Nike übertrifft Erwartungen – China-Geschäft bleibt Belastungsfaktor

Ferdinand Hammer Ferdinand Hammer
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Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.

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Turnschuhe der Marke Nike.
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Nike übertrifft die Erwartungen der Wall Street, doch Anleger bleiben skeptisch: Ein Milliardeneffekt treibt den Gewinn, während das wichtige China-Geschäft weiter schwächelt.
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Nike hat im vierten Geschäftsquartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Dennoch reagierten die Anleger zunächst enttäuscht. Belastend wirkten vor allem die weiterhin schwachen Umsätze in China sowie die Frage, wie nachhaltig der jüngste Gewinnsprung tatsächlich ist.

Der US-Sportartikelkonzern erzielte einen bereinigten Gewinn von 20 Cent je Aktie. Analysten hatten laut LSEG lediglich mit 13 Cent gerechnet. Auch beim Umsatz lag Nike über den Erwartungen. Die Erlöse beliefen sich auf 10,97 Milliarden US-Dollar. Erwartet worden waren 10,86 Milliarden US-Dollar.

Nach Börsenschluss geriet die Aktie dennoch deutlich unter Druck. Zunächst verlor das Papier bis zu 8 Prozent, konnte einen Teil dieser Abgaben später jedoch wieder aufholen. Zuletzt notierte die Nike-Aktie nach Börsenschluss noch 2,4 Prozent schwächer bei 40,04 US-Dollar (08:11 Uhr MESZ).

Ein wichtiger Grund für die Zurückhaltung der Anleger ist ein Sondereffekt. Nike profitierte von einer Zollrückerstattung in Höhe von fast 986 Millionen US-Dollar. Diese wurde möglich, nachdem der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten viele globale Zölle von Donald Trump gekippt hatte. Allein dieser Effekt trug 52 Cent zum Gewinn je Aktie bei. Zum Ende des Quartals hatte Nike eigenen Angaben zufolge bereits mehr als 300 Millionen US-Dollar aus den Erstattungsansprüchen als Barmittel vereinnahmt.

Werte aus dem Artikel:
Nike Aktie 34,58 € -3,84%

Unter dem Strich verdiente Nike 1,07 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 72 Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der Nettogewinn bei 211 Millionen US-Dollar beziehungsweise 14 Cent je Aktie gelegen.

Operativ zeigte sich ein gemischtes Bild. In Nordamerika, dem mit Abstand größten Markt des Konzerns, stiegen die Erlöse um drei Prozent auf 4,83 Milliarden US-Dollar. Damit blieb Nike allerdings leicht hinter den Erwartungen zurück. In China sanken die Umsätze um 12 Prozent auf 1,30 Milliarden US-Dollar. Dennoch fiel auch dieser Wert besser aus als von Analysten erwartet.

Konzernchef Elliott Hill räumte im Analysten-Call ein, dass Nike in China noch nicht dort stehe, wo das Unternehmen stehen wolle. Zugleich betonte er, dass Nike entschlossen sei, den chinesischen Markt zurückzugewinnen.

Für das Gesamtjahr 2026 meldete Nike einen Nettogewinn von 3,11 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 2,10 US-Dollar je Aktie. Im Vorjahr waren es 3,22 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 2,16 US-Dollar je Aktie.

Beim Ausblick bestätigte Nike die Prognose aus dem vergangenen Geschäftsquartal. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Gewinne in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2027 weitgehend unverändert bleiben werden. Die Bruttomarge soll im ersten Geschäftsquartal 2027 leicht positiv ausfallen.

Autor: Ferdinand Hammer, SBH-Redaktion


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