In der vergangenen Woche bebte die Wall Street: Auslöser war der OpenAI-Konkurrent Anthropic, der mit seinen neuen Claude-Cowork-Agenten direkt ins Herz der klassischen Software-as-a-Service-Modelle (SaaS) traf. Schon ist die Rede von einer SaaS-Apokalypse, die Tech-Elite der USA steht unter Schock. Während Branchen-Beobachter das Ende des herkömmlichen Softwaregeschäfts heraufbeschwören, steht ein Name besonders im Fokus: Salesforce.
Für Anleger ist die aktuelle Lage zweischneidig: Einerseits verlor das Papier im letzten Monat rund 26 Prozent an Wert, andererseits treibt CEO Marc Benioff die radikale Umstellung auf autonome KI-Agenten voran. Die große Frage: Ist Salesforce das erste große Opfer dieser technologischen Umwälzung, die gerade das gesamte Internet elektrisiert? Oder der lachende Gewinner einer neuen Ära? Unsere technische Chartanalyse liefert Antworten.
Salesforce zündet den Agenten-Turbo
Die KI-Angst geht um bei den Software-Riesen in den Vereinigten Staaten. Ähnlich wie Salesforce kam auch der Webex-Entwickler Cisco diese Woche nach guten Earnings . Sogar die Magnificent Seven wurden abgestraft: Googles Mutter Alphabet legte starke Quartalszahlen vor, die Aktie fiel trotzdem. Bei Amazon wurden die Anleger wegen hoher KI-Investments misstrauisch.
Trotz des heftigen Gegenwinds liefert Salesforce technologische Antworten. Mit der Einführung von Agentforce hat der CRM-Riese eine Plattform geschaffen, die weit über einfache Chatbots hinausgeht. Diese autonomen Agenten übernehmen mittlerweile komplexe Aufgaben im Kundenservice und Vertrieb – und das völlig selbstständig.
Die Zahlen aus dem letzten Quartalsbericht (Q3 2025/26) untermauern den Wandel: Die Zahl der Agentforce-Kunden in Produktion stieg um 70 Prozent. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) für Agentic AI und Data Cloud kletterte auf beeindruckende 1.4 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 114 Prozent im Vorjahresvergleich.
Dennoch belasten interne Umstrukturierungen und der Abgang von Top-Führungskräften wie CFO Amy Weaver das Sentiment. Die Anleger scheinen derzeit eher die Kosten und die Gefahr durch Open-Source-Alternativen zu sehen als das langfristige Potenzial. Die Aktie rutschte zuletzt deutlich unter wichtige psychologische Haltelinien.
HKCM-Analyse: Kaufmöglichkeit voraus
Bei der Salesforce-Aktie kam es in den letzten zwei Wochen zu einem massiven Rücksetzer. Primär geben wir der aktuellen Welle (3) noch etwas Handlungsspielraum, ihr Tief im Optimalfall an der Unterkante unserer absteigenden rosa Trendlinie zu erreichen. Dort könnten sich Gelegenheiten für Long-Einstiege auftun, um von den anschließend erwarteten Anstiegen zu profitieren. Abonnenten erhalten gegebenenfalls Signale und Preisziele für entsprechende Kaufchancen.
Nach einer anschließenden, temporären Erholung in der Welle (4) sollte die nachfolgende Welle (5) wieder für tiefere Kurse sorgen und die untere rosa Trendlinie erneut testen. Mit dem Abschluss des magentafarbenen Abwärts-Fünfteilers im Welle-(5)-Tief soll zugleich die übergeordnete blaue Korrekturwelle (II) zu Ende gehen. In solchen zyklischen Bodenbereichen bieten sich für gewöhnlich die besten Kaufgelegenheiten. Anleger sollten diese Konsolidierung genau beobachten.
Die konkreten Koordinaten der Preisbereiche für längerfristige Einstiege sind unseren Abonnenten vorbehalten – ebenso wie Echtzeit-Signale für lukrative Einstiege und erfolgreiches Portfolio-Management. Alle Infos dazu finden Sie in unserem Tech33-Aktien-Analysepaket.
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