockenverfahren umgestellt werden, was erhebliche Kosteneinsparungen am Werk Werra bringen soll. So dramatisch wie es der Kurs in den letzten Wochen beschreibt, sehe ich das nicht.

Die USDA hat sehr große Ernten für Mais und Soja prognostiziert, was die Preise unter Druck setzt. Gleichzeitig laugen die hohen Erträge aber auch die Böden aus, und so gut wie vor 10 oder 20 Jahren sind die meisten Böden eben nicht mehr versorgt. Ob die Bauern sich einfach so wieder Kali-Holiday leisten können - da möchte ich mal ein kleines Fragezeichen dran machen.
Antworten
hagenvers1:

Wechselkurs Euro-USD

 
22.10.26 10:37
"Im Forum nebenan wird die Frage gestellt,  warum der relativ starke Dollar keine positiven Auswirkungen hat. Gibt es hier Antworten? "

der günstigere  Wechselkurs hat natürlich positive Effekte, er macht sich aber aktuell nicht im Kurs bemerkbar.
Ich zähle mal ein paar Punkte auf, die hier Wirken könnten

- ein Teil des Wechselkursrisikos ist normalerweise gehedged, die positiven Effekte schlagen nur anteilig auf den nicht gehedgeten Teil durch. Der Rest kommt erst später zum tragen

- aktuell sind die Gaspreise in Europa ziemlich hoch. K+S hat nach eigenen Angaben ca 70% gehedged zu 40 € je MWH. Für das zweite Halbjahr hat man für den restlichen Anteil mit 45 € kalkuliert. Die TTF Preise sind aber inzwischen auf über 80 € gestiegen. Der Effekt wirkt natürlich auch nur anteilig, aber eben negativ auf die Erträge

- Niedrigwasser behindert Transporte über Wasser. Die Flüsse haben weiterhin sehr niedrige Pegelstände, was die Frachtkosten antreibt. K+S hat zwar keine Produktioneinschränkungen gemeldet, wenn jedoch die Kosten steigen, komprimiert das die Margen, wenn die höheren Kosten nicht weiter gegeben werden können

- Logistik-Probleme weltweit: als Folge des Konflikts in der Golfregion sind die Frachtraten vieler Schiffe, unter anderem auch Bulk Carrier, vermutlich gestiegen.

- Zuletzt gab es Meldungen über gut gefüllte Läger in Brasilien und teils zurückgehende Spotpreise vor Ort

- Die großen Ernteprognosen für Mais und Soja in den USA haben die Preise für einige Feldfrüchte unter Druck gebracht. Die Algorithmen werden ziemlich sicher den Schluss ziehen, dass eine schlechtere Affordability der Farmer zu geringeren Käufen führen wird. "Holiday" bei Kali war in den vergangenen Jahren immer mal wieder zu beobachten, und solange es keine klaren Fakten gibt, die zeigen dass es diesmal anders ist, gehen die Modelle von immer wiederkehrenden Zyklen aus.

- Angst vor Mengenausweitungen in 2027: aus meiner Sicht stark überzogen und teils irrational, aber man liest ständig Berichte darüber, dass die Preise im nächsten Jahr durch eine massive Angebotsausweitung stark unter Druck geraten. Auch hier gehen nahezu alle Rechenmodelle davon aus, dass dies passiert. Entsprechend positionieren sich die Investoren.

Mit anderen Worten: die Aktien aus diesem Bereich haben aktuell komplett das Momentum verloren. Der eine positive Aspekt der günstigeren Wechselkurse, geht nach meiner Meinung aktuell einfach unter. Auch operativ dürfte er aufgrund der genannten gegenläufigen negativen Faktoren erstmal verpuffen.

Ich vermute es wird erst besser werden, falls die Preise sich besser entwickeln als befürchtet. Aktuell wird nach meinem Empfinden viel Negatives eingepreist.
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