- Bayer-Aktie stieg um mehr als 6 Prozent auf 52,20 Euro.
- Ruveon wird das US-Geschäft mit Glyphosat bündeln.
- Deutsche Bank hebt Kursziel für Bayer auf 60 Euro an.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Julian Schick Bayer hat am Donnerstag an der Börse einen der stärksten Tage seit Jahren erlebt. Die Aktie legte mehr als 6 Prozent zu und kletterte auf 52,20 Euro, damit übersprang das Papier erstmals seit Herbst 2023 wieder die Marke von 50 Euro. Innerhalb einer Woche hat die Aktie knapp 12 Prozent gewonnen, seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf 40 Prozent. Im DAX rangiert Bayer (Bayer Aktie) damit auf Rang drei, hinter Infineon (Infineon Aktie) und Hochtief. Noch Anfang Juni war das Papier auf unter 34 Euro gefallen, danach folgte eine fulminante Rallye.
Hinter dem Kurssprung stecken zwei konkrete Nachrichten. Zum einen bündelt Bayer sein US-Geschäft mit dem Unkrautvernichter Glyphosat in einer neuen, eigenständigen Einheit namens Ruveon. Die Gesellschaft mit Sitz in St. Louis, Missouri, bleibt Teil des Bayer-Konzerns, soll aber künftig eigenständig agieren.
Der Konzern begründet den Schritt mit den besonderen Bedingungen des US-Marktes, der stark von Nachahmerprodukten geprägt ist. Ruveon übernimmt alle Aspekte des US-Glyphosatgeschäfts, von Preisgestaltung über Produktion bis hin zu Logistik. Die bisherigen Produkt- und Vertriebsteams wechseln in die neue Struktur.
Zum anderen hat die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) ihre Einschätzung zu Bayer deutlich nach oben revidiert. Analystin Virginie Boucher-Ferte hob das Kursziel von 45 auf 60 Euro an und stufte die Aktie von "Hold" auf "Buy" hoch. Die Belastung durch die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten nehme ab, so ihre Einschätzung. Der Markt könne seinen Blick damit wieder stärker auf das operative Geschäft und das Ertragspotenzial des Konzerns richten, sowohl im Agrarbereich als auch im Pharmageschäft.
Den Hintergrund bildet eine spürbare Entspannung bei den seit Jahren laufenden Klagen in den USA. Bayer ist dort mit einer Klagewelle wegen möglicher Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup konfrontiert, die der Konzern grundsätzlich bestreitet.
Im Februar schloss Bayer einen Sammelvergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar, der bereits vorläufig genehmigt wurde. Die endgültige Anhörung ist für den 19. August angesetzt. Zusätzlich entschied der Oberste Gerichtshof der USA vergangene Woche, dass Bayer nicht wegen fehlender Krebswarnungen auf Produktverpackungen verklagt werden kann, solange die Kennzeichnung den Vorgaben der US-Umweltbehörde EPA entspricht. Damit verlieren Tausende Klagen eine wesentliche Grundlage.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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