Bitcoin hat seine Talfahrt am Dienstag deutlich ausgeweitet und ist um mehr als fünf Prozent unter die Marke von 63.000 US-Dollar gefallen. Investoren reduzieren angesichts eskalierender Zollkonflikte und wachsender geopolitischer Spannungen verstärkt Risikoanlagen.
Zollpolitik und Nahost-Spannungen belasten die Märkte
Auslöser der jüngsten Verkaufswelle sind neue handelspolitische Drohungen von US-Präsident Donald Trump. Er hatte vergangene Woche angekündigt, innerhalb von "wahrscheinlich zehn Tagen" über einen möglichen Militärschlag gegen Iran zu entscheiden, sollte das Land einem neuen Atomabkommen weiterhin nicht zustimmen.
Trump kündigte außerdem temporäre Zölle in Höhe von 15 Prozent auf Importe aus anderen Ländern an – ein deutlicher Anstieg gegenüber den zuvor kommunizierten 10 Prozent. Die Entscheidung folgte auf ein Urteil des Supreme Court of the United States, das Teile seiner bisherigen Zollstrategie gekippt hatte.
Bitcoin seit Oktober im Bärenmodus
Der aktuelle Rückgang fügt sich in einen längerfristigen Abwärtstrend ein. Seit dem Überschreiten der Marke von 125.000 US-Dollar im Oktober vergangenen Jahres befindet sich Bitcoin im scharfen Korrekturmodus.
Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 27 Prozent. Vom Oktober-Hoch aus betrachtet hat die Kryptowährung inzwischen rund 50 Prozent an Wert verloren. Allein in der laufenden Woche beläuft sich der Abschlag auf nahezu sieben Prozent. Zuletzt wurden Niveaus erreicht, die zuletzt Anfang Februar gesehen wurden, als sich die Kurse der 60.000-Dollar-Marke näherten.
Auch Altcoins verlieren: Ethereum fällt Dienstagmorgen um 2,9 Prozent auf 1.825 US-Dollar, XRP notiert 2,3 Prozent tiefer bei 1,33 US-Dollar. Solana fällt 2,7 Prozent. Die Gesamtmarktkapitalisierung fällt weitere 2,5 Prozent auf 2,19 Billionen US-Dollar.
Marktstrategen sehen Liquidität als Schlüsselfaktor
Für Billy Leung, Investmentstratege bei Global X Australia, bleibt die Liquiditätslage der entscheidende Faktor für die weitere Entwicklung.
"Bitcoin reagiert weiterhin extrem sensibel auf globale Liquiditätsbedingungen. Wenn Märkte handelspolitische Maßnahmen als Straffung der Finanzbedingungen interpretieren, wird Krypto das zuerst spüren", sagte Leung.
Ähnlich äußerte sich Matt Howells-Barby, Vice President bei Kraken, gegenüber CoinDesk. Der jüngste Rücksetzer sei "maßgeblich durch erneute Zollunsicherheit und zunehmende geopolitische Spannungen" getrieben worden.
Die Marke von 60.000 US-Dollar gelte nun als zentrale Unterstützung. "Sollte dieses Niveau nicht halten, könnten wir eine Bewegung in den mittleren bis unteren 50.000-Dollar-Bereich sehen", so Howells-Barby.
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