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K+S wird unterschätzt


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K+S AG 14,40 € -1,30% Perf. seit Threadbeginn:   -36,52%
 
Salim R.:

K+S wird unterschätzt

47
28.01.14 12:31
Als ich im August 2013 über die Aktie K+S eine Analyse unter dem Titel „Alle Krähen hacken auf K+S“  schrieb, lag ihr Preis zwischen 17€-18€. Es war die Zeit in der viele Analysten über K+S nur negatives geschrieben haben. Als ich die Fakten studierte, stellte ich fest, dass es eine unbegründete Angst ist, die die Aktie herunterzog. Die Spekulation um niedrigen Kalipreise war das Hauptargument. Es schien mir schon damals unlogisch, dass ein tiefer Kalipreis für alle Kaliproduzenten langfristig sinnvoll wäre. Es lag auf der Hand, dass um Kalipreis letztendlich einen vernünftigen Kompromiss geben muss.

Wie ist die Lage jetzt?
Nun seit August letzten Jahres ist eine Menge geschehen. Der Vorstandschef von Uralkali Baumgartner wurde in Ukraine verhaftet. Der Milliardär und Großaktionär von Uralkali, der den Preiskampf wollte, hat auf Druck von Putin seine Anteile verkaufen müssen. Das politische Verhältnis zwischen Russland und Ukraine verbesserte sich enorm. Es stellte sich heraus, dass Kaligeschäft für die Ukraine ein wichtiger Devisenbringer ist.  
Da der russische Präsident Putin seinen guten Verhältnis zum Nachbarland Ukraine weiter stärken und ausbauen will, fällt mir schwer zu glauben, dass er mit einem Kalipreiskampf weiter machen wird. Meine Schlussfolgerung ist: Der Kalipreis wird wieder steigen!

Wie steht es mit K+S?

Das erste, was mir sofort auffiel, war das gute Management von K+S. Ich habe den Eindruck, dass hervorragende Personen an der Leitung von K+S tätig sind. Sie haben sofort ihre Hausaufgaben gemacht. Es wurde ein Sparprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren auferlegt. 150 Millionen davon werden im Jahr 2014 zu realisieren sein. Der Kauf von Kali Mine in Kanada wurde klugerweise mit Ausgabe von Anleihen finanziert und nicht Bankkrediten, da in einer problematischen Situation man mit Anleihenbesitzern besser verhandeln und gute Kompromisse schließen kann. Mit den Banken wäre das nicht ohne weiteres möglich.
Der andere Vorteil ist: Sollte, aus welchen Gründen auch immer, der Kurs der K+S-Anleihen fallen, könnte K+S ihre Schulden billiger zurück kaufen. Die Kalimine im Kanada, die 2016 in Produktion geht, wird das Produzieren von Kali viel billiger machen. Das bedeutet mehr Gewinn für K+S.  

Wie ist die Bewertung der Aktie?
In meinem Beitrag von August letzten Jahres „ Alle Krähen hacken auf K+S“ sah ich die faire Bewertung der Aktie bei 30€. Diese Bewertung fand in einer Zeit statt, als noch Spannungen zwischen Russland und Ukraine gab. Baumgartner posaunte täglich die Abwärtsspirale des Kalipreises aus. Das Sparprogramm von K+S war noch nicht verkündet worden.
Heute ist die Situation anders: Der Kalipreis wird wieder ansteigen. Der Gewinn von K+S wird sich erhöhen (Sparprogramm, Kalipreisanstieg, Salzgeschäft). Zukunftsvisionen des Managements im Bereich Seltene Erden werden einen positiven Wachstumsschub auf langer Sicht ermöglichen.  Ich sehe aktuell die faire Bewertung der Aktie zwischen 50-60€.
Diese Bewertung habe ich sehr konservativ und fast pessimistisch berechnet. Wenn der brutto Gewinn des Unternehmens für 2013 bei 600 Millionen Euro liegt, und das netto Gewinn ca. 280 Millionen beträgt, dann hätten wir für 2013 einen netto Gewinn von 1,46€ pro Aktie.
Nehmen wir pessimistisch an, dass dieser Gewinn in den nächsten drei Jahren auf diesem Niveau bleibt. Dazu kommt durch das Sparprogramm ein brutto von 500 Millionen Euro hinzu. Netto wäre das wahrscheinlich 280 Millionen. Geteilt durch drei Jahre hätten wir pro Jahr 93 Millionen oder 0,49€ pro Aktie zusätzlich. Also 1,46€ + 0,49€ = 1,95€ pro Jahr pro Aktie. Bei den Kursen von 50€ - 60€ hätte die Aktie eine Gewinnrendite von 4% bzw. 3,2%.
Dieser Prozentsatz ist Momentan bei vielen Aktien gar nicht ungewöhnlich!
Und wie hoch ist der aktuelle Preis der Aktie? Nur 23€!
Meiner Meinung nach ist eine Verdopplung bzw. eine Verdreifachung des Aktienkurses nur eine Frage der Zeit und Geduld.
Alle Forum Lesern wünsche ich viel Erfolg und gute Gewinne!
Salim R.
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reitz:

Salz

 
02.07.26 10:56
@Dutchman007


"""""aber als relativ unbedeutend ansehen,
denn Salz bekommt man genug aus Entsalzungsanlagen. Diese Meersalz könnte man auch für die Na+ Akkus nutzen. Nur so am Rande. wurde mal debatiert.""""""

Alles soweit richtig!
Nur die Gestehungskosten (Produktionskosten) bei der Gewinnung von Meersalz sind relativ hoch.
Kann man auch an den Preisen beim eprs. Einkauf für Siedesalz vs. Meersalz gut erkennen.

Glück auf!

Antworten
Dutchman007:

@reitz... ist schon klar, aber

 
02.07.26 13:55
am Ende ist es egal, ob Meersalz, Grubensalz oder sonst woher...

Wobei der Reinheitsgrad auch ein Thema ist...

Ich lasse mal 30% Fantasie drin, dass K+S an der Natriumbatterien Hausse teilhaben wird können...

Aufgemerkt:
Ein paar Details zu Na+ Batterien...

Kathode (Positive Elektrode): Sie ist die Quelle der Natrium-Ionen. Verwendet werden meist kostengünstige Natrium-Übergangsmetalloxide (wie geschichtete Oxide) oder sogenannte Preußisch-Blau- beziehungsweise Preußisch-Weiß-Analoga, die besonders günstig in der Herstellung sind

Anode (Negative Elektrode): Anstelle von Graphit (wie bei Lithium) wird hier hauptsächlich sogenannter Hartkohlenstoff (Hard Carbon) verwendet. Dieser wird häufig aus biologischer Biomasse (z.B. Kaffee oder Sägespänen) hergestellt.

:-)

Glück Auf!
Antworten
hagenvers1:

Natrium Batterien

 
02.07.26 18:56
Natriumbatterien sollen billiger, sicherer, robuster sein, haben aber auch eine niedrigeres Energiedichte.
Sie können also in bestimmten Bereichen womöglich teurere Lithium Batterien ersetzen und verdrängen, was dazu führen würde dass man weniger davon braucht als ursprünglich befürchtet. Natriumchlorid ist zudem weltweit reichlich vorhanden, also keine knappe Resource. Extrem viele Länder können es im Zweifel selbst fördern.
K+S könnte etwas Ware dafür liefern, der Pressesprecher beantwortet jedoch im Artikel bereits die Frage nach der Relevanz:
Kopiert aus dem Artikel:
""Eine verstärkte Produktion von Natrium-Ionen-Batterie würde schon die Nachfrage nach Natriumchlorid erhöhen", erkläuterte Wudonig am Montag. "In absoluten Mengen wäre es dennoch eher wenig, sodass wir dadurch keinen nennenswerten Nachfrageeffekt auf unser Geschäft erwarten." ""

Am Bau der Batterien selbst ist K+S meines Wissens nicht beteiligt, insofern wird dieses Thema wohl eher ein Randgeschäft bleiben. Auch wenn der Artikel K+S dort namentlich benennt, haben die damit nur wenig zu tun. Ich bin da eher Zuversichtlich bei anderen Themen. Das Siedesalz Geschäft ist in meinen Augen auch ein guter Zukauf.
Antworten
Dutchman007:

#70881 da bin ich bei Dir!

 
06.07.26 14:13
Das Siedesalzgeschäft u. die Spezialsalze werden das Hauptgeschäft bleiben...
bei den Na+ Akkus würde ich nicht so viel Extraumsatz erkennen...
aber wer weiß, was da sonst noch so alles kommt... :-)

Antworten
hagenvers1:

Typischer Fall von Fehlkategorisierung

 
14.07.26 20:59

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/...gefragt-sind-00-15796445


K+S ist und bleibt für mich primär und zuerst einmal ein Bergbau-Konzern. Die Zulieferung von Grundstoffen für die Chemieindustrie findet zwar ebenalls statt, aber ein klassisches Chemie-Unternehmen ist K+S nicht.

Die steigenden Kurse mögen mit der Kategorisierung in Zusammenhang stehen, ob K+S von der geopolitischen Eskalation im Golf aber tatsächlich profitiert, entscheidet sich meiner Meinung nach an ganz anderen Stellen, nämlich ob die aktuellen Entwicklungen und auch die Erhöhung der Quoten von Biotreibstoffen durch die USA, Brasilien, Indien und Indonesien zu steigender Nachfrage nach entsprechenden Feldfrüchten, daraus resultierend steigenden Preisen für diese Früchte, und damit auch zu steigender Nachfrage nach Kaliumdünger führt. Sofern andere Agrar-Feldfrüchte ebenfalls im Preis steigen sollten, könnte dies natürlich auch Effekte haben, jedoch haben sogenannte Ölsaaten einen sehr hohen Bedarf an Kalium.

https://farmdocdaily.illinois.edu/2026/04/...iomass-based-diesel.html

https://www.gov.br/fazenda/pt-br/...tured-programs/fuel-of-the-future

https://www.pmfias.com/ethanol-blending/

Dafür lassen sich durchaus Argumente finden. hohe Preise bei Rohöl, insbesondere aber bei  Destillaten wie Benzin, Diesel und Kerosin, sollten zu einer steigenden Nachfrage nach Ersatzkraftstoffen führen. Diese ist eben in einigen Ländern bereits gesetzlich verankert worden. Wie weit das Ganze dann trägt ist die Gretchenfrage. Ich bezweifle stark, dass sich durch die Verarbeitung von Feldfrüchten genügend Treibstoffe produzieren lassen, um den Ausfall in der Straße von Hormus zu kompensieren. Womöglich reicht es aber aus, um Unordnung in die Lebensmittelproduktion zu bringen und einen Konkurrenzkampf zu entfachen, der preistreibend wirkt. In einem solchen Szenario wäre K+S sicher ein massiver Profiteur, und als vergleichsweise teurer Produzent läge auch ein gewaltiger Hebel im Aktienkurs. Ob das auch so eintritt, bleibt aber abzuwarten.  Die Folgen für die Ernährungslage auf der Welt wären sicher ebenfalls sehr fragwürdig. Wirklich erstrebenswert fände ich das nicht.

Antworten
Dutchman007:

... da wollte halt jemand pushen...

 
15.07.26 11:59
um etwas von der Fantasie am Markt in K+S zu füllen...
damit der Kurs steigt...  :-)

außerdem, was sollen denn die Schreibenden den ganzen Tag lang tun...
als zu schreiben... und darum schreiben sie... so wie ich jetzt... allerdings ohne Substanz...
und in Erwartung von Lohn u. Brot... anders als ich... der ja nur schreibt, dass er schreibt.. weil
ihm langweilig ist... oder so...?!?

In dem Sinne... bei der HItze... shöne Grüße...

Tippfehler ab 30° erlaubt...
Antworten
Dronach1983:

Statusmeldung: Seit Wochen nichts passiert

 
17.07.26 09:33
Statusmeldung: Seit Wochen nichts passiert
Antworten
reitz:

Statusmedlung?

 
17.07.26 13:51
"""Statusmeldung: Seit Wochen nichts passiert""""

Du musst nur lesen!

z.B. Varameldung vom 16.07. 2026

Antworten
Dronach1983:

Nur der Kurs

 
17.07.26 15:36
Ging nur um den Kurs. Scheint ja doch zu gehen. Spitzenmäßig! :)
Antworten
hagenvers1:

VARA Schätzungen

 
17.07.26 20:47
ich hab mal grad gelesen... wenn ich mich nicht total irre, wurden die Werte kräftig nach oben korrigiert. Das würde den Kursanstieg natürlich erklären.
Antworten
reitz:

Kursanstieg

2
17.07.26 21:07
"""""Das würde den Kursanstieg natürlich erklären. """"""

Das deutliche Anziehen der Getreidepreise und die Meldungen von erfolgreichen ukrainischen
Angriffen auf russische Getreidefrachter im Asowschen Meer dürften vorrangig für den Kursanstieg herhalten.
Nun beginnt der Ukrainekrieg möglicherweise doch noch signifikante Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von K+S zu bekommen.
Antworten
hagenvers1:

steigende Getreidepreise

 
20.07.26 09:30
""Das deutliche Anziehen der Getreidepreise und die Meldungen von erfolgreichen ukrainischen
Angriffen auf russische Getreidefrachter im Asowschen Meer dürften vorrangig für den Kursanstieg herhalten.""

das kann kann durchaus der Grund sein, und die Ereignisse haben natürlich das Potenzial Störungen in der Getreideversorgung auszulösen. Das ist aus meiner Sicht aktuell jedoch nur einer von mehreren Faktoren, die (eigentlich) Kurstreibend wirken sollten. Es ist allerdings ein sehr Auffälliger.

Was mir auffällt ist der fortgesetzte Pessimismus der Analysten.

Wer sich die Vara Schätzungen genauer ansieht wird erkennen, dass die Analysten zwar die Ertragsschätzungen für Q2 deutlich erhöht haben, für den Rest der Jahres, sowie 2027 und 2028 gleichwohl weiter pessimistisch sind und für Q3 und 4 ein EBITDA auf Höhe des Vorjahres erwarten. Bei den aktuell deutlich höheren Preisen am Markt kann dies nur auf drei Wegen erreicht werden:
1. drastischer Preisverfall. dafür ist es eigentlich schon zu spät, weil die Preise auf das Ergebnis immer mit ein paar Monaten Zeitversatz wirken.
2. die Kosten fressen die höheren Einnahmen komplett auf
3. Die Nachfrage bricht ein (aktuell sehe ich eher das Gegenteil, ausgelöst durch die Treibstoffquoten und steigende Preise bei diversen Feldfrüchten)

Aktuell sehe ich noch keines der drei Szenarien wirklich eintreten. Ein moderater Preisrückgang im Sommer während der Erntezeit wäre durchaus normal, weil schlicht die Nachfrage fehlt, jedoch fehlen mir bisher jegliche Informationen darüber, dass dies auch tatsächlich eintritt. 2025 fiel der Preisrückgang im Sommer extrem schwach aus.
ich bin gespannt, ob China nach dem überraschend frühen Abschluss in November 2025 für 2026 erneut früh Verhandlungen über einen Kontrakt für 2027 aufnimmt.  
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