- Evotec senkt die Prognose und veröffentlicht Geschäftszahlen.
- Die Aktie fällt am Dienstag um fast 25 Prozent.
- Der Kurs erreicht den tiefsten Stand seit März 2016.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Max Gross Evotec: Prognosesenkung sorgt für Kursdebakel
Mit der vorläufigen Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal sowie einer Prognosesenkung für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres erwischte Evotec Anlegerinnen und Anleger am Montag auf dem falschen Fuß.
Dass die Umstrukturierung des Konzerns langsamer als erhofft vorankommt, sorgte unter den ohnehin leidgeprüften Investoren für Enttäuschung und Entsetzen. Dementsprechend heftig viel am Dienstag das Votum über dem Geschäftsbericht aus, was die Aktie implodieren und fast ein Viertel ihres Wertes einbüßen ließ.
Aktie fällt auf tiefsten Stand seit 10 Jahren
Auch am Mittwoch hielten die Verluste an. Evotec büßte im XETRA-Handel weitere 7,6 Prozent ein. Damit stürzte die Aktie auf den tiefsten Stand seit März 2016 ab. Das zeigt, wie aussichtslos der Markt den Turnaround des Unternehmens inzwischen bewertet.
Ursächlich für die Verluste waren neben technischen Gründen – Mehrjahrestiefs gelten in der Chartanalyse als klare Verkaufssignale – auch kritische Analystenstimmen, die nach den miesen Geschäftszahlen nicht lange auf sich warten ließen.
So strich das Research-Haus TD Cowen seine Kaufempfehlung für die Aktie und verhängte ein vernichtendes Kursziel von gerade mal 2,00 Euro. In der Begründung verwiesen die Analystinnen und Analysten auf "anhaltende Schwierigkeiten bei Kunden", auf das Fehlen "bedeutender Katalysatoren in der nahen Zukunft" sowie "anhaltenden Gegenwind durch gesamtwirtschaftliche Herausforderungen".
Kursziele werden zusammengestrichen
Auch das gegenüber Evotec wohlgesonnenen Analystenhaus H.C. Wainwright kürzte sein Kursziel kräftig von 7,00 auf jetzt 4,00 Euro, behielt seine Kaufempfehlung im Unterschied zu TD Cowen aber bei. Bereits am Dienstag hatte sich die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) zu Wort gemeldet Analyst Fynn Scherzler ließ seine Einschätzung jedoch unverändert, bekräftige die Einstufung mit "Halten" sowie das Kursziel von 4,50 Euro.
Im Durchschnitt aller Schätzungen wird der faire Wert von Evotec jetzt auf knapp 6,00 Euro veranschlagt. Das impliziert ein Aufwärtspotenzial von knapp 60 Prozent.

Technische Schwäche lässt weitere Verluste befürchten
Der Chart der Aktie spricht gleichwohl eine andere Sprache. Hier deutet nach dem 10-Jahres-Tief überhaupt nichts auf eine potenzielle Gegenbewegung oder gar eine Trendwende hin, im Gegenteil. Die hohen Kursverluste der vergangenen zwei Handelstage waren begleitet von weit über dem Durchschnitt liegenden Handelsumsätzen.
Das spricht dafür, dass hier auch einige größere Investoren endgültig das Handtuch geschmissen haben. Außerdem sind Kursbewegungen, die durch hohe Handelsvolumen begleitet werden, in der Regel nachhaltig. Trotz oder gerade wegen der bereits enormen Kursverluste sollten sich Anlegerinnen und Anleger auf weitere Abgaben einstellen.
| 14.07.26 - ARIVA.DE Redaktion |
Fazit: Letzte Rettung (feindliche) Übernahme?
Schon vor Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen und der gesenkten Jahresprognose bot die Evotec-Aktie auch von fundamentaler Seite her Anlass für einen Einstieg. Das tut sie jetzt noch weniger, denn die Rückkehr zur Profitabilität dürfte ich noch weiter verzögern, nachdem das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr ein bereinigtes EBITDA von -70 bis -105 Millionen Euro in Aussicht gestellt hat.
Selbst wenn es im Geschäftsjahr 2027 zu Nachholeffekten jetzt verschobener Erlöse kommen sollte, dürfte Evotec auch im kommenden Jahr nicht profitabel werden. Von MarketScreener erfasste Analystinnen und Analysten rechnen erst für das Geschäftsjahr 2028 mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. Das ist viel Zeit für weitere Enttäuschungen.
Damit ist die Aktie auch nach diesem Einbruch kein Kauf – aussichtsreichere Aktien gibt es dank der Rallye in der Biotechnologiebranche zur Genüge, da gibt es keinen Grund mit einem Rohrkrepierer wie Evotec Opportunitätskosten zu erleiden. Wer jetzt noch immer investiert ist, sollte auf eine Übernahme und Schadensbegrenzung hoffen.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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