Spielraum für Fehler wird kleiner
"Die USA haben zwar noch Spielraum für Anpassungen, aber der Spielraum für Fehler wird immer kleiner", warnt Christian Scherrmann, der für die USA zuständige Ökonom der DWS. "Verzögerungen erhöhen das Risiko einer nichtlinearen Finanzkrise, in der das Vertrauen der Märkte plötzlich schwindet."
Verdopplung der Schulden seit 2015
Innerhalb von gut zehn Jahren hat sich die US-Verschuldung verdoppelt: von 18,2 Billionen Dollar (Dollarkurs) im Jahr 2015 auf derzeit 36,6 Billionen, wie auf der Webseite des US-Finanzministeriums nachzulesen. Die Haushaltsbehörde des US-Kongresses geht davon aus, dass die US-Schulden bis 2034 um weitere drei Billionen Dollar zunehmen könnten. Alex Phillips, ein Ökonom der US-Investmentbank Goldman Sachs, nannte das hohe US-Haushaltsdefizit jüngst "längerfristig nicht tragbar".
Nicht alle sehen schwarz
Vergleichsweise unbesorgt scheint der Rückversicherer Munich Re (Munich Re Aktie)
Niedergang der USA als Weltmacht in Sicht?
Doch jenseits der Finanzbranche nehmen manche Denker bereits die weltpolitischen Weiterungen in den Blick. Zu diesen zählt der in Harvard lehrende Historiker Niall Ferguson: Großmächte, die mehr Geld für die Zahlung ihrer Zinsen als für das Militär ausgeben müssen, seien zum Niedergang verurteilt, argumentierte Ferguson kürzlich in einem Interview mit Goldman Sachs. Von dieser Schwelle sind die USA nicht weit entfernt./cho/DP/zb
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