Nike schlägt Adidas bei der WM: Doch der Turnaround bleibt hart

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Turnschuhe der Marke Nike.
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Nike verkauft WM-Artikel in den USA deutlich besser als Adidas. Doch der Erfolg hat einen Haken: Die Aktie steht unter Druck und der Turnaround braucht Geduld.
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Nike steckt weiter in einer schwierigen Phase. Die Aktie hat seit ihrem Rekordhoch Ende 2021 mehr als drei Viertel ihres Wertes verloren. Doch im Geschäft rund um die Weltmeisterschaft zeigt Nike überraschende Stärke.

Wie Barron’s unter Berufung auf LSEG berichtet, verkauft Nike seine WM-Fanartikel in den Vereinigten Staaten deutlich besser als Adidas. In einem Zeitraum von zwei Wochen lag die Ausverkaufsquote bei Nike bei 28 Prozent. Adidas kam nur auf sieben Prozent.

Nike brachte mehr WM-Produkte auf den Markt, verlangte höhere Preise und musste dennoch keine aggressiven Rabatte geben. Der durchschnittliche Trikotpreis lag laut LSEG bei 125 US-Dollar. Adidas kam auf 95 US-Dollar. Das Nike-Sortiment löse bei Verbrauchern eine stärkere unmittelbare Nachfrage aus, hieß es sinngemäß.

Für Anleger bleibt der Effekt begrenzt. Das WM-Geschäft ist nur ein kleiner Teil des Konzerns. Laut FactSet wird der Umsatz von Nike in Nordamerika im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres bei 5,1 Milliarden US-Dollar erwartet.

Werte aus dem Artikel:
Adidas Aktie 183,45 € -0,14%
Nike Aktie 38,305 € -0,66%

Operativ bleibt der Weg zurück schwierig. Nike übertraf im vierten Quartal zwar leicht die Umsatzerwartungen. Der Konzernumsatz sank aber um vier Prozent auf 10,97 Milliarden US-Dollar. Besonders China belastet. Dort brachen die Erlöse um 17 Prozent ein.

Vorstandschef Elliott Hill will Nike wieder stärker auf Premium-Sport ausrichten. Im Fokus stehen niedrigere Lagerbestände, mehr Verkäufe zum vollen Preis und bessere Beziehungen zum Großhandel. Schnelles Umsatzwachstum steht zunächst nicht im Vordergrund.

Cristina Fernandez von der Telsey Advisory Group sieht die Trendwende weiter als langsamen Prozess. Viele Umsatztrends blieben schwach, sagte sie. Eine stärkere Erholung sei wohl erst im Geschäftsjahr 2028 zu erwarten.

Nike setzt nun auf neue Produkte. In der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres sollen mehr als ein Dutzend neue Schuhmodelle kommen. Auch stärkeres Marketing rund um die Weltmeisterschaft soll helfen.

Für Anleger bleibt Nike damit eine widersprüchliche Turnaround-Story. Im WM-Geschäft schlägt der Konzern Adidas klar. Doch China, schwache Sportbekleidung und der lange Weg zurück zu nachhaltigem Wachstum bremsen weiter.


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