Rheinmetall-Aktie: Hier herrscht schon wieder Alarmstufe Rot!

Max Gross Max Gross
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Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.

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Fallender Candlestick-Chart (Symbolbild).
© Maxim Hopman auf Unsplash.
Nach einer kurzen Erholung stehen die Anteile des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall wieder unter Verkaufsdruck. Droht jetzt ein neues Jahrestief?
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Hinweis

Neue Friedenshoffnungen setzt Rüstungswerte unter Druck

Die Atempause bei der schon seit Wochen unter anhaltendem Abgabendruck stehenden Rheinmetall-Aktie währte nur kurz. Konnte sich das Papier in den vergangenen zwei Wochen ausgehend vom tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr zeitweise ordentlich erholen, purzelten schon am Montag und Dienstag wieder Kurse.

Die Aussichten auf einen dauerhaften Waffenstillstand im Nahen Osten, sowie die Kriegswende in der Ukraine, welche den Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin erhöht, sich ebenfalls ernsthafter als in den vergangenen Jahren um eine Friedenslösung zu bemühen, sorgten für einen branchenweiten Abverkauf.

Werte aus dem Artikel:
Hensoldt Aktie 81,10 € -2,62%
RENK Group Aktie 50,43 € -3,74%
Rheinmetall Aktie 1.199,2 € -0,65%

Für die Rheinmetall-Aktie ist die Lage besonders gefährlich

Auch die Papiere von CSG, Hensoldt und Renk waren deshalb von neuerlichem Verkaufsdruck betroffen. Allerdings stand die Aktie von Rheinmetall bereits zuvor charttechnisch besonders schlecht da. Jetzt ist das Papier durch eine neuerliche Verkaufswelle umso mehr gefährdet.

Nicht mal ein kleiner Erfolg wollte Rheinmetall zuletzt gelingen ...

Während den beiden Mitbewerbern Hensoldt und Renk in den vergangenen zwei Wochen deutliche Verbesserungen ihrer charttechnischen Ausgangslage gelungen sind – beide Aktien konnte mit dem Sprung über die 50-Tage-Linie erste Kaufsignale liefern – blieb Rheinmetall selbst dieser bescheidene Erfolg verwehrt.

Trotz der deutlich zweistelligen Kursgewinne verharrte die Aktie weiter innerhalb des Abwärtstrendkanals, der das Kursgeschehen schon seit dem Jahreswechsel bestimmt. Immerhin konnte der Unterstützungsbereich zwischen 1.200 und 1.250 Euro zumindest zeitweise zurückerobert werden, wenngleich dieser am Dienstag zur Disposition stand.

... das könnte jetzt für den Absturz auf 1.000 Euro sorgen!

Da Rheinmetall auch in den technischen Indikatoren kaum zu vorzeigbaren Verbesserungen gekommen ist, sollten sich Anlegerinnen und Anleger, sollten 1.250 Euro nicht umgehend zurückerobert werden können, auf weitere Kursverluste einstellen. Das Erreichen von 1.000 Euro dürfte dann kaum noch zu verhindern sein.

Grundlage für diese These ist die Beobachtung, dass es der Aktie noch an bullishen Divergenzen fehlt. Das bisherige Jahrestief bei rund 1.100 Euro wurde durch Tiefs sowohl im RSI als auch im MACD bestätigt, was für die Nachhaltigkeit des intakten Abwärtstrends spricht, den auch der tief im Minusbereich liegende MACD anzeigt.

Der zwischenzeitlich überverkaufte RSI wurde außerdem durch die jüngste Kurserholung konsolidiert. Damit besteht jetzt neues Abwärtspotenzial. In Ermangelung weiterer Unterstützungen sind 1.100 und 1.000 Euro die nächsten Ziele. Diese Gefahrensituation würde erst durch einen Anstieg über die 50-Tage-Linie bei rund 1.360 Euro neutralisiert werden, wo auch die Abwärtstrendoberkante verläuft. Für dieses Szenario liefern aktuell aber weder der Chart noch die technischen Indikatoren Indizien.

Fazit: Finger weg, bis sich die Lage aufgeklärt hat

Mit Blick auf die Unternehmensbewertung ist die Ausgangslage ebenfalls nur wenig verändert. Für 2026 steht ein KGVe von rund 34 zu Buche, das liegt deutlich über dem Durchschnitt internationaler Wettbewerber, denen jedoch ein höheres Wachstum gelungen ist. Für 2027 liegt das KGVe bei knapp 23. Das ist schon deutlich attraktiver, steht aber unter Vorbehalt, nachdem Rheinmetall mit operativen Herausforderungen kämpft.

Ein Einstieg in die Aktie ist daher gegenwärtig nicht empfehlen. Entweder sollten klare Kaufsignale abgewartet werden oder der absehbare Pullback in den Bereich von 1.000 Euro. Vorher ist das Chance-Risiko-Verhältnis nicht attraktiv genug.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross



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