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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Verluste nach Erholung - Ölpreise steigen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Erholungsrally zur Wochenmitte ist am deutschen Aktienmarkt Ernüchterung eingekehrt. Bei wieder gestiegenen Ölpreisen gaben die wichtigsten Indizes am Donnerstag deutlich nach. Angesichts der verheerenden Luftangriffe Israels im Libanon drohte der Iran, die gerade erst mit den USA vereinbarte Waffenruhe platzen zu lassen. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran ebenfalls mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte.

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Der Dax rutschte unter sein Vortagestief und fiel zuletzt um ein Prozent auf 23.835 Punkte. Tags zuvor war der Leitindex nach der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg zwischenzeitlich bis auf 24.163 Punkte gesprungen. Hier jedoch lief er sich im Bereich mehrerer längerfristiger technischer Trendbarometer - der einfachen 200-Tage-Durchschnittslinie sowie der 100- und 50-Tage-Linien - fest.

Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten verlor am Donnerstag 1,2 Prozent auf 29.935 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,9 Prozent abwärts.

"Die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte vierzehntägige Waffenruhe zeigt sich als ein sehr wackeliges Konstrukt", schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst des Handelshauses CMC Markets. Es sei zu erwarten gewesen, dass sich die Verhandlungen und die Aufrechterhaltung der Waffenruhe als sehr schwierig zeigen werden. Die Situation im Iran ist dem Experten zufolge weiterhin verworren und die vereinzelten Randkriegsschauplätze verkomplizierten die Situation zusätzlich.

Die Ölpreise bleiben der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt, und damit die Risikofreude der Anleger. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni war tags zuvor mit fast 90 US-Dollar auf das tiefste Niveau seit Mitte März gesackt. Inzwischen kostet Brent-Öl wieder gut 98 Dollar (Dollarkurs). "Es zeichnet sich dadurch keine Entlastung für die energieabhängige deutsche Industrie und den europäischen Verbraucher ab", fuhr Lipkow fort.

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Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades mahnte insgesamt zur Vorsicht: "Die Angst vor neuen geopolitischen Beben bleibt das dominierende Narrativ." Anleger reagierten extrem nervös auf jeden Newsticker - sei es zur finalen Öffnung der Straße von Hormus oder gar zu den brandgefährlichen Diskussionen über einen US-Austritt aus dem Militärbündnis Nato.

Im Dax zählten die Aktien von SAP (SAP Aktie) mit einem Minus von 2,7 Prozent zu den größten Verlierern. Damit erwies sich der Kurssprung am Vortag als Strohfeuer. Die Anteilsscheine des Software-Konzerns leiden seit längerem unter Sorgen rund um die Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz.

Die Papiere der Lufthansa büßten im MDax 4,3 Prozent ein. Die Flugbegleiter des Konzerns sind für Freitag zu einem Streik aufgerufen. In dem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und nach Angaben der Gewerkschaft Ufo um eine fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Regionaltochter Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln./la/jha/

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