Aktien Frankfurt: Dax mit neuer Bestmarke und deutlichem Wochenplus

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 321
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat seine Vortagesrally am Freitag gebremst fortgesetzt. Der Dax stieg auf ein weiteres Rekordhoch und gewann zuletzt 0,5 Prozent auf 25.706 Punkte. Tags zuvor hatte der Leitindex seinen bisherigen Höchststand von Mitte Januar übertroffen. Damit deutet sich für den Dax ein Wochengewinn von rund vier Prozent an. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte legte am Freitagnachmittag 1,2 Prozent auf 32.928 Zähler zu.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

"Das Rekordhoch des Dax ist das Ergebnis zweier Kräfte: der anhaltenden Fantasie rund um Künstliche Intelligenz und einer nachlassenden Zinsangst, die den Bewertungsdruck auf Aktien verringert", erklärte Marktanalyst Timo Emden. Der US-Arbeitsmarktbericht nehme den Zinsängsten zwar kurzfristig den Wind aus den Segeln, dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Unwägbarkeiten aus Geldpolitik und Geopolitik sowie die hohen Erwartungen an den KI-Sektor bestehen blieben, gab der Experte zu bedenken.

Die Energieversorger-Branche nahm weiter Fahrt auf, wobei der europäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Utlities das höchste Niveau seit Mai erreichte. Die Aktien von Eon führten die Branche mit einem Kurssprung von 3,8 Prozent an, RWE -Papiere legten um 1,8 Prozent zu. Rückenwind für den zinssensiblen Sektor lieferten nachlassende Ängste vor US-Zinserhöhungen nach dem Arbeitsmarktbericht vom Vortag.

Das Versorgergeschäft ist sehr kapitalintensiv, bei steigenden Zinsen verteuern sich Fremdfinanzierungen. Zudem weisen Versorgerwerte eine relativ hohe Dividendenrendite auf - ein Kaufargument, das bei steigenden Marktzinsen weniger zieht. Obendrein sieht das Reformpaket der Bundesregierung eine Nachschärfung bei der Umstellung auf intelligente Stromzähler in Deutschland vor - und damit einer wichtigen Voraussetzung für den Erfolg der Energiewende.

Die KI-getriebene, deutliche Erholung der Börsen in Japan und Südkorea zum Wochenschluss wirkte sich auch etwas auf die europäischen Aktien der Halbleiterbranche aus, jedoch nicht auf die Software-Werte. So stiegen Infineon (Infineon Aktie) im Dax um 1,1 Prozent. Aixtron , Siltronic , PVA Tepla und Suss Microtec verbuchten Kursaufschläge zwischen 4,3 und 8,1 Prozent. Dagegen fielen die Papiere von SAP (SAP Aktie) am Dax-Ende um 2,0 Prozent. Die Titel von Nemetschek und Teamviewer büßten 0,9 beziehungsweise 2,8 Prozent ein.

Werte aus dem Artikel:
DAX 40 25.785,01 +0,80%
MDAX (Performance) 32.963,79 +1,29%

Die Titel von Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) sanken um 1,4 Prozent, nachdem sie sich in der laufenden Woche bereits um 18 Prozent von ihrem jüngsten Kursverfall erholt hatten. Der Rüstungskonzern prüft derzeit die Auswirkungen des vom Verteidigungsministerium stornierten Auftrags für die Fregatte F126. Sollten keine Abhilfemaßnahmen zur kurzfristigen Umsatzkompensation identifiziert werden können, könnte dies den Erlös laut Rheinmetall im laufenden Jahr um bis zu 300 Millionen Euro drücken.

Für die Anteilsscheine von Gea ging es um 2,4 Prozent aufwärts. Die kanadische Bank RBC stufte die Titel des Rüstungsunternehmens von "Sector Perform" auf "Outperform" hoch. "Ein wenig Wachstum und jede Menge Marge - und das alles ohne Geschäft mit KI-Rechenzentren", fasste Sebastian Kuenne das Potenzial des Anlagenbauers am Freitag in seiner Empfehlung zusammen./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB11HG5 , DE000NB58DZ5 , DE000NB6WPG7 , DE000NB6RER8 , DE000NB32LH1 , DE000NB6RB81 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend