Bitcoin unter 70.000 US-Dollar: Strategy-Verkauf belastet
Pascal Grunow
Pascal Grunow
Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Bitcoin ist am Dienstagnachmittag deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 70.000 US-Dollar gefallen. Die größte Kryptowährung der Welt notierte zuletzt bei 69.420 US-Dollar und verzeichnete damit ein Tagesminus von 4,5 Prozent.
Anleger reagieren auf eine Kombination mehrerer negativer Faktoren, die den Markt derzeit belasten – allen voran den ersten öffentlich bekannt gewordenen Bitcoin-Verkauf von Strategy seit über 3 Jahren sowie anhaltende Rekordabflüsse aus US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs.
Strategy verkauft erstmals Bitcoin seit mehreren Jahren
Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf Strategy, den weltweit größten börsennotierten Unternehmenshalter von Bitcoin. Das Unternehmen gab in einer am Montag veröffentlichten 8-K-Meldung bekannt, 32 Bitcoin im Gesamtwert von rund 2,5 Millionen US-Dollar verkauft zu haben. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 77.135 US-Dollar je Bitcoin.
Gemessen an den insgesamt von Strategy gehaltenen Hunderttausenden Bitcoin ist das Volumen nahezu bedeutungslos. Dennoch sorgt die Transaktion für erhebliche Unruhe unter Investoren.
Es handelt sich um den ersten öffentlich bekannt gewordenen Bitcoin-Verkauf des Unternehmens seit 41 Monaten und ist der erste Schritt der neuen Unternehmensstrategie weg von der Buy-and-Hold-Strategie, die Executive Chairman Michael Saylor zuvor immer wieder öffentlich vertreten hatte.
Die Erlöse aus dem Verkauf sollen nun zur Finanzierung von Ausschüttungen einer Vorzugsaktienemission verwendet werden.
Bitcoin-ETFs erleben längste Abflussserie jemals
Zusätzlichen Druck erzeugen die US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs. Die Fonds verzeichneten am Montag bereits den elften Handelstag in Folge Nettoabflüsse und erreichten damit die längste Verlustserie seit ihrer Einführung Anfang 2024.
Nach Daten des Analysehauses SoSoValue wurden in diesem Zeitraum rund 3,45 Milliarden US-Dollar aus den Fonds abgezogen. Allein in der jüngsten Sitzung zogen Anleger weitere 484 Millionen US-Dollar ab.
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