STOXX 600 stärker als gedacht: Europas Konzerne überraschen die Börse

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Die Skyline von Frankfurt am Main
©pixabay.com
Europas Berichtssaison fällt stärker aus als erwartet. Die Gewinne im STOXX 600 steigen um rund 20 Prozent. Dabei sprengt ein Sektor mit 124 Prozent Wachstum alle Dimensionen.
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Hinweis

Die Berichtssaison in Europa fällt bislang besser aus als erwartet. Rund 83 Prozent der Unternehmen im STOXX 600 haben ihre Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Auf Basis der bisherigen Ergebnisse steigt der Gesamtgewinn um rund 20 Prozent, wie Daten von FactSet zeigen. Die Umsätze legen um 9,5 Prozent zu.

Besonders stark entwickelt sich der Energiesektor. Dort steigen die Gewinne je Aktie um 124 Prozent und die Umsätze um 36 Prozent. Immobilienunternehmen melden ein Gewinnplus von 53 Prozent. Grundstoffe kommen auf 35 Prozent, Technologie auf 17 Prozent.

Schwach bleibt dagegen der zyklische Konsum. Dort brechen die Gewinne um 24 Prozent ein, während der Umsatz um ein Prozent sinkt. Auch Basiskonsumgüter und Telekommunikation wachsen nur verhalten.

Von den Unternehmen, die bereits berichtet haben, übertrafen 54 Prozent die Gewinnschätzungen. Technologie führt mit einer Quote von 78 Prozent, gefolgt vom Gesundheitswesen mit 77 Prozent und Finanzwerten mit 73 Prozent.

Werte aus dem Artikel:
Carlsberg AS B Aktie 116,65 € -0,34%
Mowi Aktie 18,69 € +0,21%
STOXX 600 Price USD 564,57 +0,14%

Beim Umsatz ist das Bild noch stärker

74 Prozent der Unternehmen übertrafen die Umsatzprognosen. Der langfristige Durchschnitt liegt laut FactSet bei 58 Prozent. Im Schnitt lagen die Umsätze 2,7 Prozent über den Erwartungen.

Auch Analysten reagieren bullisher. 65 Prozent der jüngsten Änderungen bei den Gewinnschätzungen gingen nach oben. Nur 35 Prozent waren Abwärtskorrekturen.

Der STOXX 600 wird derzeit mit dem rund 14,2-Fachen der erwarteten Gewinne der kommenden zwölf Monate bewertet. Das entspricht ungefähr seinem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Insgesamt zeigt die Berichtssaison ein solides, aber uneinheitliches Bild. Energie treibt einen großen Teil des Gewinnwachstums. Technologie, Gesundheitswesen und Finanzwerte überzeugen bei den Überraschungen. Schwach bleiben vor allem zyklische Konsumgüter.

In dieser Woche legen 16 Unternehmen ihre Zahlen vor. Dazu zählen unter anderem Royal Unibrew, Mowi, Carlsberg, Jyske Bank, CTS Eventim und Holmen.


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