Asiens Börsen jagen von Rekord zu Rekord. Goldman Sachs sieht für Korea und Taiwan weiter Potenzial. Doch die Rallye hängt stark an wenigen Chip-Giganten.
Für dich zusammengefasst:
Der Nikkei überstieg erstmals 68.000 Punkte.
Goldman Sachs erhöhte das Kospi-Ziel auf 12.000 Punkte.
Asiens Märkte sind stark von künftigen Technologiewerten abhängig.
Der Boom rund um künstliche Intelligenz treibt Asiens Börsen weiter an. In Japan und Taiwan stiegen die Leitindizes am Morgen auf neue Rekordstände. Der japanische Nikkei übersprang erstmals die Marke von 68.000 Punkten. Besonders gefragt waren erneut Chipwerte wie Tokyo Electron (Tokyo Electron Aktie) und Advantest (Advantest Aktie).
Auch für Südkorea bleiben Strategen bullish, obwohl der Kospi in diesem Jahr bereits um rund 100 Prozent gestiegen ist. Goldman Sachs hob sein 12-Monats-Ziel für den Leitindex auf 12.000 Punkte an. Das entspräche einem Aufwärtspotenzial von mehr als 35 Prozent.
Die Goldman-Strategen um Timothy Moe sehen vor allem die Gewinne als Treiber asiatischer Aktien. Sie bleiben für Korea übergewichtet. Als Gründe nennen sie höhere Gewinnerwartungen, einen unterschätzten Speicherchip-Zyklus und mögliche Neubewertungen. Auch Taiwan stufte Goldman auf übergewichten hoch. Für den Taiex nennt die Bank ein 12-Monats-Ziel von 51.000 Punkten.
Der südkoreanische Markt wird vor allem von wenigen großen Technologiewerten getragen. Besonders SK Hynix und Samsung Electronics treiben die Rallye. Beide profitieren stark von der Nachfrage nach Speicherchips für künstliche Intelligenz.
Genau darin liegt aber auch ein Risiko. Jonathan Krinsky von BTIG warnte laut CNBC, dass der Kospi in den vergangenen sechs Handelstagen zwar zweistellig gestiegen sei. Die Marktbreite sei aber jeden Tag negativ gewesen. Das passiere, wenn einige wenige Schwergewichte rund die Hälfte eines Index ausmachten.
Auch Peter Kim von KB Financial Group sieht diese Konzentration kritisch. Koreas große Technologiewerte überstrahlten die Schwächen der übrigen Wirtschaft. China gewinne rasch Marktanteile bei Exporten, während die Binnenwirtschaft schwach bleibe.
Globale Anleger blenden diese Risiken bislang weitgehend aus. Der Gewinnboom rund um künstliche Intelligenz dominiert die Stimmung. Goldman erwartet für 2026 ein Gewinnwachstum je Aktie von 60 Prozent in der Region Asien-Pazifik. Der Technologiesektor dürfte dabei weiter die wichtigste Rolle spielen.
Fazit
Damit bleibt Asiens Börsenrallye eng an den Halbleiterzyklus gebunden. Solange künstliche Intelligenz die Nachfrage nach Chips antreibt, könnte der Markt weiterlaufen. Doch die hohe Abhängigkeit von wenigen Schwergewichten macht die Rallye anfällig für Rückschläge.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.