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Meldung des Tages: Warum diese neue Germanium-News mehr bedeutet als eine klassische Explorationsmeldung

ThyssenKrupp Aktie

Aktie
WKN:  750000 ISIN:  DE0007500001 US-Symbol:  TYEKF Branche:  Industriekonglomerate Land:  Deutschland
10,29 €
+0,135 €
+1,33%
09.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
5,68 Mrd. €
Streubesitz
41,55%
KGV
12,51
Dividende
0,12 €
Dividendenrendite
1,17%
neu: Nachhaltigkeits-Score
41 %
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thyssenkrupp Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die thyssenkrupp AG ist ein diversifizierter Industriekonzern mit Schwerpunkt auf hochwertigen Werkstoffen, Industriekomponenten und Anlagenbau. Das Geschäftsmodell basiert auf integrierten Wertschöpfungsketten in Stahl, Engineering und Service. Der Konzern versteht sich als Technologie- und Industriekonzern, der entlang der industriellen Prozessketten von der Werkstoffproduktion über die Komponentenfertigung bis zu schlüsselfertigen Anlagen Lösungen anbietet. Im Zentrum steht die Kombination aus Werkstoffkompetenz, Maschinenbau-Know-how und Servicegeschäft, die auf langfristige Kundenbeziehungen, hohe Eintrittsbarrieren und industrielle Skaleneffekte abzielt.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von thyssenkrupp zielt auf technologisch führende, zugleich klimaverträgliche Industrieproduktion ab. Der Konzern verfolgt eine Transformationsstrategie hin zu einem fokussierteren, renditeorientierten Portfolio mit klaren Kapitalrenditeanforderungen und strikter Kosten- sowie Bilanzdisziplin. Im Mittelpunkt steht die Dekarbonisierung der Stahlproduktion, die Stärkung profitabler Nischen im Komponenten- und Automotive-Geschäft sowie der Ausbau von Service- und Aftermarket-Aktivitäten. Strategische Leitplanken sind die Reduktion von Zyklizität, die Verbesserung der Kapitalallokation und eine stärkere Ausrichtung auf margenstarke, technologiegetriebene Geschäftsmodelle.

Produkte und Dienstleistungen

thyssenkrupp bietet ein breites Spektrum industrieller Produkte und Services entlang mehrerer Wertschöpfungsstufen an. Dazu gehören insbesondere
  • hochwertige Flachstähle, Spezialstähle und veredelte Werkstoffe für Automobilindustrie, Maschinenbau, Bauwirtschaft und Energietechnik
  • Komponenten und Systeme für die Automobilindustrie, etwa Lenkungssysteme, Federn und Stabilisatoren, Kurbelwellen sowie Antriebskomponenten
  • Industriekomponenten wie Linearführungen, Lagertechnik, Schmiedeteile und Systemlösungen für den Maschinen- und Anlagenbau
  • Anlagenbau und Systemintegration, etwa in den Bereichen Chemie, Zement, Bergbau, Düngemittel und Prozessindustrie
  • Werkstoffhandel, Anarbeitung und Logistikdienstleistungen über ein globales Service- und Distributionsnetzwerk
  • Industrieservices, Wartung und Modernisierung von Anlagen, inklusive Engineering-Dienstleistungen
Der Konzern konzentriert sich zunehmend auf technologisch differenzierte Lösungen wie wasserstoffbasierte Direktreduktionsanlagen für klimafreundliche Stahlerzeugung und digitale Services zur Effizienzsteigerung bei Industriekunden.

Business Units und Segmentstruktur

thyssenkrupp ist in mehrere Business Units beziehungsweise Segmente gegliedert, die unterschiedliche Marktlogiken abdecken. Im Kern lassen sich folgende Bereiche unterscheiden
  • Steel Europe: Produktion und Weiterverarbeitung von Qualitätsflachstahl für Automobilindustrie, Maschinenbau und weitere Industrien
  • Automotive Technology: Entwicklung und Fertigung von Lenkungssystemen, Feder- und Stabilisatorlösungen, Antriebskomponenten und weiteren Automobilteilen
  • Industrial Components: Herstellung von Schmiedekomponenten, Großwälzlagern, Federn und Präzisionskomponenten für Industrieanwendungen
  • Materials Services: globaler Werkstoffhandel inklusive Anarbeitung, Lagerhaltung, Supply-Chain-Management und Logistikleistungen
  • Marine Systems: U-Boot- und Marineschiffbau sowie zugehörige Systemtechnik und Services für staatliche Kunden
  • Multi Tracks und weitere Einheiten: Beteiligungen und Aktivitäten, die sich in strategischer Neuausrichtung befinden, darunter einzelne Anlagenbau- und Industriegeschäfte
Diese Struktur soll einerseits Transparenz für Investoren schaffen, andererseits die Option für Partnerschaften, Joint Ventures oder Portfolioanpassungen je Segment offenhalten.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die Wettbewerbsvorteile von thyssenkrupp gründen auf einer Kombination aus Materialexpertise, Engineering-Kompetenz und langjährigen Kundenbeziehungen in sicherheitskritischen Anwendungen. Zentrale Alleinstellungsmerkmale sind
  • integrierte Wertschöpfung von Stahl über Komponenten bis zu komplexen Anlagen
  • technologisches Know-how in hochfesten, spezialisierten Werkstoffen und Systemlösungen
  • qualifizierte Referenzen im U-Boot- und Marineschiffbau mit hohen sicherheitspolitischen Anforderungen
  • breite Industriebasis über mehrere Branchen, wodurch Abhängigkeiten einzelner Sektoren gemildert werden können
  • umfangreiches Service- und Distributionsnetzwerk im Werkstoffhandel mit Nähe zum Industriekunden
Als Burggräben wirken vor allem lange Projektzyklen im Marinebereich, hohe regulatorische Hürden, komplexe Zulassungsprozesse in der Automobil- und Rüstungsindustrie sowie kapitalkräftige und technologisch anspruchsvolle Produktionsanlagen in Stahl und Komponentenfertigung. Diese Faktoren erschweren den Neueintritt potenzieller Wettbewerber.

Wettbewerbsumfeld

thyssenkrupp steht in einem intensiven globalen Wettbewerb. Je nach Segment sind unterschiedliche Wettbewerber relevant
  • im Stahlbereich europäische und internationale Stahlkonzerne mit vergleichbarem Flachstahl-Portfolio
  • im Automotive-Bereich globale Automobilzulieferer für Lenkungs-, Fahrwerks- und Antriebstechnik
  • bei Industriekomponenten spezialisierte Hersteller von Wälzlagern, Schmiedeteilen und Präzisionskomponenten
  • im Werkstoffhandel internationale Distributions- und Servicegesellschaften mit breitem Materialangebot
  • im Marinebereich große europäische und internationale Werften und Systemhäuser im U-Boot- und Marineschiffbau
Der Wettbewerbsdruck äußert sich in Preisschwankungen, Überkapazitäten in der globalen Stahlindustrie, hoher Innovationsdynamik im Automotive-Sektor und zunehmender Konsolidierung im Anlagenbau. Differenzierung erfolgt über Technologie, Qualität, Zuverlässigkeit, Lieferperformance und Serviceintensität.

Management und Konzernstrategie

Das Management von thyssenkrupp verfolgt eine Transformationsagenda, die auf Portfoliofokussierung, Effizienzsteigerung und Bilanzstärkung abzielt. Kernelemente dieser Strategie sind
  • Portfolioüberprüfung mit Option auf Partnerschaften, Joint Ventures, Teilverkäufe oder Ausgliederungen einzelner Geschäftseinheiten
  • konsequente Kostenprogramme und Restrukturierungen in strukturell schwächeren Bereichen
  • Stärkung kapitalintensiver Kernbereiche durch Investitionen in Effizienz, Automatisierung und Dekarbonisierung
  • Ausbau von Service- und Aftermarket-Geschäften mit planbareren Cashflows
  • Implementierung von Performance-Kennzahlen und Renditezielen zur Verbesserung der Kapitalrendite
Das Management betont zudem die unternehmerische Eigenständigkeit der Segmente, um schnellere operative Entscheidungen zu ermöglichen und für mögliche Partnerschaften attraktiv zu sein.

Branchen- und Regionenfokus

thyssenkrupp ist stark in Europa verankert, agiert jedoch mit einem internationalen Produktions-, Vertriebs- und Servicenetzwerk. Zentrale Branchen sind
  • Automobilindustrie und Zulieferer
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Bau- und Infrastrukturwirtschaft
  • Energie- und Chemieindustrie
  • Maritime Sicherheit und Verteidigung
Europa bleibt Kernabsatzmarkt, insbesondere für Stahl und Automotive-Komponenten, während internationale Märkte in Nord- und Südamerika, Asien und dem Mittleren Osten vor allem für Werkstoffhandel, Industriekomponenten und Anlagenbau relevant sind. Die Branchen zeichnen sich durch hohe Zyklizität, technologische Transformationsprozesse, starke Regulierung im Klima- und Umweltbereich und teilweise geopolitische Einflussfaktoren aus, insbesondere im Marinegeschäft.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

thyssenkrupp entstand aus der Fusion der traditionsreichen deutschen Industriekonzerne Thyssen und Fried. Krupp im ausgehenden 20. Jahrhundert. Die Wurzeln reichen in das 19. Jahrhundert zurück, geprägt vom Aufstieg der Schwerindustrie, dem Ausbau der Eisen- und Stahlproduktion sowie dem Aufbau umfassender Maschinen- und Anlagenbaukapazitäten. Nach der Fusion folgte eine Phase starker Diversifikation mit Aktivitäten von Stahl über Aufzüge bis hin zu Anlagenbau und Dienstleistungen. In den vergangenen Jahren leitete der Konzern einen tiefgreifenden Umbau ein, mit einer stärkeren Fokussierung auf Kernkompetenzen und der Trennung von Randaktivitäten. Dazu zählten etwa die Ausgliederung und der Verkauf des Aufzugsgeschäfts. Der Konzern befindet sich weiterhin in einem Transformationsprozess, der von Restrukturierungen, Portfolioanpassungen und der Neuausrichtung auf profitablere, weniger volatile Geschäftsbereiche geprägt ist.

Besonderheiten und technologische Schwerpunkte

Eine Besonderheit von thyssenkrupp ist die Rolle als Industriepartner in der Dekarbonisierung der Schwerindustrie. Der Konzern entwickelt und implementiert technologische Lösungen für wasserstoffbasierte Direktreduktion in der Stahlerzeugung und strebt an, CO2-intensive Prozesse schrittweise durch klimaverträglichere Verfahren zu ersetzen. Zudem besitzt der Konzern im Marineschiffbau besondere Kompetenzen in der Entwicklung und Herstellung komplexer U-Boot-Systeme, die hohe Anforderungen an Geheimschutz, Technologiebeherrschung und Projektmanagement stellen. Im Automotive-Segment arbeitet thyssenkrupp an Leichtbau- und Effizienzlösungen zur Senkung von Gewicht und Emissionen sowie an Komponenten für alternative Antriebsformen. Digitale Lösungen, etwa für Zustandsüberwachung, Supply-Chain-Optimierung und datenbasierte Services, ergänzen zunehmend das klassische Industriegeschäft.

Chancen aus Investorensicht

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bestehen potenzielle Chancen vor allem in
  • der konsequenten strategischen Fokussierung auf margenstärkere, technologieorientierte Segmente
  • Wachstumspotenzialen aus der globalen Dekarbonisierung, insbesondere bei klimafreundlichen Stahllösungen und wasserstoffbezogenen Technologien
  • einer möglichen Neubewertung bislang zyklischer Geschäftsbereiche bei erfolgreicher Strukturverbesserung
  • Stabilisierungseffekten durch den Ausbau des Service- und Aftermarket-Geschäfts
  • Werthebeln aus Portfoliooptimierung, etwa durch Kooperationen, Joint Ventures oder mögliche Desinvestitionen
Langfristig kann eine verbesserte Kostenposition im Stahl, die Nutzung von Skaleneffekten in Komponenten und ein strengeres Kapitalmanagement zu einer robusteren Ertragsqualität führen, sofern die Transformation operativ umgesetzt wird.

Risiken aus Investorensicht

Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber, die konservative Anleger berücksichtigen sollten
  • hohe Zyklizität der Stahl- und Automobilmärkte mit ausgeprägter Konjunkturabhängigkeit
  • Überkapazitäten und Preisdruck in der globalen Stahlindustrie sowie Volatilität der Rohstoff- und Energiekosten
  • Umsetzungsrisiken bei Restrukturierungsprogrammen, Portfolioumbau und Personalmaßnahmen
  • erheblicher Investitionsbedarf für Dekarbonisierung und Modernisierung, der die Finanzierungsstruktur belasten kann
  • regulatorische und geopolitische Unsicherheiten, insbesondere im Marinegeschäft und bei energieintensiven Industrien
  • technologische Risiken durch den Wandel in der Automobilindustrie, etwa Elektromobilität und neue Wettbewerber
Angesichts dieser Faktoren sollten Investoren die weitere Entwicklung der strategischen Transformation, die Stabilität der Bilanzstruktur sowie die Wettbewerbsposition in den Kernsegmenten sorgfältig beobachten. Eine Anlageentscheidung erfordert eine individuelle Risikotragfähigkeit und ersetzt nicht die eigene Analyse.
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Kurs
Typ
Hebel
Geld/Brief
WKN
Typ
Hebel
Geld/Brief
WKN
10,29 €
Call
5,03 1,95/2,13 €
DU45G6
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6,79 1,42/1,60 €
DU5Q0Y
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10,05 0,93/1,11 €
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Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 10,155 €
Gehandelte Stücke 2.036.733
Tagesvolumen Vortag 28.859.648 €
Tagestief 10,13 €
Tageshoch 10,355 €
52W-Tief 3,06489 €
52W-Hoch 10,7307 €
Jahrestief 9,42 €
Jahreshoch 10,355 €

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Nachrichtenlage zusammengefasst: Warum ist die ThyssenKrupp Aktie heute gestiegen?

  • thyssenkrupp AG plant, die Produktion von Wasserstofftechnologien weiter auszubauen, um den zukünftigen Energiemarkt mitzugestalten und umweltfreundliche Technologien anzubieten.
  • Das Unternehmen hat eine neue Partnerschaft mit einem führenden Energieunternehmen angekündigt, um gemeinsame Projekte im Bereich erneuerbare Energien zu initiieren, die zur Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen sollen.
  • Analysten heben hervor, dass die solide Auftragslage und die strategischen Maßnahmen von thyssenkrupp gute Voraussetzungen für eine positive Geschäftsentwicklung in den kommenden Quartalen schaffen.
Hinweis

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 35.041 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -1.149 €
Jahresüberschuss in Mio. -1.450 €
Umsatz je Aktie 56,29 €
Gewinn je Aktie -2,42 €
Gewinnrendite -15,13%
Umsatzrendite -
Return on Investment -4,94%
Marktkapitalisierung in Mio. 1.739 €
KGV (Kurs/Gewinn) -1,15
KBV (Kurs/Buchwert) 0,18
KUV (Kurs/Umsatz) 0,050
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote +32,67%

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Derivate

Anlageprodukte (122)
Bonus-Zertifikate 79
Discount-Zertifikate 26
Aktienanleihen 17
Hebelprodukte (169)
Faktor-Zertifikate 72
Optionsscheine 56
Knock-Outs 41
Alle Derivate

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Keine Senkung seit 3 Jahre
Stabilität der Dividende -0,75 (max 1,00)
Ausschüttungs- 20% (auf den Gewinn/FFO)
quote 77,2% (auf den Free Cash Flow)

Dividenden Historie

Datum Dividende
03.02.2025 0,15 €
05.02.2024 0,15 €
06.02.2023 0,15 €
04.02.2019 0,15 €
22.01.2018 0,15 €
30.01.2017 0,15 €
01.02.2016 0,15 €
02.02.2015 0,11 €
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Termine

12.02.2026 Telefonkonferenz für Analysten und Investoren
31.03.2026 Quartalsmitteilung
12.05.2026 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025/2026 (Oktober bis März)
13.08.2026 Zwischenbericht 9 Monate 2025/2026 (Oktober bis Juni)
Quelle: EQS

Prognose & Kursziel

Die ThyssenKrupp Aktie wird von Analysten als fair bewertet eingestuft.
Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
9,18 € 10,28 € -10,66%

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 10,275 € +1,73%
10,10 € 09.01.26
Frankfurt 10,245 € +0,49%
10,195 € 09.01.26
Hamburg 10,33 € +1,82%
10,145 € 09.01.26
Hannover 10,16 € -1,79%
10,345 € 09.01.26
München 10,17 € +1,55%
10,015 € 09.01.26
Stuttgart 10,235 € +0,94%
10,14 € 09.01.26
Xetra 10,29 € +1,33%
10,155 € 09.01.26
L&S RT 10,2575 € 0 %
10,2575 € 10.01.26
Wien 10,265 € +1,63%
10,10 € 09.01.26
Nasdaq OTC Other 11,86 $ +5,42%
11,25 $ 08.01.26
SIX Swiss Exchange 9,404 ¤ 0 %
9,404 ¤ 05.01.26
Tradegate 10,28 € +1,03%
10,175 € 09.01.26
Quotrix 10,25 € +1,13%
10,135 € 09.01.26
Gettex 10,32 € +1,18%
10,20 € 09.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
09.01.26 10,29 20,9 M
08.01.26 10,155 28,9 M
07.01.26 10,245 44,1 M
06.01.26 9,594 23,7 M
05.01.26 10,025 36,6 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 9,72 € +5,86%
1 Monat 8,938 € +15,13%
6 Monate 8,71319 € +18,10%
1 Jahr 3,09302 € +232,68%
5 Jahre 7,16347 € +43,65%

Unternehmensprofil thyssenkrupp AG

Die thyssenkrupp AG ist ein diversifizierter Industriekonzern mit Schwerpunkt auf hochwertigen Werkstoffen, Industriekomponenten und Anlagenbau. Das Geschäftsmodell basiert auf integrierten Wertschöpfungsketten in Stahl, Engineering und Service. Der Konzern versteht sich als Technologie- und Industriekonzern, der entlang der industriellen Prozessketten von der Werkstoffproduktion über die Komponentenfertigung bis zu schlüsselfertigen Anlagen Lösungen anbietet. Im Zentrum steht die Kombination aus Werkstoffkompetenz, Maschinenbau-Know-how und Servicegeschäft, die auf langfristige Kundenbeziehungen, hohe Eintrittsbarrieren und industrielle Skaleneffekte abzielt.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von thyssenkrupp zielt auf technologisch führende, zugleich klimaverträgliche Industrieproduktion ab. Der Konzern verfolgt eine Transformationsstrategie hin zu einem fokussierteren, renditeorientierten Portfolio mit klaren Kapitalrenditeanforderungen und strikter Kosten- sowie Bilanzdisziplin. Im Mittelpunkt steht die Dekarbonisierung der Stahlproduktion, die Stärkung profitabler Nischen im Komponenten- und Automotive-Geschäft sowie der Ausbau von Service- und Aftermarket-Aktivitäten. Strategische Leitplanken sind die Reduktion von Zyklizität, die Verbesserung der Kapitalallokation und eine stärkere Ausrichtung auf margenstarke, technologiegetriebene Geschäftsmodelle.

Produkte und Dienstleistungen

thyssenkrupp bietet ein breites Spektrum industrieller Produkte und Services entlang mehrerer Wertschöpfungsstufen an. Dazu gehören insbesondere
  • hochwertige Flachstähle, Spezialstähle und veredelte Werkstoffe für Automobilindustrie, Maschinenbau, Bauwirtschaft und Energietechnik
  • Komponenten und Systeme für die Automobilindustrie, etwa Lenkungssysteme, Federn und Stabilisatoren, Kurbelwellen sowie Antriebskomponenten
  • Industriekomponenten wie Linearführungen, Lagertechnik, Schmiedeteile und Systemlösungen für den Maschinen- und Anlagenbau
  • Anlagenbau und Systemintegration, etwa in den Bereichen Chemie, Zement, Bergbau, Düngemittel und Prozessindustrie
  • Werkstoffhandel, Anarbeitung und Logistikdienstleistungen über ein globales Service- und Distributionsnetzwerk
  • Industrieservices, Wartung und Modernisierung von Anlagen, inklusive Engineering-Dienstleistungen
Der Konzern konzentriert sich zunehmend auf technologisch differenzierte Lösungen wie wasserstoffbasierte Direktreduktionsanlagen für klimafreundliche Stahlerzeugung und digitale Services zur Effizienzsteigerung bei Industriekunden.

Business Units und Segmentstruktur

thyssenkrupp ist in mehrere Business Units beziehungsweise Segmente gegliedert, die unterschiedliche Marktlogiken abdecken. Im Kern lassen sich folgende Bereiche unterscheiden
  • Steel Europe: Produktion und Weiterverarbeitung von Qualitätsflachstahl für Automobilindustrie, Maschinenbau und weitere Industrien
  • Automotive Technology: Entwicklung und Fertigung von Lenkungssystemen, Feder- und Stabilisatorlösungen, Antriebskomponenten und weiteren Automobilteilen
  • Industrial Components: Herstellung von Schmiedekomponenten, Großwälzlagern, Federn und Präzisionskomponenten für Industrieanwendungen
  • Materials Services: globaler Werkstoffhandel inklusive Anarbeitung, Lagerhaltung, Supply-Chain-Management und Logistikleistungen
  • Marine Systems: U-Boot- und Marineschiffbau sowie zugehörige Systemtechnik und Services für staatliche Kunden
  • Multi Tracks und weitere Einheiten: Beteiligungen und Aktivitäten, die sich in strategischer Neuausrichtung befinden, darunter einzelne Anlagenbau- und Industriegeschäfte
Diese Struktur soll einerseits Transparenz für Investoren schaffen, andererseits die Option für Partnerschaften, Joint Ventures oder Portfolioanpassungen je Segment offenhalten.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die Wettbewerbsvorteile von thyssenkrupp gründen auf einer Kombination aus Materialexpertise, Engineering-Kompetenz und langjährigen Kundenbeziehungen in sicherheitskritischen Anwendungen. Zentrale Alleinstellungsmerkmale sind
  • integrierte Wertschöpfung von Stahl über Komponenten bis zu komplexen Anlagen
  • technologisches Know-how in hochfesten, spezialisierten Werkstoffen und Systemlösungen
  • qualifizierte Referenzen im U-Boot- und Marineschiffbau mit hohen sicherheitspolitischen Anforderungen
  • breite Industriebasis über mehrere Branchen, wodurch Abhängigkeiten einzelner Sektoren gemildert werden können
  • umfangreiches Service- und Distributionsnetzwerk im Werkstoffhandel mit Nähe zum Industriekunden
Als Burggräben wirken vor allem lange Projektzyklen im Marinebereich, hohe regulatorische Hürden, komplexe Zulassungsprozesse in der Automobil- und Rüstungsindustrie sowie kapitalkräftige und technologisch anspruchsvolle Produktionsanlagen in Stahl und Komponentenfertigung. Diese Faktoren erschweren den Neueintritt potenzieller Wettbewerber.

Wettbewerbsumfeld

thyssenkrupp steht in einem intensiven globalen Wettbewerb. Je nach Segment sind unterschiedliche Wettbewerber relevant
  • im Stahlbereich europäische und internationale Stahlkonzerne mit vergleichbarem Flachstahl-Portfolio
  • im Automotive-Bereich globale Automobilzulieferer für Lenkungs-, Fahrwerks- und Antriebstechnik
  • bei Industriekomponenten spezialisierte Hersteller von Wälzlagern, Schmiedeteilen und Präzisionskomponenten
  • im Werkstoffhandel internationale Distributions- und Servicegesellschaften mit breitem Materialangebot
  • im Marinebereich große europäische und internationale Werften und Systemhäuser im U-Boot- und Marineschiffbau
Der Wettbewerbsdruck äußert sich in Preisschwankungen, Überkapazitäten in der globalen Stahlindustrie, hoher Innovationsdynamik im Automotive-Sektor und zunehmender Konsolidierung im Anlagenbau. Differenzierung erfolgt über Technologie, Qualität, Zuverlässigkeit, Lieferperformance und Serviceintensität.

Management und Konzernstrategie

Das Management von thyssenkrupp verfolgt eine Transformationsagenda, die auf Portfoliofokussierung, Effizienzsteigerung und Bilanzstärkung abzielt. Kernelemente dieser Strategie sind
  • Portfolioüberprüfung mit Option auf Partnerschaften, Joint Ventures, Teilverkäufe oder Ausgliederungen einzelner Geschäftseinheiten
  • konsequente Kostenprogramme und Restrukturierungen in strukturell schwächeren Bereichen
  • Stärkung kapitalintensiver Kernbereiche durch Investitionen in Effizienz, Automatisierung und Dekarbonisierung
  • Ausbau von Service- und Aftermarket-Geschäften mit planbareren Cashflows
  • Implementierung von Performance-Kennzahlen und Renditezielen zur Verbesserung der Kapitalrendite
Das Management betont zudem die unternehmerische Eigenständigkeit der Segmente, um schnellere operative Entscheidungen zu ermöglichen und für mögliche Partnerschaften attraktiv zu sein.

Branchen- und Regionenfokus

thyssenkrupp ist stark in Europa verankert, agiert jedoch mit einem internationalen Produktions-, Vertriebs- und Servicenetzwerk. Zentrale Branchen sind
  • Automobilindustrie und Zulieferer
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Bau- und Infrastrukturwirtschaft
  • Energie- und Chemieindustrie
  • Maritime Sicherheit und Verteidigung
Europa bleibt Kernabsatzmarkt, insbesondere für Stahl und Automotive-Komponenten, während internationale Märkte in Nord- und Südamerika, Asien und dem Mittleren Osten vor allem für Werkstoffhandel, Industriekomponenten und Anlagenbau relevant sind. Die Branchen zeichnen sich durch hohe Zyklizität, technologische Transformationsprozesse, starke Regulierung im Klima- und Umweltbereich und teilweise geopolitische Einflussfaktoren aus, insbesondere im Marinegeschäft.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

thyssenkrupp entstand aus der Fusion der traditionsreichen deutschen Industriekonzerne Thyssen und Fried. Krupp im ausgehenden 20. Jahrhundert. Die Wurzeln reichen in das 19. Jahrhundert zurück, geprägt vom Aufstieg der Schwerindustrie, dem Ausbau der Eisen- und Stahlproduktion sowie dem Aufbau umfassender Maschinen- und Anlagenbaukapazitäten. Nach der Fusion folgte eine Phase starker Diversifikation mit Aktivitäten von Stahl über Aufzüge bis hin zu Anlagenbau und Dienstleistungen. In den vergangenen Jahren leitete der Konzern einen tiefgreifenden Umbau ein, mit einer stärkeren Fokussierung auf Kernkompetenzen und der Trennung von Randaktivitäten. Dazu zählten etwa die Ausgliederung und der Verkauf des Aufzugsgeschäfts. Der Konzern befindet sich weiterhin in einem Transformationsprozess, der von Restrukturierungen, Portfolioanpassungen und der Neuausrichtung auf profitablere, weniger volatile Geschäftsbereiche geprägt ist.

Besonderheiten und technologische Schwerpunkte

Eine Besonderheit von thyssenkrupp ist die Rolle als Industriepartner in der Dekarbonisierung der Schwerindustrie. Der Konzern entwickelt und implementiert technologische Lösungen für wasserstoffbasierte Direktreduktion in der Stahlerzeugung und strebt an, CO2-intensive Prozesse schrittweise durch klimaverträglichere Verfahren zu ersetzen. Zudem besitzt der Konzern im Marineschiffbau besondere Kompetenzen in der Entwicklung und Herstellung komplexer U-Boot-Systeme, die hohe Anforderungen an Geheimschutz, Technologiebeherrschung und Projektmanagement stellen. Im Automotive-Segment arbeitet thyssenkrupp an Leichtbau- und Effizienzlösungen zur Senkung von Gewicht und Emissionen sowie an Komponenten für alternative Antriebsformen. Digitale Lösungen, etwa für Zustandsüberwachung, Supply-Chain-Optimierung und datenbasierte Services, ergänzen zunehmend das klassische Industriegeschäft.

Chancen aus Investorensicht

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bestehen potenzielle Chancen vor allem in
  • der konsequenten strategischen Fokussierung auf margenstärkere, technologieorientierte Segmente
  • Wachstumspotenzialen aus der globalen Dekarbonisierung, insbesondere bei klimafreundlichen Stahllösungen und wasserstoffbezogenen Technologien
  • einer möglichen Neubewertung bislang zyklischer Geschäftsbereiche bei erfolgreicher Strukturverbesserung
  • Stabilisierungseffekten durch den Ausbau des Service- und Aftermarket-Geschäfts
  • Werthebeln aus Portfoliooptimierung, etwa durch Kooperationen, Joint Ventures oder mögliche Desinvestitionen
Langfristig kann eine verbesserte Kostenposition im Stahl, die Nutzung von Skaleneffekten in Komponenten und ein strengeres Kapitalmanagement zu einer robusteren Ertragsqualität führen, sofern die Transformation operativ umgesetzt wird.

Risiken aus Investorensicht

Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber, die konservative Anleger berücksichtigen sollten
  • hohe Zyklizität der Stahl- und Automobilmärkte mit ausgeprägter Konjunkturabhängigkeit
  • Überkapazitäten und Preisdruck in der globalen Stahlindustrie sowie Volatilität der Rohstoff- und Energiekosten
  • Umsetzungsrisiken bei Restrukturierungsprogrammen, Portfolioumbau und Personalmaßnahmen
  • erheblicher Investitionsbedarf für Dekarbonisierung und Modernisierung, der die Finanzierungsstruktur belasten kann
  • regulatorische und geopolitische Unsicherheiten, insbesondere im Marinegeschäft und bei energieintensiven Industrien
  • technologische Risiken durch den Wandel in der Automobilindustrie, etwa Elektromobilität und neue Wettbewerber
Angesichts dieser Faktoren sollten Investoren die weitere Entwicklung der strategischen Transformation, die Stabilität der Bilanzstruktur sowie die Wettbewerbsposition in den Kernsegmenten sorgfältig beobachten. Eine Anlageentscheidung erfordert eine individuelle Risikotragfähigkeit und ersetzt nicht die eigene Analyse.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 5,68 Mrd. €
Aktienanzahl 622,53 Mio.
Streubesitz 41,55%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Industrie
Branche Industriekonglomerate
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+58,45% Weitere
+41,55% Streubesitz

Community-Beiträge zu thyssenkrupp AG

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die ThyssenKrupp‑Aktie hat sich nach einem Rückgang Ende 2025 zuletzt wieder deutlich erholt (am 7.1. +4,6% auf 10,20 €) und wird im Forum als in einer „kritischen Phase“ stehend sowie als möglicher Treiber für das DAX‑Allzeithoch diskutiert; zugleich wird hohes Handelsvolumen vermeldet.
  • Ein Schwerpunkt der Diskussion sind Unternehmensereignisse und Bewertungen, insbesondere widersprüchliche Angaben zur TK Elevator‑Bewertung (Spekulationen über eine 23‑Mrd. €‑Marktkapitalisierung versus Einwände, die auf einen deutlich niedrigeren Equity‑Wert und einen Buchwert von rund 1,1 Mrd. € für TK verweisen) sowie Nachfrage nach aktuellen Informationen zur möglichen Jindal‑Übernahme.
  • Gleichzeitig dominieren fundamentale Sorgen um die Stahlsparte — angekündigte Produktionsstilllegungen, Maßnahmen zur Kosten‑ und Arbeitsplatzsicherung und ein erwarteter Nettoverlust von bis zu 800 Mio. € wegen Restrukturierungen — wodurch Meinungen zwischen langfristig optimistischen Anlegern und kurzfristig auf Trading ausgerichteten Teilnehmern auseinandergehen.
Hinweis
Avatar des Verfassers
Dimtronik
@Askin
Hallo Askin, ist berechtigte Frage. Auch bei Rheinmetall war es am Anfang 5 Schritte vor 4 Schritte zürück dann wieder 2 Schritt vor und zürück. Bei Rheinmetall hat der CEO Herr Pappenberger auch öfters Interview gegeben und den Aktionären die Zukünftige Umsatz / Gewinn Prognose bekannt gegeben. Bei TKMS denke ich wird es ab SpinnOff auch das gleiche Medien Aufmerksamket geben. Hier schätze ich das TKMS in kürzeste Zeit über den aktuellen Thyssen Krupp Mark Kapitalisierung steigen könnte. Dieses wird auch den Antrieb für TK geben. Auch wird die Stahlbranche von TK als Sorgenkind entlastet. Da die Bundesregierung ein Landeseigene Sicherung von Stahlproduktion braucht. Sei es für die Rüstung , sei es für Aufbau von Logistik (Brücken, ....) Ich schätze das bis Ende des jahres TK über 14€ notieren könnte. Zusätzlich erhält man TKMS Aktien :-)
Avatar des Verfassers
caprikorn
...Askin... dann geht doch...
...zu NETTO und uns hier nicht auf den Geist !
Avatar des Verfassers
Dale77se
@Dunderklpumpen
#19698: " Ohne Rüstungsphantasie wäre hier Land unter. Und wenn doch ein Friedensvertrag für die UK geschaffen werden sollte......... wird die Rüstung bestimmt nicht weiter hochgefahren..... " der meinung schließe ich mich nicht an: a) die rüstungssparte bleibt zu 100% vollkonsolidiert im TK-universe, durch die 49% notierung muss man den gewinn zwar mit fremdaktionären teilen, aber der kurs von TKMS wird dennoch ein treiber des TK-kurses sein (sofern TKMS erfolgreich wirtschaftet)... der wert von TKMS soll visible werden! b) selbst wenn morgen frieden zwischen Ukraine und Russland geschlossen worden würde, wird die rüstungssparte die nächsten Jahre massiv profitieren: ba) nach 70 Jahre Frieden waren die millitärgeräte und munition auf einem niedrigsten Level, man hat schnell gemerkt, das die kapazitäten im konfliktfall nicht mal für 6 monate reichen würden... europa ist schwach! wenn man den amis, russen und chinesen was entgegensetzen möchte, müssen sich die länder verteidigungspolitisch zusammenschließen und 4-6x soviel aufbauen, wie vor dem einmarsch ! bb) die aufrüstung mit waffen und munition wird auch merklich die stahlnachfrage erhöhen. will man den stahl bei den chinesen, indern, amis oder russen kaufen? oder braucht man das know-how noch in europa (resilienz im kriegsfall?!) c) im friedensfall müssen viele brücken, häuser und fabriken - die infrastruktur eines ganzen landes aufgebaut werden - auch davon werden europäische unternehmen merklich profitieren... wer hier auf sicht von 5-7 jahren investiert, reden dann über andere kurse... da brauchen wir uns über +30% oder -30% gar nicht unterhalten... spekuliere ich mal!!!
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Street01
Für alle mit gesegneten Halbwissen wie mich...

Die Thyssenkrupp AG hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt. Vom traditionsreichen Stahl- und Industriekonzern hin zu einem Konzern im Umbau. Im Fokus steht dabei eine schlankere Struktur, mehr Unabhängigkeit für einzelne Geschäftsbereiche und eine klarere strategische Ausrichtung. Ein zentrales Projekt in diesem Transformationsprozess ist der geplante Spin-off der Tochtergesellschaft Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS), dem renommierten U-Boot- und Marineschiffbauer mit Sitz in Kiel.

Was ist ein Spin-off?

Ein Spin-off beschreibt die Abspaltung eines Unternehmensteils zu einem rechtlich eigenständigen Unternehmen. Dabei erhalten die bisherigen Aktionärinnen und Aktionäre des Mutterkonzerns in der Regel Aktien des abgespaltenen Unternehmens, meist im Verhältnis zu ihrem bisherigen Aktienbesitz. Ziel eines solchen Schrittes ist es oft, beiden Unternehmen mehr Flexibilität zu geben, Wertpotenziale besser zu heben und Investoren eine gezieltere Anlagestrategie zu ermöglichen. Für die Unternehmen bedeutet das oftmals auch: klare Verantwortlichkeiten, spezialisierte Unternehmensführung und ein stark fokussiertes Geschäftsmodell.

Warum gerade TKMS?

Thyssenkrupp Marine Systems gilt als profitabler Teil des Thyssenkrupp-Konzerns. Mit Aufträgen für U-Boote und Kriegsschiffe, vor allem aus Europa und Asien, hat sich TKMS in einer sicherheitspolitisch sensiblen und wachstumsstarken Nische positioniert. In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen und steigender Rüstungsausgaben rücken Rüstungsunternehmen stärker ins Zentrum des Interesses. Der Rüstungsbereich unterliegt jedoch eigenen politischen und ethischen Rahmenbedingungen, die mit anderen Geschäftsfeldern von Thyssenkrupp nicht immer leicht zu vereinen sind. Eine Abspaltung würde es TKMS ermöglichen, sich unabhängig zu positionieren, während Thyssenkrupp seine industrielle Ausrichtung ohne die Sensibilitäten der Wehrtechnik weiterverfolgen kann.

Was bedeutet das für Aktionärinnen und Aktionäre?

Für Anlegerinnen und Anleger stellt sich zunächst die Frage: Was passiert mit meiner Thyssenkrupp-Aktie? Die Antwort hängt vom konkreten Modell der Abspaltung ab. Kommt es zu einem klassischen Spin-off, erhalten die bisherigen Aktionäre zusätzlich Aktien von TKMS ins Depot gebucht. Die Zahl der Thyssenkrupp-Aktien bleibt gleich, aber deren Kurs könnte sich entsprechend anpassen, da ein Teil des Unternehmenswerts nun separat an der Börse notiert wird. Anleger:innen halten dann zwei verschiedene Titel: Thyssenkrupp und TKMS. Alternativ wäre auch ein Verkauf von TKMS-Anteilen durch Thyssenkrupp an der Börse denkbar, ein sogenannter Carve-out. In diesem Fall fließt der Erlös an den Mutterkonzern, nicht direkt an die Aktionär:innen.

Historische Parallelen:Siemens und Healthineers

Ein vergleichbares Beispiel bietet der Siemens-Konzern mit dem Spin-off seiner Medizintechnik-Sparte Healthineers im Jahr 2018. Siemens-Aktionäre erhielten damals keine direkten Anteile, sondern Siemens brachte Healthineers als eigenständiges Unternehmen an die Börse. Der Mutterkonzern blieb zunächst Mehrheitseigner. Der Börsengang erwies sich als erfolgreich: Healthineers entwickelte sich eigenständig dynamisch, der Markt konnte die Wertpotenziale klarer bewerten, und Siemens profitierte langfristig von der Beteiligung. Der Fall zeigt: Ein Spin-off kann für Mutterkonzern und Tochterunternehmen neue Perspektiven schaffen, wenn Strategie und Marktumfeld stimmen. Chancen und Risiken für Investierende Für Anleger:innen bedeutet ein Spin-off vor allem eines: mehr Auswahl. Wer bisher in Thyssenkrupp investiert war, muss sich nun mit zwei unternehmerischen Perspektiven auseinandersetzen. TKMS als heimischer Spezialist für militärische Schiffssysteme wird sich in einem anderen Marktumfeld bewegen als die restlichen Industriebereiche von Thyssenkrupp. Chancen ergeben sich, wenn das abgespaltene Unternehmen effizienter arbeitet und der Markt seine Stärken belohnt. Risiken können jedoch durch politische Unsicherheiten oder ethische Diskussionen im Rüstungsbereich entstehen.

Blick nach vorn: 

Noch steht nicht fest, wann und wie genau TKMS an die Börse gehen wird. Thyssenkrupp hat aber angekündigt, die Abspaltung voranzutreiben.

Für Anleger:innen heißt das:

aufmerksam bleiben, Unternehmensnachrichten verfolgen und sich frühzeitig mit den Besonderheiten des Spin-offs vertraut machen. Denn wie bei jedem Umbauprozess an der Börse gilt: Wer informiert ist, kann zielgerichteter entscheiden.

Fazit

Der geplante Spin-off von TKMS ist ein weiterer Schritt in der Neuausrichtung von Thyssenkrupp. Für Anleger:innen öffnet sich damit die Möglichkeit, gezielter zu investieren und von der Entwicklung zweier unabhängiger Unternehmen zu profitieren. Wie bei allen Kapitalmarktentscheidungen lohnt sich dabei ein genauer Blick auf Chancen, Risiken und die eigene Anlagestrategie.

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charly2
Spannend wird es ja allein schon mit dem
Börsengang von TKMS. Aktionäre sollen ja anteilsmäßig diese Aktien ins Depot gebucht bekommen. Es gab ja schon Vermutungen, TKMS könnte allein schon ähnlich hoch bewertet werden wie derzeit TK gesamt. Also aktuell TK-Aktien zu verkaufen wäre meiner Meinung nach wohl der größte Fehler.
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Dimtronik
DWS Fonds hebt..
DWS Fonds hebt Beschränkungen für Investion in Rüstungsindustrie auf. Hier sollte auch Thyssen davon profitieren sowie sein diesjährige geplante IPO TKMS
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nassdack
Wer ist denn
„Wir“? Der Kinderhort „Kleine Räuber“? Schülerpraktikanten? Die „Bekennenden Alkoholiker“? Fragen…
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T-Rexi
So ein Mist!
Ich Volltrottel habe zu 3,12 € mit über 50 % Verlust verkauft, obwohl ich von dem enormen Potenzial überzeugt war und der extrem niedrigen Marktkapitalisierung wusste. Mittlerweile wäre ich im Gewinn. Jetzt kommen zudem auch die Analysten und erhöhen ihre Kursziele auf 8 oder 8,5 €. Viel Freude, Glück und Zugewinne weiterhin an alle Investierten! Good trades T-Rexi
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Svenne123
thyssen reduzieren?
china kauft medienberichten zufolge rohstoffe u.a. auch eisenerze im größeren stil und wird mittelfristig den markt mit stahl überschütten können. die fetten jahre von thyssen und salzgitter wären also schon wieder vorbei. was haltet ihr davon?
Was der Aktionär von heute verliert, gewinnt der Aktionär von morgen...
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Amageddon
199
vom prinzip her könnte man sich schon ärgern, aber ich habe im april letztes jahr als das bei den amis mit der immokrise losging alles verscherbelt was ich im depot hatte, 12 verschiedene werte. und so ganz ohne wollte ich auch nicht dastehen. ich glaube die tk nehme ich mit ins grab. papier soll ja warm halten. bin gerade dabei in dem chaos neue positionen aufzubauen. jetzt lohnt es sich, alles so schön im keller.
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Tyko
Tja......
ich würde mich jedenfalls ärgern.......der schöne Kursgewinn.......zumindest 30,-€ hätteste Steuerfrei im letzten Jahr haben können... Und auf die Dividende hätteste auch nicht verzichtet.......aber so.......... Hast demnächst gelegenheit unter 10,- zu kaufen......vielleicht auch für 7,--.......
Gewinn ist die Summe aus positiven Investitionen abzüglich negativer Investitionen
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Amageddon
13.05.1996
13.mai 96 habe ich die tk gekauft 25,05 DM
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Häufig gestellte Fragen zur ThyssenKrupp Aktie und zum ThyssenKrupp Kurs

Der aktuelle Kurs der ThyssenKrupp Aktie liegt bei 10,29 €.

Für 1.000€ kann man sich 97,18 ThyssenKrupp Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der ThyssenKrupp Aktie lautet TYEKF.

Die 1 Monats-Performance der ThyssenKrupp Aktie beträgt aktuell 15,13%.

Die 1 Jahres-Performance der ThyssenKrupp Aktie beträgt aktuell 232,68%.

Der Aktienkurs der ThyssenKrupp Aktie liegt aktuell bei 10,29 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 15,13% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von ThyssenKrupp eine Wertentwicklung von -2,98% aus und über 6 Monate sind es 18,10%.

Das 52-Wochen-Hoch der ThyssenKrupp Aktie liegt bei 10,73 €.

Das 52-Wochen-Tief der ThyssenKrupp Aktie liegt bei 3,06 €.

Das Allzeithoch von ThyssenKrupp liegt bei 37,71 €.

Das Allzeittief von ThyssenKrupp liegt bei 2,22 €.

Die Volatilität der ThyssenKrupp Aktie liegt derzeit bei 40,80%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von ThyssenKrupp in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 9,18 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von -10,66%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 9,18 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von -10,66%.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche ThyssenKrupp Kursziel beträgt 9,18 €. Das ist -10,66% niedriger als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen ThyssenKrupp 0 x zum Kauf, 4 x zum Halten und 1 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche ThyssenKrupp Kursziel beträgt 9,18 €. Das ist -10,66% niedriger als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen ThyssenKrupp 0 x zum Kauf, 4 x zum Halten und 1 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 9,18 €. Dieser Wert liegt unter dem aktuellen Kurs. Analysten erwarten somit kein weiteres Potenzial.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die ThyssenKrupp Aktie bei 9,18 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach unten bei der ThyssenKrupp Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 5,68 Mrd. €

Insgesamt sind 622,5 Mio ThyssenKrupp Aktien im Umlauf.

Am 25.03.1999 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

Am 25.03.1999 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von ThyssenKrupp bei 41%. Erfahre hier mehr

ThyssenKrupp hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

ThyssenKrupp gehört zum Sektor Industriekonglomerate.

Das KGV der ThyssenKrupp Aktie beträgt 12,51.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von ThyssenKrupp betrug 35,04 Mrd €.

Die nächsten Termine von ThyssenKrupp sind:
  • 12.02.2026 - Telefonkonferenz für Analysten und Investoren
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung
  • 12.05.2026 - Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025/2026 (Oktober bis März)
  • 13.08.2026 - Zwischenbericht 9 Monate 2025/2026 (Oktober bis Juni)
  • 08.12.2026 - Bilanzpressekonferenz

Ja, ThyssenKrupp zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 03.02.2025 eine Dividende in Höhe von 0,15 € gezahlt.

Zuletzt hat ThyssenKrupp am 03.02.2025 eine Dividende in Höhe von 0,15 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 1,17%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von ThyssenKrupp wurde am 03.02.2025 in Höhe von 0,15 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 1,17%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 03.02.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,15 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.