- KWS Saat erwartet weniger Wachstum als zuvor prognostiziert.
- Im ersten Halbjahr fiel der Umsatz um 1,4 Prozent.
- Der Verlust verringerte sich auf 63,8 Millionen Euro.
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Allzu überraschend kam die Prognosesenkung offensichtlich nicht. Analyst Volker Bosse von der Baader Bank hatte bereits vor der Zahlenvorlage ein geringeres Wachstum im Geschäftsjahr erwartet und auch seine Erwartungen ans operative Ergebnis gestutzt. Das erste Halbjahr sei dennoch hinter den Erwartungen zurückgeblieben, ergänzte Bosse in einer ersten Reaktion.
Im ersten Geschäftshalbjahr (bis Ende Dezember) ging der Umsatz von KWS Saat um 1,4 Prozent auf 411,3 Millionen Euro zurück. Ohne Währungs- und Portfolioeffekte stiegen die Erlöse dagegen um 0,8 Prozent. Das Rapsgeschäft im Segment Getreide entwickelte sich stark, auch in der Gemüsesparte stiegen die Umsätze. Unter anderem saisonal bedingt war das Geschäft mit Zuckerrüben und Mais dagegen schwach. Hier sei die Frühjahrsaussaat im laufenden dritten Geschäftsquartal bis Ende März entscheidend.
Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verringerte sich in den ersten sechs Monaten um rund ein Viertel auf 49,0 Millionen Euro, maßgeblich hierfür war nach Konzernangaben ein positiver Sondereffekt von rund 30 Millionen Euro aus dem Verkauf des nordamerikanischen Maisgeschäfts. Unter dem Strich schrumpfte der Verlust um 45 Prozent auf 63,8 Millionen Euro.
"Wir setzen unseren Fokus klar auf Profitabilität", sagte Finanzchef Jörn Andreas laut Mitteilung. Jüngst eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen zeigten bereits erste Effekte. So sollen im laufenden Geschäftsjahr vom Umsatz des Saatgutherstellers weiterhin 19 bis 21 Prozent als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hängen bleiben. Der Sondergewinn aus dem Verkauf von Lizenzrechten infolge der Veräußerung des nordamerikanischen Maisgeschäfts ist dabei ausgeklammert./niw/tav/stk
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