Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Strategy ebnet mit einem neuen Kapitalplan den Weg für mögliche Bitcoin-Verkäufe. TD Cowen senkt das Kursziel dennoch wegen der anhaltenden Bitcoin-Schwäche.
Für dich zusammengefasst:
TD Cowen senkt Kursziel für Strategy auf 260 US-Dollar.
Die Strategy-Aktie stieg um 7,4 Prozent auf 93,39 US-Dollar.
Strategy plant Bitcoin-Verkäufe im Wert von 1,25 Mrd. US-Dollar.
Die Investmentbank TD Cowen hat ihr Kursziel für die Aktie von Strategy deutlich gesenkt. Die Analysten um Lance Vitanza reduzierten das Kursziel von bislang 400 US-Dollar auf 260 US-Dollar. Gleichzeitig wurde die Prognose für den Bitcoin-Preis zum Jahresende von zuvor 140.000 US-Dollar auf 100.000 US-Dollar gesenkt. Hintergrund ist die anhaltende Schwäche des Krypto-Markts.
Die Strategy-Aktie konnte zuletzt zulegen. Das Papier beendete den Handel mit einem Plus von 7,4 Prozent bei 93,39 US-Dollar. Seit Strategy vor einem Monat erstmals seit 2022 wieder Bitcoin verkauft hatte, notiert die Aktie dennoch 41 Prozent im Minus.
Neues Kapitalmodell soll Vertrauen der Investoren stärken
Obwohl die Aktie nach dem Bitcoin-Verkauf deutlich nachgegeben hat, fällt das Urteil der Analysten zum neuen Kapitalplan von Strategy positiv aus. Das Unternehmen hatte Anfang der Woche sein sogenanntes "Digital Credit Capital Framework" vorgestellt, das künftig den Umgang mit Barreserven, Vorzugsaktien sowie dem Bitcoin-Bestand regeln soll.
Nach Einschätzung von TD Cowen verbessert das Konzept sowohl die Transparenz für Gläubiger als auch die finanzielle Flexibilität des Unternehmens. Besonders in einem länger anhaltenden schwachen Bitcoin-Markt könne das neue Regelwerk dazu beitragen, das Vertrauen der Investoren zu stärken.
Bitcoin-Verkäufe werden fester Bestandteil der Kapitalstrategie
Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Finanzkonzepts ist ein offizielles Monetarisierungsprogramm für den Bitcoin-Bestand. Demnach kann Strategy künftig Bitcoin im Wert von bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar verkaufen, um die Liquiditätsreserven bei Bedarf aufzustocken.
Nach Ansicht der Analysten verschafft dies dem Unternehmen zusätzliche Handlungsspielräume in schwierigen Marktphasen.
Aktienrückkäufe eröffnen zusätzliche Optionen
Darüber hinaus sehen die Analysten einen Strategiewechsel bei der Kapitalallokation. Künftig verfolgt das Unternehmen einen sogenannten Zwei-Wege-Ansatz, bei dem neben Kapitalaufnahmen auch Aktienrückkäufe vorgesehen sind.
Strategy plant, sowohl Stammaktien als auch Vorzugsaktien im Umfang von jeweils bis zu einer Milliarde US-Dollar zurückzukaufen. Laut TD Cowen könnten sich daraus interessante Arbitragemöglichkeiten für Investoren ergeben und die Kapitalstruktur langfristig optimiert werden.
Markt wird vorsichtiger bei weiteren Bitcoin-Käufen
Die Erwartungen hinsichtlich weiterer Bitcoin-Zukäufe haben zuletzt nachgelassen. Auf dem Prognosemarkt Myriad rechnen Händler inzwischen nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 14 Prozent, dass Strategy bis zum Jahresende einen Bestand von mehr als einer Million Bitcoin aufbauen wird.
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