LONDON (dpa-AFX) - Der Öl- und Gaskonzern Shell (Royal Dutch Shell A Aktie) will mit der milliardenschweren Übernahme des kanadischen Unternehmens ARC Resources sinkende Fördermengen kompensieren. Der britische Konzern will die kanadische Energiefirma für insgesamt etwa 16,4 Milliarden US-Dollar (etwa 13,9 Mrd. Euro) erwerben, wie Shell mitteilte. Durch den Zukauf soll demnach die Fördermenge um 370.000 Barrel Öläquivalent pro Tag erhöht werden.
Mit dem Deal will Shell seine Ressourcenbasis "für die kommenden Jahrzehnte" stärken und seine Präsenz im Norden Amerikas ausbauen, heißt es weiter. Konkret geht es um das Montney-Becken in den kanadischen Provinzen British Columbia und Alberta zur Förderung von Schiefergas.
Das kanadische Unternehmen sei ein "qualitativ hochwertiger, kostengünstiger und CO2-armer Produzent", sagte Shell-CEO Wael Sawan laut Mitteilung. Der "Financial Times" zufolge stellt der Deal einen weiteren Schritt in Shells Bestreben dar, einer der größten Akteure am Markt für Flüssigerdgas (LNG) zu werden.
Shell übernimmt nach eigenen Angaben im Zuge des Zukaufs auch Nettoverbindlichkeiten und Leasingverpflichtungen von rund 2,8 Milliarden Dollar, woraus sich ein Unternehmenswert von 16,4 Milliarden Dollar (Dollarkurs) ergebe./pba/DP/jha
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