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Diese Warnung sollten Anleger nicht ignorieren: Der Mann, der 1987 richtig lag, sieht wieder einen Crash kommen

Paul Tudor Jones sagte den Crash von 1987 voraus. Jetzt warnt der Star-Trader erneut vor gefährlich hohen Bewertungen, neuen Börsengängen und einer möglichen Kettenreaktion an den Märkten.
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 Broker in der Börse in New York während der Panikverkäufe am
Quelle: - picture-alliance/ dpa | AFP
Dow Jones Industrial Average 49.499,27 Dow Jones Industrial Average Chart -0,31%
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Der Schwarze Montag vom 19. Oktober 1987 bleibt einer der dramatischsten Börsentage der Geschichte. Damals brachen die Aktienmärkte weltweit ein. Der Dow-Jones-Industrieindex verlor an einem einzigen Tag über 20 Prozent.

Die Märkte waren damals bereits zuvor nervös, das Wachstum in den Vereinigten Staaten verlangsamte sich und der Hang-Seng-Index in Hongkong war eingebrochen. Hinzu kamen geopolitische Spannungen im Nahen Osten. Viele Beobachter sehen den Crash bis heute als Beispiel für einen "schwarzen Schwan" – ein seltenes Ereignis mit massiven Folgen.

Nun warnt Paul Tudor Jones vor neuen Risiken. Der Gründer und Investmentchef von Tudor Investment hatte den Crash von 1987 früh erkannt. Sein Unternehmen verwaltet mehr als 100 Milliarden US-Dollar. Im Podcast "Invest With the Best" erklärte Jones, warum er in den kommenden Jahren einen neuen großen Rückschlag für möglich hält.

Für dieses Jahr erwartet Jones noch keinen Crash. Er sieht aber das Risiko, dass die Bewertungen in den nächsten Jahren wieder zu ihren langfristigen Durchschnittswerten zurückkehren.

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Wenn man die Periodizität bedeutender Bärenmärkte betrachtet, kommt es seit 1970 im Durchschnitt etwa alle zehn Jahre zu einer Art Rückkehr zum Mittelwert.

Als möglichen Auslöser nennt Jones eine Welle großer Börsengänge. Entscheidend könnte der Zeitpunkt werden, an dem Mitarbeiter und Insider großer Unternehmen ihre Aktien nach Ablauf der Sperrfristen verkaufen dürfen. Erwartet werden unter anderem Börsengänge von SpaceX sowie der Finanztechnologieunternehmen Chime und Stripe. Auch vor dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 liefen solche Sperrfristen aus.

Besonders kritisch sieht Jones die Bewertung des amerikanischen Aktienmarkts im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung. Im Jahr 1929 lag der Börsenwert der Aktien laut ihm bei 65 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im Jahr 2000 waren es 170 Prozent. Heute liege das Verhältnis bei mehr als 250 Prozent.

Ein Einbruch der Aktienmärkte um 35 Prozent hätte aus seiner Sicht schwere Folgen. Die Steuereinnahmen aus Kapitalgewinnen könnten einbrechen. Das Haushaltsdefizit würde steigen. Auch der Anleihemarkt könnte unter Druck geraten. Jones warnte vor einer negativen Kettenreaktion.

Privatanlegern rät er deshalb zu Vorsicht.

Der Aktienmarkt ist wirklich hoch, und ich denke, es wird wirklich schwer sein, von hier aus Geld zu verdienen, wenn man eine langfristige Perspektive hat.

Alles halb so schlimm!?

Der US-Markt holte nach dem Black Monday innerhalb von zwei Handelstagen um die 60 Prozent seiner Verluste auf. Der Dow-Jones-Industrieindex beendete das Jahr 1987 sogar leicht im Plus. Die Warnung bleibt dennoch klar: Hohe Bewertungen machen Märkte anfälliger, wenn plötzlich ein Auslöser dazukommt.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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