Die Berechnung basiert auf einem theoretischen Ansatz von Greg Foss aus dem Jahr 2021. Foss betrachtet Bitcoin darin als eine Art Credit Default Swap auf Staatsanleihen. Weil das Netzwerk keinen zentralen Emittenten und keine staatliche Rückendeckung hat, könne BTC als nicht korrelierte Absicherung gegen Zahlungsausfälle großer Staaten verstanden werden.
Der modellierte Fair Value ergibt sich aus der gewichteten Ausfallwahrscheinlichkeit der G20-Staaten und dem Marktwert der Anleihen, die Bitcoin in diesem Szenario gewissermaßen absichern würde. Bitwise kommt auf dieser Grundlage auf rund 224.000 US-Dollar je BTC.
Den Hintergrund der Analyse bildet wachsender Stress an den globalen Anleihemärkten. Besonders Japan steht laut Bitwise im Fokus. Die Renditen 30-jähriger japanischer Staatsanleihen erreichten zuletzt Rekordstände.
Zudem gilt Japan als besonders sensibel. Der Markt für japanische Staatsanleihen hat ein Volumen von rund 7,5 Billionen US-Dollar und ist damit einer der größten Staatsanleihemärkte der Welt. Hinzu kommen japanische Bestände an US-Staatsanleihen im Umfang von etwa 1,2 Billionen US-Dollar sowie eine Staatsverschuldung von rund 230 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Bitwise verweist zudem auf Warnungen von IWF und OECD. Demnach sollen Staaten und Unternehmen in diesem Jahr insgesamt 29 Billionen US-Dollar über Anleihemärkte aufnehmen. Das wären 17 Prozent mehr als 2024. Die Märkte würden weniger nachsichtig, Anleger hinterfragten zunehmend, wie weit die Kreditaufnahme von Staaten noch ausgedehnt werden könne.
Ein weiterer Hinweis auf steigende Nervosität sind laut Bitwise die Swap Spreads zehnjähriger Laufzeiten. Diese messen unter anderem Risikoprämien auf Staatsanleihen und liegen bei wichtigen Emittenten auf dem höchsten Stand seit der europäischen Schuldenkrise der Jahre 2011 und 2012.
Die Gegenwart lässt jedoch wenig Kursfantasie aufkommen. Bitcoin verliert derzeit weiter an Boden, während US-Aktien weiter zulegen.
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