Apple am Anschlag? KeyBanc sieht das iPhone-Wachstum kippen

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Apple IPhones der 16. Generation.
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Apple jagt von Hoch zu Hoch. Doch KeyBanc warnt vor teuren iPhones, schwächeren Upgrades und Druck im Servicegeschäft. Ist die Aktie nach der Rallye jetzt zu teuer geworden?
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Apple hat in diesem Jahr stark zugelegt. Doch KeyBanc sieht nun deutliche Risiken. Die Bank stufte die Aktie von "Sektorgewichtung" auf "Untergewichten" herab. Das Kursziel liegt bei 250 US-Dollar. Das entspricht einem Abwärtspotenzial von etwa 20 Prozent.

KeyBanc sieht vor allem höhere Gerätepreise als Problem. Steigende iPhone-Preise könnten den Absatz bremsen. Zudem müssten die Erwartungen für Mac, iPad und Wearables für 2027 wohl sinken. Wenn weniger Geräte verkauft werden, wächst auch die Nutzerbasis langsamer. Das könnte den Dienstleistungsbereich belasten.

Analyst John Vinh hält die Apple-Aktie deshalb für zu teuer. Laut KeyBanc wird Apple mit dem 35-Fachen des erwarteten Gewinns gehandelt. Das liegt deutlich über dem Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 von 20,7, wie Daten von FactSet zeigen.

Die Apple-Aktie ist seit Jahresbeginn um fast 20 Prozent gestiegen. Am Montag erreichte sie mit ungefähr 323 US-Dollar ein Allzeithoch. Anleger setzten darauf, dass Apple vom Boom rund um künstliche Intelligenz profitieren kann. Doch KeyBanc zweifelt, ob diese Erwartungen zur aktuellen Bewertung passen.

Werte aus dem Artikel:
Apple Aktie 263,50 € -0,15%

Ein Risiko sind die Mobilfunkanbieter in den Vereinigten Staaten. Sie könnten ihre Zuschüsse für neue Geräte zurückfahren, wenn iPhones teurer werden. Kunden würden ältere Geräte dann länger nutzen und seltener auf neue Modelle wechseln. Vinh verweist darauf, dass alle drei großen US-Mobilfunkanbieter bereits öffentlich über einen Rückzug aus Gerätezuschüssen gesprochen hätten.

Auch das Servicegeschäft könnte dadurch an Dynamik verlieren. Apple verdient dort mit Angeboten wie iCloud, Apple Music und anderen digitalen Diensten. KeyBanc erwartet, dass sich das Wachstum der Serviceumsätze bis Ende 2027 auf sieben Prozent verlangsamt. Der Konsens der Wall Street liegt dagegen bei zwölf Prozent.

Die vorsichtige Einschätzung steht im Gegensatz zur Mehrheit der Analysten. Von 48 Analysten, die Apple laut LSEG beobachten, stufen nur zwei die Aktie mit "Underperform" ein.

Auch KeyBanc-Kollege Brandon Nispel sieht ein nachlassendes Wachstum. Die Ausgabenumfragen der Bank hätten im Juni erneut unterdurchschnittliche Werte gezeigt. Schwächen sieht er nicht nur beim iPhone, sondern auch bei MacBooks und iPads. Apple hatte Ende Juni Preiserhöhungen angekündigt, um gestiegene Speicherkosten auszugleichen.

Für Anleger wird damit die Bewertung zur entscheidenden Frage. Wenn das Wachstum nachlässt, könnten sie weniger bereit sein, den hohen Aufschlag für Apple zu zahlen. Am Dienstag gab die Aktie nach der Abstufung nach.


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