Steht PayPal vor dem Verkauf?

Pascal Grunow Pascal Grunow
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Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet. 

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Das Logo von Paypal vor der Zentrale.
©iStock
Stripe und Advent wollen PayPal für 53 Milliarden US-Dollar übernehmen und bieten Aktionären dabei eine Prämie von 28 Prozent.
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Der Zahlungsdienstleister Stripe und die Private-Equity-Gesellschaft Advent International haben einem Reuters-Bericht zufolge ein gemeinsames Angebot zur Übernahme von PayPal Holdings vorgelegt. Geboten werden demnach 60,50 US-Dollar je PayPal-Aktie, was einem Aufschlag von 28 Prozent auf den Schlusskurs der PayPal-Aktie vom Dienstag entspricht. Die Transaktion würde PayPal mit 53 Milliarden US-Dollar bewerten.

Sollte die Übernahme zustande kommen, wollen Stripe und Advent PayPal offenbar nicht aufspalten. Stattdessen sollen beide Käufer jeweils 50 Prozent des Unternehmens halten. 

Apple Pay und Google Pay belasten PayPal

Die Probleme von PayPal sind eng mit dem tiefgreifenden Wandel des globalen Zahlungsmarktes verbunden. Als PayPal Ende der 1990er-Jahre gegründet wurde, gehörte das Unternehmen zu den ersten großen Anbietern digitaler Zahlungen. Doch inzwischen ist der Markt deutlich härter umkämpft und PayPal steht unter Wettbewerbsdruck durch Konkurrenten wie Apple Pay und Google Pay.

Werte aus dem Artikel:
Paypal Aktie 61,265 $ +1,38%

Der Börsenwert von PayPal erreichte 2021 rund 360 Milliarden US-Dollar, fiel zwischenzeitlich jedoch auf etwa 36 Milliarden US-Dollar. Allein in den vergangenen zwölf Monaten verlor das Unternehmen mehr als 40 Prozent seines Marktwertes.

PayPal steckt mitten im Umbau

Der neue PayPal-Chef Enrique Lores hat seit seinem Amtsantritt im März einen umfassenden Konzernumbau eingeleitet. Das Geschäft wurde in die Bereiche Checkout, Verbraucherfinanzdienstleistungen rund um Venmo sowie Payments und Krypto aufgeteilt.

Zudem will PayPal verstärkt künstliche Intelligenz einsetzen, um Strukturen zu vereinfachen und Kosten zu senken. Das Unternehmen rechnet mit Einsparungen von rund 1,5 Milliarden US-Dollar innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre, die teilweise in neue Wachstumsinitiativen investiert werden sollen.

Für PayPal-Aktionäre dürfte nun vor allem entscheidend sein, ob das Unternehmen Gespräche aufnimmt und ob 60,50 US-Dollar je Aktie ausreichen. Angesichts des laufenden Konzernumbaus könnte PayPal versuchen, einen höheren Preis durchzusetzen.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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