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2026-QV-GDAXi-DJ-GOLD-EU RUSD-JPY


Thema
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DAX 24.567,39 -1,50% Perf. seit Threadbeginn:   ---
 
pQ1a:

Sorry Voltaren

 
05.06.26 15:03
für den Verrutscher oben bei der Bewertung
Antworten
Orientexpress.:

Moin moin

 
05.06.26 16:23
Ich hoffe Bitcoin verschwindet
Bitcoinhysterie ist ein Spiegelbild dummer blauäugiger ungebildeter  Gesellschaft .
Ich glaube da sind syontologen dagegen harmlos
So viele sitzen da mittlerweile auf riesen Verlusten

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MHurding:

oe

4
05.06.26 19:18
die masse wird in ermangelung liquider mittel eher in derivaten auf btc unterwegs sein - die sind längst liquidiert - hätte man ahnung von dem thema wüsste man das so viele eben gerade nicht unterwasser sind im btc - zumal er sich an markanten punkten auch noch gut handeln liess

aber wie auch beim dax einfach mal unsinniges reingerufen um zu zeigen man lebt noch - sehr schwach wie ich finde aber wer fragt mich schon ;-)
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Absaufklausel:

Bitcoin verschwindet nicht...

3
05.06.26 19:18
nur der Orientexpress verpasst den Einstieg
„Bitcoin verschwindet nicht. Meist verschwinden nur die Leute, die ihn erst entdecken, wenn Saylor, MicroStrategy und die Finanzpresse wieder gemeinsam aufs dünne Eis segeln.

Gekauft wird idealerweise dann, wenn alle lachen, spotten und vom Ende reden. Verkauft wird eher dann, wenn dieselben Leute plötzlich erklären, warum sie es schon immer verstanden haben.

Das Drama entsteht nicht durch Bitcoin, sondern durch den klassischen Mainstream-Reflex: oben die Vision kaufen, unten die Verluste beklagen und danach dem Asset die Schuld geben.“
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taube16:

@xoxos

2
05.06.26 19:44
Dieses Video wird aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen nicht abgespielt. Wenn Sie dieses Video betrachten möchten, geben Sie bitte hier die Einwilligung, dass wir Ihnen Youtube-Videos anzeigen dürfen.

zu deinem Short auf NDX hier noch ein steile gewagte These von dem, wie ich ihn nenne, zweiten Mr. DAX im deutschsprachigen Raum:

Der sieht noch gaaaanz viel Potenzial im NDX nach unten.
14k im NDX - Na ja, wenns so kommt, dann fress ich n Besen und lass mir "divers" in den Pass stempeln.

(Verkleinert auf 59%) vergrößern
2026-QV-GDAXi-DJ-GOLD-EURUSD-JPY 1519642
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joker67:

Sorry für den Blackie.

 
05.06.26 19:46
Dax-Tagesausblick ING-Markets Freitag 05.06.2026
Potter21, 05.06.26 11:34
ARIVA schlägt heute irgendwie zeitverzögert an.
Ich konnte ihn leider nicht mehr zurückholen.
"Gegen Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf."
(Theodor Fontane)
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Orientexpress.:

Nun

2
05.06.26 19:57
Habe schon als der erste Downer im Februar kam gesagt dat wird der Untergang
Unrecht habe ich nicht behalten ,dat ding läuft und sackt bald unter 60000
Da ist noch viel Potenzial in dieser Luftnummer bitcoin nach unten .
Eine Fantasie endet in einem Alptraum für viele ,kann ja und sollte nicht anders kommen .
Antworten
Orientexpress.:

Schwach ist nichts

 
05.06.26 20:02
zu sagen ,aber genau das tat ich bisher stets .
Würde sagen im dax liege ich zu vielen anderen ganz gut .
Auch aktuell sehe ich kein untergangsszenario könnten bis 24000 und schnell wieder hoch .
Nur der bitcoin hat keine Substanz sondern ist durch Spekulanten und Träumen sinnlos getrieben.
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voltaren:

gehebelte bitcoins

7
05.06.26 20:22
aus meiner sicht liegt die grösste gefahr für die coins, das wohl die meisten gehebelt oder auf kredit gekauft wurden. irgendwann droht dann eben der margin call bzw ein zwangsverkauf durch die bank. und sowas kann sich zur lawine ausweiten.

es ging heute auch das böse gerücht um, die paar verkäufe seitens microstrategie die letzten tage seien automatisch ausgelöste verkäufe von gehebelten bitcoins auf einem nebenkonto gewesen, was aber die firma sofort vehement dementierte. aber wie heisst so so schön, wo rauch ist, da ist auch feuer...
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Orientexpress.:

60000 ist gerissen

 
05.06.26 21:00
Antworten
elliottdax:

...

 
05.06.26 22:15
ABC-korrektur rollt, und die obligatorische y-bewegung (hinab zum roten C) steht noch bevor. *grins*
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pQ1a:

Marktpuls 5. Juni

10
06.06.26 03:16
Der SPY schloss den heutigen Handelstag bei 737,55 mit einem Minus von 2,58 Punkten. Dabei handelte es sich nicht um einen gewöhnlichen Rücksetzer, denn der Verkaufsdruck baute sich über den gesamten Tag hinweg systematisch auf und deutete auf einen klar risikoaversen Markttag hin.

Zwei Themen dominierten das Geschehen. Erstens überraschten die US-Arbeitsmarktdaten mit 172.000 neuen Stellen und einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,3% positiv – was paradoxerweise belastend wirkte, da es die Hoffnung auf baldige Fed-Zinssenkungen dämpfte und die Zinserwartungen wieder nach oben verschob. Zweitens brachen Technologie- und insbesondere Halbleiterwerte scharf ein. Der Technologiesektor verlor  -6,66%, während defensive Bereiche wie Basiskonsumgüter (+1,71%), Versorger (+0,93%) und Immobilien (+0,68%) im Plus blieben. Das zeigt deutlich: Anleger suchten Schutz, keine Renditechancen.

Im Optionsmarkt war das Bild strukturell besorgniserregend. Das Net Call Premium fiel auf -55,45 Mio. über alle Kategorien – Anleger räumten nicht nur Absicherungen ab, sondern gaben aktiv ihre Aufwärtspositionen auf. Der Gamma-Floor ist negativ, das Volatilitätsregime befindet sich im sogenannten Amplifying-Modus, was bedeutet, dass neue negative Schlagzeilen die Bewegung weiter verstärken könnten. Kritische Niveaus: Unter 735 droht eine Beschleunigung des Abwärtstrends, während 760 als starker Widerstand gilt.

Im Darkpool zeigte sich eine interessante Divergenz. Großes Nettokaufen wurde in SPY (+12,25 Mrd.) und QQQ (+9,69 Mrd.) registriert, gleichzeitig jedoch klare Nettoverkäufe in Halbleitern und Wachstumswerten wie MU, TSM und TSLA. Dies lässt sich weniger als bullisches Signal lesen, sondern eher als selektives Dip-Buying großer Marktteilnehmer bei weiterhin intakter interner Schwäche.

Der Fear & Greed Index fiel auf 41, die Marktbreite ist kollabiert, und die Nachfrage nach Hochzinsanleihen ist nahezu inexistent. Der Markt befindet sich zwar noch nicht im Panik-Modus, aber seine innere Gesundheit hat sich klar verschlechtert. Für die nächste Session sieht die Wahrscheinlichkeitsverteilung wie folgt aus: 43% für weiteren Abwärtsdruck, 34% für eine begrenzte Entlastungsrally, und 23% für eine seitwärts gerichtete Konsolidierung.

x.com/i/status/2063060546253910234
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pQ1a:

Marktstimmung

7
06.06.26 03:21
Der Fear & Greed Index liegt bei 41 und zeigt damit klar an, dass der Markt die Gier-Zone verlassen hat. Besonders auffällig ist der Premium Ratio von 0, was auf eine vollständige Entkopplung zwischen Kursentwicklung und Optionsprämienqualität hindeutet. Obwohl der Premium Trend mit 100 noch stark aussieht, zeichnen Marktbreite, Junk-Bond-Nachfrage (5,8) und Insider-Sentiment (0,1) ein deutlich trüberes Bild – der Geldfluss liefert keine gesunde Grundlage für eine Bullfortsetzung.

Der Markt befindet sich noch nicht im Panik-Modus, aber die innere Verfassung hat sich klar verschlechtert. Put-Call-Verhältnis und VIX (60) signalisieren anhaltenden Absicherungsbedarf, während die schwache Marktbreite (28–29) zeigt, dass Aufwärtsbeteiligung kaum vorhanden ist. Die Safe Haven Demand bei 45 bestätigt, dass Risikovermeidung weiterhin dominiert. Kurz gesagt: Die Marktpsychologie ist angeschlagen, aber eine vollständige Kapitulation hat noch nicht stattgefunden.

x.com/i/status/2063062013173961158
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hollewutz:

Moin Trader zum Samstag mal kurz BTC und ETH

13
06.06.26 07:31
in die Runde . Der Zeit geschuldet nur die Kurzfassung, heute geht es zur Interschutz nach Hannover.
Ein muss für den interessierten Retter oder Feuerwerker ;)

Bei BTC bin ich persönlich ja schon länger unterwegs ich hatte hier mal ein Zerti gepostet, dann aber auf ein anderes, nämlich dies hier A2T64E gewechselt. Ich bin hier damals im Schnitt zu 32K eingestiegen und habe meine Positonen in den Hochpunkten 95K/82 K und die letzten bei rund 72 K verkauft.
Nach dem Hoch im BTC im Sept 25 befinden wir uns aktuell in der Korrektur und  ja, es ist aktuell ein Bärenmarkt, klassisches 123, wie man im Chart zweifelsfrei erkennen kann. Schaut man sich die Wochenkerzen an, könnte die Korrektur sogar noch bis Ende 26 weitergehen. Aktuell habe ich noch keine neuen Käufe geplant, werde aber früher oder später wieder einsteigen. Ob direkt oder wieder Zerti habe ich da noch nicht entschieden.
Schaut man in den Chart, haben wir die erste Korrektur Zone im Bereich 63-58800 K erreicht.
Nächste Zone könnte dann der Bereich 53800 bis 49 K werden.

Alleine diese Woche haben wir 13 K abverkauft, es könnte also auch jederzeit eine knackige Gegenbewegung einsetzen. Wenn die Zone bis 49 K nicht halten sollte, könnten sogar extrme Kurse um 35 bis 28K aufleuchten. Persönlich glaube ich aber nicht daran. Wenn man in BTC investieren wollte, könnte man nach meiner Meinung die ersten Käufe jetzt tätigen, muss man aber nicht. Die 3 genannten Zonen könnte man dann das Kaufkapital entsprechend aufteilen zb aktuell 10 bis 20% in der 538 bis 49 K Zone 40 bis 60% Rest als Abstauber. Ich persönlich werde im Bereich um 50 K wieder mit größerem Geld einsteigen. Sollte BTC sogar unter 28 K fallen, würde ich ordentlich Mittel frei machen, aus meiner Sicht wäre das eine Chance die historisch ist, glaube aber selber nicht dran.
Anders bei ETH. ETH ist bekanntlich eine Blockchain, das bedeutet hier werden andere Token verwaltet bzw enstehen hier. Insofern ein ganz andere Ansatz. Ich denke hier, und da bin ich sicher nicht alleine, ETH wird der Gewinner des nächsten Bullenmarktes im Krypto Bereich sein. Hier habe ich bereits seit 1900$ angefangen über Staffelkäufe wieder dabei zu sein. Abgestaffelt in 100er Schritte und ab Kursen unter 1500$ auch in 50 er Schritten. Aber, man darf hier auch nicht verschweigen, ETH könnte sogar unter 1000$ fallen extrem low 800$ Auch hier würde ich massiv einsteigen.

Letztlich muss da Jeder seinen eigenen Ansatz finden und wie immer gibt es nicht "die eine Lösung"
Was aber sicher ist, nach diesem Bärenmarkt wird es auch den nächsten Bullenrun geben und das ist zu 100% sicher, zumindest aus meiner Wahrnehmung!
Soweit meine bescheidene Meinung zum Thema.
Natürlich darf es da auch andere geben, aber auch das ist sicher an der Börse, nicht Jeder kann zu den Gewinnern gehören, denn die Gewinner werden nun einmal von den Verlieren bezahlt.......  
(Verkleinert auf 35%) vergrößern
2026-QV-GDAXi-DJ-GOLD-EURUSD-JPY 1519672
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enrg:

Die Halbwertszeit von Markttrends

3
06.06.26 10:11
wird immer kürzer und es werden immer mehr Kühe und Schweine durch das Dorf getrieben, als man erfassen kann.
Am Seltsamsten mutete an, wie früh der Abverkauf von Trends passiert, wenn dann positive Nachrichten ankommen, ist der Kurs 20% tiefer.
Habe öfters mal Dividendenaktien bei Schwäche kurz vor Zahlung gekauft, um dann wenige Tage vor Ex zu verkaufen. Da findet der Abverkauf schon Tage voher statt, weil niemand die Dividende will. weil sie meist sofort versteuert wird. Es ist schon sehr stressig geworden.
Die Übertreibungen werden immer krasser. Kostoalany sagte einmal, an der Börse ist nicht 2+2=4 sondern 5-1, heute würde man sagen 10-6=4
zB Micon Technologies stieg seit April von 300 auf über 900 nun wieder auf 700 ... einfach krank
Antworten
Mister86:

Ich...

10
06.06.26 11:34
Ich habe mich komplett von der Börse zurückgezogen. Nach 20 Jahren wo ich relativ beständig immer mit dabei war.

Der Grund ist, dass schlicht und einfach GARNICHTS mehr funktioniert. Jede Strategie, jeder Einstiegspunkt, jede Überlegung zu Fundamentals. Nichts davon verfängt mehr. Auf keiner Zeitebene. Es ist egal was man macht, nichts führt zu nem Gewinn. Und es sind vor allem immer die Aktien, die man kauft, die fallen. Die, die man nicht kauft, gehen mitunter tatsächlich durch die Decke. Aber man hat nichts davon. Und sobald man etwas kauft, ist buchstäblich Minuten später selbst der tollste mehrwöchige oder mehrmonatige Aufwärtstrend vorbei und eine Aktie stürzt ab. In einer solchen massiven und nahezu jedes Mal wieder passierenden Weise hab ich das echt in 20 Jahren nicht erlebt.

Ich habe darüber neulich mit meinem alten Bankberater gesprochen, und er hat mir bestätigt, dass es vielen seiner Kunden genauso geht. Er sieht das Problem darin, dass die Märkte heute in Wirklichkeit komplett in den Händen von KIs und Quants sind. Selbst die früheren Trading-Algorithmen, die die Märkte ohnehin schon zu Zockerbuden gemacht haben, kommen nicht an das heran was moderne KIs der Big Boys können. Die mit fast unbegrenztem Geld nahezu jede Aktie in jede Richtung schieben können die sie wollen. Und Teil des Übels sind auch die Neobroker, die den Orderflow ihrer Kunden weiterverkaufen und somit den Großanlegern durch die damit verbundenen Daten  immer genau zeigen, wieviele Anleger wann bestimmte Aktien oder Derivate kaufen. Und da rein statistisch die meisten (Klein-)Anleger sich immer wie die breite Masse verhalten werden, kommt der Effekt  zustande, dass nur noch die Aktien fallen die man hat, und nur noch die Aktien steigen die man nicht hat. Sprich, in denen zur Zeit wenig Kleinanleger unterwegs sind. Das gab es zwar früher auch, aber mit den neuen KI-Systemen ist es praktisch zum Regelfall geworden und die Streuverluste wurden minimiert. Und somit sind auch alle Charttechnik und alle Fundamentals völlig egal. Und dienen im Zweifelsfall nur dazu, Anleger in Aktien reinzulocken um dann den Sack zuzumachen und die Aktie abstürzen zu lassen.

Man kann das Spiel nicht mehr gewinnen. Egal, was man tut. Es ist völlig unmöglich, in einem solchen Umfeld als Kleinanleger zu überleben. Und mein Bankberater sagt auch, dass er und seine Kollegen inzwischen garnicht mehr zum Kauf von Einzelaktien raten, weil eben alles so volatil ist. Und da die extreme Volatilität von Einzelaktien sich natürlich an irgendnem Punkt auch auf gesamte Indizes und Fonds durchschlägt, gibt es auch immer mehr Kunden, die ihn verärgert anrufen weil selbst ihre ETFs die sie empfohlen bekommen haben nicht mehr performen.

Zusammenfassend, mein Rat nach 20 Jahren Börsenerfahrung: Lasst es. Gebt euer Hobby auf. Verkauft alles, und legt euer Geld in andere Assets an. Die Big Boys haben mit immer ausgefeilteren Computersystemen die Märkte derart kaputtgezockt, dass für den Kleinanleger nichts mehr zu holen ist.
Antworten
pQ1a:

Mister86

4
06.06.26 12:56
liegt die Untimebarkeit darin dass in kurzen Zeitfenstern gehandelt wird? Auf lange bzw sehr lange Sicht sollte die Volatilität weniger bis gar keine Rolle spielen  
Antworten
tuorT:

Mister 86

7
06.06.26 13:10
Hätte nicht gedacht....dass ich mal mit elliot auf einer Wellenlänge liege
Bankberater waren noch NIE eine gute Option....und pQ1a hat wohl recht....hin und her macht Taschen leer...btw...diese Strategie war schon immer erfolgreich....;-)))
Das Problem liegt einfach in dem Verständnis...dass man an der Börse selten schnell reich wird...und wenn, dann frisst die Gier das Hirn und alles ist wieder weg.....
Hättest du deine Aktien noch, welche du vor 20 Jahren hattest, wo würde dein Depot denn aktuell stehen?
Time in the market beats timing the market.....aber solange man davon ausgeht, schlauer als der Markt zu sein, wird das nix.....
Antworten
Mister86:

Es gibt...

5
06.06.26 14:09
Es gibt auch genug Aktien die sich in 10 oder 20 Jahren nicht bewegt haben oder  deren Unternehmen ganz in der Senke verschwunden sind. Da ist auch viel Survivor Bias dabei, wenn man so argumentiert.

Es funktioniert einfach nichts mehr von dem womit ich in der Vergangenheit mitunter sehr ansehnlich an der Börse Geld verdient hab. Wie ich oben schrieb. Die Märkte haben sich verändert, und sind zu einem Ort geworden wo Kleinanleger nix verloren haben. Deshalb habe ich es vorgezogen, alles zu verkaufen und mein Börsen-Hobby aufzugeben. Und seitdem ich das getan habe, bin ich sehr viel sorgenfreier, und möchte keine meiner Aktien zurûck haben. Echt die beste Entscheidung seit langem. Kann ich vorbehaltlos absolut jedem hier empfehlen.
Antworten
Mister86:

und...

4
06.06.26 14:24
und man muss es mal so sehen: man tritt als Kleinanleger mit einem Informationshorizont nahe null und mit jede Menge unüberwindbarem Bias an gegen Computersysteme und KIs die in einer Millisekunde mehr Daten verarbeiten können als ein normaler Mensch in einem ganzen Menschenleben. Wie soll sowas funktioneren.  Wie soll man da langfristig auch nur einen Cent Gewinn machen. Und damit meine ich nicht nur den Hochfrequenzhandel und die Algorithmen. Sondern auf jeder Zeitebene hat man es mit einem Gegner und Gegnern zu tun, die die menschliche Denkleistung millionenfach übertreffen.

Mir reicht's. Und damit bin ich nicht allein.
Antworten
frechdax1:

Jeder wie er mag

 
06.06.26 16:27
Finde deine Offenheit gut, dass du mit Aktien nichts mehr am Hut hast.
Die einen leisten sich teure Autos und gehen in Puff. Und die anderen verprassen ihr Geld.
Antworten
taube16:

@Mister

2
06.06.26 18:41
erstmal danke auch von mir für die offenen Worte.
Ich sehe es zumindest ähnlich wie du - ich bin mit (Day)Trading dauerhaft auf die Nase geflogen.
Mir fehlte dafür wohl das know-how bzw. das grundlegende Verständnis sowie vielleicht auch das "Händchen". Man kann nicht alles können ;)
Mit Aktien habe ich erst so richtig ernsthaft im Januar angefangen, habe also noch keine Langzeiterfahrung.
Die Aktien davor hatte ich teils nur Tage oder Schrotttittel wie Steinhoff damals - typische Kleinanlegerfallen.

Schau ich mir aber Titel an wie ne Allianz, Freenet, Amazon, American Express etc. also "gute" Titel, denke ich kommt man über die Jahre schon auf seinen Schnitt. Gemischt mit "konservativen" ETFs sollte ein Depot zumindest die Inflation schlagen, so meine Hoffnung ;)

Das Zocken kann ich nicht lassen - bin auch in Semis/Techs drin, wohlwissend dass hier mal fix -50% im Buch stehen können.

On the long run, sollte es aber auch für uns Kleinanleger ohne Expertise und Systeme ertragreich sein, wenn man nicht gierig wird und konservativ an die Sache ran geht.  
Antworten
Absaufklausel:

Du bist nicht allein

2
06.06.26 21:07
Ich...
Ich habe mich komplett von der Börse zurückgezogen. Nach 20 Jahren wo ich relativ beständig immer mit dabei war.

Der Grund ist, dass schlicht und einfach GARNICHTS mehr funktioniert. Jede Strategie, jeder Einstiegspunkt, jede Überlegung zu Fundamentals. Nichts davon verfängt mehr. Auf keiner Zeitebene. Es ist egal was man macht, nichts führt zu nem Gewinn. Und es sind vor allem immer die Aktien, die man kauft, die fallen. Die, die man nicht kauft, gehen mitunter tatsächlich durch die Decke. Aber man hat nichts davon. Und sobald man etwas kauft, ist buchstäblich Minuten später selbst der tollste mehrwöchige oder mehrmonatige Aufwärtstrend vorbei und eine Aktie stürzt ab. In einer solchen massiven und nahezu jedes Mal wieder passierenden Weise hab ich das echt in 20 Jahren nicht erlebt.

Ich habe darüber neulich mit meinem alten Bankberater gesprochen, und er hat mir bestätigt, dass es vielen seiner Kunden genauso geht. Er sieht das Problem darin, dass die Märkte heute in Wirklichkeit komplett in den Händen von KIs und Quants sind. Selbst die früheren Trading-Algorithmen, die die Märkte ohnehin schon zu Zockerbuden gemacht haben, kommen nicht an das heran was moderne KIs der Big Boys können. Die mit fast unbegrenztem Geld nahezu jede Aktie in jede Richtung schieben können die sie wollen. Und Teil des Übels sind auch die Neobroker, die den Orderflow ihrer Kunden weiterverkaufen und somit den Großanlegern durch die damit verbundenen Daten  immer genau zeigen, wieviele Anleger wann bestimmte Aktien oder Derivate kaufen. Und da rein statistisch die meisten (Klein-)Anleger sich immer wie die breite Masse verhalten werden, kommt der Effekt  zustande, dass nur noch die Aktien fallen die man hat, und nur noch die Aktien steigen die man nicht hat. Sprich, in denen zur Zeit wenig Kleinanleger unterwegs sind. Das gab es zwar früher auch, aber mit den neuen KI-Systemen ist es praktisch zum Regelfall geworden und die Streuverluste wurden minimiert. Und somit sind auch alle Charttechnik und alle Fundamentals völlig egal. Und dienen im Zweifelsfall nur dazu, Anleger in Aktien reinzulocken um dann den Sack zuzumachen und die Aktie abstürzen zu lassen.

Man kann das Spiel nicht mehr gewinnen. Egal, was man tut. Es ist völlig unmöglich, in einem solchen Umfeld als Kleinanleger zu überleben. Und mein Bankberater sagt auch, dass er und seine Kollegen inzwischen garnicht mehr zum Kauf von Einzelaktien raten, weil eben alles so volatil ist. Und da die extreme Volatilität von Einzelaktien sich natürlich an irgendnem Punkt auch auf gesamte Indizes und Fonds durchschlägt, gibt es auch immer mehr Kunden, die ihn verärgert anrufen weil selbst ihre ETFs die sie empfohlen bekommen haben nicht mehr performen.

Zusammenfassend, mein Rat nach 20 Jahren Börsenerfahrung: Lasst es. Gebt euer Hobby auf. Verkauft alles, und legt euer Geld in andere Assets an. Die Big Boys haben mit immer ausgefeilteren Computersystemen die Märkte derart kaputtgezockt, dass für den Kleinanleger nichts mehr zu holen ist.
Mister86, 06.06.26 11:34
Ich kann den Frust gut nachvollziehen. Gerade in den letzten Jahren fühlt es sich oft so an, als würde nichts mehr sauber funktionieren: Trends brechen abrupt, gute Setups kippen plötzlich, Einzeltitel werden extrem herumgeschoben und viele klassische Signale liefern deutlich mehr Fehlsignale als früher.

Ich würde daraus aber nicht ableiten, dass Börse gar nicht mehr funktioniert. Eher hat sich das Spiel verändert.

Einzelaktien sind heute für Privatanleger deutlich schwieriger geworden, weil Kapitalflüsse, ETF-Ströme, Optionshandel, Algo-Handel, KI-Systeme und sehr schnelle Rotation viel stärker wirken als früher. Wer versucht, einzelne Aktien nur über Bauchgefühl, Story oder alte Fundamentallogik zu kaufen, läuft schnell in genau diese Fallen.

Deshalb finde ich den Blick auf Sektorrotation spannender.
Nicht die Frage: Welche Aktie ist jetzt billig?
Sondern:
Wo fließt Kapital aus alten Gewinnern ab?
Welche Sektoren werden schwächer?
Welche Bereiche werden leise aufgebaut?
Wo entsteht relative Stärke gegen den Gesamtmarkt?
Und wo ist es nur ein kurzfristiger Hype?

Genau dafür bauen wir gerade ein kleines Source-to-Target-Modell. Es beobachtet nicht einzelne Aktien als Wette, sondern Kapitalrotation zwischen Sektoren und Asset-Bereichen. Also z. B. Technology, Semiconductors, Energy, Health Care, Financials, Real Estate, Gold, Bitcoin, Rohstoffe und später auch Themencluster wie Krypto, Space Economy oder Robotics.

Der Vorteil: Man versucht nicht, jeden Einzelwert zu erraten, sondern schaut, ob ganze Bereiche institutionell stärker oder schwächer werden. Der Bankberater wird ersetzt durch Statistik und X oder Stock3 werden ihre Geschäftsmodelle überdenken müssen.  KI ist für jedermann preiswert zugänglich!

Im aktuellen Score sieht man z. B.:
Technology und Semiconductors wirken eher reif.
Energy ist ebenfalls nicht mehr früh.
Goldminen und Bitcoin sind noch nicht bestätigt.
Health Care, Financials, Real Estate, Industrials und Small Caps stehen eher auf Watchlist.

Das heißt nicht automatisch kaufen. Es heißt nur: systematisch beobachten, wo Kapital möglicherweise hinwandert.

KI kann dabei helfen, Daten zu sortieren, Widersprüche zu erkennen und jede Woche denselben Prozess durchzuziehen. Aber die Entscheidung bleibt beim Menschen. Genau da liegt aus meiner Sicht der Unterschied: nicht „KI schlägt den Markt“, sondern KI hilft, weniger chaotisch auf einen chaotischen Markt zu schauen.

Ich würde Börse deshalb nicht komplett abschreiben. Aber ich würde heute deutlich weniger auf Einzelaktien-Glück setzen und mehr auf Struktur, Sektoren, Kapitalflüsse, Risikomanagement und Geduld.
https://www.ariva.de/forum/...lgethread-492108?page=1575#jumppos39377
Antworten
Mister86:

wie gesagt...

 
06.06.26 22:31
wie gesagt, ich bin 20 Jahre an der Börse. Und ich habe auch in der Zeit tunlichst mitbekommen, was man lieber bleiben lassen sollte. Daytrading ist überhaupt nicht mein Zeithorizont. Eben weil da logischerweise die Chancen so schlecht stehen. Mein Anlagehorizont waren immer Monate, Halbjahre, bis zu nem Jahr oder länger wenn es sein musste. Nur wenn eine Aktie wider Erwarten mal sofort durch die Decke ging, hab ich die Position dann natürlich sehr bald geschlossen.

Aber so eine geballte Ladung direkt aneinander gereihtes chronisches Pech wie im letzten halben bis dreiviertel Jahr habe ich in 20 Jahren Börse nicht einmal erlebt. Ich habe Crashs und Bärenmärkte mitgemacht, und diese auch jeweils so gut es ging überlebt. Aber sowas wie in der letzten Zeit, das ist echt beispiellos. Bei ansonsten den gleichen Strategien wie früher, die früher auch erfolgreich waren, einschließlich Vorsichtsmaßnahmen, ausgedehnte Recherchen zu Aktien, und das Beobachten von Charts, obwohl letzteres alleine ja ohnehin schon lange keine erfolgreiche Strategie mehr ist.

Aber mein Bankberater, der ein absoluter alter Hase seines Fachs ist, hat mir halt auch gesagt, das war kein Pech, sondern es ist symptomatisch für die Märkte wie sie heute sind, und wie er es auch von seinen anderen Kunden mitbekommt. Es funktioniert einfach NICHTS mehr. GARNICHTS. Keine Strategien, keine due diligence, wie gesagt keine Charttechnik, und auch alles andere nicht. Die Algos und KIs haben es perfektioniert, dass dem Kleinanleger einfach keine Chancen mehr bleiben, etwas richtig zu machen. Ich rede nicht davon, dass man vielleicht doch mal ein Geschäft mit nem Plus abschließt. Sondern davon, dass man längerfristig mehr aus dem Markt rausbekommt als man reinsteckt. Und denkt nicht, dass den Algos die Kleinanleger egal sind. Gut ein Viertel bis ein Drittel aller Anleger sind Kleinanleger, was auch heißt, bei denen ist einiges zu holen wenn man sie geschickt genug immer wieder austrickst.

Auch "buy and hold" kann man inzwischen vergessen. Ich hatte vereinzelt auch ein paar Depotleichen, wohlgemerkt Dax- und Mdax-Unternehmen, die seit Jahren notleidend waren und wo sich der Kurs seitdem keinen Deut bewegt hatte. Waren übrigens alles sehr vielversprechende Unternehmen. Gesunde Fundamentals, nicht zu teuer, unauffälliger Chart. Aber jedes von denen brach dann kurzerhand Stunden bis Tage später einfach mal so seinen langfristigen Aufwärtstrend ab und fiel teilweise ins Bodenlose.

Ich glaube nicht, dass der Kleinanleger als solcher ausstirbt. Denn für jeden Kleinanleger, der entnervt die Börse verlässt, kommt ein neuer durch die Drehtür, der felsenfest überzeugt ist, dass ihm das alles niemals passieren kann. Aber was aussterben wird, das ist die Profitabilität als Kleinanleger. Denn jeder Cent, den die KIs an Überperformance erwirtschaften, muss irgendwo herkommen. Und da sind Kleinanleger einfach das leichteste Opfer.  
Antworten
Absaufklausel:

Wie geantwortet

 
06.06.26 22:59
wie gesagt...
wie gesagt, ich bin 20 Jahre an der Börse. Und ich habe auch in der Zeit tunlichst mitbekommen, was man lieber bleiben lassen sollte. Daytrading ist überhaupt nicht mein Zeithorizont. Eben weil da logischerweise die Chancen so schlecht stehen. Mein Anlagehorizont waren immer Monate, Halbjahre, bis zu nem Jahr oder länger wenn es sein musste. Nur wenn eine Aktie wider Erwarten mal sofort durch die Decke ging, hab ich die Position dann natürlich sehr bald geschlossen.

Aber so eine geballte Ladung direkt aneinander gereihtes chronisches Pech wie im letzten halben bis dreiviertel Jahr habe ich in 20 Jahren Börse nicht einmal erlebt. Ich habe Crashs und Bärenmärkte mitgemacht, und diese auch jeweils so gut es ging überlebt. Aber sowas wie in der letzten Zeit, das ist echt beispiellos. Bei ansonsten den gleichen Strategien wie früher, die früher auch erfolgreich waren, einschließlich Vorsichtsmaßnahmen, ausgedehnte Recherchen zu Aktien, und das Beobachten von Charts, obwohl letzteres alleine ja ohnehin schon lange keine erfolgreiche Strategie mehr ist.

Aber mein Bankberater, der ein absoluter alter Hase seines Fachs ist, hat mir halt auch gesagt, das war kein Pech, sondern es ist symptomatisch für die Märkte wie sie heute sind, und wie er es auch von seinen anderen Kunden mitbekommt. Es funktioniert einfach NICHTS mehr. GARNICHTS. Keine Strategien, keine due diligence, wie gesagt keine Charttechnik, und auch alles andere nicht. Die Algos und KIs haben es perfektioniert, dass dem Kleinanleger einfach keine Chancen mehr bleiben, etwas richtig zu machen. Ich rede nicht davon, dass man vielleicht doch mal ein Geschäft mit nem Plus abschließt. Sondern davon, dass man längerfristig mehr aus dem Markt rausbekommt als man reinsteckt. Und denkt nicht, dass den Algos die Kleinanleger egal sind. Gut ein Viertel bis ein Drittel aller Anleger sind Kleinanleger, was auch heißt, bei denen ist einiges zu holen wenn man sie geschickt genug immer wieder austrickst.

Auch "buy and hold" kann man inzwischen vergessen. Ich hatte vereinzelt auch ein paar Depotleichen, wohlgemerkt Dax- und Mdax-Unternehmen, die seit Jahren notleidend waren und wo sich der Kurs seitdem keinen Deut bewegt hatte. Waren übrigens alles sehr vielversprechende Unternehmen. Gesunde Fundamentals, nicht zu teuer, unauffälliger Chart. Aber jedes von denen brach dann kurzerhand Stunden bis Tage später einfach mal so seinen langfristigen Aufwärtstrend ab und fiel teilweise ins Bodenlose.

Ich glaube nicht, dass der Kleinanleger als solcher ausstirbt. Denn für jeden Kleinanleger, der entnervt die Börse verlässt, kommt ein neuer durch die Drehtür, der felsenfest überzeugt ist, dass ihm das alles niemals passieren kann. Aber was aussterben wird, das ist die Profitabilität als Kleinanleger. Denn jeder Cent, den die KIs an Überperformance erwirtschaften, muss irgendwo herkommen. Und da sind Kleinanleger einfach das leichteste Opfer.  
Mister86, 06.06.26 22:31
Vielleicht ist nicht die Börse kaputt – vielleicht reicht der alte Werkzeugkasten nicht mehr

Ich kann den Frust absolut nachvollziehen.

Wer in den letzten Monaten mehrfach erlebt hat, dass vermeintlich solide Aktien mit guter Story, gesunden Fundamentaldaten und unauffälligem Chart plötzlich brechen, kommt irgendwann an den Punkt, an dem man sich fragt:

Funktioniert überhaupt noch irgendetwas?

Meine Sicht darauf:

Ja, Märkte sind schwieriger geworden.
Ja, Einzelaktien können heute brutaler und schneller brechen als früher.
Ja, Algos, ETFs, Optionsflüsse, Liquidität, Makro und KI verändern den Markt.
Und ja: Eine „gute Firma“ ist nicht automatisch eine „gute Aktie“.

Aber daraus würde ich nicht ableiten, dass gar nichts mehr funktioniert.

Was schlechter funktioniert, ist der klassische Privatanleger-Werkzeugkasten:

Gute Firma suchen.
Etwas Fundamentalanalyse machen.
Chart anschauen.
Kaufen.
Aussitzen.
Hoffen, dass der Markt es irgendwann erkennt.

Das reicht oft nicht mehr.

Der Markt fragt nicht zuerst, ob ein Unternehmen interessant klingt. Der Markt fragt:

Fließt Kapital in diesen Sektor?
Ist der Bereich relativ stark oder schwach?
Wird dort akkumuliert oder verteilt?
Ist der Sektor früh im Zyklus oder schon reif?
Ist die Aktie stärker als ihr Sektor?
Oder wird sie nur im allgemeinen Abverkauf mitgezogen?

Genau hier liegt aus meiner Sicht ein Kernproblem vieler Privatanleger.

Man kauft eine Aktie, aber handelt unbewusst den ganzen Sektor, den Faktor, die Liquiditätslage und das Marktregime mit. Wenn der gesamte Bereich gerade verkauft wird, hilft die beste Einzeltitelstory oft wenig.

Dazu kommt das Klumpenrisiko.

Einzelaktien können dauerhaft beschädigt werden. Auch bekannte Namen. Auch Unternehmen mit guter Bilanz. Auch Aktien, die jahrelang „vielversprechend“ aussahen.

Wer sein Depot nicht breit genug streut, trägt oft mehr Einzeltitelrisiko, als ihm bewusst ist. Dann reicht nicht ein großer Fehler. Dann reichen mehrere mittelgroße Treffer in ähnlichen Branchen, Faktoren oder Stories, und das Depot steht strukturell unter Druck.

Buy and Hold bei einem breit gestreuten Index ist etwas anderes als Buy and Hold bei ein paar Einzelaktien.

Einzelaktien brauchen deshalb härtere Regeln:

Warum kaufe ich?
Welche These steckt dahinter?
Welche Marke darf nicht brechen?
Wie groß darf die Position maximal sein?
Wann reduziere ich?
Wann war ich objektiv falsch?
Wie stark hängt mein Depot an einem Sektor, einer Story oder einem Makro-Szenario?

Ohne diese Fragen wird aus Analyse schnell Hoffnung.

Ich glaube deshalb nicht, dass Kleinanleger chancenlos sind. Aber sie brauchen heute mehr Struktur.

Weniger Bauchgefühl.
Weniger Story.
Weniger „die Aktie ist doch günstig“.
Mehr Marktphase.
Mehr Sektorrotation.
Mehr relative Stärke.
Mehr Risikobegrenzung.
Mehr Streuung.

Genau daran arbeite ich gerade mit einem Source-to-Target-Modell.

Die Idee ist nicht, den Markt perfekt vorherzusagen. Das kann niemand.

Die Idee ist, früher zu erkennen:

Wo wird Kapital aus alten Gewinnern abgezogen?
Welche Sektoren werden möglicherweise leise aufgebaut?
Wo ist ein Bereich nur billig, aber weiter schwach?
Wo ist ein Sektor schon überhitzt?
Wo entsteht echte Akkumulation?

Erst kommt der Kapitalstrom.
Dann der Sektor.
Dann die Aktie oder der ETF.

KI kann dabei helfen, Daten zu strukturieren, Widersprüche sichtbar zu machen, Scores zu aktualisieren und jede Woche denselben Prozess anzuwenden.

Aber KI trifft keine Investmententscheidung.

Sie ersetzt nicht Erfahrung, Risikogefühl und Marktverständnis. Sie kann nur helfen, weniger chaotisch zu entscheiden.

Vielleicht ist also nicht die Börse kaputt.

Vielleicht funktioniert nur ein alter Ansatz nicht mehr zuverlässig:

Einzeltitel suchen, Story glauben, Rückschläge aussitzen.

Der bessere Weg könnte sein:

erst Marktregime, dann Sektorrotation, dann relative Stärke, dann Risikomanagement, dann erst der konkrete Kauf.

Nicht jeder Verlust lässt sich vermeiden.

Aber man kann vermeiden, dauerhaft gegen den Kapitalstrom zu handeln.
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