dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 913

Aktien Frankfurt: Trump-Wende verhilft Dax ins Plus - Iran-Drohungen ausgesetzt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Montag nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump eine spektakuläre Kehrtwende hingelegt. Trump ordnete an, in den nächsten fünf Tagen auf die zuvor angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur zu verzichten. Dies sei das Ergebnis "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" in den vergangenen beiden Tagen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
DAX 24.650 DAX Chart +2,26%
Zugehörige Wertpapiere:
MDAX (Perf.) 31.862,37 MDAX (Performance) Chart +2,77%
Zugehörige Wertpapiere:

Dass der Iran Verhandlungen mit den USA dementierte, bremste die Euphorie am Markt allerdings etwas: Nach einem Kurssprung von fast 3,6 Prozent behauptete der deutsche Leitindex am frühen Nachmittag ein Plus von 1,64 Prozent auf 22.747 Punkte. Bis zum Mittag hatte er noch eine weitere Talfahrt hingelegt. Die Schwankungsbreite von fast 6 Prozent im Handelsverlauf ist die größte seit dem Zwischentief vom 7. April 2025 im Zuge von Trumps Zoll-Schock. Seit Beginn des Iran-Kriegs hat der Dax bis zu gut 13,5 Prozent eingebüßt. Vor knapp einem Jahr waren es sogar bis zu 18 Prozent, bevor Trump mit seiner Zollpolitik zurückruderte und eine Kurswende einsetzte.

Ob eine solche nun auch bevorsteht, hält Marktanalyst Timo Emden allerdings für fraglich. "Trumps Ankündigung wirkt wie Balsam für die Märkte und damit als klassische Beruhigungspille auf Zeit", schrieb er. Damit dominiere klar das Prinzip Hoffnung. Die Anleger setzten auf eine diplomatische Lösung im Nahostkonflikt. Doch sie "sollten sich vor Augen halten, dass aufgeschoben nicht aufgehoben bedeutet", warnte der Experte. "Die geopolitischen Risiken bleiben bestehen und damit auch die Gefahr, dass die Märkte ihre aktuelle Erholung schnell wieder abgeben."

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es zuletzt um 2,12 Prozent auf 28.389 Punkte bergauf. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 erholte sich um 1,7 Prozent. Die jähe Wende schlug sich auch in den Ölpreisen sowie der Kursentwicklung einiger der vorherigen Branchenverlierer nieder. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der für Europa maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent sackte deutlich ab auf zuletzt unter 109 US-Dollar.

Die vor den Trump-Aussagen gebeutelten europäischen Rohstofftitel drehten deutlich ins Plus, während der Immobilienindex knapp in der Verlustzone blieb.

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB11L55 , DE000NB52R26 , DE000NB59L66 , DE000NB4Z5K0 , DE000NB434Q0 , DE000NB24651 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Die Aktien des Stahlkonzerns Salzgitter - zuvor MDax-Schlusslicht - drehten zeitweise klar ins Plus, schwächelten zuletzt aber etwas. Der Index-Aufsteiger legte vollständige Jahreszahlen vor und blieb mit seinem Vorschlag einer unveränderten Dividende von 0,20 Euro je Aktie hinter den Erwartungen zurück. Die Titel des Industrie- und Stahlkonzerns Thyssenkrupp (ThyssenKrupp Aktie) gewannen 3,6 Prozent.

Im Dax führte der Wohnimmobilienkonzern Vonovia (Vonovia Aktie) trotz eines auf 1,6 Prozent eingedämmten Minus weiter die Verliererliste an. Im MDax verloren LEG moderat, während TAG Immobilien um 0,8 Prozent zulegten.

Im Nebenwerte-Index SDax blieb Gerresheimer mit minus 10 Prozent größter Verlierer. Am Freitag hatten die Aktien des Verpackungsherstellers dank Übernahmefantasie noch einen Kurssprung gemacht.

Der Verkauf seines Essensliefergeschäfts Foodpanda in Taiwan bescherte MDax-Spitzenreiter Delivery Hero ein Plus von 10 Prozent. JPMorgan-Analyst Marcus Diebel sieht den Preis von 600 Millionen US-Dollar in bar, den Konkurrent Grab zahlen will, deutlich über den Markterwartungen. Vergangene Woche waren die Aktien von Delivery Hero auf ein Rekordtief abgesackt./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend