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US-Dollar unter KI-Druck, warnt Deutsche Bank

Der US-Dollar verliert laut einer Analyse der Deutsche Bank zunehmend seinen Status als sicherer Hafen. Grund dafür ist ausgerechnet der Boom rund um künstliche Intelligenz.
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Laut einer aktuellen Einschätzung der Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) könnte die starke Konzentration von KI-getriebenen Risiken an den US-Aktienmärkten das traditionelle Sicherheitsprofil der US-Währung nachhaltig verändern. Anleger reagieren demnach nicht mehr automatisch mit Dollar-Käufen, wenn Aktienkurse fallen.

George Saravelos argumentiert, dass die historische Korrelation zwischen US-Dollar und Aktien bereits länger schwach gewesen sei. In den vergangenen zwölf Monaten habe sich die US-Währung erneut von der Entwicklung des S&P 500 entkoppelt.

KI-Konzentration macht US-Aktien verwundbar

Ein zentrales Risiko sieht die Deutsche Bank in der starken KI-Konzentration innerhalb des US-Aktienmarktes. Besonders der Softwaresektor geriet zuletzt unter Druck, nachdem das KI-Unternehmen Anthropic neue Werkzeuge vorgestellt hatte, die professionelle Arbeitsabläufe automatisieren sollen.

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Der S&P 500 Software & Services Index verlor infolgedessen seit Jahresbeginn nahezu ein Fünftel seines Wertes. Investoren sorgen sich zunehmend, dass KI nicht nur Wachstum bringt, sondern bestehende Geschäftsmodelle kannibalisiert.

Gleichzeitig kündigten führende Hyperscaler wie Amazon, Microsoft (Microsoft Aktie), Meta Platforms und Alphabet Investitionen von bis zu 700 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur an. Die enormen Kapitalausgaben lösten Zweifel aus, ob sich diese Summen in angemessener Zeit rentieren können.

Wenn schlechte Nachrichten aus den USA kommen

Saravelos zieht Parallelen zur Zeit nach dem Platzen der Dotcom-Blase Anfang der 2000er-Jahre. Wenn negative Nachrichten ihren Ursprung in den USA haben, während andere Weltregionen robust wachsen, könne der US-Dollar trotz sinkender Aktienmärkte fallen. Genau dieses Szenario scheine sich derzeit erneut anzudeuten.

Das bedeutet für Investoren eine strategische Neubewertung: Je weniger attraktiv der Dollar (Dollarkurs) als Portfolio-Hedge erscheint, desto größer der Anreiz, Dollar-Positionen zu reduzieren und alternative Währungsräume stärker zu gewichten.

Verlust der "US-Dollar-Ausnahmestellung"

Neben KI-Risiken verweist die Deutsche Bank auf ein breiteres makroökonomisches Umfeld, in dem der US-Dollar seinen Sonderstatus verliert. Ein zunehmend positives globales Wachstumsumfeld stärkt alternative Währungen. Besonders der australische Dollar, skandinavische Währungen sowie Devisen aus Schwellenländern rücken stärker in den Fokus internationaler Anleger.

Politische Risiken verstärken den Trend

Auch politische Faktoren haben zur Schwäche beigetragen. Die Einführung globaler reziproker Zölle durch US-Präsident Donald Trump im Jahr 2025 löste zeitweise einen sogenannten "Sell America"-Trade aus.

Der Dollar-Index verlor 2025 rund 9,4 Prozent und setzte den Abwärtstrend auch im laufenden Jahr fort.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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