- Robert Kiyosaki warnt vor Risiken im Kryptomarkt.
- Bitcoin fiel auf 73.700 US-Dollar, ein Minus von 42 %.
- Kiyosaki betont die Bedeutung von Wissen für Investoren.
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Pascal Grunow
Der bekannte Investor und Bestsellerautor Robert Kiyosaki hat Anleger erneut zur Vorsicht aufgerufen. Angesichts der jüngsten Schwächephase am Kryptomarkt warnt er davor, Investitionsentscheidungen allein auf Basis von Marktstimmung oder öffentlicher Begeisterung zu treffen. Stattdessen sollten Anleger ihr finanzielles Wissen ausbauen und die Risiken ihrer Investments verstehen, bevor sie Kapital einsetzen.
Seine Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin eine deutliche Korrektur hinlegt und bis Montagmittag auf 73.700 US-Dollar gefallen ist, was einem Minus von 42 Prozent zum Allzeithoch entspricht.
"Das wichtigste Asset befindet sich zwischen Ihren Ohren"
Kiyosaki, der seit Jahren als Befürworter von Bitcoin, Ethereum, Gold (Goldkurs) und Silber (Silberpreis) bekannt ist, überraschte diesmal mit einem ungewohnt zurückhaltenden Ton.
Er betont, dass Anleger nicht blind den Empfehlungen von Finanzberatern oder dem allgemeinen Markttrend folgen sollten. Besonders kritisch äußerte er sich gegenüber der häufig vertretenen Ansicht, US-Staatsanleihen seien grundsätzlich sichere Anlagen.
"Es gibt nichts Sicheres – außer man vermeidet Dummheit", erklärte Kiyosaki sinngemäß. Noch deutlicher wurde er mit seiner Aussage, dass das wertvollste Vermögen eines Menschen weder Bitcoin noch Gold oder Silber sei. "Ihr größtes Asset befindet sich zwischen Ihrem rechten und linken Ohr", sagte der Investor und verwies damit auf Wissen, Erfahrung und Urteilsvermögen als entscheidende Faktoren für langfristigen Anlageerfolg.
Bitcoin-Korrektur stellt Anlegerdisziplin auf die Probe
Die aktuelle Marktlage liefert den Hintergrund für Kiyosakis Warnung. Nach einer starken Rallye sah sich Bitcoin zuletzt mit einer Reihe negativer Faktoren konfrontiert. Geopolitische Spannungen, Kapitalabflüsse aus Bitcoin-ETFs sowie umfangreiche Liquidationen gehebelter Positionen belasteten die Marktstimmung.
Einige Analysten sehen die Möglichkeit weiterer Rücksetzer, sollte die Käuferseite wichtige Unterstützungsmarken nicht verteidigen können.
Kiyosaki argumentiert, dass genau in solchen Marktphasen viele Privatanleger Fehler begehen. Wer ausschließlich kaufe, weil andere Marktteilnehmer optimistisch seien oder soziale Medien neue Höchststände prognostizierten, könne schnell in eine Verlustspirale geraten.
Diese Warnung markiert einen bemerkenswerten Unterschied zu seinen früheren Aussagen. Zwar bleibt der Autor langfristig von Bitcoin überzeugt, doch aktuell scheint er den Fokus stärker auf Risikomanagement und Timing zu legen als auf kurzfristige Kursziele.
Kritik an traditionellen Altersvorsorge-Modellen
Kiyosaki bleibt auch seiner grundsätzlichen Skepsis gegenüber klassischen Vorsorgeprodukten treu. In der Vergangenheit erklärte er mehrfach, dass Bitcoin und Ethereum langfristig bessere Überlebenschancen haben könnten als viele traditionelle Altersvorsorgemodelle.
Gleichzeitig weisen Kritiker darauf hin, dass nicht alle seiner Marktprognosen eingetroffen sind. Mehrere von ihm angekündigte Crash-Szenarien entwickelten sich entweder deutlich später als erwartet oder blieben vollständig aus.
Dennoch hält Kiyosaki an seiner Grundüberzeugung fest, dass die langfristigen Herausforderungen durch steigende Staatsverschuldung und eine mögliche Schwächung des US-Dollars schwerwiegender seien als kurzfristige Schwankungen an den Finanzmärkten.
Autor: Ariva-Redaktion/pg
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