Magnificent 7 vor Neubewertung? Der Cashflow wird zum Problem

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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 April 30, 2026, Taichung, Taiwan: Amazon, Meta, Microsoft and Google parent Alphabet logos displayed on smartphone. (Credit Image: © Andre M. Chang/ZUMA Press Wire
Die Magnificent 7 galten lange als unschlagbar. Doch Apollo warnt: Hohe KI-Investitionen drücken den freien Cashflow, während der Gewinnvorsprung zum Markt schrumpft.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Der jahrelang starke Handel mit den sogenannte Magnificent 7 bekommt Risse. Das berichtet Seeking Alpha unter Berufung auf Apollo Global Management. Anleger achten demnach wieder stärker auf Qualität und freien Cashflow.

Torsten Slok, Chefökonom von Apollo, sieht eine schrittweise Abkehr von den großen Technologie-Schwergewichten. Der wichtigste Belastungsfaktor sei der freie Cashflow. Gemeint ist das Geld, das einem Unternehmen nach Kosten und Investitionen tatsächlich bleibt.

Genau dort nimmt der Druck zu. Laut Apollo dürfte der erwartete freie Cashflow der großen Hyperscaler von seinem Hoch im Jahr 2024 bis 2026 deutlich sinken. Grund sind die hohen Ausgaben für den Ausbau von Künstlicher Intelligenz.

Besonders betroffen seien Amazon, Alphabet, Microsoft, Meta Platforms und Oracle. Ihre Investitionen steigen gemessen am operativen Cashflow. Damit frisst der KI-Ausbau zunehmend Geld, das bisher die hohen Bewertungen gestützt hat.

Werte aus dem Artikel:
Amazon Aktie 240,05 $ +4,22%
Apple Aktie 280,58 $ -0,26%
Meta Platforms Aktie 563,41 $ +2,57%
Microsoft Aktie 367,565 $ -1,02%
Nvidia Aktie 193,07 $ +0,71%
Oracle Aktie 147,79 $ -0,50%
Tesla Aktie 403,37 $ +6,38%

Zugleich schrumpft der Wachstumsvorsprung der Magnificent 7. Zu der Gruppe zählen Apple, Amazon, Alphabet, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla. Apollo erwartet, dass ihr Gewinnwachstum je Aktie 2026 auf 20 Prozent und 2027 auf 15 Prozent sinkt. Beim übrigen S&P 500 werden 11 Prozent für 2026 und ebenfalls 15 Prozent für 2027 erwartet.

Das könnte Folgen für die Bewertung haben. Die Tech-Giganten wurden lange mit einem Aufschlag gehandelt, weil ihre Gewinne, Margen und Bilanzen klar stärker waren als beim Rest des Marktes.

Wenn dieser Abstand kleiner wird und die KI-Investitionen den freien Cashflow belasten, wird dieser Aufschlag schwerer zu rechtfertigen. Die Botschaft von Apollo ist klar: Künstliche Intelligenz bleibt ein Wachstumsthema. Doch Anleger schauen genauer hin, wer daraus auch echten Cashflow macht.

Autor: Nicolas Ebert, sbh-Redaktion


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