Eine Landmaschine auf einem Kornfeld (Symbolbild).
Quelle: - ©unsplash.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 152

ROUNDUP: KWS Saat leidet unter mauem Agrarmarkt - Gekappte Prognose kein Schock

EINBECK (dpa-AFX) - Das gedämpfte Agrarmarktumfeld trübt die weiteren Aussichten bei KWS Saat (KWS Saat Aktie) . Der Saatguthersteller erwartet deshalb in diesem Jahr weniger Wachstum als bisher in Aussicht gestellt. Niedrige Preise für Agrarrohstoffe führten zu Unsicherheiten bei den Anbauentscheidungen von Kunden, und dies sorge für eine stärkere Verringerung der weltweiten Anbaufläche für Zuckerrüben als bisher angenommen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Im Geschäftsjahr 2025/26 (bis Ende Juni) rechnet KWS nun auf vergleichbarer Basis, also ohne Währungs- und Portfolioeffekte, mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Bislang wurde ein Wachstum von rund drei Prozent angepeilt. An der Börse irritierte die gekappte Umsatzprognose aber nicht.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
KWS Saat KgaA 67,40 € KWS Saat KgaA Chart -1,89%
Zugehörige Wertpapiere:

Die im Nebenwerteindex SDax notierte KWS-Aktie legte im frühen Handel am Donnerstag um 0,7 Prozent auf 69,20 Euro zu. Allerdings war das Papier bereits am Vortag um fast sechs Prozent eingebrochen und hatte damit seine bisherigen Jahresgewinne komplett abgegeben. Durch die aktuellen Kursgewinne konnte sich das Papier über der 100-Tage-Linie halten, einem charttechnischen Indikator für den mittel- bis langfristigen Trend.

Allzu überraschend kam die Prognosesenkung offensichtlich nicht. Analyst Volker Bosse von der Baader Bank hatte bereits vor der Zahlenvorlage ein geringeres Wachstum im Geschäftsjahr erwartet und auch seine Erwartungen ans operative Ergebnis gestutzt. Das erste Halbjahr sei dennoch hinter den Erwartungen zurückgeblieben, ergänzte Bosse in einer ersten Reaktion.

Im ersten Geschäftshalbjahr (bis Ende Dezember) ging der Umsatz von KWS Saat um 1,4 Prozent auf 411,3 Millionen Euro zurück. Ohne Währungs- und Portfolioeffekte stiegen die Erlöse dagegen um 0,8 Prozent. Das Rapsgeschäft im Segment Getreide entwickelte sich stark, auch in der Gemüsesparte stiegen die Umsätze. Unter anderem saisonal bedingt war das Geschäft mit Zuckerrüben und Mais dagegen schwach. Hier sei die Frühjahrsaussaat im laufenden dritten Geschäftsquartal bis Ende März entscheidend.

Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verringerte sich in den ersten sechs Monaten um rund ein Viertel auf 49,0 Millionen Euro, maßgeblich hierfür war nach Konzernangaben ein positiver Sondereffekt von rund 30 Millionen Euro aus dem Verkauf des nordamerikanischen Maisgeschäfts. Unter dem Strich schrumpfte der Verlust um 45 Prozent auf 63,8 Millionen Euro.

"Wir setzen unseren Fokus klar auf Profitabilität", sagte Finanzchef Jörn Andreas laut Mitteilung. Jüngst eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen zeigten bereits erste Effekte. So sollen im laufenden Geschäftsjahr vom Umsatz des Saatgutherstellers weiterhin 19 bis 21 Prozent als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hängen bleiben. Der Sondergewinn aus dem Verkauf von Lizenzrechten infolge der Veräußerung des nordamerikanischen Maisgeschäfts ist dabei ausgeklammert./niw/tav/stk

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend