Bricht Bitcoin nach 60.000 jetzt auch unter 40.000 US-Dollar?
Pascal Grunow
Pascal Grunow
Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Bitcoin steht zu Beginn der neuen Handelswoche weiter unter Verkaufsdruck. Die weltweit größte Kryptowährung notiert am Montagmorgen bei 59.549 US-Dollar und bleibt damit unter der psychologisch wichtigen Marke von 60.000 US-Dollar. Auf Sicht der vergangenen 24 Stunden ergibt sich ein Minus von 0,6 Prozent, während der Wochenverlust bereits 7,25 Prozent beträgt.
Charttechniker sehen 40.000 US-Dollar als mögliches Kursziel
Für Matt Maley, Stratege bei Miller Tabak, stellt das aktuelle Kursniveau einen "kritischen technischen Kampfbereich" dar. Ein langanhaltender Bruch der 60.000-Dollar-Marke könnte den Abwärtstrend weiter beschleunigen.
Auch John Roque, Technical Strategist bei 22V Research, teilt diese Einschätzung. Nach dem Fall unter die Marke von 60.000 US-Dollar könnte Bitcoin jetzt bis auf 40.000 US-Dollar zurückfallen.
Rekordabflüsse aus Bitcoin-ETFs verschärfen den Verkaufsdruck
Zusätzlichen Gegenwind liefern nach Einschätzung Maleys die zuletzt kräftigen Mittelabflüsse aus Spot-Bitcoin-ETFs. Die in den USA gelisteten Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im Juni Nettoabflüsse in Höhe von 4,06 Milliarden US-Dollar. Damit handelt es sich um den höchsten monatlichen Kapitalabzug seit Einführung der Produkte im Jahr 2024.
Hinzu kommt, dass Bitcoin inzwischen rund 52,8 Prozent unter seinem Rekordhoch von etwa 126.000 US-Dollar notiert, dass die Kryptowährung vor acht Monaten erreicht hatte.
Entkopplung vom Aktienmarkt bereitet Sorgen
Nach Einschätzung von Maley zeigt Bitcoin inzwischen Anzeichen einer Entkopplung von den Aktienmärkten. Während viele US-Indizes von der Stärke großer Technologieunternehmen profitierten, konnte Bitcoin an dieser Entwicklung kaum teilhaben.
Zusätzliche langfristige Risiken sieht der Marktstratege in den Fortschritten beim Quantencomputing. Zwar gelten diese Bedrohungen derzeit noch als Zukunftsthema, könnten jedoch langfristig Fragen zur Sicherheit bestehender Kryptografie-Verfahren und damit auch von Kryptowährungen aufwerfen.
Hoffnung auf regulatorische Fortschritte
Trotz der kurzfristig angespannten Marktlage erkennt Maley auch positive Entwicklungen. So wachsen die Erwartungen, dass der US-Kongress den Clarity-ACT verabschieden könnte.
Klare gesetzliche Rahmenbedingungen könnten die regulatorische Unsicherheit reduzieren und langfristig mehr institutionelle Investoren in den Kryptomarkt locken.
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