Palantir vor Zahlen: Jetzt muss der KI-Liebling alles beweisen

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Palantir Technologies Hauptsitz Campus Außenansicht im Silicon Valley, Kalifornien. (2019)
©iStock
Palantir wächst in den USA mit atemberaubendem Tempo. Doch selbst starke Zahlen reichten zuletzt nicht. Am Montagabend nach US-Börsenschluss muss der KI-Liebling zeigen, ob der Höhenflug noch weitergeht.

Palantir legt am Montag (22:00 Uhr MEZ) seine Zahlen für das 2. Quartal vor. Anleger wollen vor allem wissen, wie lange der Softwarekonzern sein rasantes Wachstum fortsetzen kann. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz um 85 Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Die bereinigte operative Marge sprang von 44 auf 60 Prozent.

Für das 2. Quartal erwartet die Wall Street laut Barron's eine leichte Abschwächung. Der Umsatz dürfte um 81 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar wachsen. Auch bei der Marge rechnen Analysten im weiteren Jahresverlauf mit einem langsamen Rückgang.

Die größte Stärke bleibt das Geschäft in den Vereinigten Staaten. Zahlreiche Behörden nutzen die Software von Palantir. Besonders stark ist der Konzern im Verteidigungs- und Geheimdienstbereich vertreten. Der Umsatz mit der US-Regierung legte zuletzt um 84 Prozent zu.

Noch schneller wächst das Geschäft mit amerikanischen Unternehmen. Palantir bündelt Firmendaten auf seiner Plattform "Ontology". Darauf entwickelt der Konzern Anwendungen, die mithilfe Künstlicher Intelligenz Zusammenhänge erkennen und Datenprobleme lösen.

Werte aus dem Artikel:

Der Umsatz mit kommerziellen Kunden in den Vereinigten Staaten stieg zuletzt um 133 Prozent. Dieses Geschäft könnte schon bald die Erlöse mit der Regierung überholen. Außerhalb der Vereinigten Staaten wächst Palantir deutlich langsamer. Die internationalen Einnahmen legten nur um 37 Prozent zu. 

Hohe Bewertung ein Risiko

Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund ein Viertel an Wert verloren. Anleger befürchten, dass Umsatzwachstum und Margen ihren Höhepunkt erreicht haben. Selbst starke Zahlen reichen deshalb nicht immer aus. Nach dem deutlichen Übertreffen der Erwartungen im vergangenen Quartal verlor die Aktie am folgenden Handelstag an die 7 Prozent.

Palantir muss nun beweisen, dass vor allem das amerikanische Firmenkundengeschäft sein außergewöhnliches Tempo halten kann.


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