Helmut Schmidt (SPD) über Stoiber


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Helmut Schmidt (SPD) über Stoiber

 
11.04.02 22:11
SPIEGEL ONLINE - 11. April 2002, 15:42
URL: www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,191334,00.html
Bundestagswahl

Schmidt traut Stoiber das Kanzleramt zu

Das wird Gerhard Schröder nicht gerne lesen. Sein Parteifreund, Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD), lobt Unions-Kandidat Edmund Stoiber.

 
München - Stoiber habe das Zeug zum Kanzler, sagt Schmidt in seinem neuen Buch "Hand aufs Herz - Helmut Schmidt im Gespräch mit Sandra Maischberger" (Econ-Verlag München). Als Kandidat sei Stoiber "ein ernst zu nehmender Gegner und auch jemand, dem man zutrauen kann, dass er das Kanzleramt ausführen kann", so der "Zeit"-Mitherausgeber.

Schmidt relativiert sein Lob für den CSU-Chef aber auch. Das bedeute jedoch nicht, dass er Stoiber gleich gut finde wie Schröder. Schmidt war von 1974 bis 1982 Regierungschef einer sozial-liberalen Koalition.




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mod:

Für die Jüngerin von Euch:

 
11.04.02 22:29
Helmut Schmidt wäre der beste Bundeskanzler Deutschlands geworden;
wirtschaftsorientiert, kompetent, sozial, unbestechlich und bei
vorzüglicher Rhetorik volksnah und bescheiden. Ein Hanseat eben.
(Reihenhaus in der Nähe von Levke. *grins*)
Aber er scheiterte an den Vorstellungen seiner eigenen Partei.
Die brachten ihn zu Fall.


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Calibra21:

Spiegel wird doch nicht etwa schwarz??

 
11.04.02 22:54
Mit Stoiber wird auf jeden Fall der geistige Verfall
Deutschlands gestoppt!
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GPunktStimul.:

Calibra

 
11.04.02 23:12
... zumindest Dein geistiger Verfall scheint nicht zu stoppen zu sein,
Calibra21. 21 steht wohl für Dein EQ.
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Levke:

Mit Schmidtschnauze

 
12.04.02 09:17
habe ich sogar mal Mittag gegessen, aber das ist 30 Jahre her;
als er mal auf Besuch bei Freunden war........

Ich glaube aber nicht mod, daß Helmut bei mir in der
Nähe wohnt, aber ich kann gern mal nachsehen......
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mod:

Die Hitliste der

 
12.04.02 16:36
Die Hitliste der
weisesten Deutschen  

Was meinen Sie: Wer ist der weiseste Deutsche? Nicht der Literatur-Kritiker Marcel Reich-Ranicki, vor dem so viele Autoren zittern. Auch nicht der Philosoph Jürgen Habermas, den wir von Berufs wegen für weise halten.

Ganz oben steht Altbundeskanzler Helmut Schmidt.

Altbundeskanzler Helmut Schmidt
Das hat das Hamburger Männer-Magazin „Best Life“ herausgefunden. In seinem Auftrag befragte das Forschungsinstitut Gewis 1049 Männer zwischen 16 und 65 Jahren. 43 Prozent der Befragten stimmten für Schmidt, bei den Männern über 40 sogar mehr als jeder Zweite.


Zur Auswahl standen 50 Herren aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Wirtschaft und Medien – mit dabei auch Fußball-Star Franz Beckenbauer.

Der „Kaiser“ schaffte es in der Hitliste auf Platz 21, ganz knapp vor „Tagesthemen“-Moderator Ulrich Wickert. Beide sind für rund 14 Prozent der Befragten die weisesten Männer Deutschlands.

Ebenfalls in der Auswahl: Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, Box-Star Henry Maske, Top-Moderator Günter Jauch, Musiker Herbert Grönemeyer, TV-Komiker Harald Schmidt, ...



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Schnorrer:

Sich lächerlich zu machen, war schon immer

 
12.04.02 16:40
eine Vorzeigedisziplin in geistigen Armenhaus Deutschland.
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Hungerhahn:

Soweit ich denken kann...

 
12.04.02 16:45
war jeder Kanzlerkandidat einer Oppositionspartei auch tatsächlich fähig, Kanzler zu sein.
Dazu gehören alle Kohl-Herausforderer bis auf Rudolf Scharping.
Dieser Mann dürfte wohl der einzige Politiker sein, dem das Kanzleramt nicht zuzutrauen war.
Wie heißt es im Englischen so schön:
Sending a boy to do a man's job.
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Dan17:

Falsch ! Helmut Schmidt wäre als

 
12.04.02 16:46
Bundeskanzler für Deutschland zu schade gewesen.
Antworten
tom68:

Ich will ja hier nicht reinreden, aber

 
12.04.02 16:55
Helmut Schmidt war Bundeskanzler vom 6. Mai 1974 bis zum 1. Oktober 1982. ...
und er war einer der Besten!
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ruhrpottzocker:

Helmut Schmidt hat einmal gesagt:

 
12.04.02 17:01
Ein anständiger Mensch hat ein Herz.

Und das ist nun einmal links von der Mitte !!

Allen Schmidt-Verehrern unter den CDU-Symphatisanten ins Stammbuch geschrieben !  
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Don´taskme:

der Meinung bin ich auch,

 
12.04.02 17:02
aus meiner Sicht war Helmut Schmidt der beste und fähigste Bundeskanzler,den Deutschland je hatte,er hat während seiner Amtszeit mehr bewegt,als andere in doppelt so langer Amtszeit ausgesessen haben.

gruß
    don´taskme
Antworten
Hungerhahn:

Ich denke auch, daß er Kanzler war o.T.

 
12.04.02 17:03
Antworten
ruhrpottzocker:

Helmut Schmidt hat einmal gesagt:

 
12.04.02 17:03
Helmit Kohl darf nie Kanzler werden. Das wäre für Deutschland ein Unglück.

Wie recht er doch hatte !!

Antworten
ruhrpottzocker:

Helmut Schmidt hat einmal gesagt:

 
12.04.02 17:05
Hut ab vor den wackeren Frauen in der FDP. Männer ahben die ja keine.

Das war, als die Hure der deutschen Politik wieder einmal opportunistisch die Fronten wechselte.  
Antworten
Don´taskme:

sag mal Dan,

 
12.04.02 17:07
fehlst Du in Geschichte immer in der Schule,oder woher kommen deine unglaublichen Wissenslücken?

gruß
    don´taskme
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mod:

tom68, das ist bekannt! Aber es ging um

 
12.04.02 17:08
"Helmut Schmidt wäre der beste Bundeskanzler Deutschlands geworden."

Er war nicht der beste BuKa, denn er scheiterte kläglich.

Umsonst kam nicht Kohl am 1. Oktober 1982 durch ein konstruktives Mißtrauensvotum an die Macht und
konnte am 6. März 1983 bei den vorgezogenen Neuwahlen einen klaren Sieg verzeichnen.

Viele Grüsse


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Hungerhahn:

@mod

 
12.04.02 17:10
Nach Deiner Logik müßte Kohl der beste Kanzler sein.
Meinst Du das so?
Antworten
ruhrpottzocker:

Umsonst ist Kohl nicht BK geworden !!

 
12.04.02 17:12
Da ist schon eine Menge Gled geflossen.

Die Hure war nicht billig.
Antworten
tom68:

für Fans...sehr lang!

 
12.04.02 17:12
Helmut Schmidt

Bundeskanzler a.D.


Die Selbstbehauptung Europas im neuen Jahrhundert


1 Meine Damen und Herren, heute abend werde ich mich auf die Europäische Union konzentrieren. Sie werden dabei unschwer feststellen, daß ich nur meiner eigenen Erfahrung und meinem eigenen Urteil folge und dabei weder unserer Bundesregierung noch unserer Opposition zu Diensten sein werde.
Zum Thema Selbstbehauptung: Behauptung gegenüber wem? Nach meiner Einschätzung stehen die Nationen oder die Staaten Europas in dem eben beginnenden 21. Jahrhundert mindestens vor sechs neuartigen Herausforderungen.

2 Die erste Herausforderung, die ich nennen muß, besteht in der schnellen Vermehrung der auf der Erde lebenden Zahl von Menschen. Am Beginn des 20. Jahrhunderts lebten auf der Erde 1,6 Milliarden Menschen. Am Ende des 20. Jahrhunderts, im vorigen Jahr, lebten auf der Erde 6 Milliarden Menschen: viermal so viele, eine Vervierfachung im Lauf eines einzigen Jahrhunderts, wobei diese enorme Vermehrung im wesentlichen nach Ende des Zweiten Weltkrieges eingesetzt hat.

3 Nach den Prognosen, welche - im Auftrag der Vereinten Nationen - eine Gruppe von Wissenschaftlern alle paar Jahre veröffentlicht, muß man damit rechnen, daß wir in der Mitte des jetzigen Jahrhunderts bei 9 Milliarden Menschen stehen werden, möglicherweise bei sehr viel mehr. 9 Milliarden ist die mittlere Prognose zwischen zwei Von-bis-Prognosen. Am Ende des Jahrhunderts stehen wir möglicherweise bei 11 oder 12 Milliarden Menschen. Diese Vermehrung findet ausschließlich außerhalb Europas statt: in Asien, im Mittleren Osten, in Schwarzafrika, Lateinamerika, dagegen nicht in Europa, nicht in Rußland, nicht in Japan und nur zu einem kleinen Teil in Nordamerika.

4 Zweitens: Wir werden es zu tun haben mit einer nicht mehr zu bezweifelnden Erwärmung auf dem ganzen Erdball. Die Prognosen, die darüber alle paar Jahre fortgeschrieben werden von international kooperierenden wissenschaftlichen Institutionen, reichen von einer Erwärmung um 1,5° Celsius bis hin zu 3,6° Celsius im Laufe von nur 100 Jahren. Die Wissenschaft hat einstweilen das globale Klimasystem noch nicht richtig im Griff. Sie ist sich aber einig darüber, daß der menschliche Faktor, die Wissenschaftler nennen ihn lateinisierend und hochgestochen den anthropogenen Faktor, daß er dabei eine Rolle spielt, zum Beispiel durch die Emission von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen. Wie groß dieser Faktor ist, das weiß man einstweilen noch nicht. Es kann durchaus sein, daß die Erwärmung im wesentlichen auf Veränderungen im Weltklimasystem beruht. Sie wissen alle aus der Schule, daß wir schon Eiszeiten hinter uns haben, hier an Ort und Stelle, daß wir auch Warmzeiten hinter uns haben; auf deutschem Boden haben auch schon einmal Elefanten gelebt.

5 Die dritte neuartige Gefährdung folgt aus beiden eben genannten Herausforderungen: Wir werden eine sehr viel größere Zahl von regionalen und lokalen Kriegen erleben als bisher in den letzten Jahrzehnten. Wir haben zumeist nicht ganz sorgfältig hingeguckt, aber immerhin hat es allein im letzten Jahrzehnt, den 90er Jahren, auf der Erde bereits etwa 50 bewaffnete lokale und regionale Konflikte gegeben. Von Tschetschenien bis Osttimor oder von Ruanda, Burundi bis nach Bosnien oder ins Kosovo.

6 Diese Kriege, verstärkt durch die Konsequenzen der Erwärmung, die gleichzeitig ja Anhebung der Oberfläche der Ozeane bedeuten, Vertreibung von zig-Millionen von Menschen, die heute ihre Heimat in den Deltas der großen Flüsse Asiens, Afrikas und Lateinamerikas haben, werden zu gewaltigen Wanderungsströmungen führen. Die Wanderungsströme werden sich auf die Zielgebiete Nordamerika und Europa richten. Die Amerikaner werden damit relativ rücksichtslos fertig werden, die Europäer schon deutlich schwerer. Aber einzelne Staaten Europas werden damit überhaupt nicht fertig, wenn sie allein und als einzelne reagieren.

7 Viertens muß ich die Tatsache nennen, daß wir es mit neuartigen Weltmächten zu tun haben werden. Es gibt keinen Asiaten, der nicht heute schon China für eine Weltmacht hält; die Amerikaner werden noch etliche Jahre brauchen, bis auch sie die Rolle Chinas verstehen. Rußland bleibt eine Weltmacht, auch wenn die innere Schwäche dieses Staates noch eine oder zwei Generationen anhalten sollte. China wird vor der Mitte dieses Jahrhunderts allein bei 1500 Millionen Menschen stehen, Indien übrigens auch. Auch Indien ist auf dem Wege, eine Weltmacht zu werden. Niemand kann ausschließen, daß anschließend Brasilien zu einer Weltmacht wird.

8 Die Weltmächte werden mit Vehemenz danach streben, das Unheil von sich abzuwehren, zum Beispiel, indem sie die Flüchtlingsströme auf Europa dirigieren. Insbesondere werden sie mit Vehemenz danach streben, die notwendige Konsequenz der Klimaerwärmung von sich selbst abzuwehren, nämlich die Konsequenz, weniger Kohlenwasserstoff zu verbrennen als bisher. Das ist nach den beiden großen Konferenzen in Rio de Janeiro und in Kyoto schon heute deutlich erkennbar. Dadurch werden die Staaten Europas unter verstärkten Druck geraten.

9 Fünftens muß ich darauf aufmerksam machen, daß die Globalisierung der Finanzmärkte, die seit etwa anderthalb Jahrzehnten im Gange ist und ein Ausmaß erreicht hat, das wir niemals vorher erlebt haben, daß diese Globalisierung der Finanzmärkte und der Finanzströme die ökonomische und die politische Selbstbestimmung selbst größerer Staaten gefährdet.

10 Und sechstens muß ich aufmerksam machen auf die technologische Globalisierung, die nicht nur etwa die Koreaner oder früher schon die Japaner in Stand gesetzt hat, die gleichen Autos zu bauen, wie sie auch in Wolfsburg oder in Köln oder in Rüsselsheim gebaut werden. Die gleichen Autos, die gleiche Qualität, aber billiger, weil zu sehr viel niedrigeren Löhnen produziert wird. Die technologische Globalisierung gefährdet Arbeitsplätze und Wohlstand in den alten Industriestaaten, insbesondere in Westeuropa.

11 Das also zur Erläuterung des Schlagwortes ”Herausforderung durch neue Gefährdungen”. Was aber müssen wir tun, um uns selbst im Laufe der nächsten zwei, drei Generationen behaupten zu können? Die europäischen Nationalstaaten, ob die größeren wie England, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Polen oder die kleineren wie Österreich oder Finnland, werden einzeln und für sich allein keiner dieser Herausforderungen gewachsen sein. Sie bedürfen einer Bündelung ihrer Kräfte. In diesem Sinne wird aus der Europäischen Union eine Art von Notgemeinschaft werden.

12 Die heutige Europäische Union, 15 Mitgliedsstaaten, hat sich im Laufe eines halben Jahrhunderts, seit dem Mai 1950, als Robert Schuman, damals französischer Außenminister, den Schuman-Plan verkündete, aus sehr bescheidenen Anfängen zu dem entwickelt, was wir heute vor uns sehen. Damals waren es nur sechs Staaten: Frankreich, Italien, Deutschland und Holland, Belgien, Luxemburg. Sie konzentrierten sich damals auf die damaligen Schlüsselindustrien für den Wiederaufbau Europas nach dem Kriege, nämlich Kohle und Stahl. Kohle spielt heute kaum noch eine Rolle und Stahl nur noch eine geringe Rolle. Und statt sechs Staaten sind wir heute in der Europäischen Union 15 Mitgliedsstaaten.

13 Dies ist ein Vorgang, der in der ganzen Menschheitsgeschichte ohne Parallele ist. Seit Beginn des chinesischen Imperiums, seit den alten Ägyptern, seit den Reichen im Zweistromland oder später zu Zeiten von Dschingis Khan oder zu Zeiten von Napoleon oder noch später zu Zeiten Hitlers sind unter Druck und militärischer Eroberung viele Male Staaten vereinigt worden, viele Staaten sind untergegangen. Aber daß Staaten freiwillig, von sich aus, aus Erkenntnis der Notwendigkeit, Teile ihrer Souveränität aufgegeben hätten, das ist absolut ohne Beispiel in der menschlichen Geschichte, etwas völlig Neuartiges.

14 Weil er ohne Vorbild ist, deswegen ist natürlicherweise der heute erreichte Zustand der Europäischen Union durchaus mit Unvollkommenheiten und mit Fehlentwicklungen behaftet. Andererseits muß man vor dem Hintergrund der Lage Europas im Jahre 1945 genauso deutlich sagen, daß die Europäische Union, wie wir sie heute erreicht haben, ein beinahe unglaublicher Erfolg ist.

15 Die führenden Staatsmänner im heutigen Europa haben den Willen, durch Aufnahme weiterer Staaten, die insbesondere lange unter sowjetischer Vorherrschaft, unter kommunistischer Diktatur gelitten haben, die Europäische Union zu erweitern. Und wenn ich es richtig sehe, sind die Nationen der bisherigen 15 Mitgliedsstaaten zwar im Grunde mit dem Ausbau und mit der Erweiterung der Union einverstanden. Aber wenn es dann konkret wird, haben sie vielfältige, aus der eigenen nationalen Geschichte herrührende Hemmungen zu überwinden. Deswegen, so denke ich, darf, damit die Hemmungen überwunden werden, der weitere Ausbau, die Erweiterung nur schrittweise und im Laufe der Zeit geleistet werden.

16 Dabei muß man sich erinnern an die am Beginn des Integrationsprozesses maßgebenden strategischen Prinzipien. Ich habe den Namen von Robert Schuman erwähnt; der Mann, der dahinterstand und von dem das Konzept stammte, war Jean Monnet. Ich hatte das Glück, Jean Monnet schon Ende der 40er Jahre kennenzulernen und bin ihm über 50 Jahre hin ein getreuer Schüler geblieben.

17 Damals standen zwei Prinzipien im Vordergrund. Eigentlich hatte Winston Churchill sie schon vier Jahre vor dem Schuman-Plan in einer großartig angelegten Rede in Zürich vorgetragen. 1946 hat Churchill, damals ohne Amt, seinen französischen Kriegskameraden gesagt: Ihr müßt Euch mit den Deutschen versöhnen, und Ihr müßt gemeinsam die Vereinigten Staaten von Europa zustande bringen. Er hatte ganz klar gemacht, er war ja Engländer, England würde nicht dazu gehören, die Engländer hätten ja das Commonwealth (das Commonwealth hat sich inzwischen verflüchtigt). Die beiden strategischen Prinzipien damals waren: zum ersten eine Barriere zu bauen gegenüber einer expansionistischen Sowjetunion und gegenüber dem Vordringen des Kommunismus in Richtung auf Mitteleuropa, insbesondere in Richtung auf Südeuropa; zum anderen die Einbindung des als gefährlich erachteten deutschen Volkes.

18 Das erste Motiv der Abwehr kommunistischer oder sowjetischer Expansion spielt heute mit Recht keine Rolle mehr. Die Einbindung Deutschlands dagegen spielt als Motiv immer noch eine wichtige Rolle. Damals handelte es sich um einige 40 Millionen Westdeutsche, inzwischen sind wir über 80 Millionen Einwohner im vereinigten Deutschland. Die Franzosen sind keine 60 Millionen, die Engländer oder die Italiener auch nicht. Die Polen sind keine 40, die Spanier sind keine 40 Millionen. Adenauer war der erste deutsche Politiker, der begriff, daß die Einbindung Deutschlands in den größeren Verbund im langfristigen, strategischen Interesse der Deutschen liegt.

19 Nicht sehr lange hat es gedauert, dann kam ein neues, ein drittes strategisches Prinzip hinzu. Nach den Erfahrungen mit Kohle und Stahl kam man schon in den 50er Jahren zu der Erkenntnis, daß ein gemeinsamer offener allgemeiner Markt, weit über Kohle und Stahl hinaus, ökonomische und soziale Lebensstandardvorteile für alle Beteiligten mit sich bringen würde, die man als einzelner Staat hinter eigenen Zoll- und Außenhandelsmauern so nicht erreichen würde. So kam es im Lauf der 50er Jahre zu den römischen Verträgen und zu der Zielsetzung eines gemeinsamen Marktes.

20 Und heute, am Beginn des neuen Jahrhunderts, tritt abermals ein neues strategisches Motiv hinzu, nämlich die Einsicht, daß man anders als gemeinsam, ohne gemeinsame Handlungsfähigkeit nach außen, sich als einzelner souveräner Staat gegenüber den Gefährdungen des neuen Jahrhunderts selbst nicht würde behaupten können.

21 Die gemeinsame Handlungsfähigkeit der Europäischen Union nach außen läßt gegenwärtig viel zu wünschen übrig. Im vorigen Monat hat es angesichts der abermaligen Zuspitzung der Spannungen im Nahen Osten wieder einmal eine Diskussion in den Vereinten Nationen gegeben; wie dort üblich, endete sie mit einer Entschließung. Aber die Deutschen stimmten für die Entschließung, die Franzosen enthielten sich der Stimme. Von gemeinsamer Außenpolitik keine Spur!

22 Mir liegt an dieser Stelle am Herzen, darauf hinzuweisen, daß der bisherige europäische Integrationsprozeß von Frankreich aus in Gang gesetzt worden ist. Zwei Namen sind schon genannt worden, Jean Monnet und Robert Schuman. Man kann durchaus, wenngleich er wirklich kein großer Anhänger der europäischen Integration war, General de Gaulle in diesem Zusammenhang erwähnen; denn ohne dessen Elysée-Vertrag des Jahres 1963 wäre die enge Zusammenarbeit zwischen Paris und damals Bonn nicht zustande gekommen. Es war nicht de Gaulles Absicht, damit die europäische Integration zu fördern, aber das hat er tatsächlich bewirkt. Immerhin haben wir zwanzig Jahre gebraucht, von 1950 bis in die frühen 70er, bis aus der Gemeinschaft von sechs Staaten sieben wurden, dann neun, noch ein Jahrzehnt später zwölf und noch ein Jahrzehnt später fünfzehn Staaten. Eine langsame, schrittweise Entwicklung.

23 Der zweite Nachfolger nach de Gaulle, Giscard d’Estaing, war der erste Präsident Frankreichs, der verstand, daß die Einbindung Deutschlands in den größeren Zusammenhang auf die Dauer nur aufrechterhalten werden konnte, wenn Frankreich bereit war, sich in gleicher Weise selbst einzubinden. Jean Monnet hatte das schon gewußt, aber er hatte es nicht laut gesagt; Jean Monnet breitete seine ferneren Ziele nie öffentlich aus.

24 Es gibt in Frankreich natürlich Widerstände, genauso wie es in Deutschland Nationalismus gibt, leider Gottes sogar Chauvinismus - der ist kein französisches Vorrecht. Heute darf man sagen, daß das Erfordernis der Selbsteinbindung auf beiden Seiten des Rheins verstandesmäßig begriffen worden ist, noch nicht notwendigerweise gefühlsmäßig. Das gilt für die vorherige Bundesregierung, in der Herr Teltschik eine wichtige Rolle gespielt hat, es gilt für die jetzige Bundesregierung, es gilt auch für die jetzige Staatsführung in Paris.

25 Der heute erreichte Zustand der Europäischen Union würde gefährdet, wenn diese Zusammenarbeit, die Selbsteinbindung Frankreichs, die Selbsteinbindung Deutschlands und die Kooperation zwischen Paris und Berlin nicht funktionierte. Diese Kooperation bleibt die kardinale Voraussetzung für einen weiteren Erfolg des Integrationsprozesses. Und dieser Erfolg liegt allerdings im strategischen, nationalen Interesse der Franzosen genauso wie im strategischen Interesse der Deutschen wie im Interesse zum Beispiel der Polen und anderer Nationen.

26 Der gemeinsame Markt hat sich als ein riesenhafter Erfolg erwiesen; er war allerdings noch nie vollständig, er ist auch heute noch nicht ganz vollständig. Ein gemeinsamer Markt mit einigen dreizehn oder vierzehn Währungen, der hieß bloß so, er war noch kein echter gemeinsamer Markt. Ich habe noch nie auf der Welt einen Basar erlebt mit dreizehn gleichzeitigen Währungen, nicht einmal in Marrakesch, in Moskau oder auf Zypern. Drei oder vier Währungen ist das äußerste, was ein normaler Mensch täglich bewältigen könnte. Es war notwendig, zu einer gemeinsamen Währung zu kommen.

27 Die gemeinsame Währung haben wir jetzt seit fast zwei Jahren. Aber keiner hat sie bisher gesehen. Es war ein Fehler, daß man den Leuten nicht gleichzeitig die Euro-Geldscheine und die Euro-Münzen in die Hand gegeben hat; denn wenn wir seit anderthalb Jahren unsere Miete in Euro bezahlten, unsere Coca Cola und unsere Zigaretten und alles andere in Euro bezahlten, wenn wir seit zwei Jahren gewohnt wären, in Euro zu zahlen, dann würde sich keiner von uns von dem albernen Geschreibsel in den Zeitungen verrückt machen lassen, daß der Euro angeblich eine schwache Währung sei.

28 Der Euro ist, was die Kaufkraft dieser Währung angeht, heute, und das seit beinahe zwei Jahren, stabiler, als es die Kaufkraft der DM in den 90er Jahren gewesen ist! Da wir aber leider immer noch mit DM bezahlen, können wir das einstweilen noch gar nicht richtig empfinden. Wenn am 1. Januar des Jahres 2002 endlich die gemeinsamen Geldzeichen ausgegeben werden, wird sich übrigens auch herausstellen, daß die Preise, die Kosten und die Löhne in ganz Europa sehr viel durchsichtiger werden als bisher. Es wird den Wettbewerb unter und zwischen den Europäern verschärfen - und Wettbewerb ist eine gute Sache.

29 Gleichzeitig wird mit dieser gemeinsamen Währung immer deutlicher werden, daß wir als EU eine gemeinsame Finanzaußenpolitik brauchen, zum Beispiel im Weltwährungsfonds oder in der Weltbank; daß wir - und darum muß es dringend gehen in den nächsten 10 Jahren! - die teilweise unkontrollierten Verhaltensweisen der an der Finanzglobalisierung beteiligten Geldhäuser weltweit unter Aufsicht bringen müssen. Wir sind es seit Generationen gewohnt gewesen, daß unsere Banken, daß unsere Versicherungen und unsere Wertpapiere unter Aufsicht waren; wir haben in Deutschland für diese drei Bereiche drei Aufsichtsämter, die Amerikaner auch. Aber inzwischen gibt es Finanzhäuser, die unterliegen gar keiner Aufsicht; sie residieren auf Bermuda oder auf Zypern oder in Luxemburg oder auf Guernsey - und den Amerikanern ist das sehr recht. Eine gemeinsame Finanzaußenpolitik der EU gibt es einstweilen nicht. Die Europäer brauchen eine gemeinsame Kraft, um den großen, finanzwirtschaftlich übermächtigen Partner USA dazu zu bewegen, daß eine funktionierende Aufsicht über weltweit verantwortungslos spekulierende Finanzhäuser geschaffen wird.

30 Ich komme von der Küste, da ist es seit 200 Jahren selbstverständlich, daß alle Schiffe auf den Ozeanen der Welt nach denselben internationalen Ausweichregeln verkehren. Auch ist allen Schiffen dieselbe Lichterführung vorgeschrieben, grüne und rote Lampen, Hecklichter, Dampferlichter. Auch im Luftverkehr gelten selbstverständlich internationale Regeln, sonst hätten wir einen Crash nach dem anderen. Nur im Geldverkehr gibt es kaum internationale Regeln; es hat aber noch niemals einen so voluminösen Geldverkehr gegeben wie heutzutage, morgen wird er noch größer sein!

31 Die Amerikaner denken, sie seien nach dem Verschwinden der Sowjetunion die einzige Supermacht der Welt, und das stimmt sogar. Einige von ihnen denken darüber hinaus, deswegen hätten sie die Aufgabe, die ganze Welt zu regieren - und das ist falsch. So sehr allwissend sind sie nicht, wie sie es gerne sein möchten. Die politische Klasse in Amerika hat heute einen geringeren Überblick über die Zeitläufte und über die Entwicklung der Welt als früher. Vor fünfzig Jahren, noch vor dreißig Jahren haben die Amerikaner uns Europäern direkt und indirekt sehr geholfen beim Aufbau der europäischen Integration. Jetzt fangen sie an, die EU ein bißchen mit scheelen Augen zu betrachten. Man kann das verstehen, es ist, wie wenn zwei Behörden miteinander konkurrieren: Jeder möchte alle Kompetenzen für sich haben, die Nachbarbehörde soll möglichst ihre Planstellen abbauen. Wir wissen alle nicht, wer da nun gestern nacht in den USA gewählt worden ist; aber eines ist deutlich zu spüren, wenn man heutzutage nach Amerika kommt: Die wenigen, die sich in Amerika für Außenpolitik verantwortlich fühlen, betrachten kritisch und in viel größerem Maße als jemals zuvor die sich abzeichnende Stärkung Europas.

32 Wenn Sie sich etwa an jenes phantastisch-feierliche Papier anläßlich eines Jahrestages des Nordatlantischen Bündnisses erinnern, ich glaube, das war im Frühjahr 99, mit welchem alle NATO-Partnerstaaten eine ”Neue NATO” ins Leben riefen, die fähig sein soll, auch weit über die Grenzen des im Nordatlantikvertrages definierten geographischen Raumes hinaus militärisch zu intervenieren, so steht dahinter die Vorstellung, daß die Europäer die Soldaten stellen und die Amerikaner die Generale, die Flugzeuge und die Satelliten. Einige Amerikaner haben das zugespitzt, so ein früherer Kollege von Herrn Teltschik, ein Sicherheitsberater eines amerikanischen Präsidenten – Zbig Brzezinski: Er hat in einem Buch und in einem großen Aufsatz ausdrücklich davon gesprochen, daß Amerika als einzige Supermacht die Aufgabe habe, den ”Eurasischen Kontinent unter Kontrolle zu halten”. Dies grenzt an Größenwahn.

33 Es ist kein Wunder, daß die europäischen Regierungschefs in der allerletzten Zeit, nach den Erfahrungen in Bosnien und im Kosovo ernsthaft beschlossen haben, eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik zu entwickeln. Vor zehn Jahren wäre vielleicht ein Franzose auf die Idee gekommen, sonst aber kaum ein Europäer. Heute ist es eine allgemeine Reaktion auf die Prädominanz Washingtons. Doch wenn ich Amerikaner wäre, würde ich mir deshalb nicht allzu große Sorgen machen; denn bis es zu einer gemeinsamen Außenpolitik oder gar einer gemeinsamen Sicherheitspolitik der Europäer kommt, dauert es noch 20 Jahre. Aber schrittweise wird man dahin kommen müssen. Das große Kunststück wird sein, gleichzeitig das partnerschaftliche Verhältnis zwischen den Europäern und den Amerikanern aufrechtzuerhalten und es nicht zu Bruch gehen zu lassen.

34 Nun kommt durch die beschlossene Aufnahme einer großen Anzahl von Staaten im Osten Mitteleuropas ein Bündel zusätzlicher Schwierigkeiten hinzu. Aus moralischen Gründen der Solidarität, auch aus geopolitischen, geostrategischen Gründen ist die Aufnahme einer Reihe weiterer Staaten in die Europäische Gemeinschaft wirklich geboten. Wenn wir allerdings die Aufnahme aller zwölf Staaten, die jetzt auf der Kandidatenliste stehen - und dann gibt es noch die Türkei als dreizehnten Kandidaten -, innerhalb einer kurzen Frist, quasi im Handumdrehen zustande brächten, dann ginge das Ganze schief. Wenn man die Reden einiger unserer Minister und Regierungschefs und die Reden einiger Mitglieder der Brüsseler Kommission liest, dann erscheint die Gefahr, daß sie zu viele Dinge auf einmal machen, nicht ganz klein. Zumal schon heute die Union von fünfzehn Mitgliedsstaaten nur noch schlecht funktioniert. Was zu sechst sehr gut funktioniert hat, zu neunt auch noch, das funktioniert zu fünfzehnt nur noch mehr schlecht als recht.

35 Wir haben seit der deutschen Vereinigung in den 90er Jahren zwei große Konferenzen der fünfzehn Regierungen untereinander gehabt, eine dritte Konferenz steht Ende dieses Jahres bevor; die erste war in Maastricht, die nächste in Amsterdam, jetzt kommt Nizza. Bei diesen Konferenzen ging es und geht es immer noch darum, die Union funktionstüchtiger zu machen, als sie im Augenblick ist. Es gibt dazu das schöne Stichwort von der ”Vertiefung”, d.h. der Strukturreform, die notwendig ist. Wenn wir sie jetzt nicht zustande bringen, wird es nach dem Beitritt all der Kandidaten noch viel schwieriger als gegenwärtig.

36 Oben auf der Agenda des Reformbedarfs steht, daß man bei den Beschlußverfahren innerhalb der Europäischen Union das Vetoprinzip zurückdrängt. Das Wort Vetorecht wird zwar in der öffentlichen Debatte nicht benutzt, vielmehr wird vom Einstimmigkeitsprinzip geredet. Aber alle Beschlüsse, die Einstimmigkeit verlangen, erlauben jedem einzelnen Staat, allein den Beschluß zu Fall zu bringen. Wenn einer sagt, ohne mich, dann geht nichts. Meistens machen sie dann sehr komplizierte Kompromisse, Herr Teltschik ist ein Fachmann auf diesem Felde, der wird nachher vielleicht darüber sprechen. Viele sind aber sehr faule Kompromisse: bei Themen zum Beispiel, bei denen England im Boot zu halten war.

37 Es gibt eine Tugend des Kompromisses, meine Damen und Herren. Eine Tugend des Willens zum Kompromiß. Aber viele der Kompromisse, die wir in den letzten Jahren gemacht haben, waren faul, nämlich zu Lasten der Zukunft geschlossen. Man hat in Maastricht eine Reihe von Problemen auf die nächste Regierungskonferenz verschoben, man hat in Amsterdam dieselben Probleme wiederum verschoben auf Nizza. Sie haben ein schönes Fachwort dafür erfunden: leftover. Alle die leftovers werden von Konferenz zu Konferenz verschoben. Jetzt reden sie schon davon, daß sie im Jahr 2004 eine vierte derartige Konferenz haben wollen.

38 Es geht also um die Beseitigung des Vetorechts, um das Mehrheitsprinzip anstelle von Einstimmigkeit. Es geht zweitens um eine Neuordnung der Stimmgewichte. Es kann ja nicht so sein, nachdem wir den kleineren Staaten immer sehr viel höhere Stimmgewichte gegeben haben als den großen, daß in Zukunft die vielen Mitgliedsstaaten, die Geld haben wollen, gemeinsam mit großer Mehrheit beschließen, was die wenigen Mitgliedsstaaten, die finanzielle Nettobeiträge leisten, gefälligst zu zahlen haben. Das Problem kennen wir übrigens aus dem deutschen Bundesrat und aus dem deutschen Finanzausgleich.

39 Es geht drittens um die Zahl der Mitglieder der Kommission. Die Kommission in Brüssel, das eigentliche Exekutivorgan der Europäischen Union, besteht zur Zeit aus 20 Leuten. Ein bißchen viel für ein Kabinett. Die 5 Großen - Spanien, Frankreich, Italien, England und Deutschland - entsenden jeder zwei Mitglieder in die Kommission, die anderen haben jeder eins. Macht zusammen 20. Wenn nun 12 Staaten dazukommen, dann werden das schon 32, und weil Polen ein großer Staat ist, wären es dann 33 Kommissionsmitglieder. Schon heute ist aber die Kommission viel zu groß.

40 Das sind ja ordentliche Leute, die wollen ja nicht ihr Geld umsonst haben, sie wollen auch was dafür tun. Also produzieren sie Papiere, Direktiven und Anordnungen sondergleichen. Die jetzt eben geklatscht haben, müssen wissen, daß unsere eigenen Minister immer mit schuld daran sind, denn der sogenannte Ministerrat, der beschließt allen Unfug mit. Ich habe zum Beispiel nichts dagegen, belehrt zu werden, daß Rauchen ungesund ist. Aber wenn ich belehrt werden muß, warum muß das dann für ganz Europa angeordnet werden? Wenn ich belehrt werden muß, dann soll man das gefälligst dem Bundestag oder der Bundesregierung überlassen. Oder warum muß der Krümmungsgrad von Salatgurken für ganz Europa einheitlich geregelt werden? Oder der Sitz auf landwirtschaftlichen Traktoren? Das sind Beispiele, die mir aus dem Handgelenk zufliegen. Das kommt dabei heraus, wenn man einerseits viel zu viele Mitglieder der Kommission hat, die aber alle was tun wollen, und wenn man andererseits statt eines Ministerrates in Wirklichkeit 18 oder 19 Ministerräte hat.

41 Wir müssen nicht nur von der Vielzahl der Kommissionsmitglieder runter, wir müssen viertens auch viele dieser Ministerräte beseitigen. Sie haben in den Verträgen übrigens keinerlei rechtliche Grundlage. Die Verträge reden von dem Ministerrat im Singular: ”der Rat”. Außerdem reden sie seit Maastricht, glaube ich, auch vom Europäischen Rat. Der Europäische Rat, das sind die Staatschefs, die Chiracs oder die Regierungschefs, die Schröders oder die Kohls oder wie sie gerade heißen. Also vertragsrechtlich insgesamt nur zwei Räte. Die Vielzahl der tatsächlich agierenden Ministerräte trägt einen hohen Verantwortungsanteil für den bürokratischen Wildwuchs der EU.

42 Es kommt noch ein fünftes Problem hinzu: Das Europäische Parlament hat keine wirkliche Kontrolle über das, was die Räte und die Kommission tun. Auch das Europäische Parlament, so gering seine Kompetenzen heute sind, verstößt gleichwohl gegen die Regel, die da sagt: Das, was ein Staat zu Hause regeln kann, das soll er auch regeln dürfen. Da soll nicht die übergeordnete Europäische Union in die Salatgurkengröße eingreifen oder in die Bananengröße oder was immer gerade die überflüssigen, ärgerlichen bürokratischen Spielereien sind. Das waren ja eben noch relativ harmlose Beispiele. Weniger harmlos wäre es, wenn die Leute in Brüssel tatsächlich beschlössen, daß die deutschen Sparkassen abgeschafft werden müssen, weil sie kein Eigenkapital haben. Das ist heutzutage aber in Brüssel eine wichtige Frage!

43 Als Kohl Kanzler war, hat er ein wichtiges Prinzip in die Verträge hineinbugsieren können: das sogenannte ”Subsidiaritätsprinzip”. Auf deutsch: die Organe der Europäischen Union sollen nur subsidiär, das heißt ”hilfsweise”, nämlich nur dann eine Entscheidung treffen, wenn diese Entscheidung auf nationaler Ebene in Paris, Rom, Den Haag oder in Helsinki nicht getroffen werden kann. In der Praxis wird aber das Subsidiaritätsprinzip von Montag bis Sonnabend mit Füßen getreten, auch vom Europäischen Parlament.

44 Es fehlt in den heute gültigen Verträgen an einer klaren Kompetenzabgrenzung zwischen den Organen der Union und den 15 Nationalstaaten. Wenn wir das jetzt nicht hinkriegen und statt dessen aber 12 weitere Länder beitreten, wenn wir versuchen, es danach hinzukriegen, dann wird es kaum noch gelingen. Man darf die Gefahr einer Zerfledderung der Europäischen Union nicht für gering schätzen.

45 Nun gibt es statt dessen eine Diskussion, ob wir nicht eine europäische Verfassung brauchen. Ich bin da sehr, sehr skeptisch. Alle die Fragen, die ich bisher genannt habe, die muß man regeln. Was aber in einer Verfassung außerdem noch zu regeln ist, das wird noch mehr Streit auslösen. Stellen Sie sich mal die Reaktion der Engländer vor, die haben noch nie eine geschriebene Verfassung gekannt. Oder stellen Sie sich die Dänen vor oder stellen Sie sich die Österreicher vor, Sie brauchen gar nicht gleich an Haider zu denken. Eine gemeinsame Verfassung für 15 Staaten ist heutzutage ein Wolkenkuckucksheim. Das kann man frühestens dann ernsthaft betreiben, wenn man wirklich glaubt, eine gemeinsame Außenpolitik zu haben oder eine gemeinsame Finanzaußenpolitik oder eine gemeinsame Verteidigungspolitik.

46 Sie werden erleben, daß die unter Roman Herzogs Vorsitz erarbeitete Europäische Menschenrechtscharta, die eigentlich einer der Grundsteine für eine Verfassung Europas sein sollte, nicht mit vertraglicher Rechtskraft beschlossen werden kann. Man darf sich auch fragen: Würden wir Deutschen zusätzliche Rechte gewinnen, über die Grundrechte unseres Grundgesetzes hinaus, wenn eine Europäische Grundrechtscharta Gesetz würde? Vielleicht würden einige der Minderheiten im Osten Mitteleuropas etwas gewinnen, wenn eine solche Charta Verfassungsrecht würde. Aber wir haben doch schon eine Europäische Menschenrechtskonvention! Wir habe auch schon einen Gerichtshof!

47 Man muß bei Jean Monnet und seiner Methode bleiben, einen Schritt nach dem anderen zu tun! Die Deutschen müssen dabei insbesondere von den beiden Lieblingsworten ihrer juristischen Professoren Abschied nehmen. Die kennen nur zwei verschiedene Begriffe für das Zusammenwirken von Staaten, die dasselbe gemeinsam tun wollen: Entweder es ist ein Staatenbund oder ein Bundesstaat. Sie haben nicht verstanden, und es gibt im Deutschen bisher kein Wort dafür, daß die heutige Europäische Union etwas anderes ist. Ein Aliud, etwas, was es bisher nicht gegeben hat. Mir genügt der Name Europäische Union vollständig! Aber ich sehe, daß Herr Pernice mit dem Kopf nickt, er ist eine löbliche Ausnahme unter den Professoren.

48 Alle, die von einer Europäischen Verfassung schwärmen oder die ansonsten voller Idealismus über europäische Probleme reden, die muß man immer wieder darauf hinweisen, daß die Europäische Union nicht im Bewußtsein ihrer Bürger den Nationalstaat aushöhlen darf. Der wichtigste Ankergrund für die Menschen in Helsinki, Kopenhagen, Cottbus, Hamburg, Berlin, Mailand oder Lyon, der wichtigste Ankergrund ist der Nationalstaat und das Nationalbewußtsein. Wenn ein Mensch gefragt wird: ”Was bist du?”, dann antwortet er nicht: ”Ich bin Europäer”, sondern er antwortet: ”Ich bin Deutscher, Franzose oder Österreicher.” Das darf man nicht gefährden durch bürokratisches Hineinregieren oder durch Überstülpen. Wir Europäer müssen lernen, daß wir zugleich unserem Nationalstaat anhängen - man merkt das am deutlichsten bei Fußballspielen - und zugleich Europäer sein wollen. Sein müssen! Zur Selbstidentifikation der Menschen, die in Europa leben, bleibt ihnen aber ihr Nationalstaat der wichtigste Ankergrund.

49 Auf längere Sicht gesehen, wenn es zu einer Erweiterung der EU kommt, dann müßten - wenn es nach mir ginge - die Polen, die Tschechen und die Ungarn die ersten sein, aus moralischen, aus psychologischen, auch aus geopolitischen Gründen. Aber wahrscheinlich werden wir leider sehr schnell mehr sein als 18 Mitgliedsstaaten, weil die Patenteuropäer in Brüssel und anderswo das Sagen haben.

50 Dann jedoch wird auf längere Sicht die Herausbildung eines engeren Kerns wahrscheinlich unausweichlich werden. Zu diesem engeren Kern, so würde ich vermuten, werden dann nicht nur Frankreich und Deutschland gehören, sondern jedenfalls wohl auch die anderen vier Gründerstaaten Italien, Holland, Belgien, Luxemburg. Natürlich muß dieser Kern offen sein für zusätzliche Mitglieder. Die heute geltenden Verträge sehen übrigens durchaus vor, daß es eine engere Zusammenarbeit, noch enger als in der Europäischen Union, zwischen einzelnen ihrer Mitgliedsstaaten geben soll oder geben darf. Das muß dann ein erweiterungsfähiger Kern sein, anfangs wohl bestehend aus den 6 Gründungsstaaten. Darum herum die Europäische Union mit heute 15, vielleicht später mit weit mehr als 20 Mitgliedern.

51 Außerdem wird es einige der EU assoziierte Staaten geben, die zwar gerne Vollmitglieder werden würden, die wir aber nicht aufnehmen können. Jemand, der zum Beispiel die Türkei zu einem Vollmitglied der Europäischen Union machte, der müßte in Zukunft eine gemeinsame Außenpolitik gegenüber Georgien, Irak, Iran, Syrien, Armenien bis hin nach Zentralasien betreiben; natürlich ist die Türkei, egal ob sie es wünscht oder nicht, in jedem zukünftigen Konflikt im Mittleren Osten indirekt oder direkt Partei. Es gibt auch andere Gründe, die ich heute abend beiseite lasse, die gegen eine türkische Vollmitgliedschaft in der EU sprechen. Auch die Idee, die man manchmal hört, nämlich beispielsweise Weißrußland oder gar die Ukraine als Vollmitglied in die Europäische Union aufzunehmen, die würde ich ins 22. Jahrhundert vertagen. Weit weg!

52 Manchmal steckt Idealismus hinter solchen Ideen, manchmal auch Größenwahn. Was die Propagierung der Aufnahme der Türkei angeht, dahinter steckt amerikanischer Größenwahn. Es hat einmal Anfang der 60er Jahre - damals stand der gemeinsame Markt aufgrund der Römischen Verträge gerade eben erst im Beginn - eine Erklärung der damaligen 6 EWG-Staaten gegeben, daß die Türkei dem gemeinsamen Markt beitreten könne. Das ist ja auch durchaus nicht abzulehnen. Warum sollen sie nicht aufgrund einer Assoziation am gemeinsamen Markt teilnehmen? Aber sie der heutigen politischen Union als Mitglied hinzuzufügen, das würde die EU wirklich in mancherlei Krisenfällen bewegungsunfähig machen.

53 Nun zu meinem letzten Punkt. Es gibt einen Irrtum, der insbesondere in Deutschland verbreitet ist, als ob es sich bei diesem Europa der 15 im wesentlichen um ein christliches Europa handele. Das kann für den Vatikan oder auf den ersten Blick für einen Historiker vielleicht auch so erscheinen. Wenn er aber etwas genauer hinguckt, da wird er feststellen, daß die politische Kultur dieser 15 Nationen nicht christlich begründet ist, sondern daß die gemeinsame Kultur der Demokratie begründet ist in der europäischen Aufklärung, ebenso der europäische Rechtsstaat, den wir alle genießen von Portugal bis Finnland. Das Christentum sagt: Du sollst! Zehn Gebote achten, nicht etwa zehn Rechte! Übrigens ist das genauso im Islam und im Judentum. Noch im Beginn der Neuzeit durfte der Landesvater seinen Untertanen ihr religiöses Bekenntnis vorschreiben! Das Schwergewicht bei den gleichen Rechten jeder einzelnen Personen zu sehen und von dieser Notwendigkeit überzeugt zu sein, das ist eine Errungenschaft erst der letzten Jahrhunderte. Es fing an im späten 17. Jahrhundert, ein bißchen früher vielleicht in England, dann kamen die amerikanische Revolution und die Französische Revolution, später 1848 die Paulskirche. Auch in Deutschland hat sich die Entfaltung langsam, aber sicher durchgesetzt - mit der schlimmen Unterbrechung durch die Nazizeit.

54 Die gemeinsame Kultur der Europäer besteht nicht nur in der gemeinsamen Musik, in der gemeinsamen Literatur, in der gemeinsamen Philosophie und im gemeinsamen christlichen Erbe, sondern sie besteht insbesondere in der gemeinsamen politischen Kultur der Demokratie, des Rechtsstaates, in der gemeinsamen Kultur des Wirtschaftens; sie besteht zum Beispiel auch in der gemeinsamen gesellschaftlichen Kultur, daß Arbeitnehmer sich zusammenschließen dürfen zu Gewerkschaften und daß sie als Gewerkschaft Macht ausüben. All das ist für die Russen völliges Neuland, das müssen sie alles jetzt erst lernen. Die Chinesen lernen einiges offenbar ein bißchen schneller als die Russen - und manch anderer muß es offenbar auch erst lernen.

55 Der Begriff der Kultur reicht sehr viel weiter als nur bis zur Religion, das möchte ich betonen. Im Sinne dieses weiten Kulturbegriffes, der das Recht einschließt, der das Wirtschaften einschließt, der die politische Kultur einschließt, haben die bisherigen 15 Mitgliedsstaaten der EU in der Tat einen großen Fundus an Gemeinsamkeit. Er ist ihnen nicht sonderlich bewußt. Für einen Chinesen hingegen ist diese gemein- europäische Kultur klar erkennbar, sie ist auch für den Japaner erkennbar, auch für einen Afrikaner aus Nigeria oder aus Sierra Leone, für einen Südamerikaner aus Venezuela oder aus Brasilien. Wir Europäer selbst sind uns dessen nicht so recht bewußt. Aber wir sollten uns des großen, uns Europäern gemeinsamen zivilisatorischen Bestandes bewußt werden!

56 Dabei wäre es allerdings wünschenswert, wenn wir von unseren Professoren, von unseren Literaten, unseren Politikern, von unseren Journalisten, unseren Bischöfen und Kardinälen, von unseren Pastoren und Priestern hören würden, daß wir uns innerlich selbst dazu erziehen müssen, die Kulturen fremder Völker anzuerkennen und zu respektieren.

57 Ich bin jetzt beinahe 82 Jahre alt, mir hat bisher aber kein deutscher Bischof erklärt, was ich inzwischen auf andere Weise gelernt habe, daß dieselben Propheten, die im Alten Testament vorkommen, alle auch im Koran vorkommen; daß Jesus von Nazareth im Koran hinter Mohammed der zweitwichtigste Prophet ist; daß alle drei monotheistischen Religionen - Christentum, Judentum und Islam - ,daß sie alle drei glauben, daß Moses auf dem Berg auf dem Sinai die Gesetzestafeln überreicht bekommen hat; daß alle drei glauben, daß sie auf Abraham zurückgehen.

58 Kaum einer hat jemals seinen Gläubigen diese gemeinsamen Wurzeln erklärt, aber fast jeder hat Feindschaft gepredigt gegenüber den Angehörigen der anderen Religionen. Wir werden nicht nur lernen müssen, daß erstens der Nationalstaat für uns legitim und lebenswichtig bleibt, daß wir zweitens aber zusätzlich den europäischen Zusammenschluß brauchen. Wir müssen drittens lernen, daß die EU nicht über die Grenzen der gemeinsamen europäischen Kultur hinausreichen kann, daß wir aber viertens gleichwohl Respekt haben müssen gegenüber dem Islam, gegenüber dem Buddhismus, gegenüber dem Hinduismus und - bitte sehr! - auch gegenüber dem Konfuzianismus; denn wenn Sie genau hingucken nach China, dann ist es heute stärker geprägt vom Konfuzianismus als vom Marxismus.
An dieser Stelle breche ich ab. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

www.rewi.hu-berlin.de/WHI/deutsch/hre/hre1/schmidt.htm  
Antworten
mod:

sorry, Hungerhahn,

 
12.04.02 17:15
der Mann hat zwar Verdienste,
aber sonst würde ich das
normalerweise
als "dümmliche Unterstellung"
ignorieren.

Viele Grüsse
Antworten
ecki:

@mod, du erzählst auch Käse

 
12.04.02 17:18
Und Kohl ist auch nicht der beste sondern gescheitert, da abgewählt?

Ich denke es ist ehr normal, das irgendwann die Zeit gekommen ist....

Grüße
ecki
Helmut Schmidt (SPD) über Stoiber 635097home.arcor.de/megaseiten/insekten/bilder/vlieg.gif" style="max-width:560px" >
Antworten
Hungerhahn:

@mod :-))))

 
12.04.02 17:20
Da habe ich aber jemanden auf 180 gebracht.
Es ist schon klar, das kein ernst zu nehmender Mensch Helmut Kohl als den besten Kanzler ansehen würde. Auch wenn er einige Verdienste hat.
Antworten
ruhrpottzocker:

Kohls Regierung ist die bisher einzige vom

 
12.04.02 17:22
Volk abgewählte Regierung in der Geschichte der BRD.

Nur abwählen allein recht nicht. Er hat zwar Verdienste, kann sich aber immer noch nicht an die Quellen seiner verdienste erinnern.

Warum läuft so einer noch frei rum ?

Antworten
Levke:

Ich weiss garnicht, ob ich Lachen oder Weinen

 
12.04.02 17:38
soll ?
Dan17 - auch mit siebzehn sollte man wissen, daß Schmidt
Bundeskanzler war.

Hier den dicken Aktionär und Sozibefürworter machen
und das mit einer Allgemeinbildung einer Schnecke....

Kurz zu der politischen Diskussion:
Schmidt war ein Grosser und bitte bei Kohl nicht vergessen:

Er war der letzte, deutsche Pazifist !
Von rot/grün wurde der Feldherrnhügel wieder erklommen !
Antworten
ruhrpottzocker:

Lachen ist besser, levke ! o.T.

 
12.04.02 17:43
Antworten
chartgranate:

es ist wirklich unglaublich

 
12.04.02 17:50
auf welchem Niveau bei einigen Mitgliedern unseres Boardes die Allgemeinbildung sich befindet.......ist ja prinzipiell nicht verboten,aber dann sollte man sich doch tunlichst aus solchen Threads heraushalten und sich auf seine übliche Schmuddelkacke oder seine "ich bin der coole Börsenplayer"-Postings beschränken.
Ansonsten...thanks tom68,macht immer wieder Spass sich die Reden von solchen geistigen und rhethorischen Assen zu Gemüte zu führen.Wenn man sich da so manchen geistigen Tiefflieger der heutigen Politik-High-Society egal welcher Couleur ansieht weiss man was die Stunde in unserem Lande geschlagen hat......
Antworten
tom68:

Vor allem die Punkte 55-58 sind aktueller denn je! o.T.

 
12.04.02 18:02
Antworten
mod:

Tja, Nato-Doppelbeschluss und seine Folgen ...

 
12.04.02 18:06
http://www.dhm.de/lemo/html/...erwechsel/natoDoppelbeschlussBody.html

Helmut Schmidt (SPD) über Stoiber 635142
Ich behalte meine Position in dieser Sache wie von Anfang an!
Während Bundeskanzler Helmut Schmidt am NATO-Doppelbeschluß festhält, rückt die SPD davon ab.

Jupp Karikatur von Jupp Wolter Wolter
Bundesrepublik Deutschland, 1982

Federzeichnung
21 x 29,4 cm
Haus der Geschichte, Bonn
EB-Nr.: 1991/3/257
Antworten
ruhrpottzocker:

Tja - seit Kohl ist die Qualität dauernd gesunken

 
12.04.02 18:08
Und jetzt auch noch Stoiber !

Wann ist endlich der Boden erreicht ?  
Antworten
mod:

*g* Da fehlt nur noch RZ bei der FDP oder PDS? o.T.

 
12.04.02 18:17
Antworten
avantgarde:

Der beste oder nicht beste ist irgendwie verdammt

 
12.04.02 18:25
subjektiv, oder? Irgendwie ist es auch nicht mehr als eine Meinung, in diesem Thread also mehrere anhäufungen von Meinungen, und das war es auch schon.

Als tief schwarzer sage ich Kohl war nach Adenauer der beste Kanzler, und RPZ wird das ganz anders sehen. Da werden wir uns wohl auch nicht treffen und einen Kompromiss finden.

Ich untermauere meine Meinung folgendermaßen:

- 8 Jahre wirtschaftlicher Aufschwung
- Suksessiver Auf- und Ausbau der Europäischen Staatengemeinschaft
- Wiedervereinigung unter schwerem politischen Druck
- Einmaliges Kabinet aus fähigen Politikern
- geringe Inflationsrate über die gesamte Amtszeit


Das sind nur einige der Verdienste, die H. Kohl auf seine Fahnen schreiben kann, und keine Spende mehr oder weniger wird daran etwas ändern.

Die SPD soll selbst ersteinmal sehen, daß sie nicht mit der MS Müntefering untergeht.

In diesem Sinne

Avantgarde
Antworten
ruhrpottzocker:

Das sind nun mal die Oppositionsparteien

 
12.04.02 18:25
der Zukunft, wie meine Abstimmung eindeutig gezeigt hat, mod.

Verlass dich drauf - wenn der RZ da mitmacht, kommt Farbe und Schwung in den Brei !  
Antworten
mod:

RZ, davon bin ich überzeugt, vor allem der Slang! o.T.

 
12.04.02 18:31
Antworten
ruhrpottzocker:

Datt seh ich wirklich anders ! Kohl =

 
12.04.02 18:36
Kompletter Ruin der Staatsfinanzen als Hypothek für Jahrzehnte !

Verfassungswidrige Benachteiligung der Familien !

Gesellschaftsfähigkeit von Korruption und jeglichem sonstigen Beschiss !

Propagieren von Faulheit statt Arbeit !

Kurz: Nach ihm die Sintflut !

Warum läuft er noch frei rum ??

Ab in den Knast mit solchen Typen !!

Antworten
mod:

Jungs, es lohnt sich nicht! Letztendlich werdet

 
12.04.02 18:44
Ihr alle beschi.....

Nur die Politiker-Altersversorgung ist sehr gut!
Antworten
ruhrpottzocker:

Es wird Zeit, dass die Tugend wieder in die

 
12.04.02 18:57
Politik einzieht.

Dann wird selbige auch wieder bei den Bürgern was zählen.

Wir brauchen wieder einen Wohlfahrtsausschuss, der über Tugend wacht. Diese Rolle könnte die PDS übernehmen - wer sonst ? Sie hat Fehler zugegeben und ist als einzige geläutert.



 
Antworten
avantgarde:

Das kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen

 
12.04.02 20:03
es scheint gerade so, als würden die Einschätzungen der Grünen nun auf die CDU angewandt werden.

Was mich an den roten nämlich vor allem ankotzt ist diese "solen wir mal drüber reden" scheiße, und anti-authoritäre Erziehung. Die Ausläufer dessen sind jedem aus dem täglichen Leben nur allzu bekannt. Und jetzt sage nochmal, daß diese Einstellung vn Helmut Kohl oder irgendeinem CDU Politiker propagiert wird oder wurde.

Jedes Kind weiß, daß diese Öko- und Null-Bock Einstellungen von rot Grün herstammen. Eine Diskussion treibt die nächste, und bei raus kommt nix. Das hab ich ja echt noch nicht gehört, daß die CDU die Partei der nicht Arbeitenden ist.

Also RPZ, Deine Quellen solltest Du da nochmal gründlich überprüfen, denn das wqas Du da sagst ist faktisch falsch.

Was den Bankrott angeht zeigt, daß Du keinerlei Einblick in die Funktionsweise der Wirtschaft hast, denn wenn das stimmen würde was Du sagst, würde Amerika morgen Insolvenz anmelden. Aber das Gegenteil ist der Fall, Deutschland ist unter CDU Regierung konstant zwischen dem 3. und 8. Rang der Wohlhabensten Länder gewesen. Erst unter SPD Regierung fällt dieser Wert zunehmend ab.

Quelle: Wirtschaftsalmanach 2001

In diesem Sinne

Avantgarde


P.S. Wenn Du Kohl schon so schlecht machst, dann sag doch mal, was die Roten denn in den vergangenen Jahren erreicht haben...würde mich ernsthaft interessieren.

Antworten
Levke:

armseliges Posting avantgarde

 
12.04.02 20:24
"Öko" und Nullbock Einstellung"  "Diskussionen bringen nichts"
"Anti-autoritäre Erziehung ist schlecht"

Was ist das denn für eine Phrasendrescherei ?

Leidest Du unter dem Eichmann-Symdrom......
Klare Anweisungen - Befehl erhalten - nicht nachgedacht -
daher bin ich unschuldig ?

Schade, hätte mehr von Dir erwartet, als so ein Stuß !
Antworten
ruhrpottzocker:

Lieber avantgarde,

 
12.04.02 20:33
16 jahre Stillstand und Rückschritt unter Kohl können doch nicht an dir wahrnehmungslos vorbeigegangen sein.

Ein immer höherer Schuldenstand, immer höhere Steuern, Ausbeutung der Familien kennzeichnen die Politik dieser Regierungsphase.

Letztendlich hat der Wähler 1998 die Reissleine gezogen. Leider war das 4 bis 8 Jahre zu spät. Für die Nachfolge-Regierung bestand kaum noch Aussicht auf eine Chance. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind nun mal abhängig von den Finanzen. Die Finanzen wurden aber von der Kohl-Regierung durch Aussitzen und Verschleudern nachhaltig ruiniert.

Hinzu kommt die Technologie-Feindlichkeit der Kohl-Regierung. Der Mittelstand, neue Ideen neuer Unternehmer hatten keine Chance.

Damit müssen wir jetzt leben. Wir haben einen Rückstand aufzuholen. Halte mal einen sinkenden Tanker auf. Das ist nicht einfach. Vor allem dann, wenn die Bürger zu einem großen Teil die Einstellung einer Kohl-Regierung angenommen haben. Alles geht von alleine, man braucht nichts mehr zu tun. Wer arbeitet, hat selber Schuld. Aussitzen ist Trumph. Nach uns die Sintflut.

Heute haben wir im Vergleich zu 1998 einen kleinen Fortschritt erzielt.

Wenn Stoiber kommt, ist alles wieder dahin. Dann wird wieder großzügig mit der Gießkanne gestreut. Subventionen, Subventionen. Und wer bezahlt die Zeche ?

Ein Eichel war ein Gewinn für unser Gemeinwesen. Der Finanzminiser hat es nie leicht. Er war aber auf dem richtigen Weg. Zudem wurden neue verbrauchsabhängige Einnahmequellen erschlossen (Ökosteuer). Jeder weiss, dass das Finanzierungssystem der Zukunft ist. Wer bestellt, soll zahlen. Nicht das Prinzip Kohls: ich bestell, andere zahlen.

Schwarz oder rot - das ist für mich uninteressant. Wichtig ist für mich - wer denkt an die Zukunft unseres Gemeinwesens ? Vor allem auch an die Zukunft derjenigen, die nach uns kommen. Dass war dem Herrn Kohl immer egal.

Herr Kohl war ein Hasardeur. HEUTE hat es geklappt. Keinerlei Bestreben, eine Vision zu entwickeln. 16 Jahre waren zu viel. Wir brauchen noch mal 16 Jahre, um uns davon zu erholen.


Antworten
boomer:

Was? Levke, praktizierst Du mit Deinen Kindern

 
12.04.02 20:33
etwa antiautoritäre Erziehung?

Mann ooooohhhh Mann!

Grüezi

Summerhill und die antiautoritäre Erziehung

von Joachim Trettin

Im Zuge ihrer politischen Betätigung suchten 1967 die Genossinnen des SDS, die Kinder hatten, eine Alternative, um ungestörter politisch arbeiten zu können. Da die kirchlichen Kindergärten weder politisch noch kulturell die gewünschten Werte vermittelten und speziell pädagogisch unzumutbar waren, wurden in Berlin die ersten Kinderläden in Selbstinitiative gegründet. Damit war die Kinderladenbewegung geboren, die sich über die gesamte BRD ausbreitete.

Es dauerte nicht lange, da wurde ein Buch der Leitfaden dieser Bewegung. Es war Alexander Neills "Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung -das Beispiel Summerhill."

Dieses Buch erschien in deutscher Übersetzung 1969 im Dezember im Rowohlt Verlag in einer Auflage von 30.000 Exemplaren. Die 2. Auflage erschien bereits im Januar 1970 mit weiteren 30 Tausend. Die Auflagen spiegeln das Interesse in der Bevölkerung wieder, die dieser "neuen Pädagogik" entgegen gebracht wurde. Im Eigentlichen war diese Pädagogik nicht neu. Summerhill wurde 1921 in Dresden, Deutschland gegründet. Allen Kritikern zum Trotz, die dieser Schule ihren Untergang prophezeiten, lebt Summerhill nach wie vor, auch wenn in der heutigen Zeit von der freiheitlichen Entwicklung des Lebens kaum noch öffentlich die Rede ist. Neills Internatsschule ist auch heute noch nach über 75 Jahren beispielhaft und führend in der Welt. Das liberale England gab dieser Pädagogik ein Zuhause, die bisher kein weiteres Beispiel dieser Größenordnung in der Welt fand. In Neills Mittelpunkt seiner Anschauung steht die Achtung vor dem Kind, sowie die ungeheuchelte und praktische Liebe zu ihm und zu seiner persönlichen Entwicklung.

"Die Lebenskräfte regeln sich natürlicherweise selbst, ohne Zwangspflicht und Zwangsmoral. Beide sind Anzeichen für antisoziale Regungen ", schreibt Wilhelm Reich Anfang der 40ger Jahre.

Neill war ein lebenslanger Freund von Wilhelm Reich, den er in seinem norwegischen Exil in den 30er Jahren kennenlernte.

Während Reich die Lebensunterdrückung der Erwachsenen therapierte, die durch repressive Erziehung als Immobilität und Haß gegen das Lebendige entstanden war, versuchte Neill die repressive Erziehung durch ein lebensnahes reales Erziehungskonzept das auf Freiheit basiert, zu ersetzen.

Reich wie Neill glaubten an die Vernunft des Lebendigen als integraler Bestandteil der unverbogenen Natur und waren der Meinung, daß man diese Natur nicht erziehen könnte, sondern ihr natürliches Wachstum nur vor Verbiegung schützen müßte, eben durch das Abstellen schädlicher und falscher Erziehungs und Schulexesse.

Reich erkannte in der Unterdrückung des Lebendigen, besonders in der Sexualität die Wurzel der Lebens - und Kulturfeindlichkeit: "Der lebens- und sexualverneinend erzogene Mensch erwirbt eine Lustangst, die physiologisch in chronischen Muskelspannungen verankert ist. Die neurotische Lustangst ist die Grundlage der Reproduktion der lebensverneinenden, Diktatur begründeten Weltanschauungen durch den Menschen selbst. Sie ist Kern der Angst vor selbständiger, freiheitlicher Lebensführung. Das wird die Kraftquelle jeder Art politischer Reaktion, der Herrschaft von Einzelpersonen oder Gruppen über die Mehrheit der arbeitenden Menschen".....

"Die charakterliche Struktur des heutigen Menschen, der eine sechstausend Jahre alte patriachalisch-autoritäre Kultur fortpflanzt, ist durch charakterliche Panzerung gegen die innere Natur und gegen die äußere gesellschaftliche Misere gekennzeichnet. Sie ist die Grundlage von Vereinsamung, Hilfsbedürftigkeit, Autoritätssucht, Angst vor Verantwortung, mystischer Sehnsucht, sexuellem Elend, neurotisch-hilfloser Rebellion, ebenso wie krankhaft-widernatürlicher Duldsamkeit" (Wilhelm Reich- Die Entdeckung des Orgons/ Funktion des Orgasmus, New York 1940)

Neill wußte aus Erfahrung, daß Kinder niemals vollständige Menschen werden, wenn man ihnen Lernstoff aufzwingt und so ihre Rationalität der Arbeit gegenüber frustriert. Im Gegensatz zu Reich, des Vertreters der sexuellen Revolution, war Neill eher Befürworter einer pädagogischen Evolution- ein lebenslanger Gegensatz der beiden Freunde. Während aus Reichs Arbeit alle Körpertherapien und die Orgonomie entstanden, wurde die Summerhillschule das weltweit führende Experiment zum Erlernen repressionsfreier Pädagogik- bis heute !

Bedauerlicherweise blieb das Experiment weitgehend auf Summerhill beschränkt. Die Kinderladen- bewegung in der BRD verbürgerte immer mehr und wurde in nachfolgenden Elterngenerationen, die alle 3 Jahre wechselten, theorielos und rein pragmatisch.

1976 schlossen viele Kinderläden, weil die Liberalisierung in kirchlichen Institutionen eine Unterbringung der Kinder dort kostenunaufwendiger machte. So verabschiedete sich die Kinderladenbewegung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das lachende Auge war die erfolgreiche Verankerung neuer Kulturmaßstäbe für Erziehung, das weinende - das Scheitern ihrer allgemeinen Durchsetzung.

Auch aus den Reihen der deutschen Reich-Nachfolger gab es kaum Interesse, daß entsprechende "know how" aus der Orgonomie an Pädagogen, in Verbindung mit der Verpflichtung zum Aufbau eines sozialen Projektes, zum Nulltarif weiterzugeben. Orgonomie blieb auf Privatpraxen beschränkt- ein fataler Fehler und ein Kennzeichen für mangelndes sozialen Bewußtseins. Private Orgonomie wurde zur Ideologie eines sozial-unfreundlichen Gesundheitsbegriffes, die sich selbst konservativ lobt, sich jedoch von Reichs Sozialwissenschaften weit entfernt hat und die man nicht anders als bourgeois bezeichnen kann.

Schon vor Jahren wurde es uns bewußt, daß es eine Institution in Deutschland geben sollte, die es sich zur Aufgabe macht, eine soziale Institution auf der Basis des Reich´schen Sozialbegriffes und der Neill`schen Auffassung ins Leben zu rufen- nur fehlte uns damals die Möglichkeit zu einer weitgehend zentralen Informationsgebung. Die ist heute durch das Internet gegeben.

Das Projekt des Orgoninstituts Nümbrecht/ Köln "die SexPol" hat es sich zur Aufgabe gemachte solche Prozesse zu fördern. Wir möchten unser Interesse hier ausdrücklich unterstreichen. Zur Zeit ist ein Projekt zur energetischen Gesunderhaltung innerhalb des Schul- Sportunterrichts in Vorbereitung.

Die Resultate des aufgezwungenen Lernens erleben wir heute in der Unfähigkeit des Menschen sein Leben rational zu gestalten und die von ihm selbst mitorganisierte entfremdete Arbeit abzuschütteln und durch Kreativität zu ersetzen.

Antworten
boomer:

Antiautoritäre Erziehung

 
12.04.02 20:43
Als ich mich neulich im Supermarkt in die Warteschlange der Kasse einreihte,
beobachtete ich folgendes Schauspiel:
Eine Mutter stand mit Ihrem ca. 5 Jahre alten Sohn
2 Positionen vor mir in
der selben Warteschlange wie ich. Ihr Sohn schob den Einkaufswagen.
Vor ihnen stand ein älterer Herr, Mitte 40.
Hinter ihnen stand ein Herr, Mitte 30.
Ihr Sohn schob den Einkaufswagen immer wieder heftig in die Hacken des
Vordermannes.
Auch als dieser sich umdrehte und den kleinen Bengel zeimlich ernst anschaute,
lachte der kleine, aber hörte nicht auf, den Einkaufswagen immer wieder gegen die Verse des
Mannes zu schieben.
Als sich der Mann schließlich bei der Mutter des kleinen Teufels beschwerte,
entgegnete sie ihm: "Mein Sohn ist antiautoritär erzogen, der darf das!"
Nach diesem Spruch griff der Mann, der hinter der Frau in der Reihe stand,
nach ihren Haaren und zog so heftig an ihnen, dass die Mutter fast das
Gleichgewicht verlor.
Noch bevor die Mutter losmotzen konnte, warf dieser ihr entgegen:
"Ich wurde ebenfalls antiautoritär erzogen und darf sowas auch!"
In diesem Supermarkt bin ich seit dem Stammkunde und hoffe,
dass sich eine ähnlich lustige Situation wiederholt.
Antworten
Levke:

keine Angst boomer

 
12.04.02 20:44
brauchst Dir keine Sorgen um meine Töchter machen......

Meine Eltern haben mich (Jahrgang '62) autoritär erzogen,
ganz im damaligen Zeitgeist.
Natürlich haben meine Kinder mehr Freiheiten als ich seinerzeit;
auch im Sinne des heutigen Zeitgeistes.......

Die sogenannte Anti-Autoritäre-Erziehung kenne ich nur von
"Betroffenen", die heute selbst Kinder haben. Hier geht jetzt
die Erziehung wieder härtere Wege...........

Das Posting von Avantgarde war mir nur ZU autoritär und
suggerierte mir, daß er ein Freund einer harten Hand ist,
wobei er sich gleichzeitig als Fan unseres bekannten Aussitzers
"outet"
Antworten
ruhrpottzocker:

Um mich musst du dir Sorgen machen, boomer

 
12.04.02 21:50
Ich erziehe mich anti-autoritär.

Meine Eltern sind damit leider nicht ganz fertig geworden. Deshalb muss ich jetzt mit meiner Erziehung weiter machen.

Also ich muss sagen: mich als Erziehungsberechtigten kann ich als zu Erziehender einfach nicht ernst nehmen.

Aber eines versichere ich dir: irgendwann, irgendwann werde ich damit fertig.

Das verspreche ich meinen Enkeln !
Antworten
zombi17:

Das schaffst du nie , rpz!!!

 
12.04.02 22:00
Gruß Zombi
Helmut Schmidt (SPD) über Stoiber 635336home.arcor.de/gifworld/gifg/bilder/ghost23.gif" style="max-width:560px" >
Antworten
Dan17:

Dachtet ihr, ich weiß nicht das Helmut Schmidt

 
12.04.02 22:20
Bundeskanzler der BRD war ? Das kann nicht Euer ernst sein. Also wenn dem wirklich so gewesen wäre, dann würde ich sofort aus der SPD austreten.

Das was ich meinte, war das zu SCHADE war, ein Mammutkanzler zu sein.

Ob ihrs glauben wollt oder nicht, es gibt Leute, die mit mir Abi machen, die nicht mal wissen, wer zur Zeit Bundespräsident ist.

Also es war ein Flüchtigkeitsfehler...wollte ich nur mal klarstellen.
Antworten
ruhrpottzocker:

Sechs - setzen, dan17 !!!!!!!!!!!!! o.T.

 
12.04.02 22:29
Antworten
Dan17:

In Politik habe ich schon 13 Punkte

 
12.04.02 22:33
bekommen, da geht nichts mehr zurück...

Pech für Euch Schlaumeier hier :-)

Ich kanns trotzdem
Antworten
ruhrpottzocker:

13 ? Mehr nicht ? Durchgefallen !!

 
12.04.02 22:39
Hab ich mich gleich gedacht !

Biss bestimmt auch nich inner PDS !!

Kein Wunder !!
Antworten
Dan17:

mir reichen 13

 
12.04.02 22:43
in englisch habe ich nur 7, in deutsch nur 6, in mathe 8. ich bin ganz zufriedenaber an meiner Rechtschreibung und meinem schriftlichen grammatikalischen Ausdrucksvermögen muß ich noch arbeiten, das geb ich zu.
Antworten
zombi17:

Dan17 for Präsident

 
12.04.02 22:44
Endlich Jemand mit Durchblick. Tu dem Ruhrpottzocker mal ein Gefallen tun und trete der PDS bei. Wer weiß für was das noch gut ist:-)

Gruß Zombi
Helmut Schmidt (SPD) über Stoiber 635366home.arcor.de/gifworld/gifg/bilder/ghost23.gif" style="max-width:560px" >
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Dan17:

?

 
12.04.02 22:48
Also mein Motto lautet, wer seine Schwächen kennt, der ist umso stärker.

Da hapert es bei vielen schon, ich habe wenigstens eine ausreichende Selbsteinschätzung.
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avantgarde:

die ANTI-Erziehung

 
13.04.02 14:46
Also Levke, daß Du mich als Mann der harten Hand ohne Hirn einschätzt, enttäuscht mich wirklich. Fakt ist, daß wir in unserer Gesellschaft keinerleri Werte mehr kennen und unsere Kinder eben ohne diese Aufwachsen lassen. Unter Werten verstehe ich Dinge wie "dankbarkeit, Höflichkeit, Aufrichtigkeit, Pünktlichkeit, usw. usw."

Das Beispiel weiter oben mit der Mutter und dem Kind and er Kasse spiegelt genau dieses Problem wieder, und wer dann noch meint, daran sei eine CDU Regierung schuld, der hat das politische spiel zwischen Links und rechts noch nicht verstanden. Warum wohl wird die CDU gerne rechts von der mitte gesheen?? Na vor allem doch weil die von RPZ genannten Verweichlichungen eben nicht aus der rechten, sondern aus dem linken Spektrum der Bevölkerung stammt.

Möchte hier etwa jemand behaupten, daß unter den Studenten, die 68 auf den Straßen demonstriert haben, CDU Wähler waren?? Unsinn sage ich. Die Demonstranten von damals sitzen heute teilweise Vorbestraft in Deutschen Bundestag und führen mehr oder weniger unser Land. Das sind die Menschen der anti authoritären Erziehung...niemand anderes. Rot Grün ist für die Abschaffung der Werte allein verantwortlich, und nie und nimmer die Regierung Kohl.

Und RPZ, wer wenn nicht die roten weigern sich denn ständig gegen Dinge wie Einwanderungsgesetz, Sozialhilfekürzung oder auch Gemeinnützige Arbeit für Arbeitlose?? Und da sagst Du die schwarzen wären dafür verantwortlich? Die CDU führt im Gegensatz zu den roten immer die härtere Variante, und ich kann nicht glauben, daß Du das nicht einsiehst oder in Frage stellst.

Und zur Anti-Erziehung generell:

Ich habe, wenn ich scheiße gebaut habe, auch mal eine gescheuert bekommen, und ich kann nur sagen, daß ich das einigen Müttern oder Vätern auch nur raten kann, wenn ich mir die Kinder ansehe, die heute so aufwachsen. UND ganz WICHTIG: Das hat nichts - überhaupt nichts - mit Prügeln seiner Kinder zu tun. Die Menschen die das behaupten denken mal wieder nur schwarz-weiß.

Avantgarde

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Schnorrer:

Kohl ist die größte Nullnummer, die Dtld je

 
13.04.02 15:09
gesehen hat, und die Tatsache, daß er hier von einigen immer noch verteidigt wird, liegt an der generellen Verantwortungslosigkeit, Mittelmäßigkeit und dem erbarmungslosen Mitläufertum, das 1983 dem Pöbel die Chance auf Einfluß, Macht und Geld gegeben hat.

Das ist ein einziger Stinker-Thread und nur die Rede von H. Schmidt hat Klasse.

Aber Klasse und Niveau verträgt der Seppl nicht.
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ruhrpottzocker:

Es ist nun mal geschichtliche Wahrheit.

 
13.04.02 15:09
In den 16 jahren unter Kohl kam es zu einer Verwahrlosung der politischen Moral.

Ein Skandal jagte den anderen. Wäre hier die Justiz konsequent eingeschritten, hätte es erhebliche Personalprobleme gegeben, weil ein Großteil der Minister im Knast gelandet wäre.

Aussitzen, bescheissen und nachher sich nicht erinnern können. Gedächtnislücken, Black-outs. Alles natürlich verständlich.

Der Bürger hat sich schließlich gedacht: Machen es mit die Großen so vor, mache ich es nach. So drehte sich die Spirale, die unseren Rückschritt ankurbelte, immer schneller. Neuerungen, Fortschritts-Impulse wurden konsequent abgewürgt.

Den Familien das Wasser abzugraben, ist schon fast verbrecherisch. Auf diesem Gebiet hat die Kohl-regierung sich an der Zukunft unseres vergangen. Das gilt auch für die Finanzpolitik. Es besteht für die Nachfolge-Regierungen kaum noch Spielraum. Die Hypothek ist gewaltig, das Tafelsilber komplett verschleudert.

Das ist natürlich der Segen von Autoritär. Zeig dem Nachbar die Faust, klau ihm sein Geld - dann hast du dich gut durchgesetzt.  

Moral ist für solche Leute natürlich ein Zeichen von Schwäche.

Ich sage dir eins, avantgarde ! Am Ende wird die Moral siegen und uns zurück in den Fortschritt führen - auch wenn der Weg schwierig bleibt. Gegenüber 1998 haben sich die Zustände schon deutlich gebessert.

Der Bürger wird sich rechtzeitig daran erinnern und Stoiber eine Abfuhr erteilen.

Macht er das nicht, wird er eben zahlen müssen und jammern, dass das Land immer weiter absackt.  
Antworten
avantgarde:

Genau Schnorrer, Deine Quantität an

 
13.04.02 15:42
Postings zeigt, wer hier der MOB oder besser Gimpel ist....

In diesem Sinne

Avantgarde
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Schnorrer:

avantgarde: warum hast Du mich solange

 
13.04.02 16:16
warten lassen?

Dein Name sei Programm.
Antworten
avantgarde:

Gähhhn* Langweilig! Deine Argumente

 
13.04.02 16:59
sind wirklich stichhaltig, muß ich schon sagen
Antworten
Schnorrer:

Das langweilt ohne Ende ....

 
13.04.02 18:48

http://www.ariva.de/board/...all&showthread=1&nr=107184&jump=603184&0

Es ist einfach nicht mehr die Mühe wert ...
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avantgarde:

Bitte?

 
13.04.02 18:55
Was nimmst Du Dir eigentlich raus, mich als Fascho zu bezeichnen?? Dein Statement im anderen Thread kann ich nur unterstreichen, aber das hat mit dem was ich geschrieben habe überhaupt nichts zu tun. Du bist ein weiterer Versuch, die CDU unglaubwürdig oder in die rechte Ecke zu stellen. Das ist überlster linker Propaganda Mist der sich leider zunehmend in Deutschland durchsetzt.

Ich halte es nach Roman Herzog und sage: Gutes muß wieder gut sein und schlechtes wieder schlecht. Die SPD sagt dagegen: "Alle die Schlecht sind werden so lange gestreichelt bis die guten sagen, "moment, wenn die schlechten gestreichelt werden dann werd eich auch schlecht". Null Bock Einstellung, nur Fun haben und arbeiten können die anderen. ROT sei dank haben wir diese Zustände.

Avantgarde
Antworten
Schnorrer:

Mein lieber Freund avantgarde:

 
13.04.02 19:05
Ich nehme mir nur 10% dessen heraus, wovon ich meine, daß es mir zusteht.

Meine Konochen sind im Eimer, ich bin ausgelutscht und physisch am Ende und muß mir noch von jedem anhören, daß ich ich gefälligst dafür zu bedanken habe.

Ich habe letztes Jahr DM 70.000 an Steuern abgedrückt und würde gerne mehr bezahlen, aber nicht an Amigos, für die ich selbst arbeite und mir ermöglichen, die Welt zu verbessern durch langfristig geplante Insubordination.

Also, halt die Schnauze.
Antworten
Schnorrer:

Armselige, arrogante Beamtenseele.

 
13.04.02 19:11
Laß Dir viel Zeit für die Antwort.
Antworten
avantgarde:

Junge Du bist nicht physisch am Ende sondern

 
13.04.02 19:58
psychisch.

Was macht ein Mensch wie Du in einem Aktienboard. Putzfrauen werden hier doch gar nicht benötigt.

Und "halt die Schnauze" zeigt hervorragend, wer den Mob bildet, der uns diese Suppe eingebracht hat.

Und wer 70.000 DM Steuern gezahlt hat, hat auf der anderen Seite mindestens das doppelte unterschlagen.

Also Würstchen tu mir ein Gefallen und bewege Deine müden Knochen nicht zur nächsten Wahlurne.

The first who's shot by friendly fire     ts ts


Arrogant Avantgarde
Antworten
Schnorrer:

hmm, avantgarde, was passiert jetzt, wenn ich

 
13.04.02 20:03
sage: "Du hast Recht mein Lieber, Du hast mich überzeugt, ich habe ein Leben lang auf jemanden wie Dich gewartet"?

Wer darf sich dann einen runterholen: Du als Rechthaber oder ich als Bekehrter und neuer Mensch?

Schwierige Frage .... wirklich schmierig ....
Antworten
avantgarde:

Ich denke die Frage ist einfach

 
13.04.02 20:14
zu beantworten, lt. eigenen Aussagen kann nur ich mich sexuell amüsieren, da Du als Krüppel die Impotenz ja quasi refunden hast.

Ich bin aber der Bekehrte, nämlich im Sinne der Sinnlosigkeit eines Schreibens mit Dir


Avantgarde
Antworten
Schnorrer:

Respekt, mein Lieber: nur 11 Minuten, sozial-

 
13.04.02 20:18
verträglich, "noch einen draufgesetzt", aber leider immer noch daneben.

Macht nix. Bin glücklich, auch Leute wie Dich zu kennen: Krüppel zu Krüppel gesellt sich gern. Wenigstens ein gemeinsames Thema.
Antworten
mod:

Wie immer

 
13.04.02 20:21
liegt die Wahrheit auch hier in der Mitte.

schnorrer (Jahrgang 1962) müsste eigentlich noch wissen,
wie in den Jahren 1978 bis 1982 die wirtschaftliche und politische Lage
in Deutschland war.
Kohl ist nicht von Ungefähr an die Regierung gekommen
und hat die vorgezogenen Wahlen darauf auch gewonnen.
Der Mann hat allerdings viel zu lange regiert und stellt mit
seiner Parteispendenaffäre ein äusserst negatives Vorbild dar.

Helmut Schmidt dagegen hat politisch versagt, auch wenn er ein exzellenter Politiker war, weil er einfach in der falschen Partei war.
Ich weiss, wovon ich (Jahrgang 1955) rede, zumal ich in dieser Partei seit 1969
begeistert aktiv war (Brandts Ostpolitik), seit langem allerdings diese
Partei nicht wähle.
Sicherlich hängt das mit meiner juristischen und wirtschaftlichen Vorbildung zusammen, aber auch mit der intimen Kenntniss der
Struktur dieses Vereins.
Für mich ist nur die CDU oder FDP wählbar.
Begründen will ich das nicht, denn dann könnte ich hier nicht
mehr so anonym posten.

Erholsames Wochenende
Antworten
Schnorrer:

mod: Du warst schon immer mein heimlicher Held

 
13.04.02 20:26
Erlaube mir trotzdem, zu kotzen.

Bin nun mal einfach angefressen, stinksauer und habe die Schnauze voll. Von allem.

Vielleicht wirds ja in 10 Jahren besser.
Antworten
mod:

sicherlich, schnorrer,

 
13.04.02 20:32
in zehn Jahren ist nämlich
Dein Testosteron-Spiegel bedeutend
niedriger.

Das macht friedlicher.

Schönen Abend,
ich muss mich wieder um unsere Gäste kümmern
Antworten
Schnorrer:

yep, mod. Wollte ich eigentlich auch sagen.

 
13.04.02 20:36
Aber in meinem Konversationswortbaukasten fehlen noch ein paar Versatzstücke.

Bitte um Entschuldigung.
Antworten
Connie Lingus:

Ist Stoiber schwul?

 
13.04.02 20:45
MÜNCHEN - Eine Frage bewegt die Nation in diesen Tagen: Worauf "steht" Edmund Stoiber? Selbst die Granden von CDU und CSU stellen sich die Frage. Auf Karin könnte man meinen, mit der er seit 33 Jahren das Ehebett teilt. Ein Umstand, der dem inneren Zirkel der C-Parteien Anlass zur Sorge gibt. Schließlich können Gerhardt Schröder und Joschka Fischer acht Ehen vorweisen. Verteidigungsminister Scharping überzeugte durch seine gräflichen Wasserspiele das Wählervolk. Selbst Altkanzler Helmut Kohl gab sich monogam, ließ sich aber morgens die Eier von Juliane Weber aufschlagen, wie der SPIEGEL so wundervoll kolportierte. Weshalb Gemunkelt wird, mit dem Kanzlerkandidaten stimme etwas nicht.

Helmut Schmidt (SPD) über Stoiber 635783images02.zyn.de/ic/18/82/01157308117.jpg" style="max-width:560px" >

Wo ich vorstoße, muß das Loch schon größer sein, meine Damen und Herren.  

Analysieren wir die Lage. Vier Möglichkeiten stehen zur engeren Auswahl: Hetero oder Homo, Kinderschänder oder Sodomist.


Der Kandidat, ein Rammler?. Blicken wir auf Karin, 57 Lenzen zählend, seine Gemahlin. Sie gebar ihm drei Kinder, was mutmaßen lässt, daß sie doch schon etwas ausgeleiert ist. Umstände, die den Schwarzwalddoktor und Hobby-Gynäkologen Klausjürgen Wussow veranlassen würden eine mangelnde Knusprigkeit zu diagnostizieren. Stellt sich die Frage, an welcher frischen bayerische Brezeln knabbert der Ministerpräsident. Nun, auch da sieht es weniger spritzig aus, wie der Spruch "Lieber eine dicke Akte, als eine schlanke Nackte" beweist. Ein Hinweis auf sein gestörtes Verhältnis zu Frauen gibt uns sein Gestammel bei Sabine Christiansen. Er hat Angst vor ihnen und ihrem einnehmenden Wesen. Die animalischen-sexuellen Instinkte der deutschen Wählerinnen spüren das und lehnen ihn daher mehrheitlich ab. Sie wollen potentielle Stecher im Kanzleramt sehen und keine Angsthasen.


Edmund, die Schwuchtel? Lassen wir uns nicht täuschen durch die Ausfälle der Christlich Sozialen Union gegenüber Homosexuelle. Sie wollen nur von ihrer eigenen unzüchtigen Triebhaftigkeit ablenken. Schließlich ist die CSU einer der führenden Männerbünde in Deutschland und wie man weiß, sind sie ein Hort der gleichgeschlechtlichen Liebe. In einschlägigen Kreisen wird die CSU auch als Christian Sucker Union bezeichnet, bekannt für ihre bayerische Blasmusik. Schon die SA traf sich in Bayern um ihren homoerotischen Neigungen nachzugehen. Auch Stoibers Widerstand gegen die Homo-Ehe und das Zuwanderungsgesetz erklärt sich daher. Er will saubere deutsche, ungebundene Knackärsche und keine ausländischen Pleasureboys, die es nicht gewohnt sind, ihr Rektum per Klistier rein zu halten.

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Ein Mitglied der Christian Sucker Union
 


Edi, der Kinderficker? Unmöglich! Ein anständiger deutscher Politiker tut so was nicht! Edi ist es gewohnt in großen Arenen zu sprechen, enge Räume sind ihm ein Greuel. Außerdem regelt §12 Absatz 1 des Bundeswahlgesetz, daß Kinder und Jugendliche vor Übergriffen von Politikern geschützt sind: "Wahlberechtigt sind alle Deutschen im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes, die am Wahltage das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben ..." Im Hinblick auf die Medien ein fürchterlicher Fauxpas. Die Boulevardpresse sollte eine Absenkung des Wahlalters auf drei Jahre fordern. Stellen Sie sich die saftige Schlagzeile vor: "Schamlose Politiker auf Wahlkampftour durch Kindergärten!" Schluß mit solch pervers-defätistischen Gedanken meines kranken Hirnes. Politiker deutschen Blutes sind solche Gedanken abhold!


Stoiber, der Sodomist? Nichts ist bekannt über seine ersten sexuellen Erfahrungen. Aufgewachsen in Oberaudorf, in tiefster bayerischer Provinz, stockkonservativ, vom römisch-katholischen Klerus beherrscht, lassen sich nur Vermutungen anstellen. Wie aus anderen Kulturkreisen bekannt, sind sodomistische Neigungen in ländlichen Gebieten nichts Ungewöhnliches. Ein Schäferstündchen im Heu? Eine schleckende Kuh? War seine erste Geliebte vielleicht eine richtige Sau, die Ihn in die Liebe einführte? Nun, wir wissen es nicht. Eine Frage, die ein zukünftiger Bundeskanzler dem deutschen Volk beantworten sollte.


Ziehen wir ein Resümee. Viele Fragen, keine Antworten. Während Willy Brandt mit seinen Eskapaden glänzte ist Edmund Stoiber ein glanzloser Kronleuchter. Die einzige Affäre hatte er mit Amigos, anstatt mit Senioritas. Halt! Ein schlimmer Verdacht keimt da auf. Ist Edmund Stoiber womöglich impotent? Ein Schlappschwanz? Ein Weichei? Das ist es! Dem Volk stehen harte Zeiten bevor, sollte Stoiber gewählt werden. Ist Deutschland ein Bundeskanzler zuzumuten, der nicht einmal fünfzig Prozent seiner Bevölkerung Befriedigung verschafft? Am 22. September haben Sie die Wahl und stimmen über Ihre sexuelle Zukunft ab.

Geklaut von einer der besten Seiten im Net



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Schnorrer:

Eklig. Wirklich eklig. Viel Feind, viel Ehr.

 
13.04.02 20:52
Unser lieber Edmund kann nachweislich über Wasser laufen, Bierfässer anstechen und Steuerbefreiungen in dreistelliger Millionenhöhe unterschreiben.

Das schafft nicht einmal Gott persönlich.

Daneben schafft er es, den lieben Herrn Sauter wieder in sein Wahlkampfteam zu holen, weil der ihm ja schaden könnte. Außer man macht Sauter dick, fett und rund.

Also, ich glaube, obiger Artikel gehört eindeutig in die Ecke von "Neidgesellschaft" und ist voll daneben. Zumindest sagt das meine Schwiegermutter, und die ist 70 und muß ja zwangsläufig mehr wissen als ich.

Eine Schande, wirklich .... der arme Edmund, der es immer so gut gemeint hat (mit sich selbst) .....
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avantgarde:

Brauchst Du eigentlich noch Hilfe beim

 
13.04.02 21:47
setzen der Nadel? Wenn ja sag bescheid, ich habe davon so wenig Ahnung das ich garantiert daneben liege.

Was für eine Taktik vertreibst Du eigentlich, wenn Du Leute hier aufgrund ihrer politischen Meinung zu diffamieren versuchst?? Mod hat Dir nichts getan und schreibt Dinge, zu denen es mindestens zwei oder mehr Meinungen geben kann, Du aber läßt das wesentliche weg und kommst gleich zum anmachen.

Wenn Du als Atheist mit 40 Jahren den durchblick noch nicht hastr, dann kann keiner von uns etwas dafür.

Sieh es mal von der Seite


Avantgarde
Antworten
Schnorrer:

Als leidenschaftloser Mensch sehe ich es gerne

 
13.04.02 21:53
auch mal von der anderen Seite:

die war aber bisher leider immer braun.

Und ich nehme mir die Frechheit heraus, zu behaupten: DAS GEFÄLLT MIR NICHT, ABER ICH WILL KEINEN BEKEHREN.

Im Gegensatz zu vielen anderen hier, die die Weisheit gepachtet haben und noch applaudierende Zustimmung verlangen.

mfg
Antworten
Schnorrer:

Wieso gibts für "Konochen" einen Schwarzen?

 
13.04.02 23:32
Armselige kleine Wichser.
Antworten
ruhrpottzocker:

Die CDU ist wirtschaftskompetent und sozial, und

 
13.04.02 23:32
die Erde ist eine Scheibe.

Glaub ihnen einfach, schnorrer.

Nach uns die Sintflut !
Antworten
avantgarde:

Was soll das RPZ

 
14.04.02 12:29
ich habe weiter oben bestimmt 5 Gründe genannt, warum ich die CDU für gut erachte. Du jedoch hast, soweit ich das alles verstanden habe, noch nicht ein Gegenargument gebracht, sondern nur polemisiert.

Ich kann ja ggf. noch tollerieren, daß Du die roten wählst, oder wen auch immer, aber daß Du keine Argumente dafür nennen kannst, ist dann doch wieder eher schwach mE.

Laß uns auf ordentlicher Ebene versuchen die Ursachen zu ergründen, und ich kann vielleicht eher verstehen warum Du rot wählst oder eine ganz andere Auffassung von Politik hast als ich.

Alles ständig durch den Kakao zu ziehen bringt uns nämlich nicht weiter, und dann können wir nicht nur diesen Thread, sondern auch das gesamte Ariva Board dicht machen, da alles gesamte irgendwie wirtschaftlich oder politisch gefärbt ist und eine Meinung reflektiert.

"Es sind nicht die Tatsachen, die Entscheiden, sondern Meinungen über Tatsachen".
Theodor Storm

Als dann

Avantgarde
Antworten
hjw2:

@mod..post. 67

 
14.04.02 13:08
"...Für mich ist nur die CDU oder FDP wählbar.
Begründen will ich das nicht, denn dann könnte ich hier nicht
mehr so anonym posten....."

du kannst es nicht rational begründen, denn es gibt sie nicht..deine gründe

Im grund hat es keine der parteien verdient gewählt zu werden....sie haben alle versagt ausnahmslos.....

das vermeintliche kleiner übel ist keine tatsächliche wahlmöglichkeit nur augenwischerrei.. und ändert nichts.

solange die parteien durch stimmabgaben bestätigt werden, wird kein reformbedürfnis in selbigen geweckt..warum auch...?

der nötige druck den reformern in den parteien eine chance zu geben kann nur von aussen kommen...durch stimmverweigerung.

ergo verweigert euch und stimmt ungültig..schaden kann es nicht..

Antworten
ruhrpottzocker:

Avantgarde, es hat keinen Zweck !!

 
14.04.02 14:25
Ich habe dir dargelegt, warum die Kohlsche Pleitenregierung ein Unglück für unser Land war.

Die drehst daraufhin alles um und wirfst selbiges der SPD vor, die zu der Zeit in der Opposition war.

Mich interessieren im übrigen mehr Tatsachen, weniger irgendwelche Meinungen über Tatsachen.

Ausserdem kann ich immer weniger mit Begriffen wie "links" und "rechts" oder "rot" und "scharz" etwas anfangen. Mir kommt es mehr auf konkretes Handeln, auf konkrete Absichten und vor allem auf Ergebnisse an. In diesem Zusammenhang ist feststellbar, dass zahlreiche kompetente Politgeister der CDU gerade zur Regierungszeit Kohls die politische Bühne verlassen haben, weil sie den Zirkus nicht mehr mitmachen wollten.

So - das war es dann jetzt. In diesem Thread werde ich mich nicht mehr äussern; denn ich glaube, wir drehen uns im Kreis und wiederholen uns nur noch.

Gruß
RZ  
Antworten
avantgarde:

Du verwechselst Bundes- und Landesebene

 
14.04.02 17:35
Die Kohlsche Regierung steht für satrke Außenpolitik, denn die ist Bundessache. Das Schulwesen und die Kulusministerkonferenz sind aber Landesebene, und da war über mehr als 12 Jahren in den meisten Ländern die SPD an der Regierung. Denk nur an das Schulwesen. Das was Du der CDU ankreidest, nämlich das es keine Werte mehr gibt, ist ein klarer Fall der SPD, denn die hat auf Landesebene die Richtlinien für die Schulpolitik vorgegeben. Daher haben wir ja ein derartiges Nord- Süde Gefälle im Bildungsstand. Genau diese Tugenden, die Du und ich einfordern, sind von den roten in den Ländern abgeschafft worden. Schau dir mal die Daten des Saarlandes an und dagegen die von Bayern. Es gibt ein Schwarz rotes Bildungsgefälle, wenn man sich die Statistiken ansieht, und das nicht ohne Grund.

In Schleswig Holstein sind Landwirte von der Landesregierung enteignet worden, da das Land, wie es hieß, wieder in Urzustand gebracht werden müßte. Das hat mit Bndespolitik nichts, aber überhaupt nichts zu tun.

Alles was Du sagst ist sicher nicht falsch, aber die die Du anzugreifen versuchst, stehen auf der anderen Seite. Befasse Dich mal mit der Geschichte, dann wirst Du sehen, wer für eine Wertegesellschaft gestanden hat und wer über die "soziale" Schiene die Tugenden aufgeweicht hat.

Im übrigen stimmt es nicht, daß sich zur Kohl Zeit viele Minister aus dem Amt zurückgezogen haben. Das Gegenteil ist der Fall. Zu Zeiten der Kolschen Regierung haben Junge Union und CDU einen erheblichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen gehabt.

Dagegen ist dei SPD Regierung nahezu komplett ausgetauscht worden während der vergangenen Jahre. NIcht zuletzt Riester ist nach dem Wahldebakel im Lande auf Bundesebene gewechselt, Glogowski mußte wegen falscher Abrechnungen und privater Flüge den Hut nehmen. IN den knapp vier Jahren der roten Regierung haben insgesamt 21 Minister Ihren Posten gewechselt oder gänzlich verlassen...das zeugt doch nicht von einer soliden Arbeit, oder??

In diesem Sinne

Avantgarde (Jahrgang 75)

Antworten
hjw2:

@avantgarde..liest du eigentlich was andere

 
14.04.02 17:42
schreiben...??

hjw jahrgang 46

..falls das was zu sagen haben sollte..
Antworten
MaMoe:

HaHaHa ... progressives und konservatives Denken..

 
14.04.02 17:50
Ja, welche der beiden "Konfliktparteien" hat denn nun Recht ???

Die einen sagen "wir haben die Vergangenheit überstanden und die war gut, also müssen wir die Zukunft an der Vergangenheit ausrichten..." und die anderen sagen "die Zukunft wird dann gut, wenn sie wird, wie ich das möchte ..."
Aber der Witz der Geschichte ist, dass beide Denker-Typen die Gegenwart nicht ertragen können und aus diesem Grunde ist progressives und konservatives Denken das Selbe (oder war´s das Gleiche ... *g*...)

Mann oh mann, es wird mal wieder Zeit für nen neuen englischen Liberalismus ... Adam Smith muss auferstehen ...

Wir leben seit 1945 nur nach einer Devise: "Demokratie = gefüllter Geldbeutel" ... und wenn´s nach mir geht: diese Devise ist saugut ... daher fordere ich Adam Smith muss wieder her ...

Dann darf Humbold mit seinen "Ideen zu einem Versuch die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen" wieder auferstehen ... das dürfte denn dann ganz in Schnorrers Sinn sein ... es leben die Menschenrechte, solange sei mich leben lassen ...

@Schnorrer: man(n) muss schon saublöd sein, wenn man 70 000.-DM Steuern bezahlt ... empfehle den Gang zu Leuten, die wissen, wie man sowas "in Grenzen" hält ... 1800.-DM sind mein Beitrag an einen "Roten Asso-Staat" ... viel zu viel, wenn´s nach mir geht, aber ich war selber schuld ... ich hätt mir halt noch was Teures kaufen sollen ...

@RPZ: der Witz an der Sache ist, dass das Geld die Macht hat und auch immer haben wird ... mit dem Verschwinden der altruistischen Lebensweise ist der Jäger und Sammler zurückgekehrt ... und der frisst alles, was schwächer ist als er ... im übrigen ist das "Moral"-Argument in Diskussionen ein Totschlagargument, auf das niemand mehr ernsthaft antworten kann ... ich schon, denn der Moralbegriff ist weitergefasst, als es manche denken ...

Geld regiert die Welt ... nehmt´s hin, oder erhängt euch ... viel Wahl bleibt euch nicht ... und daran ändert auch die PDS nichts ...

ein lachender
MaMoe ....
Antworten
avantgarde:

@ hjw

 
14.04.02 18:48
wieso lese ich nicht das was andere schreiben?? Könntest Du das etwas genauer spezifizieren??

Das mit dem Jahrgang wurde weiter oben erwähnt, also habe ich meinen dazugeschrieben, damit Klarheit herrscht.

"Wer bis 25 nicht rot wählt hat kein Herz, und wer bis 50 nicht CDU wählt hat keinen Verstand"....manchmal komme ich mir wirklich alt vor.

Avantgarde
Antworten
hjw2:

gut, dann zähle mich zu der gruppe ohne verstand o.T.

 
14.04.02 18:58
Antworten
FrauHolle:

@schnorrer, halt's maul du arschloch!!!! o.T.

 
14.04.02 20:24
Antworten
Elan_XP:

schnorrer....wirst auch bald XP haben :-))))) o.T.

 
14.04.02 20:42
Antworten
avantgarde:

@ hjw damit hast Du meine Frage noch nicht

 
14.04.02 21:01
beantwortet....wo habe ich denn nicht das gelesen, was Du oder andere geschrieben haben??

Ohne Verstand würde ich Dich allerdings nicht einschätzen, da Du vor gar nicht so langer Zeit noch eine andere Auffassung von Politik hattest, wie Deine Postings vergangener Zeiten belegen. Irgendetwas hat Dich nun aber zu dieser Einstellung getrieben, und wenn das Deine Einstellung für die Zukunft sein soll, dann kann ich damit leben. Aus meiner Sicht hast Du dann aber fortan auch nicht mehr das Recht, über Dinge in diesem Staate zu richten oder zu urteilen, denn Du hast für Dich entschieden, nicht aktiv an politischen Dingen teilzunehmen.

Avantgarde
Antworten
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