FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat seine Vortagesrally am Freitag gebremst fortgesetzt. Rückenwind kommt von der starken Wall Street und einer klaren Erholung der Börsen in Südkorea und Japan, nachdem die KI-Rally dort zuletzt ins Stottern geraten war.
Für dich zusammengefasst:
Der Dax stieg um 0,4 Prozent auf 25.684 Punkte.
Der MDax gewann 0,8 Prozent auf 32.787 Zähler.
Rheinmetall prüft Auswirkungen eines stornierten Auftrags.
Der Dax stieg auf ein weiteres Rekordhoch und notierte zuletzt 0,4 Prozent höher bei 25.684 Punkten. Tags zuvor hatte der Leitindex seinen bisherigen Höchststand von Mitte Januar getoppt. Damit deutet sich für den Dax ein Wochengewinn von mehr als vier Prozent an. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte gewann am Freitag 0,8 Prozent auf 32.787 Zähler.
"Derzeit herrscht an der Börse eine Mischung aus KI-Euphorie und Konjunkturoptimismus vor", konstatierte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets. Die tags zuvor vorgelegten US-Arbeitsmarktdaten hätten die Sorgen vor einer Beschleunigung der Inflation auf der Lohnseite eingedämmt und zugleich einen robusten Arbeitsmarkt aufgezeigt.
Die asiatische KI-Rally wirkte sich auch etwas auf die europäischen Aktien der Halbleiterbranche aus, jedoch nicht auf die Software-Werte. So stiegen Infineon (Infineon Aktie) um 1,6 Prozent, Aixtron um 3,9 Prozent und Suss Microtec um 2,0 Prozent. Dagegen fielen die Papiere von SAP (SAP Aktie) am Dax-Ende um 1,6 Prozent. Die Titel von Nemetschek und Teamviewer büßten 1,3 beziehungsweise 1,5 Prozent ein.
Die Titel von Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) sanken um 1,4 Prozent, nachdem sie sich in der laufenden Woche bereits um 18 Prozent von ihrem jüngsten Kursverfall erholt hatten. Der Rüstungskonzern prüft derzeit die Auswirkungen des vom Verteidigungsministerium stornierten Auftrags für die Fregatte F126. Sollten keine Abhilfemaßnahmen zur kurzfristigen Umsatzkompensation identifiziert werden können, könnten die Umsatzauswirkungen laut Rheinmetall im laufenden Jahr bis zu 300 Millionen Euro betragen.
Der Getriebehersteller Renk will sich offenbar im Marinegeschäft verstärken. Dazu wolle das Unternehmen den nicht börsennotierten Hersteller David Brown Defence übernehmen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Dabei könnte David Brown Defence mit 200 bis 250 Millionen Dollar (Dollarkurs) bewertet werden. Die Renk-Papiere stiegen um 1,5 Prozent.
Für die Anteilsscheine von Gea ging es um 1,7 Prozent aufwärts. Die kanadische Bank RBC stufte die Titel des Rüstungsunternehmens von "Sector Perform" auf "Outperform" hoch. "Ein wenig Wachstum und jede Menge Marge - und das alles ohne Geschäft mit KI-Rechenzentren", so fasste Sebastian Kuenne das Potenzial des Anlagenbauers am Freitag in seiner Empfehlung zusammen./edh//jha/
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