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Abnehmhype war gestern? Lilly schaut offenbar schon auf das nächste Ziel

Eli Lilly steht laut Bericht vor einem Milliarden-Deal für Kelonia Therapeutics. Der mögliche Zukauf würde zeigen, dass der Konzern längst das nächste Wachstum jenseits des Abnehm-Booms sucht.
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Das Eli Lilly and Company Hauptquartier in Indianapolis, USA. (16. April 2016)
Quelle: - ©iStock
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Eli Lilly steht laut Wall Street Journal kurz vor der Übernahme von Kelonia Therapeutics. Der Deal könnte mit mehr als zwei Milliarden US-Dollar bewertet werden. Dem Bericht zufolge sind auch meilensteinabhängige Zahlungen im Gespräch.

Kelonia entwickelt eine neuartige Zelltherapie gegen multiples Myelom, also eine Form von Blutkrebs. Das Verfahren soll die bisher aufwendige Herstellung klassischer CAR-T-Behandlungen vereinfachen. Das führende Programm befindet sich allerdings noch in einem frühen Stadium.

Im Januar hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass die US-Arzneimittelbehörde eine Phase-eins-Studie mit bis zu 40 Teilnehmern genehmigt hat. Laut PitchBook hat Kelonia bisher knapp 60 Millionen US-Dollar eingesammelt.

Für Lilly wäre der Zukauf ein weiterer Schritt, um das Wachstum breiter aufzustellen. Krebsmedikamente brachten dem Konzern im vergangenen Jahr 9,4 Milliarden US-Dollar ein. Der Gesamtumsatz lag bei 65,2 Milliarden US-Dollar. Lilly hat seine Übernahmeoffensive zuletzt deutlich beschleunigt und bereits Deals mit Centessa, Orna Therapeutics und Ventyx Biosciences vereinbart.

Gleichzeitig dämpfte Konzernchef David Ricks die Erwartungen an den Markt für Abnehmmedikamente. Auf der Semafor World Economy Conference sagte er, dass diese Mittel wegen hoher Kosten und struktureller Hürden im Gesundheitswesen wohl nur rund 50 Prozent der Menschen erreichen könnten, die davon profitieren würden. "Es werden nie hundert Prozent sein", sagte Ricks. Der Aufbau der nötigen Produktionskapazitäten werde teuer und langwierig.

Preis bleibt ein Problem

Experten für Adipositasmedizin sagten Reuters, dass viele Patienten zwar Interesse an Tabletten als nadelfreier Alternative hätten, die Mittel für viele aber weiter kaum bezahlbar seien. Laut Analysten und IQVIA-Daten wurde Lillys neue Abnehmpille Foundayo in der ersten Verkaufswoche in den USA 1.390 Mal verschrieben.

Fazit

Lilly profitiert stark vom Boom bei Abnehmmitteln, sucht sein nächstes Wachstum aber längst auch in anderen Bereichen. Eine Übernahme von Kelonia würde genau dazu passen.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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