Bitcoin pendelte am Dienstagvormittag stabil um die Marke von 76.500 US-Dollar, nachdem sich das Handelsvolumen nach dem verlängerten Wochenende in den USA spürbar abgeschwächt hatte.
Nach den deutlichen Abflüssen aus US-Bitcoin-ETFs in der vergangenen Woche sowie den anhaltenden geopolitischen Spannungen rund um den Nahen Osten bleibt die Stimmung am Kryptomarkt fragil. Zwar gelingt es Bitcoin bislang, größere Kursverluste zu vermeiden, doch von neuer Dynamik fehlt bislang jede Spur.
Laut Daten der Prognoseplattform Polymarket rechnen Händler derzeit mit einer 60-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin die Handelswoche oberhalb von 76.000 Dollar (Dollarkurs) beendet.
Besonders die Entwicklung rund um die US-Spot-Bitcoin-ETFs sorgt derzeit für Nervosität. Nachdem die Produkte im April noch Zuflüsse in Höhe von rund 2,44 Milliarden US-Dollar verzeichnet hatten, drehte die Stimmung zuletzt deutlich ins Negative. In der vergangenen Woche flossen laut Marktdaten insgesamt rund 1,26 Milliarden US-Dollar aus Bitcoin-ETFs ab.
Moody’s-Downgrade verpuffen am Kryptomarkt
Auffällig ist zudem, wie wenig Bitcoin zuletzt auf größere makroökonomische Ereignisse reagierte. Weder die jüngste Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch Moody’s noch die Warnungen des Einzelhandelsriesen Walmart vor steigenden geopolitischen Energiekosten und einer schwächeren Konsumnachfrage konnten den Markt nachhaltig bewegen.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den kommenden PCE-Inflationsbericht in den USA. Die Daten könnten entscheidend dafür werden, wie sich die Zinserwartungen entwickeln.
Iran-USA-Krieg belastet Krypto
Zusätzliche Unsicherheit bringt die geopolitische Lage im Nahen Osten. Berichten zufolge arbeiten die USA und Iran derzeit an einem möglichen Friedensmemorandum, das den aktuellen Konflikt entschärfen und die Straße von Hormus wieder vollständig für den internationalen Schiffsverkehr öffnen könnte.
Die Hoffnung auf Entspannung wurden jedoch gedämpft, nachdem US-Streitkräfte nach eigenen Angaben "defensive Angriffe" gegen iranische Ziele durchgeführt hatten. Ziel seien unter anderem Boote gewesen, die mutmaßlich Minen in der Straße von Hormus platzieren wollten, sowie Raketenstellungen im Süden Irans.
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