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Meldung des Tages: Inspiration Energy vor Bohrstart: Wiederholt sich hier die 1.000%-Explosion von Ramp Metals?

PTT Woche 26, 28.06.07


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Gruppe: Professional-Traders   Forum: Börse
Countrywide Finan. kein aktueller Kurs verfügbar
 
J.B.:

PTT Woche 26, 28.06.07

12
28.06.07 01:35

Guten Morgen, Traders

Neue Hoch`s oder neue Tief`s?

Der Bernanke und seine Mannen haben es in der Hand.

PTT Woche 26, 28.06.07 3383914

PTT Woche 26, 28.06.07 3383914

PTT Woche 26, 28.06.07 3383914

PTT Woche 26, 28.06.07 3383914

 

Donnerstag,  28.06.2007 Woche 26 
 
 • 00:45 -NZ Zahlungsbilanz März-Quartal
 • 00:45 -NZ Baugenehmigungen Mai
 • 03:30 -AU Offene Stellen Mai-Quartal
 • 08:00 - !DE Schulden öffentliche Haushalte 2006
 • 08:00 - !DE Großhandelsumsatz Mai
 • 08:00 - !DE ILO Arbeitsmarktstatistik Mai
 • 08:45 -FR ILO Arbeitsmarktdaten Mai
 • 09:00 -CH SNB Geldpolitische Lagebeurteilung
 • 10:00 - !DE Arbeitsmarktdaten Juni
 • 10:00 - !EU Geldvolumen Eurozone Mai
 • 10:00 -IT Erzeugerpreise Mai
 • 14:30  !!US BIP 1. Quartal
 • 14:30 - !US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
 • 14:30 -CA Erzeugerpreise Industrie Mai
 • 15:00 -US Federal Reserve Bank Ratssitzung
 • 15:15 -TR Rede EZB-Ratsmitglied González-Páramo
 • 16:00 -US Help Wanted Index Mai
 • 16:30 - !US EIA Erdgasbericht (Woche)
 • 17:00 -US Ankündigung 3- u. 6-monatiger Bills
 • 20:15  !!US Federal Reserve Bank Sitzungsergebnis
 • 21:00 -US Agrarpreise Juni
 • 22:30 -US Wochenausweis Geldmenge
 

 

Dividenden 

Unter dem folgenden Link könnt Ihr sehen, wer Heute EX-Dividende gehandelt wird: http://www.earnings.com/...end.asp?date=20070628&client=cb 

 

US Quartalsergebnisse 

Wenn Ihr wissen wollt wer Heute Quartalzahlen veröffentlicht, dann orientiert Euch bitte an diesem Link: http://www.earnings.com/earning.asp?date=20070628&client=cb

 

Dax-Gewichtung

Wer wissen möchte, wie die Gewichtung der einzelnen Dax-Werte momentan aussieht, sollte den nachstehenden Link verwenden: http://deutsche-boerse.com/dbag/dispatch/de/...=Kennzahlen+DAX

 

 

Ich wünsche Euch Allen, einen erfolgreichen Tag und hoffentlich sehr gute Trade`s!!

 

Servus, J.B.

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J.B.:

Wall Street erzielt späte Gewinne

 
28.06.07 01:40

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch in der zweiten Handelshälfte zur Rally angesetzt und deutlich zugelegt. Anfangs hatten sich die Indizes noch uneinheitlich bei geringer Veränderung zum Vortag präsentiert. Starke Quartalszahlen von Oracle ließen stützen dabei Technologie-Aktien. Mit Blick auf die Konjunkturdaten waren die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im Mai überraschend deutlich zurückgegangen. Zudem sanken in der vergangenen Woche auch die Benzinlagerbestände überraschend. Letztlich gewannen, trotz schwacher Konjunkturdaten, insgesamt die Optimisten die Oberhand. Mit Spannung werde nun auf die am morgigen Donnerstag anstehende Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed und auf die Aussagen zur künftigen Zinspolitik gewartet, sagten Händler.Der Leitindex Dow Jones Industrial  schloss knapp unter seinem Tageshoch von 13.433 Punkten. Er gewann 0,68 Prozent auf 13.427,73 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index  rückte um 0,90 Prozent auf 1.506,34 Punkte vor. An der Nasdaq legte der Composite-Index  um 1,21 Prozent auf 2.605,35 Punkte zu. Der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 1,28 Prozent auf 1.933,06 Zähler.

Oracle mit beachtlichem Gewinn


Auf der Unternehmensseite stand vor allem die Oracle-Aktie im Fokus der Investoren. Sie profitierte als einer der stärksten Werte im Nasdaq100 von vorgelegten Quartalszahlen und verteuerte sich um 2,77 Prozent auf 19,69 Dollar. Der Softwarekonzern hat mit Hilfe der andauernden Akquisitionswelle und des firmeninternen Wachstums im Geschäftsjahr 2006/2007 (31. Mai) Umsatz und Gewinn gesteigert. Oracle verdiente 4,3 Milliarden Dollar und damit mehr als Analysten erwartet hatten. Ausblickend stellte Oracle-Finanzvorstand Safra Catz zudem einen weiteren Anstieg des Lizenzumsatzes in Aussicht.

Nike mit optimistischem Ausblick

Nach Veröffentlichung von Quartalszahlen machten auch die Papiere von Nike einen Sprung nach oben - und zwar um 8,31 Prozent auf 58,29 Dollar. Der Sportartikel-Anbieter hat im Geschäftsjahr 2006/2007 dank weltweit guter Zuwachsraten Rekordumsätze und -gewinne verbucht. Der Jahresumsatz stieg um 9 Prozent auf 16,3 Milliarden Dollar und der Gewinn um 7 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Zudem hob Nike den Umsatzausblick für 2008 an. Analysten beurteilten die Zahlen positiv.

Merck hofft auf sein Aids-Medikament

Im Leitindex Dow Jones waren die Anteilsscheine von Merck & Co wie bereits tags zuvor Spitzenwert. Sie stiegen um 2,46 Prozent auf 50,33 Dollar. Der Pharmakonzern hat von der US-Arzneimittelbehörde eine schnelle Bearbeitung des Zulassungsantrags für das HIV-Mittel Isentress zugesichert bekommen.


Reynolds mit Schub nach positivem Gerichtsurteil

Reynolds American stiegen um 2,31 Prozent auf 65,14 Dollar, nachdem ein Gericht in einem Patentstreit mit Star Scientific, einem Hersteller von rauchfreien Zigaretten und Erfinder mehrerer innovativer Patente im Tabakgenussbereich, zugunsten des großen US-Tabakkonzerns entschieden hatte.

Quelle: www.boerse-go.de

Servus, J.B.

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J.B.:

Das Kapital: Die Notenbanken in der Bredouille

4
28.06.07 01:54

Das Kapital: Die Notenbanken in der Bredouille

Der Bank von England laufen die Ökonomen davon, weil sie in der City deutlich mehr verdienen können, wo die Spekulation Blüten treibt und Jahresgehälter von 300.000 Pfund ein Klacks sind. Weiteres Thema in diesem Kapital: Oracle.


Kein Problem, würden vernünftige Naturen einwenden: Soll die britische Zentralbank ihren Leitzins, der um 0,7 Prozentpunkte unter dem Nominalwachstum liegt, eben um ein, zwei Prozentpunkte erhöhen, um der Spekulation den Garaus zu machen respektive das entfesselte Kreditwachstum von 13 Prozent zu bremsen. Geht aber nicht, weil die auf Pump lebende britische Wirtschaft der Notenbank dann regelrecht um die Ohren fliegen würde. Da nimmt man doch lieber etwas Inflation in Kauf, auch wenn die Sache dadurch am Ende noch schlimmer wird.



In einem ähnlichen Dilemma befinden sich große Teile der industrialisierten Welt, vor allem die USA, aber auch die Euro-Zone. Und das ist der Grund, warum die nach wie vor mickrigen nominalen und realen Zinsen auf Staatsanleihen schon wieder fallen. Dabei muss man es sich auf der Zunge zergehen lassen: In den USA lag das Wachstum der Kredite an den Privatsektor im ersten Quartal immer noch um drei beziehungsweise vier Prozentpunkte über dem nominalen BIP-Wachstum, je nachdem, ob man mit annualisierten Quartals- oder Vorjahreszuwächsen rechnet.


Nur hat die Verlangsamung des Kreditwachstums an die privaten Haushalte von annualisiert 1 094 Mrd. $ im ersten Quartal 2006 auf 771 Mrd. $ schon gereicht, um die USA trotz der brummenden Weltwirtschaft an den Rand der Stagnation zu treiben. Der Euro-Zone, wo die Kredite an den Privatsektor nunmehr seit anderthalb Jahren zweistellig zulegen, könnte es bei weiteren Leitzinserhöhungen ganz ähnlich ergehen.

Die Firmen derweil fragen Kredite nicht etwa für Investitionen nach - so bleiben die US-Kapitalgüteraufträge ernüchternd -, sondern in erster Linie für Übernahmen, Aktienrückkäufe und Dividenden. Neben der Verlagerung in Schwellenländer spielt die Angst vor einer (US-)Konsumschwäche sicher eine Rolle. Aber welche Firma kann es sich denn heute noch leisten, so lange zu investieren, wie gerade noch die Kapitalkosten eingespielt werden, ohne sofort ins Visier von Heuschrecken zu geraten? Die ihre Macht was verdanken? Richtig: den mickrigen Zinsen. Selbst gestandene Firmenvorstände scheinen inzwischen vom Virus der Finanzinvestoren befallen zu sein, denn wer gilt heute noch was, wer nicht das Doppelte der Kapitalkosten verdient?

Das Ergebnis sind niedrige Ausrüstungsinvestitionsquoten in den meisten Teilen der industrialisierten Welt. Soviel zur Hoffnung auf (wieder) anziehende, nachhaltige Zuwächse der Arbeitsproduktivität, die auch die monetär induzierte Inflation eindämmen könnten, die selbst statistisch kaum mehr zu verbergen ist. Und soviel zur These, dass Kapitalfehlallokation diesmal auf Immobilien beschränkt ist.





Oracle
Same procedure as every quarter. Oracles Finanzberichterstattung beschwört mit einer solch eintönigen Konsequenz das immergleiche Mantra, dass man dahinter den Plan vermuten könnte, Oracle wolle seine Zuhörer in eine Trance versetzen, auf dass sie ebenfalls in die Parallelwelt eintauchen, in der es Oracle sich bereits bequem gemacht hat.







Zugegeben, in den meisten Quartalen legt Oracle PTT Woche 26, 28.06.07 3383916 recht solide Zahlen vor, die sich allerdings meist vom starken Datenbankgeschäft speisen. Doch aufgrund der hier bereits erreichten Dominanz lässt sich der Ehrgeiz von Oracles Gründer und Chef Larry Ellison nur noch mit der Anwendungssoftware befriedigen. Das Prozedere hier: Dank andauernder Zukäufe verzeichnet Oracle bei den Lizenzerlösen Zuwachsraten, die dann mit den (organisch erzielten) Raten von SAP PTT Woche 26, 28.06.07 3383916 verglichen werden - und regelmäßiger Jubel, wenn man die Walldorfer überflügelt. Doch wieder schrumpft das für Q4 verzeichnete Wachstum von 13 Prozent währungsbereinigt auf zehn und akquisitionsbereinigt auf sechs Prozent zusammen. Da SAP in etwa zweistellig wächst, verkehrt sich Oracles Aussage, man würde Marktanteile gewinnen, so ins Gegenteil.

Ellison hat angekündigt, dass sein Übernahmefieber noch nicht kuriert ist - kein Wunder, flöge der Bluff sonst schneller auf. Allerdings geht Oracle langsam die Munition aus. Aus über 9 Mrd. $ Barem Ende 2004 sind heute 500 Mio. $ Nettoschulden geworden - SAP verfügt über 3,8 Mrd. Euro Kasse. Und während Oracles Bilanz zu 40 Prozent aus Firmenwert besteht, sind es bei SAP lediglich 12,5 Prozent.

Bei einem freien Mittelzufluss von rund 5 Mrd. $ dieses Jahr hat Oracle zwar die Kassen schnell wieder voll. Doch man fragt sich, wo die sonst so vorlauten aktivistischen Hedge-Fonds bleiben, wenn hier 20 Mrd. $ für 31 Übernahmen verbraten werden, die im Endeffekt - vor allem bei der Anwendungssoftware - Oracle so wenig vorangebracht haben. Wollen sie etwa bis 2009 warten, wenn Ellison mit 65 vielleicht in Rente geht? Bis dahin könnte - in seiner Welt - noch SAP übernehmen wollen.

Quelle: Financial Times Deutschland

 

Servus, J.B.

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J.B.:

Private Equity erkämpft Steuervorteil

 
28.06.07 01:57

Private Equity erkämpft Steuervorteil

Wagniskapitalgeber sollen nach den Plänen der Bundesregierung keine Steuern zahlen müssen. Eine solche Regelung werde abweichend von bisherigen Plänen im Referentenentwurf des Gesetzes zur Förderung von Private-Equity-Gesellschaften aufgenommen, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums.


Demnach würden Wagniskapitalgeber steuerrechtlich mit Investmentfonds gleichgestellt, die ebenfalls von der Steuerpflicht befreit sind. Lediglich Anleger einer Venture-Capital-Gesellschaft müssten auf ihre Erträge Steuern zahlen.



Damit hat die Private-Equity-Branche zumindest einen Teil ihrer Forderungen durchgesetzt. Sie verlangt aber, dass das Steuerprivileg auch für alle anderen Geschäfte der Finanzinvestoren gilt - und nicht nur für Wagniskapital. Union und SPD hatten erst vergangene Woche ihren Streit über die Förderung von Finanzinvestoren ausgeräumt. Das Bundesfinanzministerium will diese Woche einen Referentenentwurf verschicken.

Nach der Einigung sollen wagniskapitalgebende Personengesellschaften als vermögensverwaltend gelten, sofern sie sich auf den Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften beschränken. Daher müssen sie keine Gewerbesteuer zahlen. Die Tätigkeitsvergütung der Fondsmanager soll zu 40 Prozent von der Steuer befreit sein. Das Finanzministerium hatte ursprünglich vorgesehen, Wagniskapitalgesellschaften unabhängig von der Rechtsform von der Gewerbesteuer zu befreien.


Von Guido Bohsem (Berlin)

Quelle: Financial Times Deutschland

 

Servus, J.B.

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J.B.:

Agenda: Outsider inside

 
28.06.07 02:05

Agenda: Outsider inside

Bei seinem ersten Auftritt als künftiger Siemens-Chef gibt sich Peter Löscher gelassen. Doch im Konzern mehren sich die Anzeichen, dass er der Führungsspitze kräftig einheizen wird. Der Außenseiter könnte ein mächtiger Vorstandsvorsitzender werden.


Flüstern und Schmunzeln im Saal, als Siemens PTT Woche 26, 28.06.07 3383918 -Finanzchef Joe Kaeser seine Worte in die Länge zieht und die dramaturgischen Pausen zwischen den Worten länger werden. "And now, ladies and gentlemen, please give him a very warm welcome." So beginnen Popkonzerte, so werden Stars angekündigt. Doch irgendwie funktioniert das Intro nicht. Vielleicht, weil Peter Löscher kein Popstar ist. Minutenlang hat der neue Mann an der Siemens-Spitze hinter Kaeser gestanden, unbeweglich, hielt sich dezent im Hintergrund, die Hände pastoral in Höhe des Hosengürtels zusammengefaltet. Mit dieser Demutshaltung starrte er in den Nürnberger Rathaussaal, während der braun gebrannte Kaeser den quirligen Conférencier gab.





Dann tritt der Mann, der am 1. Juli Vorstandsvorsitzender des Siemens-Konzerns wird, nach vorn. Ein Lächeln, ein langer, schweifender Blick durch den Saal. Löscher sagt Dinge, die man so sagt, wenn der neue Chefjob offiziell erst in ein paar Tagen beginnt und an der Konzernspitze noch ein anderer sitzt. Löscher ist diplomatisch. Sagt, dass er sich freue, da zu sein. Dass Siemens für ihn kein "normaler CEO-Job" sei, sondern eine "Ehre". Und dass er bei Siemens keine "Revolution" plane, sondern nur eine "Evolution".

Den Mann, der so freundlich daherredet, erwartet der schwierigste Job, den die deutsche Industrie zurzeit zu vergeben hat. Er soll den Konzern aus der schwersten Krise seiner Geschichte führen. Wenn er am Wochenende als Nachfolger von Klaus Kleinfeld als neuer Chef in die Münchner Siemens-Zentrale am Wittelsbacher Platz einzieht, ist seine Aufgabe klar: Er muss das durch den Schmiergeldskandal angeschlagene Traditionshaus wieder zu einem angesehenen Unternehmen formen. Zumindest fachlich trauen ihm viele Experten diesen Höllenjob zu.



Viele Nettigkeiten, wenig Programmatisches

Noch lässt er sich wenig anmerken. Löscher bringt das, was man erwarten kann: nichts wirklich Programmatisches, dafür viele Nettigkeiten, die man heute gern hört und morgen wieder vergessen hat. Löscher spricht auffällig ruhig. Er hat sich im Griff, jeden Gesichtsnerv unter Kontrolle. Viele werden später sagen, dass er das seinem Vorgänger Klaus Kleinfeld voraus hat - das Ruhen in sich selbst. Beinah könnte die Ruhe anstecken. Wären da nicht diese stechenden Augen. Die sagen: "Warte ab, ich kann auch anders."

Das muss er auch, wenn er das Ruder herumreißen will. Motiviert ist er jedenfalls. Und er sei selbstbewusster als sein Vorgänger, sagt man bei Siemens. Als Kleinfeld Anfang 2005 Konzernchef wurde, machte er erst mal einen großen Bogen um die Presse. Anders Löscher. Er ist noch nicht im Amt, schon wirft er sich hinein in die Journalistenmenge. Und erzählt. Dass er eine Woche früher in München anfangen wollte. Im vierten Stock der Konzernzentrale hat er schon sein provisorisches Büro eingerichtet. Im Besucherzimmer. Dort wartet er geduldig, bis Kleinfeld nebenan sein Büro geräumt hat. "Man muss stilvoll miteinander umgehen", sagt Löscher. Dann wird er ernst. Er weiß, dass in diesen Tagen alles zum Politikum werden kann.

Zwei Tage nach seiner Ernennung zum Siemens-Chef im Mai traf er sich mit Klaus Kleinfeld in New York. Da sei ihm klar geworden: "Kleinfeld übergibt einen erfolgreichen Konzern, Siemens ist kein Turnaround-Fall." Die Zahlen stimmen, Kleinfeld hat den Konzern auf Profitabilität getrimmt, und auch die strategischen und operativen Ziele bis 2010 sind vom scheidenden Manager bereits festgezurrt. "Jetzt muss Löscher einfach Kurs halten", sagt ein Siemens-Manager. Am Montag leitete er zum ersten Mal eine Vorstandssitzung. Die, die dabei waren, sagen, es sei "kollegial" zugegangen. Mit jedem Einzelnen habe er geredet.

Immer wieder lässt Löscher durchblicken, dass es jetzt schnell gehen muss. Noch im Juli will er sich alle Konzernbereiche anschauen, danach tief ins Geschäft der Ländergesellschaften einsteigen. Zügig nach Indien, China und Japan reisen. Nichts wie raus aus der Münchner Konzernzentrale, jenem Palais, in dem sich noch bis vor Kurzem Ex-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer und Noch-Konzernchef Kleinfeld gegenübersaßen.



Löscher will das alles möglichst zügig abhaken. All die Intrigen, die echten und die vermeintlichen, die bleierne Luft, die seit Monaten über der Siemens-Zentrale liegt. Er redet von "Vertrauen", von "Transparenz" und davon, dass er viel Zeit in die Aufarbeitung des Schmiergeldskandals stecken wird. Und von der "Führungskultur". Dass ihn in Deutschland kaum jemand kennt, interessiert den 49-jährigen Österreicher nicht. Das habe Zeit, erst mal müssten ihn die vielen Siemens-Mitarbeiter kennenlernen. Außerdem: Was bedeute schon Deutschland? "Wir sind ein Weltunternehmen mit deutschem Zuschnitt." Löscher sagt bereits "wir", wenn er von Siemens spricht.



Viele Legenden und Geschichten wurden gestrickt über diesen Mann. Wie der Junge aus Kärnten den elterlichen Hof verließ, um in Hongkong zu studieren. Wie der junge Manager mithalf, den Pharmakonzern Hoechst umzubauen. Wie er über den britischen Kontrastmittelhersteller Amersham zum Siemens-Hauptrivalen General Electric kam - und dann kurze Zeit später zum Pharmakonzern Merck & Co. wechselte. Dort hatte er viel zu tun mit der Börsenaufsicht SEC, wurde sozusagen zum Experten für SEC-Angelegenheiten, weil Merck & Co. wegen des umstrittenen Schmerzmittels Vioxx in die Schlagzeilen geraten war.

Ausgerechnet dieser Peter Löscher nimmt beim Weltkonzern Siemens gleich mehrere Karrierestufen mit einem Schritt. Viele macht das ratlos. Im Konzern, aber auch draußen. "Es gibt Leute, die hätten sich nicht einmal getraut, Peter Löscher auf einen Medizintechnik-Führungsposten bei Siemens zu setzen", sagt ein Brancheninsider, der nicht namentlich genannt werden will. Ein Siemens-Manager, der Löscher aus seiner Zeit bei Amersham kennt, gibt offen zu: "Wenn mir jemand vor ein paar Jahren gesagt hätte, dass Löscher Siemens-Chef wird, hätte ich das nicht geglaubt. Ein Pharmamanager, noch dazu extern - sehr unwahrscheinlich." Inzwischen sei er überzeugt, dass es der Österreicher schafft. Er muss es schaffen. Wenn nicht, scheitert nicht nur er. Dann ist auch Aufsichtsratschef Gerhard Cromme gescheitert, dann scheitert ganz Siemens.


Zur richtigen Zeit am richtigen Ort


Der Neue hat eine Menge auf dem Programm. Mehr vielleicht als die meisten seiner Vorgänger. Ironie der Geschichte: Ausgerechnet der Manager, der bisher meist in der zweiten Reihe von Konzernen tätig war, könnte bei Siemens so mächtig werden wie zuvor kaum ein anderer Mann an der Konzernspitze. Löscher selbst kann überhaupt nichts dafür - er kommt einfach nur zur richtigen Zeit an den richtigen Ort. Als erster externer Siemens-Chef wird sich Löscher möglicherweise das verschaffen, was dem Cola-Light-Trinker und USA-Fan Kleinfeld vorenthalten blieb: einen starken CEO-Posten nach amerikanischem Zuschnitt. Grund: Die Siemens-Führungsstruktur hat sich überholt.

Zu viele Machtpole haben den Konzern in den vergangenen Jahren unbeweglich gemacht. Es gibt die zehn Zentralvorstände, die vielen operativen Geschäftsgebiete mit eigenen Herren und die weit entfernt operierenden Fürsten der Landesgesellschaften. Seit Wochen kursieren Modelle, mit denen alles anders werden soll. Die stimmigste Hypothese: Löscher dünnt den üppigen Zentralvorstand kräftig aus. Übrig blieben im Vorstand neben Löscher selbst Finanzchef Joe Kaeser, Personalvorstand Heinrich Hiesinger und Technologiechef Hermann Requardt. Spätestens bis zum 1. Oktober soll die neue Siemens-Struktur stehen, heißt es aus Unternehmenskreisen.

Alles muss jetzt schnell gehen. "Habe ich denn 100 Tage Zeit?", fragt Löscher. Er weiß, dass er sie nicht hat. Es gibt Dinge, die müssen sofort vom Tisch. Zum Beispiel die Akte VDO und die Frage, ob der Autozulieferer wie geplant bis Ende September an die Börse gebracht oder an einen Investor wie etwa Continental verkauft wird.

Eine Frage, die viele ängstlich stellen: Wird Löscher alles schaffen - ohne eine eigene Hausmacht? Da sind die Mitarbeiter, die Löscher für sich gewinnen muss. Die Investoren und Analysten, die es zu überzeugen gilt. Die Arbeitnehmervertreter der IG Metall, mit denen sich Löscher arrangieren muss. Und da ist der starke Aufsichtsratschef Gerhard Cromme, der zuletzt mehr Aussagen zur Geschäftspolitik gemacht hat, als man es von Aufsichtsräten gewohnt ist. "Löscher muss zusehen, dass er sich freischwimmen kann", sagt Manfred Meiler vom Verein der Siemens-Belegschaftsaktionäre. Ob er Angst habe vor einem Aufsichtsrat, der im Zuge der Schmiergeldaffäre an Macht und Einfluss gewonnen hat, wird Löscher gefragt. Der lächelt. Und sagt: "Herr Cromme ist der Aufsichtsratschef, und ich bin der CEO, die Rollenverteilung ist klar."




Weltenbummler

Multitalent Am 17. September 1957 wird Peter Löscher im österreichischen Villach geboren, wo er auch aufwächst. Durch die Nähe zu Italien entdeckt er seine Vorliebe für Sprachen. Er spricht Italienisch, Französisch, Englisch, Spanisch und Japanisch.

Sportlich Seine Leidenschaft ist der Sport. Er spielt Fußball und fährt gern Ski. In seiner Jugend ist er Kapitän der österreichischen Volleyball-Nationalmannschaft.

Aufstieg Peter Löscher studiert Wirtschaftswissenschaften in Wien und Harvard, mit einem Stipendium geht er nach Hongkong. Die Karriere ist steil: Nach zweieinhalb Jahren beim Personalberater Kienbaum wechselt er zu Hoechst. Für den Konzern geht er nach Spanien, Japan und auch in die USA.

Mächtig Nach dem Zusammenschluss von Hoechst und Rhone-Poulenc wird Löscher Chef von Aventis Pharma Japan. Später arbeitet er beim amerikanischen Siemens-Konkurrenten General Electric. 2006 wechselt er in den Vorstand des Pharmakonzerns Merck & Co. Im Mai 2007 wird er zum neuen Siemens-Chef berufen.




Von Thomas Fromm (Nürnberg)

 

Quelle: Financial Times Deutschland

 

Servus, J.B.

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J.B.:

Der reiche Mann und die Lady

 
28.06.07 02:10

Der reiche Mann und die Lady

Warren Buffett sammelt Geld für die amerikanische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton - und präsentiert sich als Kämpfer für die soziale Gerechtigkeit in den USA. Die jetzige Regierung müsse weg.


Wenn man der drittreichste Mann der Welt und 76 Jahre alt ist, braucht man kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Und Warren Buffett nahm beim Dinner zum Geldsammeln für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in New York wahrlich kein Blatt vor den Mund.



In den USA laufe im Moment zu vieles schief: Die Steuer- und Sozialpolitik ungerecht, das Ansehen in der Welt gefährdet, die Exporte zu niedrig, die Schulden zu hoch. Die Schuld an der Misere trägt seiner Ansicht nach die Bush-Regierung, die er mit einem unfähigen Management vergleicht: Ein Konzern müsse so gut sein, "dass jeder Idiot ihn führen kann - denn früher oder später wird das geschehen. Das gilt eigentlich auch für ein Land", sagt Buffett, ganz offenbar auf die Vereinigten Staaten gemünzt.


US-Präsident George W. Bush kriegt in den als liberal geltenden Metropolen an der amerikanischen Ostküste in diesen Tagen oft seit Fett weg. Doch Buffett spricht für seine eigenen Überzeugungen. Der Sohn eines republikanischen Kongressabgeordneten aus Nebraska bezeichnet sich selbst als Demokrat. Er hilft Clinton, aber auch ihrem schärfsten innerparteilichen Rivalen Barack Obama. Auf eventuelle Empfindlichkeiten seines reichen Publikums in Midtown Manhattan nimmt er an diesem Abend wenig Rücksicht: "Wir 400 hier zahlen einen geringeren Anteil unseres Einkommens an Steuern als der Pförtner unten und die Reinigungsfrau", lautet sein Plädoyer für Steuererhöhungen vor einigen Hundert New Yorkern, die gerade 4600 $ für ein Abendessen oder 1000 $ für die Gelegenheit gezahlt haben, dem "Orakel von Omaha" Fragen stellen zu dürfen.



Philanthrop und Patriot

Die Regierung habe den 12.000 wohlhabendsten Familien durch die Abschaffung der Erbschaftssteuer 30 Mrd. $ jährlich erspart, die sie jetzt bei den Ärmsten einsammele, mahnt Buffett. Aber Eigentum verpflichte: "Wenn man zu dem glücklichen ein Prozent der Menschheit gehört, muss man auch an die restlichen 99 Prozent denken."

Buffett, mit seinem Investment-Vehikel Berkshire Hathaway einer der erfolgreichsten Investoren der Welt, präsentiert sich nicht nur als Philanthrop, sondern auch als Patriot - das macht ihn so geeignet für diese Art von Veranstaltung. Das US-System arbeite hervorragend. "Wir haben eine wunderbare Wirtschaft. Der Markt funktioniert in diesem Land." Nur die Regierung müsse weg. Es gebe die Chance, im kommenden Jahr viel Schaden zu reparieren. Unter den Organisatoren des Abends war auch Chef von Morgan Stanley, John Mack, der lange Zeit die Republikaner unterstützt hatte.

Die frühere First Lady Hillary Clinton überlässt Buffett die Antworten auf Publikumsfragen, die von der richtigen Investitionsstrategie über Ausbildung bis zu Nuklearstrategie reichten. Sie lehnt sich meist entspannt zurück. Das Dinner mit Warren Buffett füllt ihre Wahlkampfkasse immerhin um rund 1 Mio. $ auf. Im ersten Vierteljahr 2006 lag sie mit 26,1 Mio. $ ohnehin knapp vor Obama. Aber für den wird Buffett ebenfalls noch auftreten.


Von Michael Gassmann (New York)

Quelle: Financial Times Deutschland

 

Servus, J.B.

Antworten
J.B.:

Ein paar Quartalszahlen gab`s nachbörslich noch

3
28.06.07 02:43

Red Hat Inc. zwar über den Erwartungen, aber nachbörslich -3,27%.....

Bed, Bath & Beyond in Rahmen der Erwartungen, aber nachbörslich -5,22%...

Atmel Corp. mit einem starken Gewinnanstieg, nachbörslich +3,50%

 

Servus, J.B.

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Trout:

Morgäääääähn

3
28.06.07 06:57
Nach einer ausgiebigen Weinprobe,mit(J.B.wirds freuen)österreichischen Weinen(hoffentlich ohne Frostschutzmittel)fällt es mir nicht gerade leicht,ein Statement abzugeben.
Überrascht war ich heute Nacht schon,bei meinem letzten Blick auf die Indizes.Hatte das aber auf den Allohol geschoben.
Der ATX sollte heute mächtig steigen,bei der Menge Wein,welche ich wahrscheinlich geordert habe.
Nach 4 Stunden ergiebigen Ausschlafenfs,muss ich nun arbeiten.
Allen einen erfolgreichen Tag
wünscht euch

Trout





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Wahre Bildung besteht darin,zu wissen,was man kann,
und ein für alle Male zu lassen,was man nicht kann.
(Voltaire)
Antworten
Geselle:

Moin zusammen, wünsche good trades!

2
28.06.07 08:46
DOW sollte heute zu Börsenbeginn seine 10-Minuten-Anspannung (Stochastik) etwas abbauen ;-) 20:15 lassen sie dann die Katze aus dem Sack. Mal schauen, was sie vorhaben. Wie gestern bereits geschrieben, für mich wäre noch ein downmove dran, der allerdings nicht heute kommen muß.
Beste Grüße vom Gesellen
Antworten
Anti Lemming:

China zickt nach gestrigem Zack (minus 4 %)

 
28.06.07 10:00
.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
PTT Woche 26, 28.06.07 105891
Antworten
Parocorp:

USD/CAD sl (mini gewinn)

 
28.06.07 10:04
aber wirklich ganz klein... schade, dachte wir starten nen echt grossen move gen norden letzte woche. mal schauen wo der boden ist und neu orientieren.

(Verkleinert auf 60%) vergrößern
PTT Woche 26, 28.06.07 105893
Antworten
biergott:

Stimmungsindikator

3
28.06.07 10:06
So heftig ist der Optimismus der DAX-Investoren seit 2005 nicht mehr eingebrochen. Zu groß war wohl die Enttäuschung und zu sehr verunsichern die derzeitigen Rahmenbedingungen. Viele Anleger haben sich jedenfalls auf weiter fallende Kurse eingestellt. Genau dies könnte aber die Aktien stützen.

(Fortsetzung auf Seite 2)




Bull-Bear-Index vom 27. Juni 2007

Bullish: 36 Prozent
gegenüber Vorwoche: -18 Prozentpunkte

Bearish: 45 Prozent
gegenüber Vorwoche: +13 Prozentpunkte

Neutral: 19 Prozent
gegenüber Vorwoche: +5 Prozentpunkte


www.boerse-online.de/aktuell/254363.html
Antworten
Malko07:

Guten Morgen.

3
28.06.07 10:06
Die Renditen der Staatsanleihen steigen wieder. War offensichtlich nur eine kurze Verschnaufpause (wg. schwachem Aktienmarkt). Der Euro scheint temporär ein festes Verhältnis zum $ gefunden zu haben. Fühlt sich im Bereich 1,34 - 1,35 offensichtlich wohl.

Der DAX will heute offensichtlich seine überproportionale Schwäche der vergangenen Tage kompensieren. Ob er das bis XETRA-Schluss durchhalten wird? Von der Fed erwartet heute keiner was. Trotzdem werden die Amis nervös starten und dann dann in eine Lauerstellung verfallen. Schwer zu verstehen, denn die Fed weiß auch nicht mehr als wir. Nur bezüglich den Zinsen kann sie, im Gegensatz zu uns, den Daumen senken. Heute wird sie das allerdings nicht tun. Die Risiken die im Finanzsystem lauern, kann keiner hochrechnen, auch die Fed nicht. Eventuell kommt eine stärkere Krise oder in einem Jahr lächeln wir alle über diese Ängste. Die Zukunft bleibt Spekulation und die Börse damit interessant.  
Antworten
Parocorp:

dafür mehr glück im AUD/USD long

 
28.06.07 10:07
gestern abend nach dem heftigen abverkauf einen long-position reingelegt und heute morgen eingecasht... so muss das sein.

(Verkleinert auf 49%) vergrößern
PTT Woche 26, 28.06.07 105895
Antworten
Parocorp:

trading buy EUR/JPY long

 
28.06.07 10:09
bei schwäche kaufen.... habs ja gelernt... ;-) 12 pips vorne bisher.


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PTT Woche 26, 28.06.07 105896
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Malko07:

Wir werden ein neues

7
28.06.07 10:13

Hoch sehen - die Bären springen wieder wie die Lemminge von der Klippe:

Pessimismus statt neuer Allzeithochs
Stimmungsindikator zum DAX-Index

 

27. Juni 2007. Die Enttäuschung über das Scheitern am Allzeithoch war sicher  nicht nur für die Teilnehmer der wöchentlichen Stimmungserhebung der Börse  Frankfurt groß. Denn viele Investoren wie Kommentatoren hatten diesem Moment  schon entgegengefiebert. Aber die Kameras mussten unverrichteter Dinge wieder  abgebaut und eiligst einbestellte Analysten wieder nach Hause geschickt  werden. Jetzt ist der Optimismus der Vorwoche nicht nur ausradiert, sondern,  gemessen an unserem Bull-Bear-Index, sogar in Pessimismus umgeschlagen.  Letzterer ist mit der Korrektur des DAX um 3,6 Prozent gegenüber der  vergangenen Erhebung auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen gefallen. Seit  Oktober 2005 gab es keinen so deutlichen Schwund an Optimisten mehr.

Wer die jüngsten Kommentare zur Entwicklung an den Finanzmärkten verfolgt hat,  könnte sogar versucht sein, ‚mit Recht’ zu sagen. Das sei doch klar angesichts  der zurückgekerhten Risikoaversion und der gebündelte Ängste, hieß es. Die  alten Schlagworte wie ‚Carry Trades’ und ‚Subprime’ sind wieder leicht  verfügbar. Viele verglichen die Krise um die beiden Hedgefonds von Bear Sterns  mit der von LTCM (Long Term Capital Management) im Jahre 1998. Damals waren  die Aktienmärkte, aber auch der US-Dollar zum Yen, massiv unter Druck geraten.  Anleger, die sich normalerweise nicht für Devisenkurse interessieren, zeigen  daher verstärktes Interesse am Yen. Denn dieser ist ja eine der Währungen, in  denen sich Carry-Händler typischerweise verschulden, um den Gegenwert in einer  hochverzinslichen Währung anzulegen. Da interessiert es nur wenig, dass die  langfristigen Zinsen hierzulande und in den USA zuletzt sogar gefallen sind.

Argumentation für Bären gibt es derzeit genug. Wenn man dann noch hört, es sei  geradezu ein Klassiker, am Allzeithoch zu verkaufen, weil technische Analysten  auf ein Doppeltop spekulieren, ist es schwer, dem etwas entgegenzuhalten.  Etwa, dass der DAX® mittlerweile ganz anders zusammengesetzt sei als im Jahr  2000. Chart ist eben Chart. Das Einzige, was uns in diesem Umfeld stutzig  macht, ist der plötzlich aufgekommene Optimismus in der vorherigen Woche,  hinter dem wir gar Window-Dressing-Transaktionen vermuten. Es muss also schon  ein gewaltiges Umdenken bei den Akteuren stattgefunden haben, die in einem  Zuge von „Kaufen“ auf „Verkaufen“ stellten. Die kleinen Gewinne alleine, die  bei diesen Transaktionen angefallen sein sollten, können es nicht gewesen  sein.

Kürzlich war sogar zu lesen, dass eine 10- bis 20-prozentige Korrektur  angesichts der langen Hausse eigentlich keine Überraschung darstelle. Es  verwundert deshalb nicht, wenn ein Teil der mittelfristig orientierten  Teilnehmer unseres Panels lieber auf solches Ungemach vorbereitet ist. Ein  anderer Kommentator brachte es unlängst aber auf den Punkt: er könnte sich  nicht vorstellen, wie es zu einem Crash kommen solle, wenn alle darauf  vorbereitet seien. Wir glauben das selbst nicht so recht, denn wir wissen:  Selbst wer am Allzeithoch verkauft hat und jetzt short im Bärenlager sitzt,  möchte lieber früher als später seine Gewinne realisieren. Der DAX müsste  schon von Tag zu Tag immer schneller fallen, um diese Ungeduld auszugleichen.  Sonst sehen wir bald wieder die ersten Käufer. Volatil wird es werden, doch  der Weg muss dabei nicht zwangsläufig nach unten zeigen.

Joachim Goldberg, cognitrend

 

Verhältnis Optimisten zu Pessimisten 
  Bullish Bearish Neutral 

Total

 

36 %

 

45 %

 

19 %

 
  

ggü. letzter
Erhebung

 

- 18 %

 

+ 13 %

 

+ 5 %

 
  

 

        

DAX-Stimmungskurve

PTT Woche 26, 28.06.07 3384369boerse-frankfurt.com/pip/dispatch/de/..._20070627_584x209.gif" style="max-width:560px" alt="" />

Stand DAX 27.06.2007, 12:00 Uhr: 7.800 Punkte (- 3,6 % gegenüber der letzten Erhebung)

 

   

Quelle: boerse-frankfurt.com/

 

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Geselle:

Hallo Leute, hab ein Problem

 
28.06.07 10:24
ich komme bei bluejack nicht auf die US-Charts. Hab nur ich das Problem oder funzt das bei Euch auch nicht?
Beste Grüße vom Gesellen
Antworten
Parocorp:

USD/CAD kotzt sich aus...

 
28.06.07 10:48
bin frühstens wieder bei ca. 1,0630 mit von der partie...

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PTT Woche 26, 28.06.07 105910
Antworten
TDM850:

@geselle

 
28.06.07 10:57

funzt bei mir. evtl mehrfach probieren.

Gruß TDM850

Antworten
Geselle:

Danke TDM für die Rückmeldung

 
28.06.07 11:00
forex und DAX-future komme ich rein, nur nicht zu den US-Börsen :-( Probiere es jetzt seit 3 Stunden immer wieder :-(
Beste Grüße vom Gesellen
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Anti Lemming:

Sharks Tageskommentar

3
28.06.07 11:07
Date:  06.27.07
Time: 09:16pm

Too Much Gloom Leads to Bounce

Greetings Shark Investors:

Even though a weaker than expected durable goods orders report kept the pressure on to start Wednesday’s trading session, the major indices worked their way higher as the day progressed, and were able to make a pretty strong run in the final two hours to close near highs. Technology stocks led the early action following a better than expected earnings report from Oracle (ORCL) Tuesday evening as well internal data on the durable goods report which showed that the only non-defense component to show an increase over the past month was computers and electronics.

While there’s no way to know for certain, a lack of further news relating to the much discussed troubles surrounding the sub-prime market or the two troubled hedge funds at Bear Sterns may have calmed some nerves, helping spark a rebound in the financials which eventually set the stage for some heavy buying into the close. Regardless, the one thing we do know is that conditions were ripe for some sort of bounce in front of tomorrow’s Federal Open Market Committee interest rate decision. Although there is no expectation that the FOMC is going to adjust rates, there may be a burgeoning hope amongst market participants that they may at least tweak the language in their policy statement to acknowledge recent signs of moderating core inflation. Furthermore, with the end of the quarter fast approaching, market players likely took the opportunity to buy some stocks that have taken a beating recently.

At this point, the thing we need to recognize is that this market still has plenty of things going for it. Short interest and overall [bearish? - A.L.] sentiment are both still quite high, meaning that many investors are already defensively positioned, and that should help contain any further selling pressures we may see. Moreover, earnings season will be getting under way in a few weeks, and chances are that the big multi-nationals will continue to benefit from the same factors that made the first quarter so good.

However, we have talked over the past few days about how the technical conditions have been deteriorating, and even though we have yet to see any major breach of technical support, there are still some very troubling aspects to the charts (which we will point out below). As a result, prudent investors will make sure that their time-frames are very well defined. Until the technical picture becomes clearer, taking aggressive positions either to the long- or short-side is difficult at best.

Let’s go to the charts.

The Nasdaq popped higher during today’s trade on increasing volume. The weakness this morning was bought, and the buyers lifted us higher as the day progressed. We went out near day highs, and the bulls made a nice comeback from opening levels. Big-cap technology names saw excellent breadth, with the bears getting squeezed. While this bounce was a welcomed sight, we continue to knock out the short-term trades and remain lightly invested.

The S&P 500 moved higher during Wednesday’s session on a pick-up in volume [das Abverkaufsvolumen vor vier Sessions war aber noch höher - A.L.]. Much like the action in the Nasdaq, the S&P also recovered from opening levels. The bulls marched into the close, and we ended the day just off highs. While this move was encouraging, the index remains below its respective 50dma. We continue to navigate the investing waters with a watchful eye as we watch for further signs of deterioration.



Zum möglichen Short-Einstieg: Gestern schrieb ich, die aggressive Variante wäre, beim Test der 50-Tagelinie - also jetzt - in Puts einzusteigen. Sicherer wäre, auf ein kurzfristiges "Tripel-Top" bei 1430-1435 zu warten (ich hab zurzeit keine Short-Positionen).

Fundamental stellt sich die Frage, ob die Bear Stearns-Krise nun "vom Tisch" ist (ich glaub es nicht, sondern tippe eher auf "Spitze des Eisbergs"). Einerseits waren die beiden Pleite-bedrohten Hedgefonds mit je 500 Mio. Anlagen relativ klein. Andererseits war zeitweilig davon die Rede, dass die Bear-Stearns-Mutter 7 Milliarden nachschießen muss, was sich dann aber auf 1,6 Mrd. reduzierte. Die Finanz- und Banken-Aktien des SP-500 legten gestern wieder deutlich zu. Insgesamt sind die Financials aber deutlich stärker gefallen als der SP-500 selbst (siehe meine gestrigen Charts im US-Bärenthread). Das ist meistens ein schlechtes Omen. Ohne die Financials, die 22 % der SP-500 ausmachen, kann der SP-500 nicht steigen, sie sind sein "Rückgrat".
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PTT Woche 26, 28.06.07 105911
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Malko07:

Für alle, die sich

6
28.06.07 11:23
obgicou:

@Anti

 
28.06.07 11:30

ich sehe das genauso;
wichtig ist wirklich, ob Bear Stearns die Spitze des Eisbergs war oder nicht;
die Frage könnte man leicht beantworten, wenn man die Ratings der von den Fonds gehaltenen CDOs kennen würde:

Liegen die eher Richtung Junk, wäre es möglich, daß die beiden HFs die einzigen (oder es zumindes nicht viele HFs gibt, die es genauso gemacht haben) waren, die ein so hohes Risiko eingegangen sind und dafür bestraft wurden.

Liegen die Ratings eher Richtung AAA, dann ist der Eisberg riesengroß.

Antworten
pandatierpand.:

Schade, schade , schade

 
28.06.07 11:39
hatte mir ja gestern Morgen ein RWE-Call gekauft, der Schein sah heute früh vorbörslich auch viel schöner aus als jetzt. Kann ja froh sein, das der Markt so nach oben läuft, sonst wäre er wohl rot. Aber ich habe auf alle Fälle noch etwas Geduld und warte auf die Dinge die da kommen
Antworten
J.B.:

Guten Tag

5
28.06.07 11:40

@Malko: Die Fed weiß um einiges mehr als wir. Genau aus dem Grund werden die jetzt die Zinsen nicht anheben, ich denke vielmehr wird der Bernanke versuchen die Krise herunter zu spielen, denn die Ami`s brauchen einfach die Kohle der Ausländer und keiner investiert einen Cent, wenn die Lage nicht als beherrschbar dargestellt wird.

@Geselle: Jo, die müssen ein wenig runter, allerdings glaub ich sowieso dass die Investoren Heute bis zum Fed-Sitzungsergebniss ein wenig in Deckung gehen werden. Nach der Veröffentlichung rechne ich aber mit einem gewaltigen Move nach oben. Könnte ein +200 Tag werden.

@Paro: Brav gemacht mit AUS/USD....

 

Servus, J.B.

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